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„Und? Hast du schon von der Lücke gehört?“

Zeilen 644
Gesprächsbeginn

Verzweigung

1

Verzweigung

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„Und? Hast du schon von der Lücke gehört?“

Verzweigung

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Verzweigung

5
„Es ist tatsächlich eine Lücke. In seinem Zeitplan. Er weiß nicht, was während dieser Zeit passieren soll.“
„Nein? Ah … hahahaha! Oh meine Güte … hahaha!“ Sie hat vor Lachen Tränen in den Augen. „Deshalb hab ich es nicht rausgefunden! Da ist einfach nichts! Hahaha!“
„Ach … das hat mich so lang gequält, Süße. Haha. Danke, dass du das Rätsel gelöst hast. So dämlich das Ergebnis auch ist, ich weiß das zu schätzen.“

Verzweigung

9
„Die Hohepriesterin der Lücke ist deine Schwester.“
„Also … sein Boss? Ist … aber sie arbeitet doch …“
Rauschen in ihrem Kopf, eine Leere hinter den Augen.
Cold ReadingSW 7
Das ist ein Thema, von dem sie sich fernhält.
„Haha, was für eine kleine Welt!“

Verzweigung

15
„Das war's.“ (Zurück.)
„So lustig …“

Verzweigung

18

Verzweigung

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„Danke, dass ich reinkommen durfte.“
„Sehr gern, Süße. Es ist schön, mal persönlich mit jemandem zu sprechen. Wenn das Telefon klingelt, muss ich rangehen, aber sonst können wir gerne plaudern.“

Verzweigung

22
„Lebst du allein hier?“
„Nur ich und die zwei Kleinen – ich schwöre, sie sind für all die Unordnung verantwortlich.“
Sie lacht, aber in ihren Augen liegt eine gewisse Unruhe, als sie sich umsieht.
Cold ReadingSW 10
Sie stiften gemeinsam liebend gern Chaos. Aber sie schaut es sich den ganzen Tag allein an.

Verzweigung

27
„Was für eine enge, undichte Hütte das ist.“
„Sie ist nicht undicht. Und … nun, das war jetzt einfach unfreundlich.“
PersonalismusSW 10
Aber sie hat dich nicht rausgeworfen. Sie muss wirklich einsam sein.
„Ich weiß, ich sollte hier öfter aufräumen. Die Wunder-Hotline hält mich aber den ganzen Tag bei der Stange.“ Sie kichert schwach. „Oder sollte ich sagen, in der Leitung? Wie in Telefonleitung?“

Verzweigung

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„Schnuckelig. Muss schön sein, auf einem Boot zu leben.“
„Danke, Liebes. Es hat seine Vorteile. Ich lebe nun schon zehn Jahre hier, aber trotzdem fühlt sich jeder Tag ein bisschen wie ein neues Abenteuer an.“

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VerschränkungSW 13
Knapp anderthalb Meter über deinem Kopf befindet sich das Schlafzimmerfenster. Auf dem Glas sind noch Punkte und Linien vergangener Schlafenszeiten zu sehen, zu denen sie den Kleinen mit den Fingern eine Sternenkarte gezeichnet hat.
„Aber im Winter wird es wirklich kalt. Oh, außerdem hat eine kleine Teichhuhnfamilie ihr Nest gleich an diesem Fenster gebaut. Eigentlich ganz süß, aber … dieses Geschrei.“
„Ach, hör sich einer mein Gejammer an! Entschuldige, Liebes. Ich hatte lang keinen Erwachsenenbesuch mehr, deshalb entgleitet mir meine große Klappe.“
„Ich habe schon viele Hausboote gesehen, aber das hier ist wohl das am wenigsten traurige.“
„Danke, Liebes. Wir haben es schön heimelig gemacht. Es ist nicht immer sauber, aber schön.“
„Du hast mich abgestochen!“
„Ach Quatsch, das war doch gar nicht tief“, schlichtet sie. „Du solltest es besser wissen, als einfach hier aufzukreuzen, nachdem du an der Hotline warst – ich dachte, du wärst, irgendeine verrückte Stalkerin.“

Verzweigung

43
„Erzähl mir mehr über dich.“

Alternative Formulierung

„Lass uns über dich reden.“

Verzweigung

45
„Ich glaube, du weißt genug über mich, Liebes.“

Verzweigung

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„Was gibt es da zu erzählen, Süße? Zwei Kinder, ein Boot, die Wunder-Hotline … Oh, ich mache gerade meine Korrespondenz in Psychologie.“

Alternative Formulierung

„Was gibt es da zu erzählen, Süße? Zwei Kinder, ein Boot, die Wunder-Hotline … Die Korrespondenz in Psychologie habe ich schon erwähnt.“

Alternative Formulierung

„Klar, Süße.“

Verzweigung

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Verzweigung

50
„Wo ist der Vater der Kinder?“
„Längst fort, Schätzchen. Ohne Nachsendeauftrag.“
„Ah, das tut mir wirklich leid.“
„Es war ehrlich schwerer, als er noch da war. Am Ende haben wir nur noch gestritten, was für die Kinder viel schlimmer war, als keinen Vater zu haben. Das haben sowieso nur die wenigsten ihrer Freunde.“
StaatsmachtSW 14
MAN SOLLTE ALL DIESE MÄNNER KASTRIEREN.
„Die Wunder-Hotline hat ihn vertrieben. Er wurde eifersüchtig und kam nicht damit klar. Hat mir allerlei Dinge vor den Kindern an den Kopf geworfen …“

Alternative Formulierung

„Die Wunder-Hotline hat ihn vertrieben. Er wurde eifersüchtig und kam nicht damit klar. Hat mir allerlei Dinge vor den Kindern an den Kopf geworfen … Du kennst das sicher.“
„Hast du versucht, einen anderen Job zu finden?“
„Ja …“ seufzt sie. „Ich hatte ein Bewerbungsgespräch in einem Sandwich-Laden. Als ich mich hingesetzt und zu reden begonnen habe … hat der Besitzer meine Stimme von der Hotline erkannt. Es war furchtbar.“
VerschränkungSW 9
Er schaute ungläubig und verwundert auf ihren Mund. Sein Traum wurde Wirklichkeit. Er fragte sie, ob sie sich an seine Fantasien erinnern konnte und bot ihr den Job sofort an.
„Niemand will eine Prostituierte einstellen, Süße. Und falls doch, dann nur, weil sie meinen, mich umsonst ficken zu können.“

Alternative Formulierung

„Du musst das auch schon durchgemacht haben. Niemand will Frauen wie uns einstellen, Süße. Und falls doch, dann nur, weil sie meinen, uns umsonst ficken zu können.“

Verzweigung

61
„Er hat recht. ich würde auch keine Hure als Partnerin haben wollen.“

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63
„Aber Süße … du bist selbst eine. Oh, du meinst wohl, weil du nicht zu Hause über die Arbeit reden wollen würdest? Das ergibt Sinn.“
„Ich würde tausend Sol darauf verwetten, dass es dir nie angeboten wurde, aber ich habe keine tausend Sol.“
„Ein Trottel. Ohne ihn bist du besser dran.“
„Ja … Ich sollte meine zeit nicht damit verschwenden, darüber nachzudenken.“
„Was hast du angestellt, um einen guten Mann zu vergraulen?“
„Du hast ihn getötet und seinen Körper aufgelöst. Stark.“
„Hahaha, nein, Schätzchen. Aber ich bin froh, dass er weg ist. Die Streiterei war für die Kinder viel schlimmer, als keinen Vater zu haben. Das haben sowieso nur die wenigsten ihrer Freunde.“
„Du hast ihn gewangt und seinen Körper aufgelöst. Nicht schlecht.“
„Ich würde dich nie verlassen, nur zur Info.“

Verzweigung

73
„Du spinnst ja.“
NervenstärkeSW 10
Das ist ihr unangenehm.
PersonalismusSW 13
Wegen der Wunder-Hotline. Sie sieht dich als Kundin.

Verzweigung

77
„Das hat er auch gesagt“, meint sie sanft. „Aber am Ende war ich froh, dass er weg war. Die Streiterei war für die Kinder viel schlimmer, als keinen Vater zu haben. Das haben sowieso nur die wenigsten ihrer Freunde.“
„Sprechen wir über dein Diplom.“

Verzweigung

80
„Nun ja, ich will Profi werden, wie du. Ich habe schon immer von meiner eigenen Beratungshotline geträumt. Aber mit den Kindern, der Wunder-Hotline und all dem …“
Sie lacht und schüttelt den Kopf.
„Es ist zäh! Sobald ich mich setze, um zu lernen, klingelt das Telefon. Manchmal versuche ich, den Leuten Therapie anstelle von Sex anzudrehen, aber … die Leute stehen wirklich auf Sex, Süße.“
StaatsmachtSW 9
DER MARKT IST EIN WAHNSINNIGER GOTT DER NIEDEREN IMPULSE UND HOHEN MÄCHTE. ER DARF UNS NICHT STEUERN.
BlaupausenSW 14
Das Regal hinter ihr ist voller handgeschriebener Papiere. Sie hat nicht zu wenig Zeit, um zu lernen, sondern sie schickt ihre Arbeit nicht ab.
„Sind das deine Arbeiten?“
„Oh, ja. Ich bin noch nicht zufrieden damit. Ich will keinen armen Professor nötigen, mein Geschwalle zu reden. Ich muss sie perfektionieren.“

Verzweigung

88
„Hast du irgendwelche Ratschläge für eine angehende Therapeutin? Ich würde mich über alles freuen …“
PersonalismusSW 11
Hoffnungsvoll, schüchtern. Sie braucht nur ein wenig sanfte Ermutigung.

Verzweigung

91
Zuerst muss sie einmal diese Arbeiten einschicken.
„Schick deine Arbeiten ein. Ohne Diplom kommst du nicht weit.“
„Das mache ich, Süße! Mach dir keine Gedanken um mich, ich schaffe das schon. Ich muss nur noch ein paar Konzepte ausbügeln, die Rechtschreibung prüfen … eben zusehen, dass alles passt.“

Verzweigung

95
„Du hast eine tolle Arbeitsmoral. Ich weiß genau, dass du all deine Träume umsetzen wirst.“
„Wow … ja. Das ist so inspirierend. Danke.“

Verzweigung

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Das war wirklich jämmerlich. Es hat nur funktioniert, weil alle anderen Leute, mit denen sie redet, sich an den Genitalien rumspielen.

Verzweigung

100
„Therapie ist bourgeois. Gefühle sind das Ergebnis übermäßiger Freizeit.“
„Eine … eigenartige Aussage für eine Therapeutin. Vielleicht hast du nach einem langen Tag einfach die Menschen satt, Süße. Ich kenne das.“
„Du wirst eine tolle Therapeutin sein. Du hast eine wundervolle Stimme.“
„Ah. Ja, meine Stimme …“

Verzweigung

105
Das hört sie oft. Sie hatte auf etwas gehofft, das nichts mit ihren körperlichen Eigenschaften zu tun hat.
PersonalismusSW 9
Das hört sie oft. Sie hatte auf etwas gehofft, das nichts mit ihren körperlichen Eigenschaften zu tun hat.

Verzweigung

108
„Arbeite nachts.“
„Das Telefon klingelt auch nachts, Süße. Ich schaffe das schon! Aber eben in meinem eigenen Tempo.“

Verzweigung

111
Sie ist eine Geisel ihres Telefons.
BlaupausenSW 13
Sie ist eine Geisel ihres Telefons.
„Hast du nie frei?“
„Wo wäre das Wunder in der Hotline, wenn ich das hätte?“
„Ich habe schon immer von meiner eigenen Beratungshotline geträumt. Aber mit den Kindern, der Wunder-Hotline und all dem …“
„Du bist doch Single, oder? Triffst du dich mit jemandem?“

Verzweigung

118
„Ich bin nicht verfügbar, Süße.“
PersonalismusSW 12
Für dich. Weil du Kundin bist.

Verzweigung

121
„Ich hatte hier und da ein paar Dates“, lacht sie. „Alle waren Desaster. Ich komme so selten vom Telefon weg, dass es mir sämtliche Energie für … Romantik raubt.“
Sie setzt das Wort mit den Fingern in Anführungszeichen.
„Ich bin eine eiserne alte Jungfer.“
„Ich betrachte mich nicht als 'Kundin', nur so am Rande.“
„Du meinst, als Zuhälterin? Süße … Ja. Okay.“
Graue SubstanzSW 11
Das bist du wohl.
Ich hab nicht mal bezahlt!
Wer sie bezahlt hat, ist egal – es war Arbeit.

Verzweigung

130
Na schön, das ist etwas unangenehm.
Sehr.

Verzweigung

133
„Du bist ziemlich normal, wie sich herausstellt.“

Verzweigung

135
„An der Hotline war ich sicher deutlich interessanter. Aber du kannst im echten Leben keine Wunder erwarten.“
NervenstärkeSW 12
Sie lächelt, aber ihre Stimme ist hart wie Stein.

Verzweigung

138
„Hast du ein Wunder erwartet?“
„Lass mich was anderes fragen.“ (Zurück.)
„Ich quatsche gerne, Schätzchen.“

Verzweigung

142
Sie schaut sich um, als würde sie Informationen über sich selbst im Raum suchen.
„Hat einer deiner Stammkunden jemals über eine 'geheimnisvolle Lücke' gesprochen?“
„Die … Lücke?“ Ihre Augen weiten sich. „Was weißt du über die Lücke?“
PersonalismusSW 12
Der Ton in ihrer Stimme ändert sich schlagartig.
„Die Lücke ist der fortschrittlichste Fall erotischer Fixierung, den ich je gesehen habe. Ich treibe schon seit Jahren unanständige Spielchen, aber kann ihren wahren Ursprung nicht ausmachen.“

Verzweigung

148
„Warum interessierst du dich für die Lücke? Seid ihr befreundet? Ist er bei dir in Therapie?“

Alternative Formulierung

„Warum interessierst du dich für die Lücke? Du hattest nach dem Sockenimporteur gefragt … bist du vielleicht Therapeutin?“
SchattenspielSW 12
Die Idee, dass du eine Therapeutin sein könntest, gefällt ihr – spiel mit.
„Richtig, eine Therapeutin. Für schwer gestresste Individuen.“
„Wirklich?! Wow. Das ist … total aufregend. Ich mache gerade die Korrespondenz in Psychologie.“
„Ganz ehrlich, Süße – ich nutze eine gewisse Methode schon seit Jahren, die vor Frederick und seiner „Lücke“ noch nie versagt hat. Du wirst es wohl aus ihm herausfoltern müssen.“
InstinkteSW 13
Uh, uh, mach das mit der Folter.
Graue SubstanzSW 10
Eine clevere Methode? Ein fortgeschrittenes kognitives Manöver?!
„Er ist ein Kollege, er muss darüber wegkommen und sich konzentrieren.“
„Oh? Seine Arbeit klingt sehr …“ Sie schürzt die Lippen. „Ich sollte nicht über Kunden reden. Aber die Lücke höchstpersönlich? Da kann ich mir einfach nicht helfen.“
„Ich wende ebenfalls psychosexuelle Künste an.“
„Wirklich? Wow. Ich wusste nicht, dass du auch an einer Hotline arbeitest. Dann ist er wohl ein ehemaliger Kunde von dir … Tut mir leid, falls ich ihn abgeworben habe, Schätzchen.“

Alternative Formulierung

„Wirklich? Wow. Ich wusste nicht, dass du auch an einer Hotline arbeitest. Dann ist er wohl ein ehemaliger Kunde von dir … Tut mir leid, falls ich ihn abgeworben habe, Schätzchen. Und der Sockenimporteur! Na klar, jetzt ergibt das alles Sinn.“
„Ich habe wohl einfach Pech, was die Männer angeht. Sie fallen alle irgendwie aus der Reihe.“
„Man muss kein Perversling sein, um sich einsam zu fühlen und Trost bei Fremden zu suchen, Liebes.“
VerschränkungSW 10
Wenn man über das Telefon gebeugt verzweifelt an seinem halbschlaffen Schwanz schrubbt, während ein paar Meter weiter die Teenager lachen. All das mit der Stimme der Herzogin im Ohr, die behauptet, ihn zu wollen.
„Erzähl mir mehr von dieser 'cleveren Methode' – lüften wir das Geheimnis der Lücke zusammen.“
„Oh, ich … ich weiß nicht, Süße. Ich habe noch nie jemandem was beigebracht. Und ich sollte noch so viel erledigen …“
BlaupausenSW 9
Sie steht neben einer Spüle voller schmutzigem Geschirr, biete ihr deine Hilfe an.
„Ich sehe, wie du über das Geschirr nachdenkst“, lächelt sie. „Komm, ich erklär es dir, wenn du mir dabei hilfst.“
„Aber gerne.“ (Weiter.)
„Okay, Schätzchen. Ich spüle, du trocknest ab.“
Du lehnst dich mit der Hüfte gegen die Arbeitsfläche und drehst dich zu ihr, während sie ihre Hände in der Spüle versenkt, die bis zum Rand mit Blasen gefüllt ist.
SensorenSW 10
Das Geschirr, das sie dir weiterreicht, ist heiß, sauber und duftet leicht nach Zitrone.
„Es ist ein wenig … abstrakt, also fangen wir einfach an.“
Sie nimmt eine kleine Plastik-Teekanne aus dem Wasser, ein Kinderspielzeug.
„Es involviert die Beschwörung eines Djinns. Interessant.“
„Haha, du bist so lustig.“ Sie spritzt dich mit Wasser nass. „Nein, hör zu.“
„Wenn du diese Teekanne beschreiben müsstest, würdest du es anhand von Material, Farbe oder Merkmalen tun. Sie ist aus Plastik, pink und mit einer Krone verziert. Da hättest du recht.“
„Aber du würdest auslassen, was die Teekanne zur Teekanne macht. Wodurch sie funktioniert, was ihr Zweck verleiht – dabei geht es nämlich um das, was das Objekt nicht hat. Die Leere darin macht es zu dem, was es ist.“
Sie kippt die Teekanne um, aus der ein Strom aus Glitzer und Blütenblättern in die Spüle fließt.
PoetikSW 14
Zaubertrank.
„Abwesenheit ist Zweck.“
„Genau! Cleveres Ding. Die Menschen werden viel mehr von ihren Bedürfnissen definiert als von ihren Besitztümern.“
„Aber das ist nur das Konzept. Wie man es wirklich durchzieht, ist … viel schwieriger. Man muss sein wie Nebel, Wasserdampf, etwas, das eine unsichtbare Form füllen kann. Dann ertastet man die Ränder.“

Verzweigung

182
Graue SubstanzSW 10
Klingt so, wie ihre Schwester im Zeitschriftenbüro unser Kryptonym gemeistert hat.
„Es ist einfacher, es dir einfach zu demonstrieren. Aber hast du davor noch fragen?“

Verzweigung

185
„Wer hat dir diese 'Methode' beigebracht?“
„Niemand. Sie ist aus einem Spiel entstanden, das meine Schwester und ich gespielt haben.“

Verzweigung

188
DoppelgängSW 9
Ja, das hat sie im Keller mit uns gemacht!
Sie taucht eine Ladung Besteck ins Wasser, wirbelt es darin herum und überreicht es dir dann.
„Über was für eine Art Spiel sprechen wir hier?“
„Das klingt blöd. Wir haben so getan, als könnten wir in andere Personen und Dinge greifen. Dann haben wir einfach … beschrieben, was wir dort entdeckt haben.“
„Und je öfter wir das getan haben, desto mehr wurde uns klar, dass wir nicht so tun mussten – wir konnten spüren, was nicht da war.“
„Erinnerst du dich noch daran, was ihr zum Üben gemacht habt?“
„Hmm … Anfangs waren es nur dumme Kleinigkeiten, wir haben rausgefunden, was jemand sagen wollte, bevor er es gesagt hat, die Leute beunruhigt, indem wir gesagt haben, was ihnen durch den Kopf ging.“
„Als wir älter wurden, haben wir angefangen, aneinander zu üben. Zumindest hat meine Schwester an mir geübt und ich musste mitmachen. Sie hat gelogen, nur um zu sehen, ob sie damit durchkommen würde.“
Cold ReadingSW 12
Sie lacht, aber dahinter verbirgt sich etwas.
„Klingt so, als wäre deine Schwester echt gemein gewesen.“
„Ach, welcher Teenager ist das nicht?“

Verzweigung

200
Du trocknest einfach weiter ab.
„Ich war immer besser darin, weißt du?“ Sie zwinkert.
„Sehr beeindruckend für Kinder.“
„Ich glaube, als wir klein waren, war es noch leichter zu bemerken. Kinder lieben Geheimnisse und sie sind schlauer als man denkt. Sie können sich nur nicht artikulieren.“
„Das habt ihr also getan, während ihr euch vor eurer Mutter versteckt habt?“
„So in der Art. Ich schätze, es hat als eine Art Fluchtmöglichkeit begonnen. Dann haben wir bemerkt, dass wir wirklich gut darin waren.“
„Arbeitet deine Schwester in derselben Branche wie du?“
„Oh, nein. Wobei … vielleicht. Wir reden beide nicht gern über die Arbeit – vermutlich, weil wir so intuitiv sind. Es ist schön, einen Teil des Lebens privat zu halten.“
„Okay. Lass mich was anderes fragen …“ (Zurück.)
„Klar, Süße. Trockne nur weiter ab.“

Verzweigung

211
„Nutzt du deine Methode je zu bösen Zwecken?“
„Hahaha, nein, Süße. Nun ja, meine Kinder sehen das vielleicht anders. Wenn sie etwas kaputt machen, weiß ich immer genau, wer es war.“
Sie hebt eine eingeseifte Hand aus dem Wasser und pustet kleine Seifenblasen aus ihrer Handfläche auf dich zu.
„Welche bösen Zwecke schweben dir denn vor?“
„Diejenigen, denen ich Unrecht getan habe, dazu zu bringen, mir zu vergeben, auch wenn ich es nicht verdient habe.“
„Seltsam. Wenn du so viel für Vergebung tun würdest … wäre es dann nicht besser, sie dir zu verdienen?“
Eine Seifenblase tritt die Flucht aus der Spüle an und schwirrt umher, bis sie sie entschlossen mit dem Zeigefinger zerplatzen lässt.

Verzweigung

219
„Leuten Geheimnisse direkt aus dem Gehirn stehlen.“
„Klar. Darum geht es ja bei der Methode. Geheimnisse, die Menschen voreinander und vor sich selbst verborgen halten …“
„Meine Gegner mit gnadenlosen Psycho-Angriffen zerstören.“
„Sag so was nicht, das gefällt mir nicht.“

Verzweigung

224
Cold ReadingSW 12
In anderen Worten: Sie ist nicht ihre Schwester.
„Was mir vorschwebt, ist weder gut noch böse. Ich will nur einen … eiskalten Spiegel der Realität reflektieren.“
„Das würde ich tun, wenn ich denken würde, dass es für jemanden von Vorteil sein könnte. Andernfalls sehe ich keinen Sinn darin.“
„Du musst Leute dazu bringen können, zu tun, was auch immer du willst.“
„Die Leute können sich nicht mal selbst dazu bringen, zu tun, was sie wollen, Süße. Niemand kann das.“

Verzweigung

230
„Wie wird man zu Nebel?“
„Man muss seine eigene Persönlichkeit zurücklassen, sich selbst vergessen. Kein Ego, keine Cleverness. Man muss einfach mit einer Form mitschwingen, die man findet.“
VerschränkungSW 10
Weder Partikel noch Welle, sondern ein anderes fundamentales Wesen, das alles auf einmal vereint und durchbohrt.
DoppelgängSW 10
Werde Teil der Schaum-Gäng.
Cold ReadingSW 10
Was sie da beschreibt, ist hochrangige Psycho-Chirurgie. Jemand wie du könnte mit so einer Technik massiven Schaden anrichten.

Verzweigung

236
„Ich bin bereit, zeig mir die Methode.“ (Weiter.)
„Okay, Liebes, wir können jederzeit aufhören, wenn es schlimm wird – aber du wirst es spüren.“

Alternative Formulierung

„Okay, Liebes. Das Gefühl wird dir vielleicht bekannt vorkommen, das habe ich dir an der Wunder-Hotline schon etwas verliehen.“
Tausende kleiner Blasen haften am Geschirr und deinen Händen. Sie schweben umher, platzen, folgen allen Konturen deiner Finger. Du fühlst sie in deinem Verstand.
„Wir haben schon wieder Gedankensex.“
„Nein, Süße. Keine Sorge, so weit gehe ich nicht.“

Verzweigung

242
InstinkteSW 13
Geh weit! Geh ganz rein! Rein da und mach eine Faust!
Du sträubst dich.
„Entspann dich. Das gehört zum Prozess.“
Du lässt sie herein.
Sie kichert, als sie in deinen Kopf strömt und dabei leicht deine Psyche streift. Seifenblasen schweben durch die Stellen zwischen deinen Erinnerungen.
SensorenSW 12
Als sie an deren Kanten zerplatzen, ist das ein angenehmer Schauer.
„Ich nehme dich jetzt mit …“
PoetikSW 14
Du kannst es schon vor dir sehen. Eine Leichtigkeit im Geiste, der Wille, loszulassen. Du könntest einfach mit ihr in die Leere treten, wenn du dich traust.
Du trittst in die Leere.
Du lässt dich fallen und Erinnerungen, Gedanken und ehemalige Selbsts fließen an dir vorbei.
SensorenSW 10
Dein Herz pocht, rast. Das ist unheimlich – großartig!
„Ja, Liebes! So ist es richtig. Ich hab dich.“
Du spürst, wie dich die Blasen umhüllen, dich leichter als Luft unterstützen. Du schwebst in einem Raum aus deinem eigenen Ego.
„Was nun?“
„Finde einen leeren Raum, fühle dich die Kanten entlang … versuch, zu erkennen, was es ist. Ich sehe einen großen, da schicke ich dich alleine rein – dein Verstand gehört nur dir.“
Sie schürzt die Lippen und pustet sanft, womit sie dich in das weite Nichts der Hershel Wilk forttreibt wie eine Pusteblume.
KoordinationSW 10
Dein Körper löst sich auf, trennt sich, hält aber zusammen.
SensorenSW 10
Du spürst noch immer harte Kanten, selbst als dein Verstand sich in kleine Teile spaltet.

Verzweigung

261
Du fühlst die Kanten.
Die Form ist groß und ausgebeult. Sie scheint aus speziellen Figuren zu bestehen, von denen manche verbundener sind als andere – doch sie berühren sich alle. Alle sechs.

Verzweigung

264

Verzweigung

265
Graue SubstanzSW 12
Kannst du dir sicher sein, dass das wirklich dein Verstand ist, und keine psychische Heraufbeschwörung ihrerseits?
Die Form wird deutlicher, je mehr du fließt und wächst, und gewinnt an Definition und Textur. Farbblitze. Du findest einen Tisch und Getränke. Ein Mann dreht eine Zigarette, ein anderer hält zwei Gläser.
„Oh nein …“
„Schon in Ordnung, Liebes, das ist nur dein Unterbewusstsein. Es kann dir nichts tun.“
Du entdeckst einen jungen Mann in einem bunten Bademantel, der verdächtig zur Seite hängt. Ein Mädchen mit dickem Pony und einem noch dickeren Schal. Ein Paar Loafer-Anstecknadeln und danach deren Verpackung.

Verzweigung

271
SchattenspielSW 13
Wenn man es genauer betrachtet, wirkt das Ganze wie eine riesige Falle. Der unsichtbare Feind hatte dich bereits komplett im Griff.
Dein ganzer Krasser Trupp.
Die Gewissheit fügt dich ruckartig wieder zusammen und plötzlich ist der Raum voll und eng. Du bemerkst die Bodendielen und das heiße Wasser an deinen Händen.

Verzweigung

275
SensorenSW 13
Dein Herz fühlt sich leer an. Nur ein pumpender Muskel, wo eigentlich ein Gefühl sein sollte.
InstinkteSW 13
Dämlich. Keine Geschenke. Keine Getränke. Keine Freunde.
NervenstärkeSW 13
Eine Welle der Verzweiflung. Die Freunde, die du im Stich gelassen hast, das Versprechen der Kameradschaft, das du nicht eingehalten hast.
Weiter.
StaatsmachtSW 12
UNMATERIALISTISCHE SENTIMENTALITÄT.
Cold ReadingSW 12
Du hast keine Angst vor einer Leere. Füll sie verdammt noch mal aus.
DoppelgängSW 12
Das ist unser Trauerort, unsere Schmerzzone. Die ganze Gäng macht sich bereit.
Füll den Raum aus.
Gelächter, Vertrauen. Das warme Echo, das nur Nächte im Beschlagenen Spiegel erzeugen.
„Das reicht, ich verstehe es.“ (Beenden.)

Alternative Formulierung

„Das sind meine alten Freunde.“

Verzweigung

286
„Oh, Süße. Tut mir leid, dass du deine Freunde vermisst … Vielleicht ist das dein Zeichen, sie zurückzugewinnen.“

Verzweigung

288
Graue SubstanzSW 9
Bei HOLOCENE hat das großartig funktioniert.
„Und das ist alles.“ Sie zieht den Stöpsel aus der Spüle und wischt sich den Schaum von den Händen.
SchattenspielSW 12
Ein neues fortgeschrittenes kognitives Manöver für das Grimoire deines Operanten.
Sie atmet glücklich aus und betrachtet zufrieden ihre Küche.
„Jetzt probier es am armen Frederick aus, damit wir erfahren, was es mit dieser 'Lücke' auf sich hat!“ Sie lacht. „Vergiss nur nicht, zurückzukommen, und mir alles darüber zu erzählen.“
Cold ReadingSW 13
Damit drehst du ihn auf links.

Verzweigung

295
Du reißt dich zusammen, kletterst zurück in deinen Körper – in das Hier und Jetzt des Raums.
„Wie du meinst, Süße.“ Sie zieht den Stöpsel aus der Spüle und wischt sich den Schaum von den Händen. „Ich glaube, du hast die Grundlagen begriffen.“
„Seltsam, da ist nichts.“
„Komisch. Ich dachte, ich hätte Formen gesehen …“
„Ich mache es!“
„Das tust du! Jetzt finde einen leeren Raum, fühle dich die Kanten entlang … versuch, zu erkennen, was es ist. Ich sehe einen großen, da schicke ich dich alleine rein – dein Verstand gehört nur dir.“
Du wartest auf ihre Anweisung.
„Woah, bist du das?“
„Mhm.“ Ihre Augen sind geschlossen, sie lächelt. „Keine Sorge, ich gehe nicht weit weg.“

Verzweigung

305
Graue SubstanzSW 10
Klingt so, wie die EMTERR-Verhörerin im Zeitschriftenbüro unser Kryptonym gemeistert hat.
„Du gräbst also Löcher. Eine Art psychischer Philosophen-Maulwurf.“
„Hahaha, das ist so witzig! Aber ich grabe nicht, ich sehe Löcher, die bereits existieren. Die Menschen werden viel mehr von ihren Bedürfnissen definiert als von ihren Besitztümern. Ergibt das Sinn? Bedürfnisse sind per Definition das, was wir nicht haben.“
„Ich verstehe es nicht …“
„Hmm. Ich wollte sagen … Menschen werden viel mehr von ihren Bedürfnissen definiert als von ihren Besitztümern. Ergibt das Sinn? Bedürfnisse sind per Definition das, was wir nicht haben.“
„Langweiliges Spielzeug.“
„Wenn du willst, tu so, als wäre es eine Wasserpistole. Das Prinzip bleibt dasselbe.“
„Sehr schön.“
„Auf keinen Fall.“ (Zurück.)
„Was für eine Schande. Na ja, das Angebot steht, falls du es dir anders überlegst.“

Verzweigung

316
SensorenSW 9
Sie schaut immer wieder zu dem schmutzigen Geschirr. Du könntest ihr anbieten, ihr zu helfen, während sie dir alles erklärt.
„Okay. Wie wär's damit – ich erkläre dir meine Methode, aber du hilfst mir dabei beim Abwasch. Was meinst du?“
„Ich hab's mir anders überlegt, ich helfe dir mit dem Abwasch, wenn du mir deine clevere Methode beibringst.“
„Großartig, Liebes. Ich spüle, du trocknest ab.“

Verzweigung

321
„Ich hab was über die Lücke rausgefunden …“
„Ach ja, Süße? Raus damit!“
Cold ReadingSW 16
Du testest deine neue Methode an ihr.
Du hebst dich selbst und deinen Verstand an, bis er zu einem schwebenden Nebel wird. Du gleitest auf sie zu, lässt dich in ihre Gedanken ein und findest einen leeren Raum.
„Oh! Ich spüre dich da drin, Liebes.“
PersonalismusSW 12
Gelächter, nervös.
„Aber bitte lass das, ich behalte meine Gedanken lieber für mich.“
„Bist du sicher? Vielleicht finde ich was Cooles.“
„Ich bin mir sicher. Sehr sicher sogar.“
„Tut mir leid, ich höre auf.“ (Aufhören.)
Du springst von ihr weg, überschlägst dich nach hinten durch die Luft und landest wieder vollständig in deinem eigenen Verstand.
„Schon okay, Schätzchen, ich weiß, dass du nur üben wolltest. Und du bist wirklich gut! Meine erste Schülerin“, kichert sie. „Ich bin stolz auf dich.“

Verzweigung

334
„Okay, okay. Ich höre auf.“ (Weitermachen.)
Du zwingst dich als noch feinerer Nebel, als noch leichtere Luft an ihr vorbei. Sie kann dich nicht aufhalten. Du breitest dich in ihr aus, tanzt durch die Leere. Ihre Kanten sind weich. Eine endliche Figur, eine einsame Frau …
„Bitte, Süße …“
Sie sitzt an einem überfüllten Tisch, wo sie Arbeiten schreibt, die sie nie einreichen wird, und wartet, bis das Telefon klingelt. Wenn es das tut, gibt sie ihm seufzend die Schuld dafür, nicht lernen zu können. Aber das Seufzen stammt von Erleichterung.
„Warte mal, was lernst du überhaupt?“
„Psychologie … ich …“ Sie fängt an zu weinen. „Ich arbeite an meiner Korrespondenz … Ich will nicht darüber reden, bitte.“
„Es tut mir so leid. Ich wollte nicht …“
„Ich habe dich gebeten, aufzuhören …“ Ihre Brust hebt und senkt sich stark. „Ich will nicht … Lass uns bitte einfach nicht mehr darüber reden.“
DoppelgängSW 10
Oh nein, oh nein. Unsere Gäng hat sie zum Weinen gebracht.
Sie wischt sich mit dem Ärmel die Tränen ab und schaut weg. Ihre Augen sind rot.

Verzweigung

345
„Komm schon, reiß dich zusammen.“
„Du bringst deinen Kurs nicht zu Ende, weil du nicht willst.“
„Als Therapeutin kann ich dir sagen, dass du alles tun kannst, was du willst.“
Du hebst dich an, teilst dich auf, spürst, wie dein Ego sich in Nebel auflöst. Du strömst auf sie zu, findest einen Eingang in ihren Verstand …
„Oh, Süße.“
Sie lacht und du spürst, wie sie dich wie einen üblen Geruch hinfortwedelt.
„Du bist gut, aber ich mache das schon eine ganze Weile. Versuch das nicht noch einmal.“

Verzweigung

353
„Darf ich dich nach deiner Schwester fragen?“

Alternative Formulierung

„Noch mal zurück zu deiner Schwester …“

Verzweigung

355
„Lieber nicht. Manche Dinge behalte ich gern für mich.“

Verzweigung

357

Verzweigung

358
„Ja? Was ist mit ihr?“

Alternative Formulierung

„Ja?“

Verzweigung

360
„Versteht ihr euch gut?“
„Oh ja. Sie ist meine beste Freundin. Und sie ist großartig mit den Kindern.“

Verzweigung

363
„Wir waren tatsächlich auf einem Date.“
„Ach Quatsch! Wie lief das? Oooh, es wäre so toll, ein neues Mädchen in der Familie zu haben. Oh nein, tut mir leid … das war seltsam. Hoffentlich hat dich das nicht abgeschreckt!“
„Sie ist toll, mal sehen, wie es läuft.“
„Wie aufregend … oh … Ich werde versuchen, mir nicht zu viele Hoffnungen zu machen, Süße. Aber das könnte so schön sein!“
DoppelgängSW 13
Da scheißt die Gäng drauf.

Verzweigung

369
„Sie ist ein übles Miststück.“
„Süße! Gib ihr eine Chance. Sie hat uns noch nie eine Freundin vorgestellt … das könnte so schön sein.“
„Ist es nicht seltsam, weil wir zwei auch … du weißt schon.“
„Ach was. Du hast eine professionelle Dienstleistung bei mir eingefordert. Ich hab nur meinen Job gemacht.“
„Gib ihr eine Chance! Sie hat uns noch nie eine Freundin vorgestellt … das könnte so schön sein.“
„Wir sind uns schon mal begegnet. Sie ist gemein.“
„Sie hat eine … harte Schale? Aber eigentlich ist sie wirklich lieb.“
DoppelgängSW 10
Sie ist eine miese Drecksau und ihre Gäng ist voller Messer.

Verzweigung

378
„Deine Schwester – wohnt sie dauerhaft hier?“
„Nein, tatsächlich nicht. Sie hat eine Wohnung gemietet, die sie nur nutzt, wenn sie in der Stadt ist. Sie hat so einen riesigen Job im Ausland, da ist das wohl normal.“
PersonalismusSW 13
Sie sind am gleichen Ort gestartet, aber ihre Leben haben sich so unterschiedlich entwickelt.
KoordinationSW 10
Die große ausländische Dame mit dem vielen Geld, das sie für einen Ort ausgibt, den sie gar nicht nutzt.
„Sie hat auch schon angeboten, dass die Kinder und ich dort wohnen können, aber ich weiß nicht. Unser Boot mag nicht viel sein, aber es ist eben unser Boot.“

Verzweigung

384
„Du meintest, du weißt nicht viel über ihren Job – wieso?“
„Das ist wohl meine Schuld. Ich vermeide das Thema einfach. Die Wunder-Hotline ist nicht gerade etwas, worüber man mit seiner Familie sprechen will …“

Verzweigung

387
SchattenspielSW 14
Sie vermeiden das Thema beide, weil sie beide etwas zu verbergen haben.
„Wusstest du, dass sie eine EMTERR-Spionin ist?“
„Ha. Na klar, Liebes. Das erklärt einiges.“
Cold ReadingSW 10
Sie schaut zu schnell weg. Sie würde das gerne herunterspielen, aber es steckt zu viel Wahrheit darin.
InstinkteSW 10
Du hast einen Schutzmechanismus in ihr ausgelöst. Ihre Schwester wird immer ihre Schwester bleiben. Sie kann nicht zulassen, dass du das bedrohst.
„Lass uns über was anderes reden, Süße.“

Verzweigung

394
„Meinst du nicht, dass dieses Buch, 'Schattenmutter', auch sie irgendwie … beschreibt?“
„Was? Nein. Darin geht es um unsere Mutter. Das ist doch der Sinn des Ganzen.“
„Richtig. Arbeit und Familie werden getrennt.“
„Genau. Also lass uns über was anderes reden.“

Verzweigung

399
„Was macht sie?“
„Irgendwas mit einer Zeitschrift. Autorin oder so. Wir sprechen nicht oft über die Arbeit. Sie glaubt, ich arbeite im 'Kundenservice'.“ Ein gewitztes Lächeln.
„Das war's.“ (Zurück.)
„Okay, Süße.“
„Ich habe dein Buch.“ (Du gibst es ihr.)

Verzweigung

405
„Ich kann dir gar nicht genug danken. Du bist …“ Sie nimmt das Buch und rümpft die Nase. „Was ist denn da passiert?“

Verzweigung

407
„Ist das … Alkohol? Warum sehen die Seiten denn so aus?“
„Vielleicht hat deine Schwester Feinde.“
„Ursprünglich wollte ich das für meine Korrespondenz. Na ja, ich hätte es wohl sowieso nicht noch mal gelesen.“

Verzweigung

411

Verzweigung

412
„Also ist es für deinen Kurs?“
„Das war es, ja. Ich hatte eigentlich gehofft, dass meine Schwester es lesen würde.“
„Studiert sie auch Psychologie?“
„Nein, nein, das ist es nicht. Ich dachte nur, dass sie dadurch vielleicht ein paar Dinge über uns verstehen könnte.“
„Damit meinst du eure Mutter.“
„Das stimmt wohl. Lustig, wie sich das alles vermischt. Aber darum geht es ja auch irgendwie, oder?“
PersonalismusSW 14
Das Selbst formt sich um ein anderes Selbst. Es ist kein unabhängiges Wesen und kann die eigene Existenz nicht stützen.
„Unsere Mutter war eine schwierige Frau. Wir haben uns in unserer Kindheit oft vor ihr versteckt, um ehrlich zu sein. Deshalb stehen meine Schwester und ich uns so nah. Wir sind beste Freundinnen.“
„Du musst nicht mehr sagen.“
„Schon okay. Das ist lange her.“
„Hat sie euch missbraucht?“
„Körperlich nicht, nein.“
„Unsere Mama hatte einfach einen Sinn dafür, im richtigen Moment das Allerschlimmste zu sagen. Die eine Sache, die genau ins Schwarze trifft, lag ihr immer auf der Zunge. Das hat man schon als Kind gespürt.“
PoetikSW 14
Dir kommt ein Bild in den Kopf, über das du lange nachgedacht hast.
„Als hätte sie eine Kiste mit Messern dabei …“
„Ja.“
„… und man wartet ständig ab, welches sie diesmal rausholt.“
„Und am Ende muss sie die Messer nicht mal allzu oft zücken. Man schnitzt sich selbst in ihre Form.“
„Kommt mir bekannt vor.“
„Ja, Liebes. Das merke ich.“
„Zum Glück hatten meine Schwester und ich einander. Irgendwann haben wir unser kleines Spiel erfunden. Und als wir dann beide alt genug waren …“
„Habt ihr euch aus dem Staub gemacht.“
„Ganz genau.“

Verzweigung

436
„Ihr habt euch zusammengetan und ihre Messer gegen sie verwendet.“
„Ha, nein. So blutig oder außergewöhnlich war es nicht. Wir sind einfach gegangen und haben nie mehr zurückgeschaut.“
„Ihr habt ihre schlechtesten Eigenschaften verinnerlicht und euch eine Karriere daraus gebaut.“
„Oh, Liebes. Nein. Das haben wir nicht.“
„Klingt schwierig.“
„Ja, das war es.“
„Klingt nützlich.“
„Mach dich nicht darüber lustig, Liebes. Es war wirklich äußerst schwierig.“
„Wie ich schon sagte, ist mentale Gesundheit ein bürgerliches Konstrukt.“
„Das kannst du ja glauben, wenn du willst, Liebes. Ich tue es nicht. Jedenfalls danke, dass du mein Buch zurückgebracht hast.“

Verzweigung

447
„Also war die clevere Methode …“
„Einer der Wege, mit denen wir einander bei Verstand gehalten haben, ja.“
„Ich hab's nicht so mit Müttern.“
„Das ist okay, Liebes. Jedenfalls danke, dass du mein Buch zurückgebracht hast.“

Verzweigung

452
„Was denn?“
„Ist sie eine Schattenmutter?“
„Und? Hat sie das?“
„Ich glaube nicht. Ihre Arbeit vereinnahmt sie sehr. Keine Ahnung, woher sie die Zeit nehmen sollte. Ich dachte nur, dass sie dadurch vielleicht ein paar Dinge über uns verstehen könnte.“
„Das Buch. Könnte ich es mir ausleihen?“

Verzweigung

458
„Du willst diesen Schmöker lesen?“ Sie rümpft erneut die Nase. „Na klar, viel Spaß damit.“

Verzweigung

460
„Du willst es dir ausleihen?“ Sie runzelt einen Augenblick die Stirn. „Klar, wieso nicht?“
„Nun ja, viel Erfolg beim Lernen.“ (Zurück.)
„Danke, Liebes.“

Verzweigung

464
„Es ist ein ewiges Rätsel. Vermutlich unlösbar.“

Verzweigung

466
„Ist das … Kaffee? Warum sehen die Seiten denn so aus?“
„Warum sehen die Seiten denn so aus?“
„Ich kann dir gar nicht genug danken. Du bist ein Goldschatz.“
„Weißt du was? Da hast du wohl recht.“
„Sieh mal einer an, wer da plötzlich seinen eigenen Wert erkennt. Das gefällt mir.“
„Was hat es mit diesem Buch auf sich?“

Verzweigung

473

Verzweigung

474
„Nun, ich dachte, da ich ja zu viel Freizeit habe“, sie rollt die Augen, „warum nicht zur Uni gehen? Und jetzt versuche ich, ein Diplom in Psychologie zu bekommen.“
„Das war gar nichts. Ich bin scheiße.“
„Mach dich nicht runter, Liebes. Ich weiß zu schätzen, was du getan hast.“
„Jemand hat dein Buch versaut …“ (Du zeigst es ihr.)
„Was? Warum?“ Sie nimmt das Buch und rümpft die Nase.
„Du scheinst sehr beschäftigt zu sein. Kann ich irgendwas für dich tun?“
„Wow … wirklich? Ach Schätzchen, du bist ein Geschenk des Himmels. Es gibt da dieses Buch, das ich bei meiner Schwester abholen wollte, falls du das tun würdest?“
„Was für ein Buch?“
„Ein einfaches Lehrbuch. Grüner Einband. Sie meinte, sie hätte es in einer Tasche vor die Tür gelegt.“
„Warte mal, meinst du das hier?“ (Du gibst ihr 'Die Schattenmutter'.)
„Das ist mein Buch.“ Sie zieht die Augenbrauen zusammen. „Wieso hast du das?“
„Es war wichtig für meine Arbeit. Das verstehst du bestimmt.“
„Ja, sicher.“ Dieser Erklärung scheint sie nicht ganz zu überzeugen.

Verzweigung

488
„Es könnte sein, dass ich es mir … geborgt habe.“
„Arbeitest du auch an einem Korrespondenz-Abschluss? Das sollte mich wohl nicht überraschen. Viele Leute tun das heute.“

Alternative Formulierung

„Verstehe. Es hat also mit deiner eigenen Therapie-Arbeit zu tun, oder so.“ Dieser Erklärung scheint sich nicht ganz zu überzeugen.
„Manchmal tauchen einfach Dinge unter meinen Besitztümern auf. Ich hinterfrage das schon lang nicht mehr.“

Verzweigung

492
„Dann mache ich das wohl auch nicht. Ich hatte nicht wirklich vor, dieses Ding noch mal zu lesen, es dient nur für meine Korrespondenz.“
„Klar. Wo wohnt deine Schwester?“
„Nur ein paar Ebenen über uns. Wohnraumkampagne, Apartment Nummer 7. Die Treppe hoch.“

Verzweigung

496

Verzweigung

497

Verzweigung

498
SILHOUETTEs Adresse.

Alternative Formulierung

SILHOUETTEs Adresse – und das Lehrbuch, das du versaut hast. Hoffentlich ist es getrocknet …
DoppelgängSW 10
Moment mal, die gehört zu ihrer Gäng? Sie sind Schwestern?
„Ich weiß die Hilfe wirklich zu schätzen.“

Verzweigung

502
„Bei genauerer Überlegung habe ich keine Zeit dafür.“
„Okay“, seufzt sie. „Nein, das verstehe ich voll und ganz. Ich hole es einfach … irgendwann anders.“ Sie schaut sich im Hausboot um und runzelt die Stirn.
„Na schön. Ich hole dir das Buch. Was für eins ist es?“

Verzweigung

506
„Darf ich dich nach der Wunder-Hotline fragen?“

Alternative Formulierung

„Noch mal zurück zur Wunder-Hotline …“

Verzweigung

508
„Ich will wirklich nicht darüber reden.“

Verzweigung

510
„Was willst du wissen?“

Alternative Formulierung

„Ich bin ganz Ohr.“

Verzweigung

512
„Wie bist du dort gelandet?“
„Oh, das eist eine alte Geschichte. Ich hatte ein Kleinkind und ein Baby, musste also dauernd zu Hause sein, aber trotzdem Geld verdienen. Dann hab ich die Anzeige gesehen, war beim Vorstellungsgespräch …“
Sie zuckt traurig mit den Schultern.
„Ausländische Mädchen mit schönem Akzent sind begehrt. Seitdem ist das mein Leben.“

Verzweigung

517
InstinkteSW 13
Das macht sie sicher geil. Sie ist bestimmt klatschnass.

Verzweigung

519
„Wer bezahlt dich?“

Alternative Formulierung

„Ich weiß, dass Renotel die Verbindung stellt, aber weißt du, wieso?“
„Renotel. Keine Ahnung, weshalb, ich hab nie gefragt. Tourismus?“

Alternative Formulierung

„Keine Ahnung, hab nie gefragt. Vielleicht Tourismus.“ Sie zuckt mit den Schultern. „Man soll den Chefs nicht zu viele Fragen stellen, oder?“

Verzweigung

522
„Ich habe gehört, die Wunder-Hotline sei ein 'unsichtbarer Verlust' für Renotel.“
„Das habe ich auch gehört … aber ich denke lieber nicht drüber nach, Süße. Das ist mein täglich Brot. Wenn ich anfange, mir Sorgen um den Untergang oder die Zahlungsmoral der Firma zu machen, dann …“
„Ich weiß einfach nicht, was ich sonst tun sollte.“

Verzweigung

526
„Ich habe mit Reno über die Wunder-Hotline gesprochen – er wird sie niemals einstellen.“
„Wirklich? Also … niemals?“
PersonalismusSW 10
Erleichterung mit einem Hauch von Grauen.
„Was ist los?“
„Ich weiß nicht … ich … nun. Ich mache das schon seit Jahren, habe aber wohl irgendwo immer gedacht, dass die Wunder-Hotline nur temporär wäre. Ich denke, das ist dann jetzt meine Identität. Mein dauerhafter Job.“

Verzweigung

532
Das ist ein Albtraum für sie.
„Magst du sie nicht?“

Alternative Formulierung

„Ich dachte, du magst deinen Job.“
„Tue ich! Absolut. Ich dachte nur immer, ich würde irgendwann mein Diplom bekommen und … etwas anderes tun.“
„Du könntest immer noch aufhören und dir einen anderen Job suchen.“

Alternative Formulierung

„Ich weiß, dass du das nicht glaubst, aber du könntest dir einen anderen Job suchen.“

Verzweigung

537
„Ja, das könnte ich noch mal versuchen. Ich hab dir ja erzählt, was letztes Mal passiert ist … aber … ich weiß nicht, Süße. Ich dachte immer, ich würde irgendwann dazu gezwungen sein, wieder da rauszugehen.“
„Was rede ich denn da? Das ist eine gute Sache. Wer hat denn nicht gern einen sicheren Job?“

Verzweigung

540
„Ja …“ seufzt sie. „Ich hatte ein Bewerbungsgespräch in einem Sandwich-Laden. Als ich mich hingesetzt und zu reden begonnen habe … hat der Besitzer meine Stimme von der Hotline erkannt. Es war furchtbar.“
VerschränkungSW 9
Er schaute ungläubig und verwundert auf ihren Mund. Sein Traum wurde Wirklichkeit. Er fragte sie, ob sie sich an seine Fantasien erinnern konnte und bot ihr den Job sofort an.
„Niemand will eine Prostituierte einstellen, Süße. Und falls doch, dann nur, weil sie meinen, mich umsonst ficken zu können.“

Alternative Formulierung

„Du musst das auch schon durchgemacht haben. Niemand will Frauen wie uns einstellen, Süße. Und falls doch, dann nur, weil sie meinen, uns umsonst ficken zu können.“
„Du hast Glück, viele Leute sind arbeitslos.“
„Ich weiß, ich weiß. Hör sich einer mein Gejammer an!“, lacht sie. „Es ist wundervoll. Ich bin wirklich glücklich.“

Verzweigung

546

Verzweigung

547
„Ja, du kannst einfach für immer Prostituierte bleiben.“
„Ich … Oh. Ja.“
„Ein garantiert sicherer Arbeitsplatz!“
„Ja! Das ist … toll.“
„Kommst du selbst manchmal dabei?“
„Nein, Süße. Nie.“
Autsch.

Verzweigung

555
„Deine Schichten müssen grundsätzlich immer interessant sein.“

Verzweigung

557
„Ah … meistens. Mit dir hatte ich so viel Spaß!“
„Ich auch, du bist großartig.“
„Aha, danke.“
Cold ReadingSW 10
Sie schaut peinlich berührt weg.
PersonalismusSW 10
Du hast es versaut.
NervenstärkeSW 12
Sie hasst dich. Sie hält dich für ein dämliches Drecksstück.

Verzweigung

564
„Das musst du nicht sagen.“
„Oh, puh.“, lacht sie. „Es ist ein ziemlicher Automatismus. Irgendein Mann redet über Meerjungfrauen oder Popstars und ich sitze hier und knibble mir den Nagellack von den Nägeln.“

Verzweigung

567
StaatsmachtSW 14
TOLERANZ UND ERMUTIGUNG SIND EIN UND DASSELBE. DIESE FRAU IST EIN KATALYSATOR DER PERVERSION.
Sie macht nur ihren Job.
OPFERN DES KAPITALS DARF NICHT FÜR IHRE TEILHABE AN DESSEN PLAGE VERZIEHEN WERDEN. AUFFÄLLIGES VERHALTEN SORGT FÜR UNRUHEN UNTER DEM VOLK.
Pornografie ist keine „Plage“.
AUS DER ARBEIT DER MASTURBIERENDEN ENTSTEHT NUR SCHLEIM. EINE UNTÄTIGE ARBEITERKLASSE KANN SICH NICHT VEREINEN.
„Vielleicht solltest du dir stattdessen einen Job suchen, der gesellschaftlich wertvoll ist.“
„Oh, das bin ich. Manche Leute sind einfach einsam, Süße. Sie brauchen die vorgetäuschte Liebe, eine freundliche Stimme. Der Sex ist nur Teil des Wunders.“

Verzweigung

575
VERBLENDET.
„Ist das so oder redest du es dir nur ein?“
„Das ist so. Ich habe den Leuten schon durch die verschiedensten Krisen geholfen, ihnen Gesellschaft geleistet, wenn alles verloren schien. Ich habe gelehrt, wie man kommuniziert, seinem Partner mehr Befriedigung verschafft …“

Verzweigung

579
InstinkteSW 13
Ja, schmutzig, das kann sie.
„Und ich glaube nicht, dass es dem Ganzen einen Abbruch tut, dass manchmal Leute dabei kommen. Du hast es selbst gesagt, Süße. Wenn du es so schrecklich findest, solltest du dich davon fernhalten.“

Verzweigung

582
„Und ich glaube nicht, dass es dem Ganzen einen Abbruch tut, dass es hauptsächlich darum geht, Leute zum Kommen zu bringen“, lacht sie. „Als gäbe es an einem Orgasmus irgendwas auszusetzen!“
„Du hast recht, alle menschlichen Verbindungen sind wertvoll, selbst die schmuddeligen.“

Verzweigung

585
„Du musst es ja wissen, Süße. Du hast die Hotline selbst genutzt.“
ÜBERNIMM DIESE NUSSSCHALE UND STEURE SIE IN DEN NÄCHSTEN GULAG.
„Schön, dass wir einer Meinung sind, Süße. Es ist so lustig, wie die Leute sich zieren. Was gibt es an einem Orgasmus auszusetzen?“
„Wie war das mit den Popstars?“
„Ah … Na ja, er hat nur einmal angerufen, also …“ Sie senkt die Stimme. „Kennst du Ultra Violeta? Die L-Pop-Sängerin?“
„Dieser eine Typ hat angerufen und wollte, dass ich mich für sie ausgebe, aber nur, um zu weinen. Seltsam, oder? Da wurde es mir ganz anders.“

Verzweigung

592
„Komm schon, du hast sicher eine gute Story auf Lager.“
„Na ja … am liebsten mag ich die, die irgendwie traurig sind.“

Verzweigung

595
InstinkteSW 13
Ja, ja, sie liebt diesen Scheiß. Schlampe.
„Ich hatte mal einen alten Kunden, der mich anrief, weil ich die Stimme seiner verstorbenen Frau imitieren konnte. Da ging es nicht mal um Sex, wir haben nur … über seinen Tag geredet. Es war wundervoll.“
„Das ist nicht wundervoll, das ist grotesk. Fast schon Nekrophilie.“
„Das muss jeder selbst wissen, aber ich schätze, darum mache ich mir keine Sorgen, weil mich auch echte Nekrophile anrufen. Zum Glück ist es leicht, Totengeräusche von sich zu geben.“
„Argh, urgh.“
Sie streckt die Zunge raus und verdreht die Augen.
„So in der Art.“

Verzweigung

603
„Auf geriatrische und uralte Art und Weise romantisch.“
„Nicht wahr? Die Welt ist voller Liebe. Das ist so … traurig.“
„Was meinst du, was seine Frau dazu sagen würde, wenn sie davon wüsste?“
„Das hab ich mich auch schon gefragt. Wäre sie eifersüchtig, wütend, verletzt? Ich kann sie nicht fragen, also hoffe ich einfach, dass sie froh darüber ist, wie gut ihm die Erinnerung an sie tut.“
„Allerdings habe ich auch lang nichts mehr von ihm gehört“, sinniert sie, „also ist er mittlerweile vielleicht tot.“
Na ja, in der Öffentlichkeit zu masturbieren, kann nicht gut für die Gesellschaft sein …
MASTURBATION IST EIN ZEICHEN VON STRESS. UND IN DER ÖFFENTLICHKEIT – VERFALL.
„Willst du das mal … live machen?“
„Nein.“
„Ich dachte, du magst mich.“
„Das tue ich auch. Aber eben nicht so.“
„Also bist du eine Lügnerin.“
„Ich arbeite nicht gern in meiner Freizeit, Süße.“
„Aha, keine wirkliche Liebe. Es ist ein Automatismus. Irgendein Mann redet über Meerjungfrauen oder Popstars und ich sitze hier und knibble mir den Nagellack von den Nägeln.“
„Wenn ich dir mal eine Schicht abnehmen soll, sag einfach Bescheid.“

Verzweigung

619
„Oh nein … ist irgendwas mit deiner Hotline passiert, Süße? Tut mir leid … ich glaube nicht, dass ich dir eine Schicht überlassen kann. Die Leute erwarten eben meine Stimme. Die Herzogin ist irgendwie … selbst zum Wunder geworden.“
„Falls du Arbeit brauchst, Tonio in der Gasse sucht immer nach Leuten, die ihm beim Kehren helfen.“

Verzweigung

622
„Hahaha!“
„Oh, das war dein Ernst? Tut mir leid, Süße. Es liegt nicht an dir! Die Leute erwarten eben meine Stimme. Die Herzogin ist irgendwie … selbst zum Wunder geworden. Ich armes Ding, was?“
„Genug davon …“ (Zurück.)
„Klar, Süße.“

Verzweigung

627
„Bin ich immer noch von der Wunder-Hotline verbannt?“
„Hahaha, nein. Ich werde so tun, als wäre das nie passiert.“

Verzweigung

630
„Hat PIGEON dir Ärger beschert?“
„Nicht wirklich … ihm gefällt nur, dass ich weiß, dass er mich beobachtet, weil er dann das Gefühl der Kontrolle hat. Solange er nicht denkt, dass ich versuche, zu flüchten, bleibt er ruhig.“
„Wenn ich das so ausspreche, merke ich, wie seltsam und furchterregend es klingt“, lacht sie, „aber in meiner Branche gewöhnt man sich an so was.“
DoppelgängSW 13
In der Gäng auch!

Verzweigung

635
„Ist Herzogin dein echter Name?“

Verzweigung

637
„Das könnte er genauso gut sein, Liebes.“

Verzweigung

639
„Haha, natürlich nicht, Süße.“

Verzweigung

641
„Warum 'Herzogin'?“
„Keine Ahnung, das hab ich mir nicht ausgesucht. Beim Vorstellungsgespräch stand der Name schon fest. Sie haben nur nach einer Frau gesucht, die die Rolle füllen konnte.“
PoetikSW 14
Kein Kryptonym, sondern eine Rolle – damit entfernt sie sich noch einen Schritt weiter von der Stimme am Telefon.
„Aber ich finde, ich verleihe ihr einen persönlichen Touch, indem ich Leuten helfe und den Einsamen eine Freundin bin. Sie macht ihren Job und geht auf Fantasien ein, die ich im echten Leben nie umsetzen würde. Aber unterm Strich … bin ich es.“

Verzweigung

646
„Mein Name ist CASCADE.“

Verzweigung

648
„Hehe, das ist dein Name an der Hotline, oder? Ich erkenne Lügen schon meilenweit im Voraus.“

Verzweigung

650
„Ich erkenne Lügen schon meilenweit im Voraus, und das war eine davon. Das ist deine 'Herzogin'.“
„Also mein Name ist Hershel.“

Verzweigung

653
„Schön, dich kennenzulernen, Hershel. Aber ich kann dir meinen trotzdem nicht verraten … du weißt ja, wie es ist. Berufsgeheimnis.“ Sie zwinkert dir zu.

Verzweigung

655
„Schön, dich kennenzulernen, Hershel. Ich bin Zeta. Aber … dir ist sicher klar, dass du das für dich behalten musst.“
„Ich werde dich weiterhin so nennen, das gefällt mir.“ (Zurück.)

Alternative Formulierung

„Schön, dich kennenzulernen, Zeta.“ (Zurück.)
„Dann tue ich das auch nicht.“

Alternative Formulierung

„Wie lieb von dir.“

Verzweigung

659
„Wo sind deine Kinder?“
„Bei Freunden. Kinder eben, die sind immer auf neuen Abenteuern unterwegs.“

Verzweigung

662
„Mir sind auf dem Basar zwei Kinder begegnet. Ein Junge und ein Mädchen. Waren das deine?“

Alternative Formulierung

„Was deine Kinder angeht …“

Alternative Formulierung

„Was deine Kinder angeht …“

Verzweigung

664
„Ich will nicht mit dir über meine Familie sprechen. Entschuldige.“

Verzweigung

666
„War das Mädchen etwas älter und hatte dunkle Haare?“, seufzt sie. „Ich hab ihnen gesagt, sie sollen nicht mit Fremden reden. Hoffentlich haben sie keinen Ärger gemacht.“

Alternative Formulierung

„Ja?“

Alternative Formulierung

„Was ist mit denen?“

Verzweigung

668
„Ich sehe sie den ganzen Tag auf dem Basar rumlungern. Warum sind sie nicht in der Schule?“
„Hier gibt es kaum noch Schulen, Süße. Man hat nicht genug Lehrer für alle Kinder, also werden sie in Schichten abgearbeitet. Zwei Wochen Schule, zwei Wochen frei.“
„Manchmal denke ich, wir sollten einfach den Anker lichten und abhauen, aber … das könnte noch schlimmer für sie sein.“

Verzweigung

672
„Deine Kinder sind Portofiros persönliche Experten in Sachen techno-faschistischer Propaganda.“
„Du meinst die 'Sixty-irgendwas Wolves'? Das ist so wild. Was finden Kinder nur an Gewalt? Aber zumindest sind sie damit beschäftigt, während ich arbeite.“
„Ingenieursarbeit ist sehr gefragt. Du bereitest sie auf die Realität des Marktes vor.“
„Ha, ich kann mir nur zu gut vorstellen, wie meine kleinen Küken mit all den Schemata in großen Büros sitzen und irgendwas über Wölfe rufen.“
PersonalismusSW 12
Sarkasmus mit einem Hauch Sehnsucht.
„Hoffentlich setzen sie ihre Talente dann auch ein, um ihrer alten Mutter das Boot zu reparieren.“

Verzweigung

679
„Sie könnten produktiver sein und sich um die Gemeinschaftsgärten kümmern.“
„Das mache ich! Hast du unsere Tomatenpflanze draußen gesehen? Das Ding wird riesig! Sie hat noch keine einzige Tomate abgeworfen, aber das ist okay. Irgendwann wird sie schon so weit sein.“
„Keine Sorge, Kinder werden von Instinkten getrieben und die Natur ist voller Gewalt. Sie werden in der Endgültigen Gesellschaft gut aufgehoben sein.“
„Die Natur, ja. Aber wir sind Menschen! Es ist doch Quatsch, dass wir uns verhalten, als würden wir noch in Höhlen leben und versuchen, einander die Mammutfelle zu klauen. Wir sollten alle miteinander auskommen.“
InstinkteSW 14
Schwachsinn. Mammute töten, Felle stapeln.
„Kannst du deinem Sohn sagen, dass er mir sein Schwert geben soll?“
„Hahaha, Süße, was willst du denn mit einem leuchtenden Plastikschwert?“
„Meine Schwester hat es ihm geschenkt, seitdem ist er nicht mehr davon loszueisen. Er schläft sogar mit dem Teil.“

Verzweigung

688
„Ich hab deinen Sohn dazu gebracht, mir sein kostbares Schwert zu überlassen.“ (Du zeigst ihr das Schwert.)
„Oh … nun. Das hat er von meiner Schwester. Es war ein Geschenk.“
Sie schaut dich böse an und ihre Augenbrauen berühren sich.
„Es wäre anständig, wenn du es irgendwann wieder zurückgibst.“

Verzweigung

693
„Vielleicht solltet ihr gehen. Die Entwickelte Welt ist kein Ort für Kinder.“
„Meine Kinder sind hier. Meine Schwester kommt uns besuchen. Und wo sollen wir denn hin? Ich habe Jahre gebraucht, um hier gemeldet zu werden, das soll ich jetzt einfach aufgeben?“
Sie lacht, nicht unangenehm.
„Die Ironie der Tatsache, in einem mobilen Haus zu leben, aber trotzdem festzustecken, ist mir nicht verborgen geblieben.“

Verzweigung

698
„Etwas anderes …“ (Zurück.)
„Na klar, Süße. Was auch immer du willst.“

Verzweigung

701
„Bis später.“ [Du gehst.]

Verzweigung

703
Sie sagt nichts. Sie schaut nur, wie du verschwindest.

Verzweigung

705

Ende dieses Zweigs

Verzweigung

706
„Bis später.“
„Komm mal wieder vorbei, das war nett.“

Alternative Formulierung

„Komm mal wieder vorbei, Hershel. Das war nett.“

Verzweigung

709
„Hallo noch mal, Liebes.“

Alternative Formulierung

„Hi, Hershel.“

Alternative Formulierung

„Oh, hallo noch mal.“

Verzweigung

711

Verzweigung

712
„Die Lücke ist der fortschrittlichste Fall erotischer Fixierung, den ich je gesehen habe. Ich treibe schon seit Jahren unanständige Spielchen, aber kann ihren wahren Ursprung nicht ausmachen.“
Die Frau beobachtet dich mit verschränkten Armen neugierig von der anderen Seite des Raumes. Sie beginnt zu lächeln und dann zu lachen.

Verzweigung

715
InstinkteSW 13
Breite Hüften. Schöne Lippen. So heiß. Sie will es.
„Sag mir bitte, dass du eine Spur hast. Ich will es unbedingt wissen.“
„Vielleicht können wir es zusammen rausfinden.“
„Argh, ich hatte so sehr gehofft, dass du es mir verrätst! Jedes Mal, wenn er anruft, geht es direkt um die Lücke – das muss ein Code für irgendwas sein oder … ich weiß es auch nicht!“ Sie lacht erneut. „Das treibt mich in den Wahnsinn.“
„Darauf hatte ich gehofft.“
„Argh, verdammt. Keine Ahnung, Süße! Jedes Mal, wenn er anruft, geht es direkt um die Lücke – das muss ein Code für irgendwas sein oder … ich weiß es auch nicht!“ Sie lacht erneut. „Das treibt mich in den Wahnsinn.“
„Okay zuerst einmal – du hast mich abgestochen.“
„Ach Quatsch, das war doch gar nicht tief“, schlichtet sie. „Du solltest es besser wissen, als einfach hier aufzukreuzen, nachdem du an der Hotline warst – ich dachte, du wärst, irgendeine verrückte Stalkerin.“

Verzweigung

724
„Das war der Typ namens PIGEON, oder? Bastard.“

Verzweigung

726

Verzweigung

727
Die Augen der Frau sind traurig, aber warm. Sie schüttelt langsam den Kopf.

Alternative Formulierung

Die Augen der Frau sind traurig, aber warm. Regen prasselt gegen das Fenster hinter ihr.

Alternative Formulierung

Die Augen der Frau sind traurig, aber warm. Ihre ganze Küche neigt sich im Wind leicht.

Alternative Formulierung

Die Augen der Frau sind traurig, aber warm. Sie kneift sie gegen das Sonnenlicht zusammen, das durch die Lücken in der Wand fällt.
„Mein Vater hieß Sam. Der alte Psycho findet immer wieder neue Wege, damit ich mich … beobachtet fühle.“
Cold ReadingSW 9
Entspannte Haltung, sie schaut weg. Sie ist überzeugt davon, dass du nichts von PIGEONs Machenschaften weißt.
„Du scheinst dir ziemlich sicher zu sein, dass ich das nicht wusste.“
„Hast du nicht. Ich sehe genau, was die Menschen antreibt. Und bei ihm ist das nichts als Macht. Echt langweilig.“

Verzweigung

733
SchattenspielSW 9
Genau das musst du von ihr lernen, um zu Frederick durchzudringen.
„Deine Kinder könnten es trotzdem mögen.“ (Du gibst ihr das Geschenk.)
„Nein, Süße. Ich will nichts von ihm annehmen. Vielleicht findest du ja Verwendung dafür? Für deine Mühe.“

Verzweigung

737
InstinkteSW 13
Breite Hüften. Schöne Lippen. So heiß. Sie will es.

Verzweigung

739
„Entschuldige das Drama an der Tür. Jetzt weißt du, warum ich vorsichtig sein muss. Aber lassen wir uns davon nicht den Tag ruinieren, damit würden wir ihn gewinnen lassen.“
„Tut mir leid, dass der Alte dich zum Narren gehalten hat. Aber lassen wir uns davon nicht den Tag ruinieren, damit würden wir ihn gewinnen lassen.“
„Ich behalte es, könnte gefährlich sein.“ (Du behältst das Geschenk.)
„Was auch immer du willst.“
„Tut mir leid, ich hatte ja keine Ahnung.“
„Schon okay, Süße. Aber du musst vorsichtiger sein, heutzutage treiben seltsame Typen ihr Unwesen.“
SchattenspielSW 12
So wie du.
„Ich wusste doch, dass etwas nicht stimmt …“
„Und du hast es trotzdem genommen? Du musst vorsichtig sein, Süße. Heutzutage treiben seltsame Typen ihr Unwesen.“
„Also macht es dir nichts, wenn ich dieses coole, wolf-artige Geschenk behalte?“
„Mach damit, was auch immer du willst.“
DoppelgängSW 12
Behalten, krasses Wolfszeug für die Gäng!
„Er ist ein alter Bastard, Süße.“

Verzweigung

753

Verzweigung

754
Die Augen der Frau sind traurig, aber warm. Sie schüttelt langsam den Kopf.

Alternative Formulierung

Die Augen der Frau sind traurig, aber warm. Regen prasselt gegen das Fenster hinter ihr.

Alternative Formulierung

Die Augen der Frau sind traurig, aber warm. Ihre ganze Küche neigt sich im Wind leicht.

Alternative Formulierung

Die Augen der Frau sind traurig, aber warm. Sie kneift sie gegen das Sonnenlicht zusammen, das durch die Lücken in der Wand fällt.

Verzweigung

756
InstinkteSW 13
Breite Hüften. Schöne Lippen. So heiß. Sie will es.
„Was hat er getan?“
„Er wollte, dass ich deinen Kindern ein Geschenk von Opa Sam bringe.“
„Igitt. Mein Vater, Sam, ist tot. Und das schon seit Jahren. Der alte Psycho findet immer wieder neue Wege, damit ich mich beobachtet fühle.“
Cold ReadingSW 9
Entspannte Haltung, sie schaut weg. Sie ist überzeugt davon, dass du nichts von PIGEONs Machenschaften weißt.
„Wenn ich das so ausspreche, merke ich, wie seltsam und furchterregend es klingt“, lacht sie, „aber in meiner Branche gewöhnt man sich an so was.“
DoppelgängSW 12
In der Gäng auch!

Verzweigung

764
„Na ja, er hat mir deine Adresse verraten. Bist du okay?“
„Ja, Liebes. Danke. Ihm gefällt nur, dass ich weiß, dass er mich beobachtet, weil er dann das Gefühl der Kontrolle hat. Solange er nicht denkt, dass ich versuche, zu flüchten, bleibt er ruhig.“
„Und? Hast du schon von der Lücke gehört?“ - ZERO PARADES