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Du gehst zur verlassenen Telefonzelle zurück.

Zeilen 549
Gesprächsbeginn

Verzweigung

1

Verzweigung

2
Du gehst zur verlassenen Telefonzelle zurück.

Verzweigung

4
Sieh dich um.
Du kannst ein vertrauliches Gespräch führen, solange du leise sprichst.

Verzweigung

7
Schau dir die Telefonzelle an.

Verzweigung

9
Du verziehst das Gesicht beim Anblick der schrillen Telefonzelle.

Verzweigung

11
Diese Telefonzelle hat schon einige Jahre auf dem Buckel …
Risse im Hörer, vergilbtes Plastik. Schätzungsweise mindestens ein Jahrzehnt alt.
Graue SubstanzSW 10
Ein verblichener Aufkleber springt dir ins Auge – Werbung für die örtliche Fähre. Das Jahr: 82.

Verzweigung

15
Untersuche das Kabel.
Zu oft gedehnt. Die Spiralen am unteren Ende sind ausgeleiert, doch jemand hat ein Gummiband darumgewickelt.

Verzweigung

18
Sieh dir die Seitenwand an.
Etwas fällt dir ins Auge. Unter dem Schmutz wölbt sich das Metall, als wäre darunter etwas eingeschlossen.
SensorenSW 11
Eine sanfte Wölbung unter dem Schmutz. Ungewöhnliche Form für Rost.
Kratze an der Schmutzschicht.
Grauer Schmutz blättert ab und dein Nagel stößt an einen Vorsprung. Eine Form erscheint: ein springender Delfin.
Worüber springst du, mein Freund?
Die Gravur ist flach, von jahrelanger Vernachlässigung abgetragen, aber lesbar: 1F7G35-94X12. Eine Seriennummer.

Verzweigung

26
Das Renotel-Terminal in der Partygasse – wollte es nicht eine Seriennummer?
Jetzt hast du eine.
TechnoflexSW 9
Mit etwas Glück ruft es die Leitungssignatur ab.

Verzweigung

30

Verzweigung

31
Eine Renotel-Kennung. Was das Terminal in der Partygasse wohl damit machen würde …
Es gibt nur einen Weg, um das herauszufinden – auf zur Partygasse!

Verzweigung

34
Eine Renotel-Kennung. Das alte Terminal auf dem Basar – ich frage mich …
Irgendwo muss ich ja anfangen, also warum nicht dort?
TechnoflexSW 9
Der Wartungsrahmen schien für drahtlose Verbindungen gedacht zu sein, aber einen Blick ist er wert.

Verzweigung

38
Eine Renotel-Kennung. Kann ich da irgendwas mit anfangen?
Vielleicht. Auf jeden Fall hast du sie jetzt, das ist besser als nichts.

Verzweigung

41
TechnoflexSW 6
Du müsstest die Nummer abgleichen. Renotel hat bestimmt irgendwo versteckte Wartungsterminals – halt die Augen offen.
Eine Seriennummer für wen? Für die Telefongesellschaft?
Wisch vorsichtig mit dem Ärmel darüber.
Ölige Schmutzstreifen lösen sich. Langsam erscheint eine Form – rund und freundlich. Ein ins Gehäuse geprägter Delfin.
Genug umgesehen. (Geh zurück.)
Du lockerst deine Haltung und gehst einen Schritt zurück.

Verzweigung

48
Die Box wurde von den üblichen Flyern und Graffiti befreit. Zurückgeblieben sind nur Kleber- und Filzstiftreste. Der Münzschlitz ist von einer alten, zerbrochenen Sol-Münze verstopft.
BlaupausenSW 10
Der Schlussstein.
Nimm den Hörer ab.

Verzweigung

52

Verzweigung

53
„Hallöchen.“
„Hi.“

Verzweigung

56
„Raus aus der Leitung!“
Ihre Stimme wird durch ein entschlossenes Schweigen ersetzt.

Verzweigung

59
„Du! Du bist … verbannt! Aus der Leitung verbannt! Denkst du wirklich, du kannst einfach an meinem Haus auftauchen und so tun, als wäre nichts weiter dabei? Verschwinde!“
Du hörst, wie sie den Hörer aufknallt, gefolgt von wütendem Gemurmel in der Nähe. Sie hört nicht zu.
„Ich bin's noch mal.“
„Hallöchen.“

Verzweigung

64

Verzweigung

65
„Ich bin ein schlechter Mensch. Wirklich schlecht. Ich will dir was gestehen …“

Alternative Formulierung

„Ich hab noch mehr schlimme Dinge zu gestehen …“
„Erzähl mir alles, erzähl mir, wie schlimm du warst.“

Alternative Formulierung

„Ich hör dir zu, Süße. Lass alles raus.“

Verzweigung

68
„Ich hab einen Geist erschossen.“
„Die sind eben unheimlich, Süße. Da kann man nichts machen.“

Verzweigung

71
„Ich hab einem Kind sein Spielzeugschwert abgenommen.“

Verzweigung

73
„Du …“ Ihre Stimme verändert sich. „Ich hab dir gesagt, das ist seins! Wehe er ist jetzt traurig.“

Verzweigung

75
„Du …“ sie zögert. „Es war bestimmt so ein nerviges Leuchtschwert, oder? Jetzt kann er nachts niemanden mehr damit behelligen … Das war eine gute Tat.“
„Ich hab meinen Kumpel mit einem Handbohrer getötet.“
„Ich hoffe, er hatte es verdient, Süße.“

Verzweigung

79
„Ich habe meinen Freund mit einer Handbohrmaschine gewangt.“
„Ich hab in der Gasse einen Besoffenen getreten.“
„Selbst schuld, wenn er dir im Weg war, Süße.“

Verzweigung

83
„Ich hab einem lokalen Fernsehstar eine geistige Massenvernichtungswaffe gegeben.“
„Du bist eine geistige Massenvernichtungswaffe; du stiftest Chaos in Portofiro. Meine Rebellin.“

Verzweigung

86
„Ich hab einen lokalen Fernsehstar getötet.“
„Das warst du?“
Sie keucht und stöhnt verführerisch in den Hörer.
„Und jetzt bist du auf der Flucht, eine Mörderin auf freiem Fuß. Das ist so heiß, Süße. Ich wette, du hast die Waffe noch.“

Verzweigung

91
„Ich hab meinen Freund gezwungen, eine traumatische Erinnerung noch mal zu durchleben.“
„So was kann befreiend sein, Schätzchen. Man muss seine Traumata aufarbeiten. So ähnlich wie das, was wir hier gerade tun …“

Verzweigung

94
„Ich hab einen Briefkasten zerstört.“
„Du hast den Briefkasten fertiggemacht, ooh böses Mädchen, du brutale Briefkasten-Killerin.“

Verzweigung

97
„Ich hab Menschenhandel mit einem Popstar betrieben.“
„Klar hast du das. Und bestimmt haben sie dir massig Geld dafür gegeben. Ich wette, du schwimmst gerade darin, was? All das schmutzige Blutgeld macht mich so heiß …“
DoppelgängSW 10
Wir haben's nicht fürs Geld getan, sondern für einen seltsamen alten Mann, den keiner von uns kannte.

Verzweigung

101
„Ich hab meinen Vorgesetzten missachtet.“
„Hehe, ich finde das gar nicht so schlimm. Es sei denn, du willst, dass es das ist. In dem Fall … du bist eine echte Sünderin, Süße.“

Verzweigung

104
„Ich hab einem alten Mann ins Gesicht geschossen.“
„Oh, wie gefährlich. Ich wette, er hatte es verdient. War er ein böser Mann? Ein richtig böser alter Mann?“
„Er war ein Techno-Faschist.“
„Ganz recht, Süße, bring diese Faschos für deine Herzogin ums Eck. Braves Mädchen.“

Verzweigung

109
„Das eine Auge, das er noch hatte, hat direkt durch mich durch gesehen.“
„Ich … ja, das kann ich mir vorstellen.“ Ein kurzes Zögern. „Denk nicht mehr an dieses furchtbare Auge.“
„Ich sollte ihn befreien. Er stand unter meiner Obhut.“
„Ich … verstehe …“ Ein kurzes Zögern. „Vergiss ihn, Schätzchen. Er ist nicht mehr da.“
„Da war so ein Notausgang … klar gekennzeichnet. Ich hab die Tür offen gelassen.“
„Oh.“ Sie keucht. „Mir war ja nicht bewusst, was für eine abgebrühte Regelbrecherin du bist.“

Verzweigung

116
„Ich hab mich an einer bewusstlosen Person vergriffen.“
„Ich wette, die Person war gar nicht bewusstlos. Ich wette, sie hat nur so getan. Ich wette, sie hat es genossen.“

Verzweigung

119
„Ich habe einem Teenager einen Zahn gezogen. Mit einer Brechstange.“
„Unter oder über achtzehn?“
Antworte nicht.
„Süße. Keine Brechstangen bei Kindern, okay? Machst du das für deine Herzogin? Nicht an Kindern herumhebeln. So ist's fein.“

Verzweigung

124
„Unter.“
„Spitzel kriegen die Brechstange.“
„Ich hab einen Pelzmantel gestohlen.“

Alternative Formulierung

„Ich hab einen Pelzmantel gestohlen. Ich trage ihn gerade.“
„Wer kann schon einem Pelz widerstehen? Ich liebe eine Frau, die sich nimmt, was ihr zusteht …“

Verzweigung

129
„Ich hab einen Affen beklaut.“
„Du bist so interessant, Schätzchen. So einfallsreich …!“

Verzweigung

132
„Ich hab einen alten Mann mit einem Schrank verdroschen.“
„Alte Männer sind böse, Schätzchen. Er hatte ein bisschen Prügel verdient.“

Verzweigung

135
„Ich will nicht drüber sprechen.“ [Zurück.]

Alternative Formulierung

„Ich hab jetzt erst mal genug gestanden …“ [Zurück.]

Verzweigung

137

Verzweigung

138
„Ich bin für dich da.“

Alternative Formulierung

„Wenn du meinst, Süße.“

Verzweigung

140
„Das war eine ganze Menge zu gestehen. Glaubst du wirklich, dass du so ein schlechter Mensch bist?“
„Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich tatsächlich schlecht bin.“
„Mein böses Mädchen. Deine Herzogin ist für dich da.“

Verzweigung

144
„Vielleicht ist die bürgerliche Moral Schuld an meinen Komplexen.“
„Kann schon sein, Süße. Deine Herzogin wird verhindern, dass dich das runterzieht …“
„Vielleicht nur das normale Maß an Schlechtigkeit.“
„Ganz recht, Süße. Deine Herzogin ist für dich da.“
„Ich bin durch und durch unwiderruflich böse.“
„Meine eigene, ganz persönliche Schurkin. Deine Herzogin ist für all deine verruchten Seiten da …“
„Ich bin eine Künstlerin des Profanen.“
„Meine Künstlerin des Profanen. Ich bin schon gespannt auf deine nächste Darbietung …“
„Ich suche nach Informationen über einen Kollegen von mir, einen Sockenimporteur. Hat er dich angerufen?“
„Ein Sockenimporteur?“
Cold ReadingSW 12
Die Wärme in ihrer Stimme verschwand für einen kurzen Moment.
„Hmm … ist er ein Freund von dir? Ein Feind? Soll ich dir erzählen, wie er's mit mir getrieben hat? Wie er dabei die ganze Zeit seine Socken anhatte?“
„Er hat dich angerufen, stimmt's?“
„Sag du's mir. Hat er das? War er gut, schlecht … trage ich gerade seine Socken?“
„Das ist kein Rollenspiel, es geht ihm schlecht.“
„Ich kann nicht über meine anderen Liebhaber reden. Sei bitte nicht enttäuscht von mir …“

Verzweigung

161
„Sag mir einfach, ob er angerufen hat. Sockenimporteur. Ja?“
„Deine Karte war in seiner Tasche. Deshalb ruf ich an.“
„Meine Karte? Eine Visitenkarte, meinst du? So was hab ich nicht, Schätzchen … Vielleicht hat einer meiner Liebhaber sie aus Spaß gedruckt.“
„Ihm ist etwas Schreckliches zugestoßen.“
„Oh? Bist du eine Detektivin? Ist das ein rätselhafter Fall? Ich helf dir gern, ihn zu lösen … Oder bin ich eine Verdächtige? Legst du mir gleich Handschellen an …?“
„Wer bist du?“

Verzweigung

168
„Hab ich dir doch gesagt, ich bin die Herzogin. Lass uns ab jetzt beim Wunder bleiben, Süße.“
PoetikSW 12
Ein Name aus einer Legende. Eine mythische Kreatur.

Verzweigung

171
„Ich meine im echten Leben.“
„Du glaubst nicht, dass ich echt bin, Schätzchen? Ich bin hier und bereit, dass du … mit mir machst, was immer du willst.“
„Und jetzt lass uns uns ineinander verlieben.“
InstinkteSW 12
Ja, ja! Riech an ihr, schmeck sie, begehre ihren Duft.
Atme tief ein.
„Kennst du Vanillekuchen? Stell dir die zarte Süße in deinem Mund vor, den schmelzenden Biskuit. Dazu ein wenig kandierte Zitrusfrucht … und ein Hauch Salz. Das bin ich. Kannst du mich schmecken?“
SensorenSW 13
Du kannst es. Deine Finger sinken in den Hörer, als wäre das Plastik plötzlich das weiche, warme Fleisch ihrer Hüfte.
„Du bist gut.“
„Ich kann so gut für dich sein, Süße.“
„Genug von mir. Sag mir, wer du wirklich bist.“
„Eine demütige Büßerin.“
„Dann knie für mich nieder, Süße. Ich kann deine Sünde herausziehen – lass mich deine Beichten hören, sie sauberlecken …“
SchattenspielSW 10
Da ist ein leicht vulgärer Unterton, doch sie wechselt die Rolle so schnell wie eine Meisterdarstellerin im Theater. Beeindruckend.
Vielleicht ist es gar keine Rolle; sie steht einfach total drauf.
Nein — es wirkt natürlich, gerade weil sie von ihrer Darstellung so distanziert ist. Alles läuft automatisch; ihr wahres Ich ist meilenweit entfernt.
„Bist du noch dran, Schätzchen? Ich bin hier und warte auf dich.“

Verzweigung

188
Soll ich sie zu meiner Agentin machen?
In einer anderen Welt vielleicht. Einer anderen Mission. Aber nicht in dieser.
„Eine Schülerin des Okkulten.“
„Soll ich ein paar Kerzen anzünden, einen Kreidekreis ziehen, einen Dämon von den Sternen beschwören, damit er mich fickt? Für dich tu ich alles …“
„Ein stumpfer Gegenstand der Geschichte.“
„Richtig, Schätzchen. Du kontrollierst die Weltkarte und formst sie, wie du willst. Willst du nicht auch mich kontrollieren?“
„Eine Nachdenkerin.“
„Meine Grüblerin, meine nachdenkliche Liebhaberin. Fahr mit deinen Händen über mich, erkunde jede Kontur, finde jedes Geheimnis meines Körpers. Ich leite dich dabei.“
„Hypnose! Verruchte telepathische Harpyie!“
„Oh ja, ich bin schrecklich – wild. Ich mache dich hilflos, wenn du es so magst.“
SensorenSW 13
Nein. Aber du kannst definitiv noch die Zähne des letzten Kerls riechen.
„Dieses Telefon ist schmutzig.“
„Das schmutzigste. Hier gibt es keine Grenzen. Nichts, was wir nicht tun können. Deine wildesten Träume, deine schlimmsten Albträume.“
„Tut mir leid, das funktioniert für mich nicht.“
„Aha.“ Sie kichert. „Keine Sorge, Süße. Wir können alles probieren, was du willst.“
„Ich bin nicht der Typ für Telefonsex.“
„Gibt es da einen speziellen Typ für? Sie lacht. Es geht nur um Lust, Schätzchen. Ich diene dir, wie du willst.“
„Mit einer Prostituierten? Mach dich nicht lächerlich.“
„Du hast recht. Ich bin ein böses Mädchen, eine dreckige Hure, und du solltest mich für all mein schmutziges Gerede bestrafen.“
„Ich glaub, ich komm langsam dahin.“
„Oh, so ist's brav.“
Sie stöhnt sanft.
„Erzähl mir von dir, Schätzchen. Erzähl mir, wer du wirklich bist.“
DoppelgängSW 9
Okay.
„Das ist ein Name, keine Antwort.“
„Mein Name ist die Antwort – auf was auch immer dein Herz begehrt.“
PersonalismusSW 11
Ihr Name scheint über deinen Innenschenkel zu streichen.
SensorenSW 9
Dein Herz klopft bei ihrem Namen.
„Ich hab's dir doch gesagt, ich bin die Herzogin.“
„Gehst du immer an diese Hotline?“
„Manchmal muss ich weg. Aber jetzt, wo ich weiß, dass du dran sein könntest, werd ich versuchen, öfter da zu sein.“
„Aber wie wirst du bezahlt?“
„Mach dir um mich keine Sorgen, Schätzchen, ich werde bestens versorgt.“

Verzweigung

222
„Ich glaube nicht an Wunder. Wer bezahlt dich?“
„Ja. Bitte verlass mich nicht.“
„Ich bin für dich da, wann immer ich kann. Ich bin deine Herzogin.“
„Und was, wenn du mitten im Anruf aufs Klo musst?“
„Ist es das, was du willst? Du kannst zuhören, wenn du magst. Du musst es nur sagen.“
„Ich muss mit einem deiner Kunden sprechen, aber er hört mir nicht zu.“

Verzweigung

229
„Keine Fragen mehr über andere Kunden, Schätzchen. Konzentrieren wir uns auf dich und mich.“

Verzweigung

231
StaatsmachtSW 6
DU MUSST UNÜBERHÖRBAR WERDEN. SPRICH ÜBER GRENZPOLITIK.

Verzweigung

233
Graue SubstanzSW 6
So kommst du nicht weiter. Am besten besuchst du sie noch mal persönlich.
„Armes Schätzchen, ignoriert zu werden tut weh. Aber deine Herzogin ist immer da, um dir zuzuhören.“
„Wie bringst du deine Kunden dazu, sich dir zu öffnen?“
„Sie öffnen mich. Wirst du das auch?“
„Kooperiere mit mir. Stell ihm meine Fragen.“
„Ich würde dich niemals so hintergehen. Wie kannst du verlangen, dass ich es bei ihm tue?“
„Bietest du ihm auch persönliche Dienste an?“
„Oh … Bin ich dir nicht gut genug? Du brichst mir das Herz, Süße.“
„Ich wäre bereit, sehr großzügig zu zahlen.“
„Ich will dein Geld nicht, Schätzchen. Nur deine Liebe.“
„Ich bin sicher, es gibt reizvollere Dinge, über die wir sprechen können …“

Verzweigung

245
„Es würde sich um eine persönliche Angelegenheit handeln.“
„Oh?“
PersonalismusSW 12
Ein Hauch von Besorgnis. Nutze ihn.
„Es … geht um meinen Freund.“
„Oh. Tut mir leid, ich kann keine Ausnahmen machen. Aber wenn ich dir einen Rat geben darf: Ich würde persönlich mit ihm reden.“
„Ich kann das am Telefon nicht erklären.“
„Tut mir leid, Schätzchen, aber das muss reichen.“
„Schon gut, vergiss es einfach.“
„Da hast du mich aber kurz nervös gemacht, Schätzchen.“
„Nein, passt schon.“ (Geh zurück.)
„Schön, dass du das so siehst.“

Verzweigung

257
„Ich rufe nur an, um Hallo zu sagen. Wie geht's dir?“
„Nicht auf der Wunder-Hotline, Süße. Wenn ich einmal aus dem Takt bin, komm ich nur schwer wieder rein.“

Verzweigung

260
„Ich wollte dich nur wissen lassen, dass der Sockenimporteur ein hoffnungsloser Fall ist.“
„Ein was, Süße?“
„Eine Person der Vergangenheit.“
„So was gibt's nicht, Schätzchen. Die Welt ist voll von den kleinen Veränderungen, die wir auf ihr hinterlassen, ob wir sie sehen oder nicht.“

Verzweigung

265
„Hab's mit Medikamenten versucht. Hat nicht funktioniert.“
„Das tut mir leid zu hören. Er schien ein netter Junge zu sein.“
„Gib die Hoffnung noch nicht auf. Menschen sind stärker und die Welt ist seltsamer als man denkt.“
PersonalismusSW 14
Überrede sie, dir von PSEUDOPOD zu erzählen.
Sie macht ihren Job zu gut. Du brauchst so etwas wie ein universelles Signalwort, um sie ins Hier und Jetzt zurückzuholen.
„Mein Kollege. War er selbstmordgefährdet?“
„Selbstmordgefährdet …“
Ein langes Schweigen zwischen euch.
„Du machst mir Angst. Ist wirklich was passiert?“
„Vielleicht. Ich bin am Ermitteln.“
„Oh … Ich … das ist kein Fetisch, oder? Ich … tut mir leid.“
„Ein Sockenimporteur. Ja. Er … er hat angerufen. Er meinte, seine Kollegin hätte ihn hängen lassen.“
NervenstärkeSW 15
Ihre Worte schneiden wie zerbrochenes Glas unter einem Fingernagel.
„Ich wusste es. Er hat sich auf mich verlassen.“
„Das warst du? Schätzchen, oh nein. Aber er klang nicht selbstmordgefährdet. Das hätte ich bemerkt. Ganz sicher. Ich … bitte glaub mir. Ich hätte es bemerkt.“

Verzweigung

281
Sie atmet aus und die Leitung knistert. Sie wird bis spät in die Nacht über PSEUDOPOD nachdenken.

Verzweigung

283
Sie atmet aus und die Leitung knistert. Sie wird für den Rest der Nacht über PSEUDOPOD nachdenken.
„Er hat mich zum Scheitern verurteilt, bevor ich überhaupt angekommen bin. Äußerst verdächtig.“
„Du bist also die Partnerin? Er klang gekränkt, aber nicht selbstmordgefährdet. Das hätte ich bemerkt. Ganz sicher. Ich … bitte glaub mir. Ich hätte es bemerkt.“
„Klingt schwach. Abhängig.“
„Er wollte Trost, und ich hab ihn ihm gegeben. Aber er klang nicht selbstmordgefährdet. Das hätte ich bemerkt. Ganz sicher. Ich … bitte glaub mir. Ich hätte es bemerkt.“
„Aber wir sind uns noch nicht einmal begegnet.“
„Du könntest die letzte Person gewesen sein, mit der er gesprochen hat.“
„Er war ein Kollege. Ich muss wissen, ob er mit dir gesprochen hat.“
„Hast du's getan? Hast du ihm gesagt, er hätte einen seltsamen Schwanz?“
„Was, nein! Ich … das ist kein Fetisch, oder? Du meinst das ernst?“
„Hat er ängstlich gewirkt? So, als wollte ihm jemand etwas antun?“
„Ihm etwas antun, Liebste?“
Ein langes Schweigen macht sich zwischen euch breit.
„Ist was passiert?“
„Etwas. Ja. Etwas sehr Schlimmes.“
„Oh … Ich … das ist kein Fetisch, oder? Ich … tut mir leid.“
„Ein Sockenimporteur. Ja. Er … er hat angerufen. Er meinte, seine Kollegin hätte ihn hängen lassen. Aber Angst schien er nicht zu haben.“

Verzweigung

301
„Ich weiß nicht, genau das versuche ich herauszufinden.“
„Ich … das ist kein Fetisch, oder? Du meinst das ernst?“
„Ich bin mir ziemlich sicher, dass er ermordet wurde.“
„Irgendein neuer Kunde, der so spitz war, dass er davon draufgehen könnte?“
„Wa- Nun, ja. Davon hab ich einige, Schätzchen.“
„Ich meine auf abnormale Weise. Als könnte er wirklich sterben.“
„Was meinst du? Ist was passiert?“
„Ja. Ich glaub, mein Doppel ist an Geilheit gestorben.“
„Oh … Ich … das ist kein Fetisch, oder? Ich … tut mir leid.“
„Ein Sockenimporteur. Ja. Er … er hat angerufen. Er meinte, seine Kollegin hätte ihn hängen lassen. Aber er schien nicht besonders spitz. Eigentlich überhaupt nicht. Manche Leute rufen nur an, um ein bisschen Gesellschaft zu haben – er war so jemand.“

Verzweigung

312
„Ich weiß nicht. Ich bin am Ermitteln.“
„Ein Arzt hat mir Medikamente gegeben. Vielleicht kann ich ihn wiederbeleben.“
„Dann gibt es LASS also wirklich …“

Verzweigung

316
„Geh aufs Ganze. Erzähl ihr alles.“
„Der Sockenimporteur und ich sind Spione. Wir arbeiten an einem geheimen Auftrag. Ich brauch deine Hilfe.“
„Oh wow, das macht mich so heiß. Was ist unser Auftrag? Soll ich jemanden für dich umbringen oder was schmuggeln? Für dich riskier ich alles, Süße.“
„Das ist kein Spiel!“
„Klar, Süße, du bist eine Spionin und ich befolge deine Befehle … haben wir Passwörter, Codenamen?“
„Ach, vergiss es.“
„Gut. Du hast das Kommando. Probieren wir was anderes …“

Verzweigung

324
„Ja. Mein Name ist CASCADE.“
„Mmh, so feucht und schön. Also, was ist unser Auftrag?“
Lass das tragische Bild seines Körpers in ihrer Vorstellung entstehen. Lass deine Stimme den Verlust tragen.
„Da ist dieser Mann in meiner Wohnung …“
„Sicher, Schätzchen. Erzähl mir von ihm. Sag mir, was du hören willst, was ich mit ihm mache.“
„Du verstehst nicht. Er hat keine Hose. Hemd, Krawatte, Jacke – aber darunter nur die Unterhose.“
„Sollen wir sie ihm vom Körper reißen? Sollen wir sehen, wie … wie groß er darunter ist?“
SensorenSW 11
Du hörst, wie sie ein Gähnen unterdrückt.
Das sind nicht die Bilder, die du in deinem Kopf brauchst. Und doch sind sie da.

Verzweigung

334
„Der Mann zeigt keinerlei Reaktionen. Als hätte er seinen Körper zurückgelassen.“
„Lust kann das mit einem Mann machen. Ich hab's erlebt. Ich kann ihnen die Seele aus dem Leib reiten.“
„Stell dir einen Mann vor, der auf einem Stuhl zusammengesackt ist, als hätte man ihn einfach draufgeworfen.“
„Wurde er draufgeworfen? Hände auf dem Rücken gefesselt, blutige Lippe, hilflos zu uns aufschauend …“
„Stell dir folgendes vor: Ein dürrer Typ am Boden, Arsch nach oben.“
„Oh, du bist jemand, der gerne gibt. Das hätte ich an deiner Stimme erkennen sollen. Was wirst du mit dem Arsch tun? Oder soll ich übernehmen und du siehst zu …“
„Hat der Sockenimporteur eine rote Disc erwähnt?“
„Er … nein. Oder doch? Er hat über Musik geredet. Meinte, er freut sich drauf, heimzugehen und Musik zu hören. Er hat gesagt, er lernt was über Kultur.“

Verzweigung

343
„Was genau wollte er über Kultur lernen?“
„Da weiß ich genauso viel wie du, Süße.“

Verzweigung

346
„Hat er gesagt, woher das kam?“
„Von jemandem, der sich mit Kultur auskennt. Er meinte, das würde sein Leben verändern.“

Verzweigung

349
„Danke.“ [Zurück.]
„Mhm.“

Verzweigung

352
„Ich kann über diese Hotline also meine Fantasien ausleben …“

Alternative Formulierung

„Ich will wieder über meine Fantasien sprechen.“

Verzweigung

354
„Solltest du nicht rausfinden, was mit dem Sockenimporteur passiert ist …? Vergiss es, Süße, ich bin ganz Ohr.“

Verzweigung

356
„Sei meine Controllerin. Ich erledige geheime Regierungsaufträge für dich.“

Alternative Formulierung

„Kannst du wieder meine Controllerin sein?“

Verzweigung

358
„Du bist zurück. Wie läuft der Auftrag, machst du Fortschritte?“
Direkt zurück zu Mels Tonfall.

Verzweigung

361
„Nicht schlecht, du hast ihre Stimme perfekt aus mir rausgeholt!“
„Konzentrier dich. Ich hab nach deinem Auftrag gefragt.“

Verzweigung

364
„Wow, deine Methode ist echt gut.“
„Wie hast du das gemacht? Du triffst den Ton perfekt.“
„Es läuft alles ganz furchtbar. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Alle hassen mich.“
„Du hättest auf mich hören sollen. Du hast's verbockt. Alles ist wieder im Eimer.“
„Aber es ist okay. Alles wird gut. Ich bin hier. Ich leite dich.“
DoppelgängSW 11
… Mami?
„Nichts ist okay … Ich hab keine Ahnung von gar nichts … Keiner ist nett zu mir.“
„Die sind unwichtig. Sie kennen dich nicht. Sie wissen nicht, was du bist. Du hast eine Mission.“
„Aber weißt du, was du noch bist?“
SensorenSW 9
Sie stöhnt sanft. Die Haare stellen sich an deinem Arm auf.
„Sag's mir …“
„Mein.“
PersonalismusSW 13
Es wäre so einfach, ihr zu glauben. Als ob es für dich und nur für dich kein Schauspiel wäre.
„Du wirst alles tun, was ich sage, und du wirst es gut tun.“
„Mit dir in meinem Ohr kann ich nichts falsch machen.“
„Du wirst heimkommen, wenn all deine unsinnigen Aufgaben erledigt sind, und ich werde auf dich warten.“
SchattenspielSW 12
Eine bemerkenswerte Fata Morgana. Sollten sich eure Wege jemals kreuzen, könnte sich diese Frau als nützlich erweisen.

Verzweigung

382
Graue SubstanzSW 11
Dies ist die letzte Phase der Simulation. Sie hat das alles so arrangiert. Damit ihr am Ende zueinander findet.
„Du wirst vor mir knien und deinen Kopf zwischen meine Schenkel legen.“
„Nein, ich verdiene das nicht. Ich bin eine Versagerin.“
„Doch, du verdienst es. Du verdienst mich. Du verdienst es zu wissen, was du willst.“
Ihre Stimme wird weicher, wärmer, wieder ihre eigene.
PersonalismusSW 13
Sie steckt es weg, einfach so. Als ob das Telefon an eine andere Person weitergereicht worden wäre.
„Das ist die falsche Nummer, Süße. Du solltest sie anrufen.“
DoppelgängSW 11
Der Gäng hörte nur: „Bring es selbst zu Ende“. Unglaublich.
„Hör auf, mir in den Kopf zu gucken!“
„Du hast mich drum gebeten, Süße. Ich kann es sehen.“
„Geh zu ihr. Sie ist diejenige, die du brauchst.“

Verzweigung

394
„Woher weißt du das? Über sie?“
„Es ist mein Job, Sehnsüchte zu erkennen, und ich kann sehen, dass es sich bei deiner um eine echte Person handelt.“
„Hör nicht auf!“
„Aber sie ist immer wütend auf mich.“
„So läuft es eben manchmal. Ist schon okay, Süße.“
PersonalismusSW 13
„Nein, warte, komm zurück!“
„Das ist eine Falle, oder? Das muss es einfach sein.“
„Nein, Operantin. Aber das hier ist nicht das, was du willst.“
„Ich geh vor niemandem auf die Knie.“
„Du gehst vor mir auf die Knie, Operantin. Aber das hier ist nicht das, was du willst.“
„Wie kann ich mich ausruhen? Du wirst mich nicht bleiben lassen.“
„Du ruhst dich aus, wenn ich es sage. Aber das hier ist nicht das, was du willst.“
StaatsmachtSW 12
EINE SIRENE HAT DICH IN IHREM BANN.
SchattenspielSW 12
Das magische Telefon, in deinem Zimmer … Ihr Ritter, ihr Schwert, ihre Geliebte ist zurückgekehrt …
Graue SubstanzSW 11
Wach auf! Das ist nicht Melita.
„Nein, werde ich nicht. Du hast nicht das Sagen über mich.“
„Doch, wirst du. Selbst wenn du widersprichst, selbst wenn du dich widersetzt – du tust alles nur, um mich zu beeindrucken.“
PersonalismusSW 13
Das ist das einzig Wahre. Bei allen anderen täuscht sie es vor, aber bei dir meint sie es ernst.
„Dumm? Schlecht? Idiotin?“
„Die beste Operantin aller Zeiten?“
„Ich brauch deine Hilfe. Warum hilfst du mir nie?“
„Pssst, pssst. Alles gut. Du bist da draußen auf einer Mission, das ist so hart.“
„Nein. Es läuft toll. Ich türme gerade neoliberale Leichen auf.“
„Pssst, pssst. Alles gut. Du musst mich nicht anlügen. Du bist elend, verloren, verwirrt.“
„Es läuft großartig. Ich spioniere wie verrückt. Ich weiß alles.“
„Lüg mich nicht an. Ich weiß, dass das nicht stimmt. Du hast es schon wieder vermasselt. Du hast mir nicht gehorcht, und jetzt ist alles wieder im Arsch.“
„Lass mich was anderes probieren.“ (Zurück.)
„Klar, Süße.“
Sie wechselt genauso mühelos zurück in ihrem neutralen Ton wie sie zu Mel wurde.

Verzweigung

424

Verzweigung

425
Dir wird schwindelig, während sie darüber nachdenkt.
„Du bist es. Wie schön, dass du dich endlich meldest. Wie steht's um deinen Auftrag?“
SensorenSW 9
Das ist Melitas Akzent.
Cold ReadingSW 11
Jetzt kommt sie, deine Lieblingsstelle. Eine etwas strenge Frau ist dabei, dich zu choreografieren.
Ein seltsames, prickelndes Gefühl erfüllt deinen Kopf, als es ihr klar wird.

Verzweigung

431

Verzweigung

432
Cold ReadingSW 9
Sie wendet gerade die Methode auf dich an. Übers Telefon fühlt es sich anders an.
PoetikSW 9
Es muss ihre 'clevere Methode' sein.
„Ich bin deine Controllerin, deine Vorgesetzte, du erledigst Aufgaben für mich.“

Alternative Formulierung

„Ich bin deine Controllerin …“

Verzweigung

436
„Hey. Ich bin's.“
Ihr Tonfall holt dich zurück.

Verzweigung

439
„Du machst das verdammt gut. Es ist fast unheimlich.“
„Ich improvisier einfach nur.“

Verzweigung

442
„Ist das deine Methode? Sie ist … beängstigend gut.“
„M? Woher wusstest du das?“
„Du bist eine miese Operantin, CASCADE.“
„Ich weiß. Ich weiß nicht mal, was ich hier mache. Was passiert mit mir, wenn ich heimkomme?“
„Nein – sag's mir nicht. Ich weiß es schon.“
„Du weißt es? Was passiert mit dir?“
„Der Gefrierschrank.“
SensorenSW 10
Ein Schock fährt durch deinen Körper, die Farbe weicht aus deinem Gesicht. Du erzitterst vor Lust.
NervenstärkeSW 10
Dir war klar, dass es so enden würde. Du wusstest, dass du wieder genau hier landen würdest.
Warum fühlt es sich … gut an?
Keine Angst mehr.
„Nein. Du kommst nicht in den Gefrierschrank. Du wirst befördert – zur Chef-Operantin.“
„Chef-Operantin? Das ist grausam, Mel. War haben überhaupt keine Chef-Operanten. Ich komm in den Gefrierschrank, ich werd Akten sortieren. Ich werd für immer Akten sortieren.“
„Willst du wissen, wie es ist, Akten zu sortieren?“
InstinkteSW 11
Ja … ja …
„Sag's mir …“
„Ich wache um sieben Uhr morgens auf. Allein. Mein Wecker klingt wie eine lahme Zikade. Ich hasse ihn; ich werd ihn nie reparieren.“
TechnoflexSW 13
Du brauchst den Zikadenschrei, du sehnst dich danach – schrill und hohl. Er bringt den Unsinn aus deinen Träumen zum Schweigen.
„Ich fahr mit dem Bus zur Arbeit. So wie alle. Ich spüre ihre Blicke. Ich frag mich, ob sie merken, dass ich anders bin – ein Schatten, ein Geheimnis.“ Sie stöhnt. „Aber nein, ich bin nicht anders. Ich bin genau wie sie.“
SensorenSW 11
Du keuchst, dein Körper bebt. Du bist nur Dreck, du bist nur du.
DoppelgängSW 11
Jä, jä, wir sind genäu wie die gänzen änderen Wichser. Gänz normäle Scheißmenschen, die in ihr Scheißbüro rennen. Mehr!
„Ich bin ein Niemand, ein Versager.“
„Ich sortier den ganzen Tag Akten alphabetisch … und trotzdem muss ich mir dabei jedes Mal das ganze Alphabet vorsagen. Wenn ich Akten schredder, versuch ich sie wieder rauszuziehen. Ganz langsam, um sie zu quälen …“
TechnoflexSW 12
Rein und raus, rein und raus aus den unersättlich mahlenden Kiefern der Maschine …
„Der Schredder frisst sie, zermalmt sie, zerreißt sie in unerkennbare Fetzen, damit diese verbrannt werden können …“ Sie keucht. „Eingeäschert.“
„Spring mit ihnen ins Feuer.“
„Ich steige in den Ofen. Ich zische, rauche und zerfalle zu Asche. Die Flammen fühlen sich so gut an, wie Zuhause …“
SensorenSW 10
Gänsehaut überall. Dein Körper brennt vor Lust.

Verzweigung

471
„Ich brenne. Mein Fleisch ist fort, die Knochen blank. Ich zerfalle, werde zu Asche und Staub. All meine Fehler verbrennen mit mir. Ich bin frei.“
PersonalismusSW 11
Du bist total verkorkst.
„Süße …“ Ihre Stimme weich, lieb, sanft. Wieder die Herzogin. „Willst du darüber reden?“
„Bin ich verkorkst?“
„Nein, Süße. Du hast schon mal ein Lagerfeuer gesehen, oder? Jeder starrt in die Flammen. Zerstörung hat etwas Friedliches an sich, selbst als Fantasie.“
„Mit dir ist alles in Ordnung.“

Verzweigung

478
„Lass uns einfach … das Thema wechseln.“ (Zurück).
„Natürlich, Süße. Sei nicht zu hart zu dir, ja?“

Verzweigung

481
„Nein.“ (Leg auf.)
Du knallst den Hörer auf. Dein Blick bleibt an einer Möwe hängen.
SchattenspielSW 14
Sie weiß Bescheid.

Verzweigung

485

Ende dieses Zweigs

„Sie brennen, die ganzen Papiere, alle weg. All die Aufzeichnungen meiner Fehler, nur noch Staub. Und ich bin frei.“
„Scheiß auf sie. Scheiß auf diese verdammten Akten.“
„Sie brennen für mich, sie zischen und rauchen und vergehen zu Asche. Ich seh ihnen beim Sterben zu …“
„Nein, nein! Ich bin eine Spionin!“
„Nein, danke. Schluss damit.“ (Zurück.)
„Natürlich, Liebes.“ Ihre Stimme wird sofort wieder normal.

Verzweigung

492
„Du hättest auf mich hören sollen. Du hättest deine Aufgaben erfüllen sollen.“
„Ich hab nicht gehört. Ich dachte, ich wüsste es besser und bin allein losgezogen und hab's versaut, Mel. Ich komm in den Gefrierschrank, ich werd Akten sortieren. Ich werd für immer Akten sortieren.“
„Sag es.“
„Nein, ich will nicht … Ich kann mich bessern …“
„Endlich. Ich hab auf dich gewartet. Du hast echt ein Talent für Spionage.“
„Nein, bin ich nicht. Du lügst. Ich bin furchtbar darin. Ich werd bestraft. Was machst du mit mir, wenn ich nach Hause komme?“
„Ich hab eine andere Idee …“ (Zurück.)
„Natürlich, Süße.“
Ihre Stimme ist zu ihrem gewohnten, honigsüßen Ton zurückgekehrt.

Verzweigung

502

Verzweigung

503
Du spürst, wie sich die vertraute Leichtigkeit über dein Gemüt legt, als sie umschaltet.
„Hey Mel, ich bin's.“
Ihre Stimme klingt müde und fern, mit einer Spur träger Selbstsicherheit. Es bist du.
Ein seltsames, prickelndes Gefühl erfüllt deinen Kopf, als es ihr klar wird.

Verzweigung

508

Verzweigung

509
Cold ReadingSW 9
Sie wendet gerade die Methode auf dich an. Übers Telefon fühlt es sich anders an.
PoetikSW 9
Es muss ihre clevere Methode sein.
DoppelgängSW 9
Däs ist sie, sie schließt sich der Gäng än!
„Was weißt du über Augmentoiden?“

Alternative Formulierung

„Wir sind also wieder beim Thema Augmentoiden …“

Verzweigung

514
„Wir haben das Thema Augmentoiden nie verlassen. Ich hab's dir gesagt: Ich bin eine.“
Ihre Stimme wird wieder flach, hohl und mechanisch.

Verzweigung

517
„Das ist echt eine gute Augmentoiden-Stimme.“
„Das ist meine einzige Stimme. Ich bin ein Augmentoid.“

Verzweigung

520
„Aber … ich hab dich getroffen! Du bist ein Mensch!“
„Nein. Ich bin ein Augmentoid.“

Verzweigung

523
„Ich werde dich aufhalten; du wirst die Menschheit nicht vernichten!“
„Ich bin der MERCENATOR 69 und ich werde erst dich und danach den Rest deiner erbärmlichen Spezies auslöschen.“
TechnoflexSW 10
Ja! Ja!! Das ist kein echtes Modell, aber scheiß drauf!!!
„Meine Augen beginnen rot zu leuchten, meine Lippen öffnen sich, in meinem Rachen siehst du Stahl aufblitzen … Ich heb dich hoch, zieh dich an mich.“
„Lass mich runter, Maschine!“
„Flehen und argumentieren bringt nichts. Ich fühle nichts – du bist nichts.“
„Mein Oberkörper platzt auf. Die künstliche Haut zerreißt und blutet und die Kreissäge darunter kommt zum Vorschein. Ich werde deinen Bauch aufschlitzen.“
NervenstärkeSW 11
Das Surren der Säge dröhnt in deinen Ohren. Du starrst in ihre leeren Augen und unterdrückst einen Schrei.
SensorenSW 10
Du kannst es spüren, dein Körper ist angespannt, deine Haut bereit für den Schock …
„Ich zieh dich zu mir, auf meine rotierende Säge, und lächle, während sich deine Eingeweide über mich ergießen.“
BlaupausenSW 9
Dampf steigt auf, wo dein Blut sie trifft – unter der falschen Haut ist sie glühend heiß.
„Ich kann dich immer noch besiegen!“
„Du kannst mich nicht besiegen. Du bist bereits tot. Aber ich werd dich retten. Ich mach dich besser, stärker – eine Unsterbliche aus Metall!“
„Ich lass dich los und stell mich über dich, schraube meine Hände an den Handgelenken ab, während du verblutest. Meine Unterarme rotieren, Funken sprühen. Aus dem Nichts schießen Drähte hervor.“
NervenstärkeSW 10
Es wird sich so gut anfühlen …
„Ich knie nieder und greife in deine Wunde. Meine Drähte wachsen und winden sich in dir, umschlingen deine Wirbelsäule, tasten sich an deinen Rippen entlang bis zum Hals. Deine Wangen wölben sich, während ich dein Gesicht erforsche.“
SensorenSW 10
Tiefe, kalte, quälende Lust. Du windest dich.
„Ja, ja, mach mich zu deiner Augmento-Schlampe …“
„Ich beuge mich herab, bereit für den finalen Kuss. Meine Zunge drückt deine Lippen auseinander. Sie ist dick, warm, hart. Sie stößt sich tief in deinen Hals.“
InstinkteSW 11
Schluck, schluck sie.
„Ich stoße ganz nach hinten, bis ich mich selbst in dir erreiche, verbinde meine Drähte in deiner Brust … Strom jagt durch deinen Körper, schockt dich, tötet dich, macht dich lebendig.“
SensorenSW 9
Du fühlst sie, die süße, kalte Erlösung des metallenen Todes.
TechnoflexSW 14
Das ist es. Näher wirst du der Transzendenz nie kommen.
„Ich bin aus Metall. Ich bin perfekt.“
„Vergiss nicht, dass es nur eine Fantasie ist, Süße. Schau nach links und rechts, wenn du über die Straße gehst.“
Sie lacht warm, ihre Stimme wieder normal.

Verzweigung

550
„Ganz schön seltsam. Du bist ein Freak.“
„Du wolltest es so, Süße.“
„Ich bring dich um!“
„Nein, das wirst du nicht. Es ist zu spät. Du kannst den Strom schmecken, spürst Zahnräder in dir wachsen, wirbeln, dich stärker machen.“
„Ich werde dich wangen!“
„Bitte … rette mich …“
„Ich werd dich retten, ich werd dich besser und stärker machen – eine Unsterbliche aus Metall!“
„Ich hab's mir anders überlegt.“ (Zurück.)
„Wie du willst, Süße.“

Verzweigung

560
„Ja, tu es, nimm mich.“
„Ich ziehe das Schwert aus der Scheide auf meinem Rücken. Es ist supercool.“
„Ich packe dein supercooles Schwert an der Klinge und biege es mühelos mit meinem metallenen Griff.“
„Nein, verdammt noch mal.“
„Ich hab unterschätzt, wie scharf und cool dein Schwert ist. Aaah! Ich schreie, als es mich zerteilt, Funken sprühen aus meinem halbierten Körper …“
„Mit hängenden Drähten versuche ich wegzukriechen …“
InstinkteSW 11
Mach diese Metall-Schlampe fertig!
Cold ReadingSW 13
Lass sie um Gnade winseln. Du willst es hören.
„Irgendwelche letzten Worte?“
„Ich hebe die Hand zum Gesicht, als wollte ich betteln, doch dann reiße ich meine falsche Haut ab, um den reinen, glänzenden Stahl darunter offenzulegen. Meine Augen werden heller. Ich lade meine Laser!“
„Ich schwinge mein Schwert und zerleg dich in Stücke!“
„Ich kauere am Boden, deine Klinge schneidet durch meine Unterarme, meine Brust, meinen Hals. Funken fliegen wild umher, während ich schreie und würge …“
„Aaah, aah! Aaaaaah …“
PoetikSW 12
CASCADE, Retterin der Menschheit!
Sie hustet und das Geräusch verwandelt sich in ein warmes, sanftes Lachen.
„Tut mir leid, Süße. Diese Augmentoiden-Stimme hat's in sich. Sauber erledigt.“

Verzweigung

577
„Ich hab's mir anders überlegt.“ (Zurück.)
„Wie du willst, Süße.“

Verzweigung

580
„Ich bin besiegt, hilflos …“
„Bitte töte mich nicht, ich mach alles, ich helf dir …“
„Erbärmlich! Du bist nutzlos, du widerlicher Affe. Ich zerreiße dich und mach dich zu einem von uns!“
TechnoflexSW 10
Endlich!
„Bitte wang mich nicht, ich mach alles, ich helf dir …“
„Ich hab's mir anders überlegt, etwas anderes.“ (Zurück.)
„Was immer du willst, Schätzchen.“
Die Stimme wird augenblicklich wieder warm, unverkennbar menschlich.

Verzweigung

589

Verzweigung

590
Ein vertrautes, prickelndes Gefühl in deinem Kopf, während sie dir zuhört.
„Ich weiß alles über Augmentoiden. Ich bin einer.“
Ihre Stimme wird flach, gefühllos. Eine kalte, harte Maschine.
Ein seltsames, prickelndes Gefühl erfüllt deinen Kopf, als es ihr klar wird.

Verzweigung

595

Verzweigung

596
Cold ReadingSW 9
Sie wendet gerade die Methode auf dich an. Übers Telefon fühlt es sich anders an.
PoetikSW 9
Es muss ihre clevere Methode sein.
DoppelgängSW 9
Däs ist sie, sie schließt sich der Gäng än!
„Na ja, egal.“ (Zurück)
„Ich bin hier.“

Verzweigung

602
„Was immer du willst, Schätzchen. Lass mich in deinen Kopf.“

Alternative Formulierung

„Sag mir, wohin ich dich bringen soll.“

Alternative Formulierung

„Klar, Süße.“

Alternative Formulierung

„Ja, wenn du willst …“
„Ich hab was über die Lücke rausgefunden!“
„Nicht am Telefon! Ich arbeite, Süße. Komm später zu mir.“

Verzweigung

606
„Ich muss dich vor einem Mann namens PIGEON warnen …“
„Nicht übers Telefon, Süße“, sagt sie freundlich. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass er zuhört.“

Verzweigung

609
„Danke für das Gespräch.“ (Leg auf.)
„Die Leitung ist immer offen. Ich werd dich vermissen.“

Alternative Formulierung

„Ich werd unsere Mission geheim halten, Schätzchen. Pass auf dich auf da draußen.“

Verzweigung

612
Du legst auf und starrst auf die einsame Telefonzelle, die am Rand des Kanals langsam verrottet.

Verzweigung

614

Verzweigung

615
Du hältst den Hörer ans Ohr. Der Rand knistert mit Statik.
„Hallo?“
„Hall…o?“, bringt sie stockend hervor. „Oh, hallo! Aber keine persönlichen Sachen über die Leitung, ja, Süße?“
„Wie kann ich heute dein Wunder sein?“

Verzweigung

620
„Tschüss. (Leg auf.)“
Du legst den Hörer auf, aber du hörst kein Klicken vom Trennen der Leitung.

Verzweigung

623
Du hebst den Hörer an dein Ohr – kein Freizeichen, nur eine knisternde Stille.
„Hallo?“
„Na, die Stimme hör ich doch zum ersten Mal. Hallo, Schätzchen. Mir gefällt, wie du klingst.“
PersonalismusSW 9
Ein sanftes, aufgeregtes Lachen fließt in jedes Wort – wie Zucker, der in warmer Sahne zerschmilzt.

Verzweigung

628
„Ich hab gehört, du bist eine Sex-Hotline.“
„Ich bin die Herzogin, Schätzchen. Ich geb dir alles, wonach dein Herz begehrt – schließlich ist das hier die Wunder-Hotline.“

Verzweigung

631
Graue SubstanzSW 8
Wunder-Hotline – wie die Karte in PSEUDOPODs Hosentasche. Es ist ein Telefonsex-Ding.
„Ich bin froh, dass du angerufen hast. Es kommt mir vor, als hätte ich auf dich gewartet.“
„Spreche ich mit dem Wunder?“
„Meine Liebhaber nennen mich Herzogin, aber du kannst mich das Wunder nennen.“
„Mit wem spreche ich?“
„Meine Liebhaber nennen mich Herzogin und du bitte auch. Das hier ist die Wunder-Hotline.“
„Mir gefällt auch, wie du klingst.“
„Oh, dann weiß ich jetzt schon, dass es gut wird. Liebhaber nennen mich Herzogin und das hier ist die Wunder-Hotline.“
Geh.
Du richtest deine Aufmerksamkeit wieder auf die Stadt.

Alternative Formulierung

Du wirst von Regen empfangen, als du aus dem Schutz der Telefonzelle trittst.

Alternative Formulierung

Der Wind lässt das Telefonkabel herumpeitschen.

Alternative Formulierung

Du trittst vom Telefon weg in die Dunkelheit.

Alternative Formulierung

Du blinzelst ins Sonnenlicht, als du aus dem Schutz der Telefonzelle trittst.

Alternative Formulierung

Du trittst vom Telefon weg in die Dunkelheit.

Verzweigung

642
Die nun verlassene Telefonzelle steht halb in einen Betonsockel eingelassen, ihr Gehäuse verwittert und stumpf.
Die Telefonzelle steht halb in einen Betonsockel eingelassen, ihr Gehäuse verwittert und stumpf.
Du gehst zur verlassenen Telefonzelle zurück. - ZERO PARADES