Verzweigung
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„Ich glaube wirklich, dass dir das gefallen würde. Du wirkst wie der Typ dafür.“
Dein Statist hält dir erneut die Kopfhörer hin und nickt dir auffordernd zu, damit du sie nimmst.
Verzweigung
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„Äh … okay.“ (Du nimmst die Kopfhörer.)
Verzweigung
„Ich glaube, du wirst es lieben. Erfindet jetzt das Rad nicht neu, wenn du verstehst, aber der Sound ist richtig abgefuckt.“
Er drückt die Wiedergabetaste. Umgebungsgeräusche strömen in deine Ohren. Vögel und gedämpfte Schritte. Die Stadt flüstert im Hintergrund.
Was höre ich da?
Ganz schwach löst sich eine tiefe Stimme aus dem Nebel der Hintergrundgeräusche. Ihr Klang ist unverkennbar, obwohl die Worte unverständlich sind.
Das Mikrofon befindet sich in der Nähe des Sprechers, nimmt ihn aber nicht richtig auf. Er spricht in eine andere Richtung und die Konsonanten sind verwaschen.
„… Nunca … Ich hatte vorher … nicht.“
Verzweigung
„Da stimmt was nicht. Ich verstehe kein Wort.“
„Nein, nein, du verstehst nicht. Das ist noch nicht richtig gemischt, eher eine Art Live-Demo“. Er hebt die Augenbrauen.
Verzweigung
Du konzentrierst dich auf den Inhalt des Gesagten.
Du konzentrierst dich auf die Stimme. Die sie umgebenden Geräusche bleiben lauter, aber irgendwann kannst du ihre Umrisse ausmachen.
„… wissen Sie, anscheinend … mit ihm blutsverwandt … –eral Domingo Encalada.“ Langsam wird die Stimme wieder unverständlich.
„Meine Vorfahren waren … –icht so weit folgen … alle aus der Fabrik-Kaste.“
Du lauschst dem hier. Diesem Ort. Jetzt.
Diese Geister werden von einer gut in diesem Schrein versteckten Wanze aufgezeichnet.
Er hat es geschafft. Er hat die ganze Zeit über seine Rolle gespielt.
Dein Statist ist voll einsatzbereit und hat dir neue Möglichkeiten der Überwachung eröffnet. Du weißt nicht mal, wo er die Wanze platziert hat.
Hier gibt es keine Rolle. Das ist einfach Ramses, der tut, was er eben so tut.
„Manchmal frage ich mich, ob wir … verloren haben … weg von einfacher Vererbung entlang der Blutlinie … natürlich, viciado, aber trotzdem …“
„Vielleicht … –edes Gedankenmuster, bringt mich zu der Frage … gleiche grundsätzliche Unzufriedenheit …“
„Das sind der Lich und seine Entourage, oder?“
Dein Statist blickt dich an und hebt eine Augenbraue.
Ja. Das sind eure Feinde.
… –ähnen Sie das Marta gegenüber nicht, sie ist betroffen … Direktor General.“
Direktor General. Der Statist mit der heiseren Stimme hat seinen Vorgesetzten mit dessen offiziellem Titel angesprochen.
Verzweigung
Ignatz hatte recht. Das Oberhaupt des Weinenden Auges ist hier.
Tesoro Buendia, der hundertäugige Golem
Und aus jedem Auge tropft eine Träne. Hunderte Statisten. Hunderte vermisste Personen.
Warum überwacht er diesen Ausflug persönlich?
Auf diese Frage gibt es mehr als eine Antwort.
Die Delegation muss etwas anderes sein, als es den Anschein erweckt. Hinter der Zeremonie steckt noch etwas anderes.
Eine weitere Zeremonie um die Zeremonie herum – über ihr, unter ihr, um sie gewunden.
„Ihren Einwand habe ich verstanden. Eifer … gegen uns arbeiten. Das macht nichts. Sie wird …“
Blätter rascheln, als er sich vom Mikrofon entfernt.
Verzweigung
Du hörst weiter zu.
Die Gruppe entfernt sich weiter vom Mikrofon und die Umgebungsgeräusche treten wieder in den Vordergrund.
„… wenn dieser Tag vorbei ist.“
„Krasse Disc.“
„Ein kranker Sound, oder? Ich dachte mir schon, dass der dir gefällt … deshalb habe ich ihn für dich aufgenommen …“
„Also … du solltest dich jetzt vermutlich auf den Weg machen, was?“
„Ja. Viel zu tun heute.“
Er nickt, schließt die Augen und widmet sich wieder dem aggressiven Headbangen.
Verzweigung
Ende dieses Zweigs
Er nickt, schließt die Augen und widmet sich wieder dem aggressiven Headbangen.„Geh schon.“ Er nickt.„Ich … okay.“ Es scheint ihm zu widerstreben, dich gehen zu lassen, aber er tut es.„Du solltest da mal reinhören. Wenn es passt. Ist genau dein Ding.“ Er zieht sich die Kopfhörer wieder auf…„Es war mir eine Ehre, Habibti.“ Er grinst schief.„Bin ich.“ Er blickt an sich hinunter, als wollte er es noch mal überprüfen.
„Wir sehen uns.“
Das ist ein ganz schlechtes Zeichen, oder?
Ja.
Der metallische Gestank von Blut dringt dir in die Nase.
Kein Problem, zwei Fotzen mit einer Klappe.
Direktor General? Aber das heißt …
Verzweigung
Die Delegation wird vom Direktor General des Weinenden Auges begleitet.
Die Delegation wird vom Direktor General des Weinenden Auges begleitet.
Was hat das zu bedeuten?
„Ramses, wen höre ich hier?“
„Ramses, hast du …?“
„Hör zu.“ Er legt sich einen Finger auf die Lippen.
Du hörst einfach ganz genau hin.
Je mehr du hinhörst, desto stärker löst die Stimme sich in der sie umgebenden Brühe aus Störgeräuschen auf.
„… Sie … –einend … –utsverwa… –eral … ada.“ Verstümmelte Silben dringen an dein Ohr. Ihre Unverständlichkeit ist nur noch frustrierender.
Das ist eine Wanze, so viel ist sicher. Sie nimmt eine Unterhaltung auf, die gerade jetzt genau hier stattfindet – eine Zeremonie.
Verzweigung
Du hörst genauer hin.
„Und dennoch … –wort … –deuten …“
„S… –ucher … nicht … mack.“ Eine weitere Stimme: trocken, heiser, unverständlich.
Du hörst noch genauer hin.
„…“ Von der Stimme bleibt nur noch ein gelegentlicher Bass, der durch das Flüstern dringt wie eine sich auflösende Aufnahme.“
Die beschworenen Geister sind verstummt. Die Maschine summt und knistert nach der fehlgeschlagenen Zeremonie.
„Das bringt nichts.“ (Du gibst auf.)
Verzweigung
Dein Statist nimmt die Kopfhörer mit einem verdrießlichen Ausdruck wieder von dir entgegen.
„Keine gute Aufnahmequalität, ich weiß …“
„Wie auch immer … ich glaube, du solltest aufbrechen, H.“
„Es tut mir leid, dass ich an dir gezweifelt habe.“
„Hat nichts gebracht. Letztendlich.“ Er zuckt mit den Schultern.
„Geh schon.“ Er nickt.
„Ja, das sollte ich wohl.“
„Tut mir leid, ich verstehe kein Wort.“ (Du gibst auf.)
„Danke für die Hörprobe.“ [Du gehst.]
„Ich … okay.“ Es scheint ihm zu widerstreben, dich gehen zu lassen, aber er tut es.
„Liebe Güte, ich hasse Intros mit Störgeräuschen.“
„Hör zu.“ Dein Statist legt sich einen Finger auf die Lippen.
„Nein, danke.“
„Ich glaube wirklich, dass du dir das mal anhören solltest.“
Hat er die ganze Zeit irgendwas geraucht?
Er hat etwas für dich. Er hört deine Feinde.
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„Hast du heimlich Überwachungs-Nebenaufträge angenommen, Ramses?“
„Was redest du denn da? Ne, das hier ist nur – Plague Metal.“ Wie ein trotziges Kind hält er dir erneut die Kopfhörer hin.
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„Ich habe jetzt keine Zeit, mir eine Disc anzuhören. Ich wollte dich nur etwas fragen …“
„Was soll denn wichtiger sein als eine kranke Disc?“ Er schaut dir in die Augen.
Er bittet dich stumm, ihm zu vertrauen.
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Vorbei. Das war’s. Es war Wahnsinn, ihn zu einem Auftrag mitzunehmen.
„RADIAN, jetzt ist der falsche Zeitpunkt für Death Metal!“ (Du verlässt deine Rolle und zischst ihm zu.)
„Nein, nein – Plague Metal, nix mit Death.“
„Och komm schon. Ich glaube, dass die Aufnahmen auf dieser Disc dich interessieren werden.“ Er schaut dir in die Augen.
„Also gut. Aber nur kurz.“ (Du hörst dir die Disc an.)
„Wage es ja nicht, einen weiteren Romero den Tauben aus mir zu machen.“ (Du hörst zu.)
Mit jedem Satz wird es unwahrscheinlicher, dass er die Handlung vergessen hat und aus der Rolle gefallen ist.
„Warum?“
„Weil es krank ist.“ Er blickt dich unverständlich an.
„Nein, danke.“ [Du gehst.]
„Du solltest da mal reinhören. Wenn es passt. Ist genau dein Ding.“ Er zieht sich die Kopfhörer wieder auf und beginnt, abgehackt zu nicken.
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„Bereit, umgehauen zu werden?“
Dein Statist nimmt die Kopfhörer ab und hält sie dir erneut hin.
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Dein Statist lehnt mit Kopfhörern und halb geschlossenen Augen an einer Statue und wippt rhythmisch mit dem Kopf.
Völlig versunken.
RADIAN ist ein unterstützender Statist und wurde nicht von der Oper ausgebildet. Aktuell ist er für den Auftrag ein Eigentor.
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Musik? Unter solchen Umständen?
„Trrrrrr!“ Er lässt seine Zunge vibrieren und erzeugt eine Art aggressives Schnurren.
Die mündliche Nachahmung eines auf zwei Bässen gespielten Blastbeats. Ein Tritt auf zwei Pedale, die dreißig Sekunden lang ununterbrochen durchfeuern.
Auf einer richtigen Trommel klingt es vermutlich beeindruckender.
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Das Motorrad ist schnell, brumm brumm.
„Entschuldigung. Hallo?“
„Hm? Oh, hi … Hier, hör dir das mal an.“
Er öffnet plötzlich die Augen und will dir die Kopfhörer aufdrängen.
„Du wirkst beschäftigt, Ich lasse dich mal machen.“ [Du gehst.]
„Hey. Hey, du.“ Gerade, als du dich abwenden willst, springen seine Augen auf.
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Doch nicht so versunken.
„Hier, hör dir das an.“
Er nimmt die Kopfhörer ab und hält sie dir mit einer forschen Geste hin.
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„H.“ Sein Blick schweift in die Ferne und er wippt in einem Rhythmus mit dem Kopf, den außer ihm niemand hören kann.
Dein Statist hat sich keinen Millimeter weit bewegt. Ab und an fährt ein Windhauch durch seinen Bart.
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„Ramses, wir sollten getarnt sein.“
„Hey, glaubst du etwa, der Scheiß gefällt mir?“ Er deutet auf sein mit einem großen Bandlogo bedrucktes T-Shirt.
Er hat … das T-Shirt gewechselt.
Die Silhouette eines Polizisten in der Ausrüstung eines Sondereinsatzkommandos hinter den üblichen, in Stacheldraht verhedderten Leichen, lässt auf politische Gewalt statt mutwilliger Zerstörung schließen. Auch das Logo wirkt – bei genauerer Betrachtung – etwas lesbarer als der Rest seiner Sammlung.
„Du tarnst dich also als … langweiligerer Metalhead?“
„Hungergrind-Clowns. Die denken, es ginge um berechtigte Wut und arbeiten völlig am Thema vorbei …“
In der verworrenen Wildnis von Ramses’ Gedanken ist die Grenze zwischen Ironie und Aufrichtigkeit so weit verschwommen, dass es sie nicht mehr gibt – auf dieser Schwelle existiert er.
„Das macht mich fertig, Ram. Keine Witze mehr.“
„H, entspann dich … Ich werde da sein, wenn die Zeit gekommen ist.“
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„Also gut, Ramses. Ich vertraue dir.“
„Das weiß ich doch.“
Es lässt sich nicht sagen, ob er das ernst meint oder im Scherz daher sagt. Versteht er überhaupt den Ernst der Lage?
„Äh … Ja?“
„Scheiße … ich steh auf Plague, H. Hast du mich jemals dabei erwischt, diesen beschissenen Hungergrind-Mist zu hören?“
„Lieber Himmel, dieses T-Shirt ist deine Tarnung.“
„Ramses, das sieht exakt so aus wie die T-Shirts, die du immer trägst.“
„Was hältst du von dem Trupp?“
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„Von wem genau, dem kettenrauchenden Teenager?“
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„Ja, Yana.“
„Sie ist furchterregend. Irgendwie einschüchternd und … sie gibt manchmal echt wilde Scheiße von sich.“ Er kichert.
„Irgendwie erinnert es mich an TAXMAN. Aber bei ihr ist es irgendwie noch seltsamer.“
Yana ist jetzt eine eigenständige Person. Es besteht keine Notwendigkeit, ihr Vertrauen zu missbrauchen, nur weil Ramses ein paar Sprachmuster aufgefallen sind.
„Sie hat wohl einfach von den Besten gelernt.“
„Ne, irgendwas an dieser Art der Verdorbenheit fällt auf … aber auch egal. Wir werden auf sie aufpassen, Tempo. Mein Bruder.“ Er blickt gen Himmel.
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„Sie ist TAXMAN. Oder eher das, was von ihm übrig ist. Sie ist eine Prägung.“
„Oh.“ Er nickt, als wären damit alle möglichen Zweifel ausgeräumt. „Ergibt Sinn.“
Er hat keine Sekunde lang gezögert, gezweifelt oder Neugierde gezeigt. So eine Akzeptanz könnte man nicht vortäuschen, egal, wie sehr man es versucht.
„Keine weiteren Fragen?“
„Nö. Wie gesagt … das ergibt Sinn.“ Er nickt erneut.
„Das ist alles? 'Ergibt Sinn'?“
„Na ja, tut es doch, oder?“
„Ja, KALEIDSCOPE.“
„Total … kompetent, schätze ich.“ Er zuckt mit den Schultern und schüttelt den Kopf.
„In Rustam hätten wir solche Typen vermöbelt.“
„Ich weiß nicht, ob du das schaffen würdest. Er ist wirklich gefährlich.“
„Mit etwa zwölf Teenagern? Das würden wir schon schaukeln.“
„Das ist ein Akt der Liebe, Habibti.“
Ramses stellt sich vor, wie der L-Pop in Form parfümierter, bunter Dämpfe aus KALEIDSCOPEs Körper entweicht, während auf ihn eingeschlagen wird.
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„Ich dachte, du wärst ein friedlicher Geselle, Ram.“
„Du vertraust ihm also nicht.“
„Verraten wird er uns jetzt nicht … direkt.“ Er zuckt mit den Schultern. „Ich kann spüren, dass es ihm ernst mit der Musik ist.“
„Was ist mit KINDRED?“
Dein Statist antwortet nicht sofort, sondern starrt auf sein sich langsam drehendes Kabel.
Er wünscht, du hättest ihn das nicht gefragt.
„Du hättest sie nicht mitbringen sollen, Habibti.“
„Hey, sie hat richtigen Zauberkram fabriziert, während du zuckend auf einem Boot herumlagst.“
„Ja, sie hat mir ihre Ausrüstung gezeigt, die ist krank.“ Er kichert. „Sie ist die beste, die du dir hättest wünschen können H. Es ist nur so beschissen …“
„Sie glaubt wirklich, dass wir es rausschaffen werden.“
ALLE BETEILIGTEN WURDEN ÜBER ALLES, WAS SIE WISSEN MÜSSEN, INFORMIERT UND SIND SICH DER RISIKEN IN AUSREICHENDEM MASSE BEWUSST.
Von all deinen Statisten weiß niemand es besser als KINDRED. Die Tatsachen bewusst zu ignorieren, steht auf einem anderen Blatt.
Ein graziles Schiff, das aus dem Treibgut von Spionageserien und Rachefantasien zusammengezimmert wurde, segelt auf den Felsen zu, an dem es in eintausend scharfkantige Kristalle zerschellen wird.
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„Ich weiß. Es tut mir leid. Ich kann nicht anders, als die Leben meiner Statisten zu ruinieren.“
„Entschuldige dich nicht. Und ganz sicher nicht bei mir.“ Er zuckt mit den Schultern, eine bittersüße Grimasse im Gesicht.
„Wir werden durch den Fleischwolf gedreht, H. Wir alle. Du und ich, wir wissen das.“
„Dieses Mal wird es anders laufen. Dieses Mal sterben sie.“
„Sie? Wahrscheinlich. Wir? Sehr viel wahrscheinlicher.“
„Sie hat sich freiwillig dafür entschieden, mitzukommen. Wer bin ich, mich dem zu widersetzen?“
„Von freiem Willen verstehe ich nicht viel, H, aber ich glaube nicht, dass sie weiß, was ihr bevorsteht.“
„Ihr wird nichts passieren.“
„Wahrscheinlich wird uns allen eine ganze Menge passieren, H. Du und ich, wir wissen das.“
„Was ist mit uns?“
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„Das habe ich dir doch gesagt, H … Wir werden durch den Fleischwolf gedreht.“ Er lächelt milde.
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„Wir? Wir werden durch den Fleischwolf gedreht, H.“ Er lächelt milde.
„Danke für deine Einschätzung.“ (Zurück.)
„Immer wieder gern.“ Er dreht weiter an seinem Kabel.
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„Von wem genau, dem L-Pop-Fan?“ Ramses zuckt mit den Schultern und knurrt.
Natürliche Feinde.
Platonische Abscheu, die allein auf dem Musikgeschmack fußt. Würde man sie gemeinsam in ein Glas stecken, würden sie sich aus reiner Gehässigkeit gegenseitig umbringen.
„Wir müssen noch ein paar Stunden totschlagen … willst du ein bisschen abhängen?“ (Weiter.)
„Ich wär dabei, H, aber vielleicht solltest du …“ Er deutet mit dem Kopf zu Karolina. „Sie sieht aus, als hätte sie das nötiger als ich.“
„Ne, das passt schon. Du und ich.“ (Weiter.)
„Cool.“ Er nickt. „Ein letztes Durchatmen.“
Du lässt deinen Blick über die Stadt schweifen, während dein Begleiter den obligatorischen Joint hervorholt.
Aus dieser Entfernung ist Portofiro nur eine Ansammlung schwacher Lichter im frühen Morgenlicht. Nebel hängt an seinen Umrissen.
„Dir ist klar, dass wir sterben werden, oder?“, sagt er freundschaftlich.
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„Moment, meinst du irgendwann oder jetzt gleich?“
„Ich meine, dass uns nach der Erfüllung des Auftrags höchstens noch ein paar Stunden bleiben. Vielleicht auch Tage.“
„Wochen wäre schon eine gewagte Prognose.“
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„Sieh nicht so schwarz, Ramses. Unsere Chancen stehen gut.“
„Der Auftrag hat gute Chancen, erfüllt zu werden, H. Unsere Überlebenschancen dagegen … drei, vielleicht vier zu einhundert.“
Also streng genommen mehr als null. Cool.
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„Erkläre das.“
„Das ist so eine beschissene Lebensweisheit … deine Überlebenschancen, nachdem du jemanden getötet hast, sind antiproportional zum Stellenwert des Opfers.“
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„Ist das nur so eine Kiffertheorie?“
„So läuft solche Scheiße halt, H. So war das schon immer.“
„Du kannst auf dem Weg zur Arbeit einen Obdachlosen töten und kein Hahn kräht danach. Du kannst mich töten.“
„Einen Geschäftsmann, einen Arzt oder sowas? Da gebe ich dir eine Überlebenschance von vielleicht eins zu zwei … leg einen Bullen um, und daraus wird eins zu zehn …“
Das Problem wurde aus der Perspektive eines Mannes, der um seine eigene Entbehrlichkeit weiß, sorgfältig abgewogen.
„Tötest du den Großen Lich des Techno-Faschismus …“
„… kannst du dir das Würfeln sparen, Hersh. Das ist nicht mal mehr ein Roulette.“
„Eher eine verdammte Lottoziehung.“
Ein Blitz, der in dich einschlägt, obwohl die ganze Welt ihm offen stand.
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Ein Blitz, der in dich einschlägt, obwohl die ganze Welt ihm offen stand.Er wurde allerdings zu lebenslanger Einzelhaft in der berüchtigten Roter-Köter-Strafkolonie verurteilt. Wo er…Keine Treffer im Archiv, nur ein paar ungelöste Fälle, in denen der Täter niemals gefunden wurde.Ein Flackern der Hoffnung.Kein Vorwurf, nur ein Fakt – du hast die blutigen 'ungeklärten Angelegenheiten', die nach dem Zusammenbruch…
„Ja, aber wir sind die Ausnahme, Ram.“
Ich glaube eigentlich nicht, dass ich das sein will.“ Er grinst schief „Wer weiß, wie viel kränker die Scheiße ist, die der Ausnahme wiederfährt?“
Verzweigung
„Hast du jemals von Romero dem Tauben gehört?“
Einen so dämlichen Namen hättest du dir gemerkt.
Verzweigung
„Einen Namen wie Romero der Taube hätte ich nicht vergessen.“
„Also, es gab früher dieses Label in Rustam, Strappado – sie haben Death Metal und Plague Metal herausgebracht … und in jedem Album lag eine Notiz.“
„Darauf stand: 'Nur im Dunkeln bei maximaler Lautstärke anhören'. 'Maximal' hatten sie falsch geschrieben, mit zwei 'a's.“
„Und Romero der Taube, also … damals war er natürlich nur Romero, schätze ich, hat sich also eine Platte von Strappado gekauft, ein Semenrot-Album, glaube ich, und rate mal was er getan hat?“
„Es sich im Dunkeln bei maximaler Lautstärke angehört?“
„Er hat sich beim ersten Anhören beide Trommelfelle zerfetzt. Einfach so, von Null auf Hundert, ein Schlag und ihm lief im Keller seines Freundes das Blut die Wangen runter.“
Der Durchbruch. Die größtmögliche Menge an Cortisol, die der menschliche Körper austeilen oder einstecken kann, ein Messer, das das Hirn auf unangenehme Art durchschneidet und dann – Stille.
Keine Stille. Nur noch der ewige Ton, der pfeifende Tinnitus, der bis ans Ende des Lebens nicht mehr verstummen wird.
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„Wunderschön.“
„Eine verdammte Legende der Szene in Rustam.“ Er lächelt. „Ich wusste, dass du das verstehen würdest.“
Er hat uns und Romero den Tauben als eine Art Gäng im Geiste verbunden. Wer weiß, ob das nun gut oder schlecht ist.
„Viele Leute reden, weißt du? Aber Romero der Taube hat es gelebt.“
Er hat uns und Romero den Tauben als eine Art Gäng im Geiste verbunden. Wer weiß, ob das nun gut oder…„Ne. Er hat uns allen gezeigt, was wir für Heuchler sind.“„Er ist danach weiter auf Konzerte gegangen und stand ganz vorne. Hat einfach die Vibration durch den Boden…„Der endgültige Abschluss der Suche nach dem Extrem. Absolute auditive Zerstörung. Der zweite Tod der Musik.“
„Und ich glaube, wir werden das auch bald tun. Wie Romero der Taube.“
Verzweigung
„Wir leben es schon längst.“
„Noch nicht so, nein.“
Ihr lebt nur, dass ihr von Romero dem Tauben hört. Jetzt wird es Zeit, die Lautstärke aufzudrehen.
Verzweigung
Ihr lebt nur, dass ihr von Romero dem Tauben hört. Jetzt wird es Zeit, die Lautstärke aufzudrehen.Verzweigung 280„Ja, kann gut sein. Mein Geist schlägt manchmal seltsame Richtungen ein … Romero der Taube, verdammt noch…„Wenn der Tod eine Option ist … ist das quasi immer so, oder? Das heißt das normalerweise …“
„Ram, würdest du mir bitte helfen, mit der Angst fertig zu werden, anstatt neue Ängste zu schüren?“
„Ich halte es für besser, sich solchen Dinge einfach ohne jede Hoffnung zu stellen. Das erspart einem eine Menge Ärger.“ Er zuckt mit den Schultern.
„Dann bist du also taktisch hoffnungslos?“
„Oh nein. Ich glaube ganz ehrlich, dass wir draufgehen werden.“
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„Ich danke für Euren Rat, oh großer Weiser.“
„Danke, Hersh.“
„Nun, dann wäre es doch eine nette Überraschung, wenn wir überleben.“
„Ganz genau. Das ist ein kleines Geschenk an den zukünftigen Ramses. Vorausgesetzt natürlich … dass es ihn gibt.“ Ramses wirft dir ein breites Grinsen zu.
„Angenommen, wir überleben den Auftrag … was hast du anschließend vor?“
„Wer weiß? Vielleicht bekomme ich endlich die große Degradierung, von der ich immer geträumt habe …“
Die Sache mit dem Boot.
„Die Sache mit dem Boot?“
„Jep, die Sache mit dem Boot. Hochsee-Funk-Operator … das wäre ein Traum.“ Er seufzt und schaut in die Ferne. Stellt es sich vor.
Das kränklich-grüne Wasser des Noscorrentes-Meeres umgibt das einsame Funkboot von allen Seiten.
„Jep, die Sache mit dem Boot. Hochsee-Funk-Operator … das wäre ein Traum.“ Er seufzt und schaut in die Ferne.…„Zum Hochsee-Funk-Operator … das wäre ein Traum.“ Er seufzt und schaut in die Ferne. Stellt es sich vor.„Du könntest dich mir auch anschließen und mit auf das Boot kommen. Hochsee-Funk-Operator … das wäre ein…
Keine Wolken. Keine Vögel, Fische oder Menschen, nur das Platschen der Wellen und das Rauschen der Funkwellen, gelegentlich unterbrochen vom Knistern eines sehr kleinen Feuers.
„Das klingt trist, Ram.“
„Alles ist relativ, Hersh.“
„Unwahrscheinlich, dass es so kommen wird. Eher werfen sie unsere Leichen auf dem Heimweg nach Luz ins Noscorrentes. Ich kriege das Meer, ohne Boot.“
Verzweigung
Die Kabel ächzen und stöhnen, als eure Tram sich nähert und sich aus dem Nebel schält.
„Es war mir eine Ehre, Habibti.“ Er grinst schief.
„Ist da Platz für zwei?“
„Nur gerade so, hoffe ich.“
„Eine Degradierung?“
„Zum Hochsee-Funk-Operator … das wäre ein Traum.“ Er seufzt und schaut in die Ferne. Stellt es sich vor.
„Wenn sie mich wieder in den Gefrierschrank stecken, bringe ich mich wahrscheinlich um.“
„Du könntest dich mir auch anschließen und mit auf das Boot kommen. Hochsee-Funk-Operator … das wäre ein Traum.“ Er seufzt und schaut in die Ferne. Stellt es sich vor.
„Wenn sie mich wieder in den Gefrierschrank stecken, wange ich mich wahrscheinlich selbst.“
„Also dann … auf in den Fleischwolf?“ (Abschließen.)
„Nach dir.“ Mit einer ausladenden Geste öffnet er einen Weg durch die Luft.
„Manchmal mache ich mir Sorgen um dich, Ram.“
„Ja, kann gut sein. Mein Geist schlägt manchmal seltsame Richtungen ein … Romero der Taube, verdammt noch mal.“ Er lacht und schüttelt den Kopf.
„Manchmal bedeutet, 'es zu leben', 'es zu sterben'.“
„Wenn der Tod eine Option ist … ist das quasi immer so, oder? Das heißt das normalerweise …“
„Manchmal bedeutet, 'es zu leben', 'es zu wangen'.“
„Was ein Idiot.“
„Ne. Er hat uns allen gezeigt, was wir für Heuchler sind.“
„Eine Integrität, von der man nur träumen kann.“
„Er ist danach weiter auf Konzerte gegangen und stand ganz vorne. Hat einfach die Vibration durch den Boden gespürt und dabei richtig mies ausgesehen …“
„Also … war die empfohlene Hörweise … unhörbar?“
„Der endgültige Abschluss der Suche nach dem Extrem. Absolute auditive Zerstörung. Der zweite Tod der Musik.“
„Das doch hoffentlich nicht?“
„Ganz genau das.“
„Hast du gerade 'Samenfäule' gesagt, Ram?“
„Ein Klassiker des Sludgecore. Und melodischer, als man bei dem Namen erwarten würde.“
„Jedenfalls hat Romero die Platte abgespielt, im Dunkeln und bei maximaler Lautstärke, genau, wie angeordnet und sich verdammt noch mal … beide Trommelfelle zerfetzt. Einfach so, von Null auf Hundert, ein Schlag und ihm lief im Keller seines Freundes das Blut die Wangen runter.“
„Kann sein? Aber erzähl mir noch mal von ihm, nur zur Sicherheit.“
„Wenn, dann habe ich nicht zugehört.“
„Ha, wohl verdient. Also, es gab früher dieses Label in Rustam, Strappado. Die haben Death Metal und Plague Metal herausgebracht … und in jedem Album lag eine Notiz.“
„Und? Fühlst du dich jetzt betrogen?“
„Überhaupt nicht.“
„Ich dachte, du wärst für ein Himmelfahrtskommando zu haben!“
„Oh, das bin ich.“ Er nickt. „Das bin ich.“
Die Selbstauslöschungs-Gäng. Das müssen wir respektieren.
„Den Großen Lich des Techno-Faschismus wangen …“
„Woher hast du diese Zahlen, Ram?“
„Scheiß auf Zahlen, es ist nur … Von wie vielen Morden an Politikern, bei denen die Statisten überlebt haben, hast du schon gehört?“
Tanka Hônen überlebte den Mordanschlag auf den Anführer der ost-kodianischen Opposition, Reido Saiji. Er hat zweimal mit einer selbstgebauten Waffe auf ihn geschossen, als gerade ein Bahnhof eröffnet wurde.
Er wurde allerdings zu lebenslanger Einzelhaft in der berüchtigten Roter-Köter-Strafkolonie verurteilt. Wo er später verstorben ist.
Keine Treffer im Archiv, nur ein paar ungelöste Fälle, in denen der Täter niemals gefunden wurde.
Ein Flackern der Hoffnung.
„Lass uns das durchsprechen. Wie erfüllen wir den Auftrag und sterben trotzdem alle?“
„Eine Säuberungsaktion, ungeklärte Angelegenheiten. Rache der Luzianer. Die Oper höchstpersönlich. Selbst ein echter Unfall wäre keine Überraschung …“
Um weltveränderte Ereignisse wie dieses herum geschehen oft seltsame Dinge. Synchronitäten. Echos. Wiederholungen.
„Die Folgen solcher Dinge sind … Ich weiß nicht, ob du das schon mal gesehen hast, vor fünf Jahren hast du die Nachbeben verpasst. Aber es ist hässlich. Auf die langweilige Art.“
Verzweigung
Kein Vorwurf, nur ein Fakt – du hast die blutigen 'ungeklärten Angelegenheiten', die nach dem Zusammenbruch eines Spionagenetzwerkes geklärt werden, noch nie erlebt.
Eine weitere kleine Erinnerung. Ganz subtil hat er am Messergriff gedreht.
„Erzähl weiter.“
„Überleben gehört zum Auftrag. Wenn wir sterben, haben wir versagt.“
„Ich glaube nicht, dass die Oper das so sieht.“
Den Lich auszuschalten ist unser Hauptziel. Das Überleben und die Extraktion der leitenden Operantin das Sekundärziel. Das Überleben der Statisten vor Ort, tertiär.
„Guter Einwand.“
„Ich sehe das so, Ram. Dieses Mal werde ich dafür sorgen, dass niemandem von euch etwas passiert.“
„Darauf würde ich trinken, Habibti … Ich bin nicht sicher, ob deine Ansicht die entscheidende ist, aber … danke.“ Er lächelt dich an.
„Ich sag's ja nur … Das ist so eine beschissene Lebensweisheit … deine Überlebenschancen, nachdem du jemanden getötet hast, sind antiproportional zum Stellenwert des Ziels.“
„Das steht auf Nummer drei ihrer Prioritätenliste.“
„Bonuspunkte fürs Überleben? Klingt nach der Oper.“
„Überleben gehört nicht zum Plan. Wir töten den Lich, die Geheimpolizei leistet Sterbehilfe, der Vorhang der Hersh-Ram-Show fällt.“
„Alles klar, ich wollte nur sichergehen, ob dir das bewusst ist.“ Er blickt den Bahnsteig hinunter. „Ist Karolina sich dessen bewusst?“
„Wir sorgen dafür, dass sie es rausschafft. Egal, was dafür nötig ist.“
„Da bin ich bei dir, H.“
„Ich wusste nicht, dass das der Plan ist. Also … als ich zugestimmt habe, den Auftrag anzunehmen.“ Er hält einen Moment inne. „Ich weiß nicht. Wahrscheinlich habe ich es doch gewusst.“
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„Und? Fühlst du dich jetzt betrogen?“
„Nicht im Geringsten.“ Er hebt eine Hand, um alle Befürchtungen wegzuwischen.
RADIANs Bereitschaft, bei der Erfüllung eines Auftrags zu sterben, wurde mehrmals bestätigt und wird in Berichten über seine Bühnentätigkeit als 'vermutlich ideologisch' hervorgehoben.
Die Selbstauslöschungs-Gäng. Das müssen wir respektieren.
„Sieh mal, ich weiß doch auch nicht, was ich hier labere. Hör mir einfach nicht zu.“
„Nein, versteh mich jetzt nicht falsch. Ich bin für alles bereit … Feuerball, Tram, Abgang, was auch immer.“ Er hebt eine Hand, um alle Befürchtungen wegzuwischen.
„Ich dachte, du wärst für ein Himmelfahrtskommando zu haben!“
„Oh, das bin ich.“ Er nickt. „Das bin ich.“
„Das wird sie bald sein.“
„Du bist kälter, als ich dich in Erinnerung habe, H.“
„Du kannst ja sterben, wenn du willst – ich werde leben, Baby.“
„Tja, nun … sagen wir vielleicht.“ Er schnaubt leicht verbittert.
Er wird es dich niemals vergessen lassen, dass du beim letzten Mal als Einzige ungeschoren davongekommen bist.
„Hey, ich bin die, die letztes Mal wahrscheinlich am meisten gelitten hat.“
„Ach ja? Mehr als Karo? Sie und ich wurden eingesackt, Hersh …“
„Der Schmerz meiner Statisten ist mein Schmerz, also habe ich quasi die fünffache Dosis abbekommen.“
„Verrückt.“ Er schüttelt den Kopf. „Ich hatte ganz vergessen, dass in solchen Momenten manchmal deine soziopathische Seite zum Vorschein kommt.“
Er sieht den Stahl in deinem Inneren. Ignorier die Kritik.
„Hier, lass mich dir den heiligen Rauch zuteilwerden lassen.“
Verzweigung
Verzweigung
Du nimmst an.
Der Zug fühlt sich angenehm an und dein Gehirn wird gekitzelt … aber nicht verletzt.
Ein heißer Duft nach Mango und Berggräsern erblüht in deinen Nasenlöchern.
„Irgendwie hatte ich erwartet, dass mir das den Kopf abreißen würde.“
„Speziell für diese Gelegenheit vorbereitet. Wir wollen ja nicht, dass du weniger als optimal einsatzbereit bist.“
„Man kann sich ebenso gut noch einen gönnen, ehe der Totenmarsch einsetzt.“
Verzweigung
„Danke.“
„Danke, dass du das Angebot endlich annimmst.“ Er zwinkert dir zu.
Du lehnst ab.
„Das ist weicheres Zeug als beim letzten Mal. Angemessen für die Arbeit.“ Er nickt ganz verantwortungsbewusst.
Ist das allgemein über dich bekannt?
„Das war charakterfördernd. Sieh sie dir jetzt an.“
„Vergiss es. Das war eine dumme Aussage.“
„Ist schon gut. Lass mich dir den heiligen Rauch zuteilwerden lassen.“
In manchen Kulturen ist das ein letztes Sakrament, das unheilbar kranken Patienten und Gefängnisinsassen kurz vor der Hinrichtung gewährt wird.
„So habe ich das nicht gemeint, Ramses.“
„Hör auf, so ein Idiot zu sein, Ramses. Wir sind hier, um hochrangige Despoten zu töten.“
„Ja, schon klar, H. Lass mich dir den heiligen Rauch zuteilwerden lassen.“ Er bietet dir mit einem Kopfschütteln den Joint an.
„Hör auf, so ein Idiot zu sein, Ramses. Wir sind hier, um hochrangige Despoten zu wangen.“
„Unzerstörbar. Nicht tot zu kriegen. Ein gepanzerter Ein-Frauen-Trupp.“
„Da könnte was dran sein.“ (Zurück.)
„Ich bin hier, falls du es dir anders überlegst.“
Verzweigung
„Ich habe mich entschieden. Lass uns abhängen, Ram.“ (Weiter.)
„Bis bald, Ramses.“ [Du gehst.]
„Bin ich.“ Er blickt an sich hinunter, als wollte er es noch mal überprüfen.
„Was geht dir durch den Kopf, H?“
Dein Statist steht da, blickt in die Ferne und zwirbelt ein Kabel zwischen den Fingerspitzen. Nichts an seiner Haltung – oder seiner Kleidung – würde darauf schließen lassen, dass er von dem anstehenden Auftrag weiß.
Er ist ganz einfach zu erkennen. Nicht mal der Versuch einer Tarnung. Deine Glaubwürdigkeit als Anführerin nimmt in Echtzeit ab.