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Herzogin

Frau mit honigsüßer Stimme · Zeta

520 Zeilen

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Endlich kannst du das Telefon benutzen.

Das macht sie sicher geil. Sie ist bestimmt klatschnass.

Breite Hüften. Schöne Lippen. So heiß. Sie will es.

Breite Hüften. Schöne Lippen. So heiß. Sie will es.

Breite Hüften. Schöne Lippen. So heiß. Sie will es.

VERBLENDET.

Knapp anderthalb Meter über deinem Kopf befindet sich das Schlafzimmerfenster. Auf dem Glas sind noch Punkte und Linien vergangener Schlafenszeiten zu sehen, zu denen sie den Kleinen mit den Fingern eine Sternenkarte gezeichnet hat.

Geh weit! Geh ganz rein! Rein da und mach eine Faust!

Sie sagt nichts. Sie schaut nur, wie du verschwindest.

Sie schaut sich um, als würde sie Informationen über sich selbst im Raum suchen.

Zuerst muss sie einmal diese Arbeiten einschicken.

Das war wirklich jämmerlich. Es hat nur funktioniert, weil alle anderen Leute, mit denen sie redet, sich an den Genitalien rumspielen.

Das ist ein Albtraum für sie.

Ja, schmutzig, das kann sie.

Ja, ja, sie liebt diesen Scheiß. Schlampe.

„Ah … meistens. Mit dir hatte ich so viel Spaß!“

„Aber Süße … du bist selbst eine. Oh, du meinst wohl, weil du nicht zu Hause über die Arbeit reden wollen würdest? Das ergibt Sinn.“

„Hast du irgendwelche Ratschläge für eine angehende Therapeutin? Ich würde mich über alles freuen …“

„Hehe, das ist dein Name an der Hotline, oder? Ich erkenne Lügen schon meilenweit im Voraus.“

„Hallo noch mal, Liebes.“

„Ich kann dir gar nicht genug danken. Du bist …“ Sie nimmt das Buch und rümpft die Nase. „Was ist denn da passiert?“

„Ja, das könnte ich noch mal versuchen. Ich hab dir ja erzählt, was letztes Mal passiert ist … aber … ich weiß nicht, Süße. Ich dachte immer, ich würde irgendwann dazu gezwungen sein, wieder da rauszugehen.“

„Ich will nicht mit dir über meine Familie sprechen. Entschuldige.“

„Ich glaube, du weißt genug über mich, Liebes.“

„Lieber nicht. Manche Dinge behalte ich gern für mich.“

„Lieber nicht. Manche Dinge behalte ich gern für mich.“

„Ich will wirklich nicht darüber reden.“

„An der Hotline war ich sicher deutlich interessanter. Aber du kannst im echten Leben keine Wunder erwarten.“

„Ich bin nicht verfügbar, Süße.“

„Ist das … Alkohol? Warum sehen die Seiten denn so aus?“

„Ist das … Kaffee? Warum sehen die Seiten denn so aus?“

„Das könnte er genauso gut sein, Liebes.“

„Das war der Typ namens PIGEON, oder? Bastard.“

„Schön, dich kennenzulernen, Hershel. Aber ich kann dir meinen trotzdem nicht verraten … du weißt ja, wie es ist. Berufsgeheimnis.“ Sie zwinkert dir zu.

„Oh nein … ist irgendwas mit deiner Hotline passiert, Süße? Tut mir leid … ich glaube nicht, dass ich dir eine Schicht überlassen kann. Die Leute erwarten eben meine Stimme. Die Herzogin ist irgendwie … selbst zum Wunder geworden.“

„Oh, Süße. Tut mir leid, dass du deine Freunde vermisst … Vielleicht ist das dein Zeichen, sie zurückzugewinnen.“

„Ja, sicher.“ Dieser Erklärung scheint sie nicht ganz zu überzeugen.

„Bis später.“

„Entschuldige das Drama an der Tür. Jetzt weißt du, warum ich vorsichtig sein muss. Aber lassen wir uns davon nicht den Tag ruinieren, damit würden wir ihn gewinnen lassen.“

„Die Lücke ist der fortschrittlichste Fall erotischer Fixierung, den ich je gesehen habe. Ich treibe schon seit Jahren unanständige Spielchen, aber kann ihren wahren Ursprung nicht ausmachen.“

„Nun, ich dachte, da ich ja zu viel Freizeit habe“, sie rollt die Augen, „warum nicht zur Uni gehen? Und jetzt versuche ich, ein Diplom in Psychologie zu bekommen.“

„Nun ja, ich will Profi werden, wie du. Ich habe schon immer von meiner eigenen Beratungshotline geträumt. Aber mit den Kindern, der Wunder-Hotline und all dem …“

„Und? Hast du schon von der Lücke gehört?“

„Du musst es ja wissen, Süße. Du hast die Hotline selbst genutzt.“

„Du willst diesen Schmöker lesen?“ Sie rümpft erneut die Nase. „Na klar, viel Spaß damit.“

„Du spinnst ja.“

Darauf antwortet nur das Messer, das bedrohlich aus dem Briefschlitz wackelt.

Das ist zweifelsohne die Stimme von der Wunder-Hotline – die Herzogin.

Du hörst sie etwas murmeln, bevor Stille herrscht.

Du kehrst zur Tür des kleinen Hausboots zurück.

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Herzogin · Entscheidungen - ZERO PARADES