Entscheidungen
77Wunderschön. Die ganze Maschine scheint wieder lebendig zu werden.
„Hast du sie etwa abgestöpselt?“
„Bis später.“ (Du gehst.)
„Was zur Hölle ist da drin los? Was hast du mit ihr gemacht?“
„Was?“
„Wie bist du auf KINDRED gekommen?“
Als das Objekt größer wird, kannst du die Form eines Kosmonauten ausmachen, der sanft im fließenden Rhythmus der Maschine rotiert. Er ist von einem glänzenden weißen Kreis umgeben.
Hier gibt es nichts mehr zu tun.
Du gehst zurück zur Konsole.
Du weißt noch immer nicht, wo du anfangen sollst.
Du drehst das Rad erneut und die Linse verengt und fokussiert sich auf die Unregelmäßigkeit.
Du hast ihn schon einmal genutzt, es ist derselbe Knopf mitten in der Konsole. INTERFACE. Du drückst ihn.
Es ist, als würde man ein Kind ohne Erfahrung mit der Welt fragen, mit wem es zusammenarbeiten wird. Er hat kein Bezugssystem.
Du schließt ihre Augen.
Karolina liegt still, eine Puppe ihrer selbst.
Sie wird dich nicht ansehen.
„Wir sind fast wieder in der Stadt.“
„Ja … kein Problem, Hersh.“
Er flüstert etwas, während er dich kurzerhand entwaffnet.
Daraus folgt noch ein weiterer Schluss, halb gefolgert, halb instinktiv …
Diese Stimme. Aus irgendeinem fernen Winkel deiner Erinnerungen weht sie dir zu.
Gleich nachdem KINDRED seinen Namen aus ihrem blutigen Mund rausgelassen hat.
Langsam füllt sich der Beschlagene Spiegel mit den Mitgliedern deines Trupps und nimmt wieder das Aussehen an, das er vor fünf Jahren hatte, bevor dein Netzwerk zusammengebrochen ist.
Das Gerät gibt keine Geräusche ab, es löst eine psychoauditive Reaktion aus — angepasst an das jeweilige Individuum.
„Aber … du hast doch gerade gesagt, ich sei der Beste. Was hab ich denn falsch gemacht?“
„Ich hab's dir doch gesagt. Er braucht mich nicht mehr.“
„Warum redest du immer von ihm? Ich bin hier, ich wurde abgeholt, ich will das hier.“