Verzweigung
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„Hallo noch mal.“ Die Redakteurin lächelt dich mit einem erhobenen Mundwinkel an.
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Sie trägt Gummistiefel. Für einen Bürojob ist das recht ungewöhnlich, wenn sie nicht gerade viel Zeit im Keller verbringt.
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Verzweigung 6Verzweigung 13Verzweigung 41Verzweigung 58Verzweigung 63Verzweigung 70Verzweigung 87Verzweigung 110Verzweigung 130Verzweigung 134Verzweigung 154Verzweigung 160Verzweigung 165Verzweigung 173Verzweigung 182Sie versucht tollpatschig, mit klimpernden Augen zu flirten.Und süß.Verzweigung 198Verzweigung 206Verzweigung 209Verzweigung 217Verzweigung 225Verzweigung 233
„Wie reiche ich ein Gedicht ein?“
„Du solltest es Haya zeigen! Einreichungen werden weit über meinem Kopf entgegengenommen … aber ich kann es kaum erwarten, es zu lesen.“
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„Moment, wer ist Haya?“
„Die Chefredakteurin. Sie ist gleich da drüben.“ Sie nickt zu einer Frau rechts von dir.
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„Die Leute sprechen von diesem Ort in den höchsten Tönen. Was hat es damit auf sich?“
„Was es damit auf sich hat.“ Sie lächelt. „So zeitgemäß! Es ist eine vierteljährlich erscheinende Poesiesammlung in kleiner Auflage mit mittlerem Vertrieb.“
„Aber wenn du es genauer wissen willst, solltest du mit Haya sprechen, nicht mit mir. Ich bin nur aufgrund eines Sponsorings hier.“
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„Moment, wer ist Haya?“
„Die Chefredakteurin. Sie ist gleich da drüben.“ Sie nickt zu einer Frau rechts von dir.
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BOSS DER GROSSEN WORTE.
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„'Richtlinien' – klingt einengend. Ich stehe mehr auf freie Verse.“
„Nein, ich liebe es, hier zu sein. Überhaupt von Poesie umgeben zu sein, ist so aufregend. Und ich darf sie lektorieren!“
„Ah, du arbeitest für den Civilisation Trust?“
„Da bin ich angestellt, ja.“ Sie starrt dich mit einem leichten Lächeln an.
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Moment mal, das heißt, sie gehört zu EMTERR. Sie ist deine Feindin.
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„Was hältst du von Haya?“
„Sie bringt mir so viel bei, ich habe solches Glück, hier sein zu dürfen.“
„Was hältst du wirklich von ihr?“
„Sie ist die Beste. Wirklich!“
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„Sie hat mir erzählt, dass du noch viel üben musst.“
„Oh … na ja, wenn Haya das sagt, muss es wohl stimmen. Ich werde weiter daran arbeiten, meinen Stil zu verbessern.“
„Cool. Ich war nur neugierig.“ (Zurück.)
„Das sehe ich. Und höre ich.“
Ein eigenartiges Lächeln – irgendwas an dieser Frau ist unecht.
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„Was macht man so als Redakteurin?“
„Hauptsächlich Korrekturlesen. Ab und zu kocht man auch Kaffee, legt Akten ab und fegt den Boden.“ Sie hält inne. „Eigentlich fegt man ziemlich viel.“
„Also bist du mehr Sekretärin als Redakteurin.“
„Ich mache es gern! Es gibt so viele wichtigere Dinge, auf die man sich für ein Magazin konzentrieren muss.“
„Ich bin Teil eines Programms, das junge Leute in Kunst- und Kulturstätten unterbringt. Dafür bin ich sehr dankbar.“
„Ich mache es gern! Es gibt so viele wichtigere Dinge, auf die man sich für ein Magazin konzentrieren muss.“„Ich will nicht, dass sie sich mit solchen Kleinigkeiten beschäftigen muss – sie hat Poesie zu verfassen!“„Die richtige Arbeit ist ein Konzept. Das Nachdenken über Poesie. So weit bin ich noch nicht. Konzeptdenken…„Schreibst du auch schon mal selbst?“
So jung sieht sie gar nicht aus.
„Hast du keine Angst, sie zu enttäuschen? Das würde mich sehr beschäftigen.“
„Machst du dir oft Gedanken darum?“ Sie fixiert dich mit ihren sanften braunen Augen.
„Ich sehe nur ungern Frauen in der Kunst scheitern.“
„Ich sehe auch ungern Frauen in der Kunst … scheitern. Ich hasse es so sehr, dass ich es kaum aussprechen kann! Aber keine Sorge – der Civilisation Trust sponsert Leute wie mich, damit das nicht passiert.“
Irgendwo im unterirdischen Novessa zuckt gerade die Nase eines Opern-Controllers.
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Sie wurde vom Sponsor hierhergebracht – dem Civilisation Trust – das heißt, sie gehört zu EMTERR.
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Und Ile-de-Söze ist ein Anlaufziel für Menschenhandel. Eine Arbeitskolonie von EMTERR.
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Verzweigung 54Sie wurde vom Sponsor hierhergebracht – dem Civilisation Trust – das heißt, sie gehört zu EMTERR.Verzweigung 56Und Ile-de-Söze ist ein Anlaufziel für Menschenhandel. Eine Arbeitskolonie von EMTERR.Verzweigung 59Das muss derselbe Verein sein, den die Chefredakteurin erwähnt hat. Der, der für die Zuschüsse des Magazins…
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Das muss derselbe Verein sein, den die Chefredakteurin erwähnt hat. Der, der für die Zuschüsse des Magazins verantwortlich ist.
„Täglich. Vielleicht kann ich es für meine Gedichte nutzen.“
„So hab ich meine Arbeit früher auch betrachtet, aber dann hab ich gelernt, wie man richtig mit einer Schreibmaschine umgeht, und plötzlich waren die Zeilen nicht mehr so krumm. Also … glaube ich an dich!“
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„Dich haben also gesichtslose Bürokraten hier untergebracht. Hast du dir je Gedanken über ihre Motive gemacht?“
„Ihre 'Motive'? Sie unterstützen mich.“ Sie lacht. „Sie haben sogar meine Motive hinterfragt. Der Auswahlprozess war kein Spaß.“
„Ich bin nur hier, um dafür zu sorgen, dass alles reibungslos läuft.“
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Sie wurde vom Sponsor hierhergebracht – dem Civilisation Trust – das heißt, sie gehört zu EMTERR.
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„Du legst dich ein paar Jahre auf die Lauer und schnappst dir dann die Chefposition. Clever.“
„Der Sponsor des Magazins hat gesehen, dass Haya und The Review Hilfe brauchen. Ich bin diese Hilfe. Mehr nicht.“
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„Wer ist Haya?“
„Die Chefredakteurin dieses Magazins. Sie hat das Sagen – gleich da drüben.“ Sie nickt in den Bereich rechts von dir.
„Wir sind alle dort, wo wir hingehören, richtig?“
„Stimmt.“ Sie lächelt. „Ich bin gern geduldig.“
Eine Frau in Fellen verfolgt einen Auerochsen durch eine neolithische Tundra. Sie bleibt gemächlich, aber entschlossen hinter ihm. Die Knie des riesigen Huftiers knicken bei jedem mühsamen Schritt ein. Sobald das Tier nicht mehr flüchten kann, schlägt sie zu.
Die Jagd wird drei Tage andauern.
„Du musst dich also ganz allein um diesen gefluteten Keller kümmern?“
„Ich will nicht, dass sie sich mit solchen Kleinigkeiten beschäftigen muss – sie hat Poesie zu verfassen!“
„Anders gesagt, machst du also den Großteil der richtigen Arbeit.“
„Die richtige Arbeit ist ein Konzept. Das Nachdenken über Poesie. So weit bin ich noch nicht. Konzeptdenken ist echt schwierig.“
„Schreibst du auch schon mal selbst?“
„Gibt es irgendeine Möglichkeit, mal einen Blick nach dort hinten zu werfen?“
„Dort passiert der ganze Spaß! Du musst einfach ein Gedicht einreichen und wenn es angenommen wird, kannst du nach hinten.“
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„Was ist da hinten?“ (Du zeigst auf die Tür hinter ihr.)
„Hauptsächlich das Büro der Chefredakteurin.“
Das Wort „hauptsächlich“ deutet darauf hin, dass hier etwas verborgen ist.
„Hauptsächlich?“
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„Das Archiv ist auch da. Aber da willst du nicht runter, es steht total oft unter Wasser, wie ich gesagt habe. Schon einmal.“
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Ein gefährlicher Ort für wichtige Dokumente. Da lagert niemand etwas, der nicht etwas zu verbergen hat.
Das ist praktisch eine Bestätigung – das hier ist eine Fassade für das geheime Gefängniss. Der Gefangene muss irgendwo hinter dieser Tür sein, du musst da nur reinkommen.
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Am einfachsten könnte es sein, erfolgreich ein Gedicht einzureichen.
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Es bleibt auch immer noch die gefährliche Option. Eillieferung.
Ich lebe für Gefahren. Sprich weiter.
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Verschwinde über das angezapfte Münztelefon. Lande mit dem vermissten Vater im Keller.
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Verzweigung 100Es bleibt auch immer noch die gefährliche Option. Eillieferung.Verschwinde über das angezapfte Münztelefon. Lande mit dem vermissten Vater im Keller.Verschwinde über das angezapfte Münztelefon. Lande im Keller – vielleicht findest du sogar deinen…Verschwinde über das angezapfte Münztelefon. Lande im Keller.Na schön, aber wenn du keine andere Wahl mehr hast, wird das Münztelefon, das Leute verschwinden lässt, immer…
Wenn du es etwas unauffälliger willst, könntest du die Schleuse nutzen, die du abgelassen hast …
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Wenn du es etwas unauffälliger willst, könntest du die Schleuse nutzen, die du abgelassen hast …Wenn es geheimnisvoller sein soll, denk daran, dass das kleine Mädchen eine Tür in der Schleuse erwähnt hat …Oder du könntest den Rest des Gebäudes durchsuchen, um herauszufinden, ob es noch einen anderen Weg da runter…
„Kann ich dir sonst irgendwie behilflich sein? The Noscorrentes Review nimmt die mentale Gesundheit aller Mitwirkenden sehr ernst.“
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Wenn es geheimnisvoller sein soll, denk daran, dass das kleine Mädchen eine Tür in der Schleuse erwähnt hat …
Oder du könntest den Rest des Gebäudes durchsuchen, um herauszufinden, ob es noch einen anderen Weg da runter gibt.
Verschwinde über das angezapfte Münztelefon. Lande im Keller – vielleicht findest du sogar deinen verschwundenen Vater.
Verschwinde über das angezapfte Münztelefon. Lande im Keller.
Auf gar keinen Fall.
Na schön, aber wenn du keine andere Wahl mehr hast, wird das Münztelefon, das Leute verschwinden lässt, immer noch da sein.
Aber ich bin Spionin.
Darum geht es hier. Du weißt schon – meterweise Wörter auf einer Seite.
Ich kann mich gut ausdrücken, wenn es erforderlich ist.
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An die Arbeit. Bei Foto 24 findest du einen Stapel Briefpapier und einen Stift auf deinem Schreibtisch.
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Spar dir den blöden Stift der Oper. Du hast jetzt einen Herausgeberstift!
An die Arbeit. Auf deinem Schreibtisch bei Foto 24 findest du sicher ein paar Schreibwaren.
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Eine gute Gelegenheit, den Herausgeberstift mal in Aktion zu sehen.
Diese Leute lieben Wörter. Nutze sie, um herauszufinden, wie sie dir alle Türen öffnen.
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„Das Archiv ist auch da. Aber da willst du nicht runter, es steht total oft unter Wasser.“
„Seltsam, dass man da nicht hin darf.“
„Wirklich? Dort könnten Angestellte und Mitwirkende arbeiten. Deren künstlerische Prozesse darf man nicht stören!“
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„Was hat es mit diesen Übungsblättern auf sich?“ (Du zeigst auf die Blätter.)
„Das sind meine Richtlinien! Wenn ich die Chance bekomme, eingereichte Arbeit zu prüfen, sagt mir diese Checkliste, was Wert hat und was nicht. Ohne sie wüsste ich gar nicht, wie man liest.“
Man kann eine Seele nicht gegen Richtlinien aufwiegen.
TOLL, DIESE POESIE HAT REGELN UND DOKUMENTE.
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„Für Poesie wirkt das aber sehr technisch.“
„Klingt so, als wären Formalitäten und Poesie nicht miteinander kompatibel. Vielleicht stimmt das und ich muss es erst noch lernen …“
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„Du kannst nicht lesen?“
„Natürlich kann ich lesen. Ich rede von genauem Lesen.“ Sie schlägt in eine steife und formelle Sprache um. „Wie wir Poesie lesen.“
„Magst du Poesie überhaupt?“
„Also das hat mich ja noch nie jemand gefragt.“ Sie lacht. „Was für eine blöde Frage.“
Eine, die sie nicht beantworten kann.
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„Ja, cool. Lesen ist cool.“ (Zurück.)
„Das ist wahr und aufschlussreich.“
„Ich möchte noch etwas anderes fragen …“ (Zurück.)
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„Okay.“
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„Okay.“
Sie legt ihre kleine Handfläche auf das Blatt Papier und schiebt es auf ihre Seite des Schreibtischs.
Weg von dir.
„Ich wusste, dass du hübsch bist. Das habe ich an deiner Stimme gehört.“
„Hör auf! Ich bin bei der Arbeit.“ Sie zupft ihr Kleid nach unten und schaut dann wieder zu dir auf.
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„Kann ich hier sonst noch irgendwelches Zeug verfeinern?“
„Nein“, sagt sie streng.
Ihr Ausdruck gelassener Freundlichkeit wird plötzlich von einem Funken Genervtheit erfüllt.
„Aber das ist okay. Es ist okay, dass du mein Zeug verfeinert hast. Ich verzeihe dir.“
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„Du trägst Gummistiefel. Für einen Bürojob ist das recht ungewöhnlich.“
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„Ach ja, sind die nicht verrückt? Unsere Aktenschränke sind im Keller, wo manchmal das Wasser steht. Aber da ich nur die Redakteurin bin, muss ich da runter, wenn wir was brauchen.“
Was wartet da unten noch?
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Und wer?
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Eine mutige Literaturkünstlerin in Ausbildung, die Erfahrungen in den heiligen Hallen der Kunst Erfahrungen sammelt. Süß.
DER UNTERBOSS DER WORTE. SIEHST DU, WIE SIE DIESEN ROTEN REDAKTIONSSTIFT PRÄSENTIERT?
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„Du musst für die Veredelungen zuständig sein.“ Sie lächelt.
„Das bin ich.“
„Alles klar.“ Sie wedelt mit ihrem roten Stift in deine Richtung und kichert.
Geweitete Pupillen. Steht auf dich.
„Alles klar.“ Sie wedelt mit ihrem roten Stift in deine Richtung und kichert.„Oh, wie enttäuschend.“ Sie wedelt mit ihrem roten Stift in deine Richtung und kichert.„Erwischt?“ Sie blinzelt und tippt mit ihrem roten Stift gegen ihre Wange. „Du wolltest doch reinkommen …“„Das sagt mir die Chefredakteurin auch ständig – danke für die ermutigenden Worte.“ Sie nimmt mit einem…„Eines Tages vielleicht … wenn ich endlich Strichpunkte verstanden habe.“ Sie nimmt mit einem leichten…
„Also … wie kann ich dir helfen?“
Alternative Formulierung
„Also … wie kann ich dir helfen? Ich werde versuchen, leise zu reden, damit meine Stimme dich nicht aus dem Konzept bringt.“
Alternative Formulierung
„Also … wie kann ich dir helfen? Oder willst du dir nur meine Stimme anhören?“
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Sie versucht tollpatschig, mit klimpernden Augen zu flirten.
Und süß.
„Ich würde nie das Zeug einer anderen Frau veredeln.“
„Oh, wie enttäuschend.“ Sie wedelt mit ihrem roten Stift in deine Richtung und kichert.
„Ich hab dich dabei erwischt, wie du mich beobachtet hast.“
„Erwischt?“ Sie blinzelt und tippt mit ihrem roten Stift gegen ihre Wange. „Du wolltest doch reinkommen …“
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„Schön für dich. Ich suche nach dem Boss der großen Worte.“
„Mach dich nicht klein, Korrekturlesen ist eine wichtige Aufgabe.“
„Das sagt mir die Chefredakteurin auch ständig – danke für die ermutigenden Worte.“ Sie nimmt mit einem leichten Lächeln den Deckel von ihrem roten Stift.
„Gut. Wärst du eine echte Poetin, wären wir Rivalinnen.“
„Eines Tages vielleicht … wenn ich endlich Strichpunkte verstanden habe.“ Sie nimmt mit einem leichten Lächeln den Deckel von ihrem roten Stift. „Aber nein, ich würde mich nie mit dir messen.“
„Dieser Stift scheint es dir angetan zu haben.“
„Ach, der?“ Sie dreht ihn in ihren Fingern. „Das ist mein besonderer Korrekturstift.“
„Wer hier was einwirft, unterwirft sich ihm.“ Sie kichert und schaut weg.
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„Wo sind die restlichen Mitarbeiter?“
„Es gibt sonst niemanden. Nur mich und Haya da drüben.“
Sie nickt beinahe bewundernd in Richtung der anderen Frau.
„Was macht Haya hier?“
„Sie ist die Chefredakteurin. Sie hat hier das Sagen.“
„Keine Männer? Das muss ja toll sein.“
Alternative Formulierung
„Hier haben also keine Männer die Führungspositionen übernommen?“
„Eigentlich ist es Zufall. Wir sind Männerproblemen gegenüber sehr offen. Aber wir finden auch, dass weibliche Literatur gehört werden muss! Deshalb braucht sie mehr Aufmerksamkeit von uns Redakteuren.“
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„Okay. Cool.“ (Du lässt das Thema sein.)
Sie nickt.
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„Seid ihr hier wirklich nur zu zweit?“
„Jepp, nur wir beide.“
„Ist irgendwann mal ein Mann mittleren Alters mit einer braunen Jacke und einer Brille hier gewesen?“
„Nein. Ich erinnere mich an jeden, der durch diese Tür tritt, und ihn habe ich nie gesehen. Tut mir leid!“
Das bedeutet, dass sie sich auch an dich erinnern wird.
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Das wäre sowieso passiert, nachdem du ihre Stimme beleidigt hast.
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Hoffentlich aus den richtigen Gründen.
„Ich suche nach einem 'Wunder'. Kannst du mir helfen?“ (Du zeigst ihr die Visitenkarte.)
„Oh!“ Sie wird rot. „Ich bin nicht sicher, ob wir darüber reden sollten … Ich arbeite hier.“
„Jetzt musst du mir sagen, was es damit auf sich hat.“
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„Tut mir leid, aber ich werde mich nicht für jemanden in Schwierigkeiten bringen, der mich bei der ersten Gelegenheit beleidigt hat.“ Sie schnaubt leise.
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„Na gut, wenn du dir sicher bist …“ Sie lehnt sich zu dir und senkt die Stimme. „Das ist eine Erotik-Hotline. Habe ich zumindest gehört.“
Gehört? Klar, mit ihren eigenen Ohren, als sie den Hörer abgenommen hat.
„Du hast sie benutzt, oder?“
„Nein, natürlich nicht.“ Ihre Wangen werden noch röter.
Siehst du? Hab ich ja gesagt.
„Wo finde ich sie?“
„Es ist das Münztelefon am Ende der Hintergasse, ganz im Westen. Direkt am Wasser.“
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„Schon gut. Ich werde ihr nichts verraten.“ (Du nickst in Richtung der Chefredakteurin.)
„Oh, tut mir leid.“ (Du lässt das Thema sein.)
„Schon gut. Das konntest du ja nicht wissen.“ Sie lächelt dich verständnisvoll an.
„Weiter so, gute Arbeit.“ [Du gehst.]
Alternative Formulierung
„Weiter so, gute Arbeit.“ [Du gehst.]
„Ich gebe der Chefredakteurin deine Rückmeldung weiter.“
Alternative Formulierung
„Das werde ich. Und dabei lesen, ablegen und Kaffee kochen.“ Ihr Augenlid zuckt zu einem fast unerkennbaren Zwinkern herunter.
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Ende dieses Zweigs
„Bonjour! Bienvenue! Willkommen bei The Noscorrentes Review.“
Jede Menge Strick, eigenartige Stiefel, ein Haufen Perlketten. Sie lächelt dich schüchtern an, als du sie musterst.
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Sie trägt Watschuhe. Für einen Bürojob ist das recht ungewöhnlich, wenn sie nicht gerade viel Zeit im Keller verbringt.
„Was hat es mit den Gummistiefeln auf sich?“
„Du bist die Redakteurin, oder?“
„Das bin ich! Wenn ich irgendwas Korrekturlesen soll, sag einfach Bescheid, und ich werde mein Bestes tun.“
„Bist du eine der Poetinnen hier?“
„Ich? Eine Poetin?“, kichert sie und wird dabei rot. „Nein, ich bin nur die Redakteurin.“
„Du bist die Frau, die mich reingelassen hat.“
„Die bin ich. Beachte mich gar nicht, ich bin nur die Redakteurin.“