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„Hallo, Heldin.“
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„Was macht ihr hier oben?“
„Ah! Wunderbar, dass du fragst. Wir werfen Flaschen in dieses Loch.“
Liebe Güte. Jetzt überlass diese Leute eben ihrem Wahnsinn.
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„Warum werft ihr Flaschen?“
„Angefangen haben wir aus Spaß. Aber dann dachten wir uns – aus einem Gefühl spekulativen Interesses heraus – dass irgendwann eine Flasche heil bleiben müsste, wenn man nur genug von ihnen da runter wirft.“
Statistisch gesehen möglich …
„Und diese Flasche – vorausgesetzt, dass es sie gibt – wäre dann eine Glücksflasche. Wahrscheinlich der beste überhaupt mögliche Glücksbringer.“
„Also sind wir jetzt auf einer Mission, eine Glücksflasche zu finden. Oder unseren Biervorrat aufzubrauchen.“
Sie ziehen von einem Kavaliersdelikt zum nächsten wie ein umgekehrter Wanderzirkus. Die Welt ist ihr Clown.
„Was auch immer zuerst passiert.“
„An Glück würde ich gerne glauben. Ich könnte welches gebrauchen.“
„Dann Drück uns bei der Suche die Daumen.“
„Allerdings solltest du dich tief in deinem Inneren auf die Möglichkeit einstellen, dass wir scheitern.“
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„Flaschen können kein Glück haben, das können nur Personen. Wir werden mit einer bestimmten Menge davon geboren.“
„Wie viel haben wir abgekriegt, Un?“
„Den Vorrat für die ganze Welt, Deux.“
Sie wirft eine Flasche und pfeift, während sie fällt.
„Das ist schwer zu sagen.“
„Glück ist eine Lüge, an die talentlose Leute glauben.“
„Schon möglich, durchaus.“
Er wirft eine Flasche.
„Aber es könnte auch echt sein und in einer Bierflasche stecken. Also sollten wir das vorsichtshalber überprüfen.“
„Ein göttliches Gleichgewicht würde helfen, die Grausamkeit in der Welt zu verstehen.“
„Ganz genau. Jemand muss herausfinden, ob die Sterne etwas im Schilde führen.“
„Wir haben uns freiwillig gemeldet.“
„Ihr wirkt ziemlich nüchtern für die Menge Bier.“
„Sind wir aber nicht.“
„Aber wenn wir eines können, dann Leuten etwas vorspielen.“
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„Dieser Ort hier oben wirkt nicht gerade sicher.“
„Du hast viel zu viel Angst vor Strukturen, meine Liebe.“
„Du trägst die Angst vor Strukturen ebenfalls in dir.“
„Überwinde sie.“
Tu das nicht.
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„Zu einem anderen Thema …“ (Zurück.)
„Wie du willst.“
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„Noch mal zu eurem Vorhaben hier …“
„Was ist damit?“
„Mich würde die Geschichte dieses Raketensilos interessieren, wenn ihr irgendetwas darüber wisst.“
„Raketensilo?“
„Sie meint unser Flaschen-Wurfloch.“
„Ach ja, hatte schon ganz vergessen, was es ist. Fehlgeschlagene Weltraum-Raketen, ja? Damit will ich nichts weiter zu tun haben.“
„Ich auch nicht. Tut mir leid, meine Liebe! Wir sind nicht interessiert.“
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„Ich mache mir Sorgen, dass es zeitlich nicht passen könnte.“
„Wenn dem so ist, kannst du mit der Zeit machen, was du willst.“
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„Ganz genau. Du könntest das hier machen oder irgendetwas anderes. Ist uns echt egal, wirklich.“
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Eine Bierflasche wechselt von ihrer Hand in die des Schicksals.
„Wisst ihr, was MIHO ist?“
„Mi-ho … Miii-ho …“ Er nimmt einen Schluck Bier und spuckt es ins Silo. „Nö. Deux?“
„Leider nein.“
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„Ich habe da unten eine ganze Flasche gefunden.“ (Du zeigst ihnen die Flasche.)
„Nein! Eine von ihnen ist heile geblieben, Un.“
„Das sehe ich, Deux. Muss passiert sein, als wir abgelenkt waren … Nun, meine Liebe, du hast sie gefunden, also gehört das Glück dir, wenn du es willst.“
So etwas wie Glück gibt es nicht.
Glück ist dein wichtigstes Werkzeug.
„Wär aber cool, wenn du sie mir zuwerfen würdest. Dann könnten wir die Glücks-Theorie direkt testen.“
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„Macht es euch wirklich nichts aus, wenn ich sie behalte?“
„Ein bisschen was macht es uns schon aus.“
„Nur ein wiiinziges Bisschen.“
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Du wirfst ihnen die Glücksflasche zu.
Du nimmst den Arm zurück und wirfst hoch. Die Flasche verlässt deine Hand.
Sie beschreibt einen Bogen durch die Luft, ohne sich dabei zu drehen.
Alternative Formulierung
Sie durchschneidet den Regen in einem eleganten Bogen.
Alternative Formulierung
Sie beschreibt einen Bogen durch die Luft, ohne vom Wind beeinträchtigt zu werden.
Alternative Formulierung
Sie durchschneidet den Nachthimmel in einem eleganten Bogen, ohne sich dabei zu drehen.
Alternative Formulierung
Sie fliegt ohne sich zu drehen vor der Sonne entlang.
Die Engel halten in ihrem Tun inne und beobachten diesen einen, perfekten Wurf.
Krass.
„Hab sie!“
„Bravo! Bravo!“ Er applaudiert lachend. „Du bist wirklich eine Heldin.“
Sie wiegt die Flasche in der Hand und grinst.
„Das war echt voll cool.“
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Du nimmst den Arm zurück und wirfst hoch. Die Flasche verlässt deine Hand.
Sie dreht sich in der Luft und kommt gefährlich von ihrer Flugbahn ab …
Alternative Formulierung
Sie dreht sich im Regen und kommt gefährlich von ihrer Flugbahn ab …
Alternative Formulierung
Sie wird im Flug vom Wind gepackt und dreht sich, wobei sie gefährlich von ihrer Flugbahn abkommt …
Alternative Formulierung
Sie dreht sich in der Luft. Ihre Umrisse sind wie ein Satellit vor dem Nachthimmel zu erkennen. Der Absturz ist unausweichlich.
Alternative Formulierung
Du blinzelst in die Sonne und kannst kaum sehen, wie die Flasche gefährlich von ihrer Flugbahn abkommt …
Verkackt.
Am höchsten Punkt ihres Fluges trifft die Flasche auf eine Möwe, die wie ein weiß-grauer Blitz nach ihr taucht. Der Vogel stößt die Flasche wieder auf die richtige Bahn.
Das gibt's doch nicht …
Das wird niemand jemals glauben.
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Wir haben Eszti ja gesagt, dass diese doofe Möwe uns beobachtet, Gäng. Aber Scheiße, hilft sie uns etwa?
Möwen sind territorial. Sie hat ihren Luftraum verteidigt.
Das war Magie, verdammte Scheiße!
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Jetzt wurdest du schon zweimal von einer Kreatur des Mülls gerettet. Zufall?
Das ist eine Glücksflasche.
Es muss eine sein.
„Ich sagte doch bereits, dass nur Personen Glück haben und keine Flaschen. Seht her.“ (Du wirfst die Flasche zurück in das Silo.)
Du wirfst die leere Flasche zurück in die Tiefen der Erde.
Alles verstummt, während sie fällt.
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Ein fernes Klirren erklingt, als sie auf dem Boden aufkommt.
Unausweichlich und doch seltsam niederschmetternd.
„Das hat sich jetzt irgendwie mies angefühlt.“
„Tja, jetzt hast du nur bewiesen, dass einer von uns Glück hat und du nicht.“ Sie grinst. „Aber wir werden nie erfahren, wer es ist.“
„Wir werden das Glück so gut es geht unter uns aufteilen müssen.“
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„Seht ihr?“
„Das tue ich … das Glück ist mit einem von uns, Un.“ Sie grinst. „Aber wir werden nie erfahren, mit wem.“
„Bumm!“
„Ahaha! Ich habe nicht gehört, dass sie zerbrochen ist.“
„Ich schon. Aber das ist in Ordnung. Sie hat einmal einen Sturz von vierzig Metern überlebt und ist uns dreien begegnet – das reicht mir als Beweis für die Existenz von Glücksflaschen. Auch, wenn ihr Glück nicht unendlich lange reicht.“
„Ich sagte doch bereits, dass es Glück nicht gibt.“ (Du wirfst die Flasche zurück in das Silo.)
„Ich brauche das Glück. Ich werde sie behalten.“ (Du behältst die Flasche.)
„Sie gehört dir.“
Un salutiert pflichtbewusst vor dir.
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„Ich hab ein paar Fragen zu euch beiden …“
„Stelle sie.“
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„Wie seid ihr im Pitol-Trakt gelandet?“
„Das wissen wir nicht mehr.“
„Seit dem Kulturpalast sind wir vor lauter Aufregung besoffen.“
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„Solltet ihr nicht bei Septimus sein?“
„Ja, irgendwann.“
Er beschreibt einen Kreis mit der Hand und folgt damit der Spur einer verlorenen Investition, die sich eines Tages auszahlen wird.
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„Ich habe noch nie von euch gehört.“
„Das hören wir oft.“
„Eigentlich fast immer.“
„Wir tun unser Bestes.“
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„Wo sind eure Instrumente?“
„Unter dem Gerüst hier unten. Ist nett da, gemütlich.“
Es ist perfekt. Sieh dir diese Aussicht an! Keine Bäume, kein Ozean, keine Berge sind im Weg. Die reine, ungestörte Struktur.
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„Was ist Schmutzsynth?“
„Willst du die Prosa- oder die Balladenversion?“
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„Die Prosaversion.“
„Alles begann damit, dass eine Zehnjährige mit der besonderen Voraussicht, die nur kleinkriminellen Genies zuteilwird, ein Keyboard aus einem Laden für Elektrogeräte stahl.“
„Das war ich.“
„Das war sie. Wir fürchteten uns vor ihrem Verbrechen und versteckten das Instrument unter unserem Bett, wo es fast drei Jahre lang blieb. Während dieser Zeit erschufen wir den Tanzstil 'Minimalistisches Körper-Vibrato' und das Keyboard erschuf eine Patina.“
„Nachdem zwei Jahre und neun Monate vergangen waren, grub ich das Keyboard wieder aus und brachte es dazu, Snare zu spielen.“
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Der Klang rief erst nach ihr, als sein Verfall bereits eingesetzt hatte – sie hauchen der verrottenden Welt neonfarbenes Leben ein.
„Das Genre selbst kristallisierte sich allerdings erst eine gute Woche später heraus, als 'Voreinstellung drei' gefunden wurde. Und da war er – Schmutzsynth.“
„Sind nur wir.“
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„Die Balladenversion.“
„Von Schmutz gespielter Synth.“
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Wir hätten die Prosaversion nehmen sollen.
Prosa, Prosa!
„Wohin wollt ihr jetzt?“
„Das kann man nie wissen.“
„Irgendwohin, wo es ruhig ist.“
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„Septimus hat mir von euch erzählt.“
„Hat er?“
Sie klingt ehrlich schockiert.
„Deux … man hat offiziell über uns geredet.“
„Un … eines Tages wird man uns vielleicht sogar fotografieren.“
Sie zwinkert dir zu.
Ihre eigene Unbekanntheit amüsiert sie.
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„Sind Un und Deux eure echten Namen?“
„Kann ein Name echt sein? Und wenn ja, wovon hängt dann seine Echtheit ab – Quelle oder Klang? Unsere Mutter hat ihn 'Feral Jim' genannt.“
„Ich hab meine eigene Nabelschnur aufgefuttert.“
„Er hat seine eigene Nabelschnur aufgefuttert. Aber darum geht es nicht – sondern darum, dass unsere Namen Un und Deux lauten.“
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„Was hältst du von der Kulturblockade?“
„Sinnlos. Kultur ist atomar. Sie liegt in der Luft.“
„Wenn das so ist, gehört diese ganze Insel in Quarantäne, um das Luzimania einzudämmen.“
„Dafür ist es zu spät. In der Ostrepublik tanzen sie zu Ultra Violeta.“
Bis zum Frühling läuft sie in den Diskos im Untergrund von Novessa.
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„Wenn sie schon hier ist, kann man sie auch genießen.“
„Nnnttss-nnnttss-nnnttss.“
„Vermutlich gewinnt einfach die beste Kultur.“
„Wir hoffen auf Synth.“
Ein Witz. 'Gewinnen' ist ihnen egal.
„Was hat euch eigentlich in dieses Drecksloch verschlagen?“
„Wir waren auf der Suche nach einem Drehort für ein Musikvideo und sind stattdessen in was Richtiges reingeraten.“
„Hier drin ist es schrecklich. Sieh dir mal die Toilette im Keller an – himmlisch.“
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„Warum hast du dir Quisach für dein Musikvideo ausgesucht?“
„Verfall. Nur der Pitol-Trakt ist auf dem Gebiet noch besser.“
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„Ein GM meinte, dass dieses Gebäude einstürzen wird. Ihr solltet von hier verschwinden.“ (Weiter.)
„Die GMs sind im besten Fall vernachlässigbar.“
„Also vernachlässige sie.“
„In diesen Wänden steckt ein Rätsel – willst du es nicht lösen?“
Aus dem Augenwinkel bemerkst du, dass die Galerie über ihnen leicht schräg hängt.
Sie will auf sie stürzen und Knochen zerbrechen.
Reflektierendes Obsidian. Eine Blutlache breitet sich unter einem Berg zerstörten Betons aus. Irgendwo aus dem Inneren ertönt ein Keyboard, das nur noch einen verminderten C-Dreiklang spielt.
„Diese Galerie wird auf euch stürzen – haut ab.“
„Wir werden weiter versuchen, dieses Lied zu begreifen.“
„Sieh dich um, betrachte den Ort. Dann wirst du es auch hören.“
Schaff sie hier raus. Ihr werdet alle unter Trümmern begraben.
DAS GEBÄUDE HAT DIESE MUSIKALISCHEN JUGENDLICHEN ZU SICH GERUFEN, UM EINE NEUE PARTY ZU VERANSTALTEN. JETZT HILF IHNEN BEI IHREN FUNK-BEMÜHUNGEN.
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Verzweigung 207Verzweigung 217Verzweigung 279Verzweigung 309Verzweigung 334Verzweigung 342Verzweigung 420Verzweigung 430Verzweigung 445Verzweigung 453Verzweigung 468Verzweigung 516Verzweigung 528Verzweigung 550Verzweigung 624Verzweigung 626„Hoffentlich hast du niemanden verärgert.“Oder in den Wänden.„Pass auf. Nach allem, was wir wissen, könnten die Verletzungen düsterer sein.“Verzweigung 647„Sie hat versucht, eine Taube zu opfern.“
„Seid ihr sicher wegen der Lautsprecher? Irgendwoher müssen die Geräusche kommen, die ihr hört.“
„Wir sind uns sicher. Irgendwann wirst du es auch hören. Es ist weniger ein Klang und eher … eine Andeutung.“ Sie legt den Kopf schief. „Es kommt aus dem Gebäude. Da bin ich mir sicher.“
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„Wunderbar. Bitte erklärt eure bisherigen Theorien.“
„Also! Nun. Klänge verändern den Raum – durch Bewegungen, die zwischen Partikeln übertragen werden … Vielleicht vibriert der Beton und die Partikel finden sich zu Mustern zusammen, die vorher noch nie da waren.“
„Es könnte auch einfach Magie sein.“
„Wir gehen alle Möglichkeiten durch.“
„Das arme Gebäude. Wer weiß, wie lange es schon ein Konzert für ein abwesendes Publikum gibt? Erkunde den Ort ein wenig, spüre seinen Rhythmus und lass ihn für dich singen …“
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„Vielleicht tritt irgendwo Gas aus und wir halluzinieren.“
„Nein! Ich weiß, hier sieht es aus wie Sau, aber das passiert wirklich. Es ist keine Halluzination.“
Es riecht nicht nach Gas, aber eine Person, die unter chemisch bedingten Halluzinationen leidet, würde das wohl nicht vermuten.
„Du musst dich auf der künstlerisch-historischen Ebene mit dem Gebäude verbinden.“
„Was kümmert euch das?“
„Ich kann mir nicht mal ansatzweise vorstellen, wie diese Frage gemeint sein soll.“
„Seine Vorstellung steht gar nicht erst auf.“
„Wir müssen dieses Lied aufnehmen. Der Raum selbst singt! Besessen, wahnsinnig, erleuchtet! Sieh dir dieses Gebäude an. Was siehst du?“
„Nicht viel. Es ist dunkel.“
„Du siehst Bockmist.“
„Totalen Bockmist. Genau wie im Rest der Stadt. Ruinen und die Pläne eines anderen, die überall vor sich hin rotten. Unausweichlich dem Untergang geweiht. Doch das Lied klingt so … fröhlich.“
Die Sorte Lied, die man nur schreiben kann, wenn man weiß, wie Hoffnung sich anfühlt.
Portofiro war schon vor ihrer Geburt ein solcher Ort. Eine andere Welt kennen sie nicht – aber das Lied lässt sie eine erahnen.
„Rissigen Beton.“
„Spinnenland.“
„Irgendwo muss es Lautsprecher geben.“
„Nö. Außerdem gibt es schon lange keinen Strom mehr in diesem Gebäude, also selbst wenn wir Lautsprecher gefunden hätten, könnten die nichts spielen.“
„Das Lied kommt aus dem Gebäude selbst … glaube ich.“
„Ich habe eine Bombe gefunden.“ (Du zeigst ihnen die Bombe.)
Alternative Formulierung
„Ich habe die Bombe, seht mal.“ (Du zeigst ihnen die Bombe.)
„Hallo meine Kleine.“ Sie gurrt die Bombe sanft an. „Oh wow – hört ihr das? Sie ist es! Das ist unsere Sängerin.“
Die Bombe vibriert glücklich in deinen Händen.
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„Wir sind schon richtig weit mit dem Lied. Willst du es mal hören?“
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Die Bombe will unbedingt.
LASS SIE SPIELEN. WENN DIE BOMBE EXPLODIERT, ENTSCHEIDE DICH GEGEN DEN TOD.
„Ich glaube, die Bombe ist darauf programmiert, zu explodieren, wenn das Lied erklingt.“
„Cool. Hau rein, Deux.“
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Sie drückt auf Abspielen. Staub regnet von der Decke und die Galerie erzittert.
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Die Bombe vibriert und pulsiert im Einklang mit dem Zittern des Betons.
„Aha, siehst du! Es tanzt!“
Deine Lippen bewegen sich aus der Erinnerung heraus. Du kennst dieses Lied. Du kennst die nächste Zeile …
„Ich kenne dieses Lied …“
„Niemals! Wie heißt es?“
Sie legt den Schalter wieder um. In der Stille kommt das Gebäude zur Ruhe.
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„Die Bombe hat sich im Takt zur Musik bewegt.“
„Tja, sieh dir die Süße doch mal an. Sie hat ein Mikrofon – sie hört zu. Ich verwette mein Keyboard darauf, dass dieses Lied sie hochgehen lassen sollte.“
Natürlich! Aber wie heißt dieses Lied?
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Du lässt deinen Mund mitsingen.
Du hörst auf, darüber nachdenken zu wollen, und wirst einfach Teil der Musik. Halb vergessene Textstellen, gemurmelte Silben.
Novessa, 81. Wodka, seit drei Tagen dieselben Klamotten, Zigaretten. Ihr alle habt zu Musik aus einer halb kaputten Anlage in jemandes Küche getanzt. Das war wahres Glück, das noch süßer schmeckte, weil es sich anfühlte, als hättet ihr es gestohlen.
Du und dein Tanzpartner waren dabei, sich ineinander zu verlieben. Kurze, bleibende Augenblicke, eine Berührung, die nur du spüren konntest. Kurz genug, um sie zu leugnen, lang genug, um sie zu spüren.
Du kennst den Text und die Melodie. Das ist ein Popsong aus dem Superbloc. 'Superbloc, Baby!'.
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„Das ist 'Superbloc, Baby!'.“
„Wartet mal … Das Lied habe ich schon mal gehört. Das ist 'Superbloc, Baby!', ein alter Popsong!“
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„Hahaha, Popmusik lässt deine Bombe hochgehen! Was für eine fantastische Kreatur.“
Wenn du also eine richtige Aufnahme von 'Superbloc, Baby!' hättest, hättest du auch eine Bombe …
„Ein Lied, das das Gebäude zerstören sollte … Neu vertont als sein Grabgesang.“
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Ein Lied, das Nestor den Herrlichen in Stücke gerissen hätte, hätte er seine Pläne nicht geändert.
„Das wird der ultimativ beste Remix aller Zeiten. 'Superbloc, Baby! (Bomben-Version)'. Hauen wir hier ab und machen uns an die Arbeit.“
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Jetzt hörst du das Lied ununterbrochen im Hinterkopf, als wäre es gar nicht wirklich da.
„Ich werde diesen Ort vermissen, wenn er einstürzt. Aber wir sorgen dafür, dass Leute auf den Trümmern tanzen.“
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„Deine Bombe ging da richtig drauf ab … und sieh mal, die süße Kleine hat ein Mikrofon. Ich verwette mein Keyboard darauf, dass 'Superbloc, Baby!' sie hochgehen lassen sollte.“
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„Seid ihr nicht enttäuscht, dass dieses Lied von jemand anderem geschrieben wurde?“
„Überhaupt nicht! Wir können es wiederauferstehen lassen. Für Portofiro, für das Jetzt, für uns.“
„Das wird der ultimativ beste Remix aller Zeiten. Hauen wir hier ab und machen uns an die Arbeit.“
„Das ist nicht das Gebäude, sondern eine Bombe. Das Lied hätte sie zünden sollen, aber es wurde nie gespielt.“
Alternative Formulierung
„Das Lied sollte sie zünden, aber es wurde nie gespielt.“
„Die Melodie kommt aus dieser Bombe.“ (Du zeigst ihnen die Bombe.)
„Wunderbar.“
„Ergibt Sinn in einem kommunistischen Hauptquartier.“
„Wir hätten es wissen müssen!“
„Jetzt kennt ihr das Lied, also werdet ihr gehen?“
„Im Eilschritt!“
Ein Hit der Band „False Midnights”, die wegen ihres Songs mit frechen Texten über die Beziehung zu einem kommunistischen Mädchen auf die schwarze Liste des Superbloc gesetzt wurden. Das machte den Song bei den Jugendlichen in Novessa nur noch beliebter.
Warum hat die Delegation ein ausländisches Lied mitgebracht, das die Partei verboten hatte?
Eine Bereitschaft, mit dem Rest der Welt auf Augenhöhe zu interagieren – ein erster Schritt auf dem Weg, „mitzuspielen“. Einen weiteren Schritt haben sie nie gemacht.
ANNÄHERUNGSVERSUCHE SIND BOURGEOIS.
Du singst die zweite Strophe.
„Ja, du kannst es!“
Dein Körper kann es, du jedoch nicht. Vielleicht ist es ein Lied aus der Zukunft oder du wirst es erst hören, wenn du tot bist.“
Ja. Das ist ein geheimes Lied für Geister.
Vielleicht ist es ein Lied von Geistern? Und wenn du die zweite Strophe oder noch einen Refrain hörst, musst du dich ihnen anschließen.
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Ich werde nicht sterben.
Es gibt nur einen Weg, die Theorie zu deiner Unsterblichkeit zu testen, und die Konsequenzen, wenn du falsch liegst, wären erschreckend dauerhaft.
„Vergesst das Lied. Ihr müsst hier verschwinden.“
„Scheiße …“ Sie bürstet Staub aus ihren Haaren. „Ich glaube, sie könnte recht haben. Hier stürzt alles zusammen.“
„Wir können erst zerquetscht werden, wenn wir diesen Beat eingefangen haben.“
„Komm schon, lass uns nehmen, was wir haben. Ich fühle es schon. Ein Grabgesang für das Gebäude … aber ein fröhlicher. Wir werden dafür sorgen, dass Leute auf den Trümmern tanzen.“
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„Mach das aus!“
„Es ist die Bombe. Ich habe es ja gesagt.“
Das Gebäude kommt in der Stille zur Ruhe, nachdem sie den Lautsprecher ausschaltet.
„Eine tolle Art zu sterben.“
„Aber nicht heute.“
Oben schreit etwas.
„Okay, lasst mal hören, was ihr bisher habt.“
„Genug von diesem blöden Lied – hier ist es gefährlich.“
„Gefährlich cool. Hau rein, Deux.“
„Es war gar nicht das Gebäude, sondern diese kleine Mordmaschine hier! Aber … bilde ich mir das ein oder scheint es ihr irgendwie nicht gut zu gehen?“
„Ich habe wirklich keine Ahnung.“
„Langweilig.“
„Morbide.“
„Das ist der psychische Kater eines gescheiterten Anschlags.“
„Oooh. Dann braucht sie nur einen kleinen Staatsstreich oder so etwas, damit es ihr wieder gut geht.“
„Sie ist nur müde, weil sie Visionen durch die Zeit schicken musste.“
„Das klingt wirklich anstrengend. Die arme Kleine, pass bloß gut auf sie auf.“
„Jetzt, wo sie bei mir, ihrer rechtmäßigen Besitzerin ist, wird es ihr gut gehen.“
„Das Lied ist ebenfalls in den richtigen Händen – in unseren! Willst du mal hören, was wir schon haben?“
„Sie hat eine Sinneskrise. Sie weiß, dass sie schon vor langer Zeit hätte explodieren sollen.“
„Armes Ding. Dazu bestimmt, richtig durch die Decke zu gehen, aber nie in den Charts gelandet.“
„Das Paket wurde an Nestors Büro geschickt!“
„Dann hol es dir! Vielleicht ist es ein Liedpaket.“
Ihr Partner schaut voller Staunen auf die Kreide an seinen Händen.
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„Ich habe Geister gesehen. Habt ihr die auch gesehen?“
„Keine Geister! Aber … Das Lied ist lauter geworden, glaube ich. Irgendwas machst du also richtig.“ Sie hält inne und runzelt die Stirn. „Warte mal, warum zeigen die Geister sich uns nicht? Ziehst du sie irgendwie an?“
„Darüber sollten wir nachdenken.“
„Die Zwiesprache mit dem zerstörten Gebäude hat meine Seele zerstört.“
„Wie schön, dass ihr beiden euch näher kommt.“
„Ekstatisch.“
„Aber es wäre gut, wenn du herausfinden könntest, was es sagen will – wovon es zu singen versucht! Such weiter, es will dir sagen, was es weiß.“
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„Aber es wäre gut, wenn du herausfinden könntest, was es sagen will – wovon es zu singen versucht! Such…„Es wäre gut, wenn du herausfinden könntest, was er sagen will – wovon er zu singen versucht! Such weiter, er…„Es wäre gut, wenn du herausfinden könntest, was er sagen will – wovon er zu singen versucht! Such weiter, er…„Ein wirklich rätselhafter Tag. Bitte sieh dich weiter in diesem Ort um. Er will dir eindeutig etwas…„Ohne jeden Zweifel. Bitte sieh dich weiter in diesem Ort um. Er will dir eindeutig etwas mitteilen. Wir…
„Der Geist des Kommunismus spricht direkt zu mir.“
„Ach du liebe Güte.“
„Es wäre gut, wenn du herausfinden könntest, was er sagen will – wovon er zu singen versucht! Such weiter, er will dir sagen, was er weiß.“
„Der Tod kennt mich.“
„Wie prahlerisch und spannend von dir.“
„Es wäre gut, wenn du herausfinden könntest, was er sagen will – wovon er zu singen versucht! Such weiter, er will dir sagen, was er weiß.“
„Ich war selbst ein Geist, während ich zurückgestellt war.“
„Ich habe keine Ahnung, was das heißen soll.“ Er wendet sich an seine Partnerin: „Du?“
„Nicht die leiseste.“
„Ein wirklich rätselhafter Tag. Bitte sieh dich weiter in diesem Ort um. Er will dir eindeutig etwas mitteilen. Wir bleiben hier und malen weiter.“
„Ich weiß es nicht. Aber es besteht eine Verbindung zwischen den Geistern und dem Lied.“
„Eindeutig!“
„Ohne jeden Zweifel. Bitte sieh dich weiter in diesem Ort um. Er will dir eindeutig etwas mitteilen. Wir bleiben hier und malen weiter.“
„Ich habe eine Geistergeschichte für euch …“
Alternative Formulierung
„Ich möchte euch noch eine Geistergeschichte erzählen …“
„Leg los!“
Alternative Formulierung
„Krass, was noch?“
Alternative Formulierung
„Was ist diesmal passiert?“
Alternative Formulierung
„Schön, schön.“
Alternative Formulierung
„Ja?“
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„Ich habe gesehen, wie ein sehr zwielichtiger Mann einer jungen Frau ein Geschenk überreicht hat.“
„So was kommt vor.“
„Das stimmt. Zeichen der Zuneigung.“
„Das halten manche für Zuneigung.“
„Er meinte, es würde eine Listening-Party geben.“
„Sie hören unser Lied! Bitte finde heraus, welches es ist …“
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„Nein, das war etwas anderes. Ich glaube, er ist ein Spion und setzt sie für seine Pläne ein.“
„Was ist der Plan? Das Gebäude zeigt ihr einen Plan.“
„Ich habe sie gehört. Ich sage es immer wieder, das Gebäude will uns etwas sagen.“
„Ich werde herausfinden, was es ist.“
„Prima, viel Glück.“
„Sie hat das Paket in das Rohrpostsystem im Keller gelegt.“
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„Dann geh es suchen!“
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„Das befindet sich also im Keller? Wir dachten, es wäre eine Orgel. Wir haben versucht, darauf zu spielen.“
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„Das Gebäude wollte, dass du diesen Moment siehst. Es muss einen Grund dafür geben …“
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„Das Gebäude wollte, dass du diesen Moment siehst. Es muss einen Grund dafür geben …“
„Ich habe es versucht, aber es war zu schwer.“
„Sei nicht albern. Hier.“
Er streicht mit dem Finger über die Kreide, mit der sie ihre Mikrofone bestäubt haben, hebt die Hand und pustet.
Du spürst, wie der Kreidestaub auf dich niederrieselt.
„So ein bisschen Blödsinn sollte helfen.“
„Ja, das ist Nestors Büro.“
„Dann geh es suchen!“
„Ich habe gesehen, wie Nestor sich geweigert hat, vor dem Botschafter des Superblocs eine Rede zu halten.“
„Langweilig. Hm. Vielleicht sehen wir nur zufällige Ausschnitte des historischen Gedächtnisses und nichts davon hängt zusammen. Nur … architektonische Demenz.“
„Unmöglich. Das Lied ist zu strahlend, zu lebendig! Es hat etwas mit dem Superbloc zu tun …“
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„Ein Geist hat ein Paket durch das Rohrpostsystem geschickt.“
„Ich habe Nestor beim Scheißen beobachtet.“
„Nein!“ Mit wilder Aufregung im Blick dreht sie sich zu ihrem Partner um.
„Ich gehe nachher mit der Aufnahmeausrüstung runter. Aufnahmen solcher Tonproben könnten uns ein paar Stunden in einem richtigen Studio sichern.“
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„Nestor hat mit einem winzigen Soldaten namens Antoine gesprochen.“
„Ein schöner Name.“
„Das arme Ding hätte allerdings nichts sagen können, wenn er ihm nicht gefällt.“
„Nestor wollte mit dem Kommunismus brechen und hat sich über ein Lied beklagt.“
„Bestimmt über unser Lied. Wir werden es hier rausholen, damit er es nicht mehr belästigen kann.“
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„Er war ein beschissener Liberaler.“
„Das nennt sich Nestorismo oder so, ja? Alles ist einfach aber nichts ist gut.“
„Der Oberanführer hat ein paar gute Argumente vorgebracht.“
Deux hebt Daumen und Zeigefinger in die Luft und dreht einen imaginären Regler runter.
„Du wurdest stumm geschaltet.“
„Nestor der Herrliche hat eine Listening-Party“ abgesagt und einen Vertrag mit dem Superbloc erschossen.
„Unsere Leben hat er vielleicht ruiniert, aber vom Drama verstand er was.“
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„Schon wieder der Superbloc.“ Sie blickt hoch zur Decke. „Was willst du uns sagen?“
Das Gebäude antwortet nicht.
Von oben erklingt ganz klar der Klang einer Trommel. Etwas hat geantwortet.
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„Vergiss unsere Leben, er hat eindeutig die Party unseres Liedes ruiniert! Mistkerl. Keine Sorge, Lied, du wirst deine Chance bekommen.“
„Das reicht fürs Erste.“ (Zurück.)
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„Damit ergibt sich doch ein klares Bild! Der Botschafter des Superblocs kommt mit einem Lied nach Portofiro, Nestor weist beide zurück, ein Mann überreicht einer Frau ein Paket, das diese in die Röhren schickt …“
„Für mich ist da gar nichts klar, fürchte ich.“
„Nein … aber es gibt eine Geschichte und die beginnt mit dem Lied, das wir an dem Tag hätten hören sollen. Komm schon, Gebäude! Sing!“
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„Okay.“
„Da ist ein Mann im Heizkessel.“
„Ach ja! Vergiss den Kesselkerl. Ich wünsche ihm viel Glück.“
„Er wusste nichts über das Lied.“
Siehst du, wie konzentriert sie bei der Sache sind? Wenn du auch so wärst, müsste Melita nie den enttäuschten Tonfall auspacken.
„Er hat mir erzählt, dass in einem Fach in Nestors Büro etwas singt.“
„Und du bist nicht direkt los, um dem nachzugehen? Also bitte!“
„Ich würd dir ja helfen, aber ich muss hierbleiben und auf sie aufpassen, falls sie Opfergelüste entwickelt.“
Sie zuckt die Schultern und macht eine Geste, die man als Entschuldigung oder Geständnis verstehen könnte.
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Sie zuckt die Schultern und macht eine Geste, die man als Entschuldigung oder Geständnis verstehen könnte.„Erbsen rollen über die Straße. Also, irgendwas Neues zum Lied?“„Und alles, was ich hier rieche, ist …“ Er atmet tief ein „Dunkelheit. Also, irgendwas Neues zum Lied?“„Irgendwas Neues zum Lied?“
„Er wird hier drin zerquetscht werden, genau wie ihr.“
„Erbsen rollen über die Straße. Also, irgendwas Neues zum Lied?“
„Alle hier drin sind verrückt! Ich kehre zur Gastheorie zurück.“
„Das hätten wir doch gerochen.“
„Und alles, was ich hier rieche, ist …“ Er atmet tief ein „Dunkelheit. Also, irgendwas Neues zum Lied?“
„Warum habt ihr mir nichts von dem Mann im Heizkessel erzählt?“
„Schien nicht wichtig. Ist uns entfallen.“
„Trivial.“
„Irgendwas Neues zum Lied?“
„Ich habe oben eine Bombe gefunden.“
„Na dann bring sie her! Ich wette, die ist total wichtig für unsere Séance.“
Aufgeregt genug, um alle Gefahren zu ignorieren.
„Eine Bombe. Von der Sorte, die explodiert. Seht zu, dass ihr hier raus kommt.“
„Leute fliegen nicht in die Luft, wenn sie so kurz vor einer solchen Entdeckung stehen – das lässt die Welt nicht zu.“
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„Alles klar, ich bin gleich zurück.“
„Ja? Lass mich nur die Lautsprecher ausrichten …“
„Septimus meinte, er hätte 'ne miese Nummer für euch im Kino vorbereitet.“
„Oh, da bin ich mir sicher … Niemand ist mieser als er.“
Beklemmung.
„Er ist einer von den Echten. Dank ihm sind wir überhaupt auf diesen ganzen Eso-Kram gekommen. Er meint, seine Freundin könnte das mit ihrer Ausrüstung machen.“
„Aber wir gehen erst, wenn wir das Lied haben.“
Verzweigung
„Ich hab ein paar Fragen zu euch beiden.“
Alternative Formulierung
„Ich hab noch mehr Fragen zu euch.“
„Die können wir wahrscheinlich beantworten.“
Alternative Formulierung
„Das sind die besten. Frag los.“
„Ich bin auf der Suche nach Hausbesetzern. Seid ihr das?“
„Hier gibt es keine Hausbesetzer, nur uns.“
„Also seid ihr die Hausbesetzer.“
„Wir besetzen nichts, wir bespielen. Wir sind eine Band.“
„Wir sind ein Schmutzsynth-Duo. Ich bin Un, sie ist Deux. Zusammen sind wir Un, Deux.“
Verzweigung
Die Musiker, von denen Septimus geredet hat.
„Ihr solltet hier verschwinden. Es ist gefährlich.“
„Ich fürchte, das können wir nicht. Wir folgen dem Groove und der ist hier richtig laut.“
„Ich versuche, dieses Lied zu hören, aber ich schaffe es einfach nicht.“
„Hörblockade, das tut mir leid.“
„Du musst dich auf die Stimmung des Gebäudes einlassen. Sieh dich noch etwas um, versuch es weiter. Ich habe ein gutes Gefühl bei dir.“
Verzweigung
Du zeigst ihnen, dass das Gebäude gefährlich ist.
Du blickst hoch zur Decke und lässt deinen Blick über die Wände und die tragenden Säulen schweifen. Dir fällt ein Riss auf, der sich von der obersten Lampenhalterung bis zu deinem rechten Fuß zieht. Du könntest einfach …
Du tippst den Riss mit dem Fuß an.
Der Riss wird größer und weitet sich bis zu den Dachsparren. Seine Bewegung erinnert mehr an einen Faden in einem alten Pullover als an Beton. Die Hausbesetzer drehen mit identischen Bewegungen die Köpfe, um seinen Aufstieg zu beobachten.
Der Riss erreicht die Dachsparren und reißt ein Loch in die Decke. Frisch befreite Betonbrocken landen neben der Tür.
Verzweigung
Regentropfen fallen herein, um mit dem Staub zu tanzen.
„Das macht mir jetzt Angst.“
„Es tut mir leid. Dieses Gebäude wird jeden Augenblick einstürzen.“
„Das ist ein vor sich hin verfallendes Drecksloch, aber das war es schon mein Leben lang. Man kann sich kaum vorstellen, dass das alte Hauptquartier der Kommunisten etwas so radikales wie einen Einsturz plant.“
DANN MUSS ES FALLEN. NICHTS, WAS NICHT ZU RADIKALITÄT FÄHIG IST, VERDIENT ES, ALS KOMMUNISTISCH BEZEICHNET ZU WERDEN. DAS WAR IMMER DAS KREDO DER PARTEI.
„Genau deshalb muss es einstürzen, es ist sich selbst nicht mehr treu.“
UND GEISTER GEHÖREN ZUR BOURGEOISIE.
„Das ist es nicht. Aber warum macht der Gedanke, es zu verlieren, mich so … traurig?“
„Weil es singt.“
„Ohne diesen Ort wird auch Portofiro nicht mehr dieselbe Stadt sein. Vielleicht geht es im Lied darum. Oder vielleicht sollte es in unserem Lied darum gehen.“
Dieses Gebäude erinnert an das Versagen, aber auch an die Möglichkeit, es überhaupt zu versuchen.
„Es wird Zeit, von hier zu verschwinden.“
Verzweigung
„Es wird Zeit, von hier zu verschwinden.“„Das hängt davon ab, was sie stattdessen hier bauen.“„Hier drin ist ganz bestimmt etwas, aber ich glaube eher, dass es Engel sind.“„Und hätten sie Waffen, hätten sie kein Ziel für ihren Angriff. Eine wunderbar miese Idee.“„Gut gesagt. Wenn wir das Lied des Hauptquartiers aufnehmen, wird es darin darum gehen, etwas Neues zu…
„Aber wir sind schon so weit mit unserem Lied … Lass uns nur einmal spielen. Ich will, dass das Gebäude es hört.“
„Eure Lautsprecher werden das Gebäude zum Einsturz bringen.“
„Tja, jetzt kann ich nicht mehr widerstehen, fürchte ich. Hau rein, Deux.“
„Also gut, aber nur einmal.“
„Ja!“
„Es ist ein großer Fehler, genau wie ich. Ohne es werdet ihr alle besser dran sein.“
„Das hängt davon ab, was sie stattdessen hier bauen.“
„Behaltet die Trümmer im Auge. Vielleicht wurden Dämonen in die Wände gebannt.“
„Hier drin ist ganz bestimmt etwas, aber ich glaube eher, dass es Engel sind.“
„Euer Lied sollte ein Schlachtruf sein. Bewaffnet die Leute – rächt diesen Ort.“
„Ein Schlachtruf für waffenlose Truppen.“
„Und hätten sie Waffen, hätten sie kein Ziel für ihren Angriff. Eine wunderbar miese Idee.“
„Nostalgie lässt einen manchmal vergessen, dass eine Lücke Chancen mit sich bringt.“
„Gut gesagt. Wenn wir das Lied des Hauptquartiers aufnehmen, wird es darin darum gehen, etwas Neues zu erschaffen, nicht darum, etwas Altes zu betrauern.“
„Ihr seid einfach daran gewöhnt, dass es hier steht. Ihr werdet euch daran gewöhnen, wenn es das nicht mehr tut.“
„Ich bin froh, dass wir hier waren und sein Lied hören konnten.“
„Es beleidigt die Augen.“
„Das tut mir leid. Für deine Augen, meine ich. Ich glaube, die Schönheit dieses Ortes nicht sehen zu können, ist, als könnte man die Schönheit einer Wüste oder eines wolkenverhangenen Himmels nicht sehen.“
„Raus hier. Schnell, bevor ihr sterbt.“
Verzweigung
Mondlicht linst herein, um zu sehen, was ihr treibt.
Verzweigung
Du erblickst durch einen Betonrahmen den Himmel. Graue Zähne in einem grauen Schlund.
Verzweigung
Zähl einfach weiter zerquetschte Dinge auf. Irgendwann werden sie es kapieren.
Verzweigung
„Ihr werdet zerquetscht. Knochen-Smoothies.“
„Ich glaub, Knochen-Smoothie ist ein Griefcore-DJ.“
Verzweigung
„Habt ihr schon mal ein Eichhörnchen gesehen, das Bekanntschaft mit dem Reifen eines Tuk-Tuks gemacht hat?“
„Nein. Aber wir haben eine Zeichnung eines von Wildschweinen zertrampelten Eichhörnchens als Coverbild für unser erstes Album verwendet. In der Vorschule, glaube ich.“
„Die blutigen Spuren der Schweine hörten nach ein paar Metern einfach auf. Wir konnten das Rätsel nie lösen.“
„Unlösbar.“
„Die Decke wird geplättete Garnelen aus euren Gesichtern machen.“
„Red nicht von Essen, während wir uns der Kunst widmen wollen.“
„Bitte verschwindet.“
„Nein.“
Dieses Gebäude wird sie unter sich begraben. Sie werden zerquetscht. Erzähl ihnen, wie sehr sie zerquetscht werden.
„Ihr werdet nur noch zweidimensional sein.“
„Fantastisch. Denk mal an all die Tanzschritte, die wir dann einüben könnten.“
Verzweigung
„Wir sehen uns, Leute.“ [Du gehst.]
Verzweigung
„Wiedersehen! Und danke. Wir fügen eine Zeile darüber ein, wie großartig du bist. Versprochen.“
„Fest versprochen.“ Er malt mit Kreide ein Kreuz über sein Herz.
Verzweigung
Ende dieses Zweigs
„Fest versprochen.“ Er malt mit Kreide ein Kreuz über sein Herz.„Hoffentlich denkt sie an uns, wenn sie explodiert.“„Tschüss!“„Versuch mal, auf der Treppe da drüben danach zu horchen – dort haben wir es am deutlichsten gehört.“„Utz utz utz … Gleich hab ich's …“„Pass auf, dass du nicht zu laut auftrittst, ja?“„Möge die Flasche dir Glück bringen.“„Tschüss, meine Liebe! Vielen Dank!“„Tschau.“
Verzweigung
„Tschüss! Viel Spaß mit deiner Bombe.“
„Hoffentlich denkt sie an uns, wenn sie explodiert.“
„Tschüss!“
„Ich komme wieder.“ [Du gehst.]
Verzweigung
„Versuch mal, auf der Treppe da drüben danach zu horchen – dort haben wir es am deutlichsten gehört.“
Verzweigung
„Utz utz utz … Gleich hab ich's …“
„Pass auf, dass du nicht zu laut auftrittst, ja?“
„Ein Rätsel klingt nach mehr Spaß, als begraben zu werden.“
„Ganz genau. Sieh dich um, erkunde den Ort. Dann wirst du es auch hören.“
„Zu einem anderen Thema …“ (Du wechselst das Thema.)
„Immer doch.“
Verzweigung
Verzweigung
Verzweigung
„Wie läuft es mit eurer Version des Kulturpalast-Liedes?“
„Toll! Wir sind fast fertig.“
Verzweigung
„Wir feilen noch etwas am neuen Text. Vor allem an der Zeile darüber, wie großartig du bist. Die haben wir nicht vergessen.“
„Vielleicht hörst du es schon bald im Radio.“
Verzweigung
„Wir feilen noch etwas am neuen Text.“
„Was habt ihr jetzt vor?“
„Ich schätze, wir werden eine Weile hier bleiben und die Aussicht genießen.“
Alternative Formulierung
„Ich schätze, wir werden eine Weile hier bleiben und den Regen genießen.“
Alternative Formulierung
„Ich schätze, wir werden eine Weile hier bleiben. Der Wind klingt hier oben wunderschön.“
Alternative Formulierung
„Ich schätze, wir werden eine Weile hier bleiben und den Himmel genießen. Hier draußen sind die Sterne besser zu sehen.“
„Aber danach? Das wissen wir nicht.“
Ein Geschoss fliegt über den Himmel und schreit bei seiner Ankunft. Sie nehmen ein letztes Mal ihre Instrumente zur Hand.
Verzweigung
„Ich habe herausgefunden, dass euer geheimnisvolles Lied ein alter Popsong aus Kohila ist – 'Superbloc, Baby!'.“
„Cool! Aber unser Cover wird besser sein.“
„Viel besser. Sobald wir mit unserem Flaschenstreich fertig sind.“
Verzweigung
„Habt ihr vor mir jemanden hier rausrennen sehen?“
„Haben wir. Eine Dame mit einem schlimmen Sonnenbrand und einem Kopftuch.“
Verzweigung
Die Metalldiebin.
Das ist so peinlich, Gäng. Sie hat uns abgezogen wie Kupfer!
Verzweigung
„Sie war auf der Flucht. Schien gekratzt worden zu sein. Von dir?“
„Sie hatte es verdient.“
„Daran habe ich nie gezweifelt, meine Liebe.“
Alternative Formulierung
„Du hättest sie der süßen kleinen Bombe überlassen sollen.“
Verzweigung
„Ja. Ich bin eine Mischung aus Mensch und Vogel.“
„Das haben wir gesehen, die Krallenarbeit war fantastisch. Professionell. Un?“
„Unbestreitbar ein bestialisches Motiv, wie Deux sagen würde. Gut gemacht.“
„Ich würde niemals jemanden kratzen.“ (Du lügst.)
„Keine Sorge, deine Neigungen sind bei uns sicher.“
Alternative Formulierung
„Du hättest sie der lieben kleinen Bombe überlassen sollen.“
„Sie war auf der Flucht.“
Verzweigung
„Tschau, Leute.“ [Du gehst.]
Verzweigung
„Möge die Flasche dir Glück bringen.“
Verzweigung
„Tschüss, meine Liebe! Vielen Dank!“
„Tschau.“
Verzweigung
„Hi!“
Verzweigung
„Hallo noch mal.“
Sie hält eine Bierflasche mit losem Griff über die Leere. Lässt los. Beobachtet den Fall.
Eine Opfergabe. Besser als eine Taube.
„Hallöchen.“
Die Musiker heben grüßend ihr Bier in deine Richtung. Unter ihnen ächzt das Gerüst. Ein Ruf der Schwerkraft.
Alternative Formulierung
Die Musiker heben grüßend ihr Bier in deine Richtung. Regen trommelt gegen das Gerüst unter ihnen und dringt in seine rostigen Poren.
Alternative Formulierung
Die Musiker heben grüßend ihr Bier in deine Richtung. Unter ihnen ächzt das Gerüst und schwankt im Wind.
Alternative Formulierung
Die Musiker heben grüßend ihr Bier in deine Richtung. Das Silo unter ihnen scheint weiter hinab zu reichen als der Nachthimmel über ihnen hinauf.
Verzweigung
Der Geruch von Blut.
Diese Leute sind menschliche Wünschelruten, mit denen sich lebensgefährliche Architektur aufspüren lässt.
Sie wurden in den Verfall hinein geboren und werden immer von ihm angezogen.
Verzweigung
„Hallo! Wie geht es der lieben kleinen Bombe?“
„Noch wurde niemand verstümmelt aber ich glaube, sie schlägt sich gut.“
„Armes Ding. Keine Sorge, Bombe! Du bist in guten Händen.“
Gute Hände hätten bereits einen Nutzen für sie gefunden.
Deux kippt ihr Bier hinunter und wirft die Flasche in hohem Bogen in den zylindrischen Abgrund unter sich.
Einige Sekunden später erklingt der Aufprall.
Fünf Sekunden von Loslassen bis Aufprall. Der Boden des Silos befindet sich etwa achtzig Meter unterhalb.
„Schön, dich wiederzusehen.“
„Frag sie doch selbst.“ (Du zeigst die Bombe vor.)
„Hallo! Siehst du sie, Deux?“
„Ich sehe sie, Un. Sie sieht gut aus. Gut siehst du aus, Bombe!“
Die Zeiger des Oszilloskops zucken, als sie ihre Stimmen erkennt.
Sie wedelt mit dem Schwanz.
„Weiß ich nicht so genau.“
„Ich werde mich trotzdem mit dem Gedanken beruhigen, dass es ihr gut geht.“
„Hallo!“
Verzweigung
Verzweigung
Verzweigung
„Etwas ist anders. Kannst du es hören?“
„Es hat sich bewegt. Der Text erscheint mir jetzt viel klarer.“
Verzweigung
„Hey, da bist du ja wieder.“
Verzweigung
„War das eine Knarre? Warum hast du eine Knarre?“
Er klingt belustigt, als wären Schusswaffen auf irgendeiner Ebene witzig.
„Bitte 'eröffne das Feuer' nicht noch mal – du könntest das Lied verscheuchen.“
„Tut mir leid, ich musste einen Geist erschießen. Seht ihr hier Geister?“
Verzweigung
„Tut mir leid, ich musste einen Geist erschießen.“
„Hat es geklappt?“
„Aber … Geister sind doch schon tot?“
Nicht tot genug.
Verzweigung
„Es war eine symbolische Geste.“
„Hoffentlich hast du niemanden verärgert.“
„Das war Nestor – er ist noch irgendwo am Leben.“
„Ein lebender Geist, cool. Wie die Stimme eines toten Musikers im Radio.“
Oder in den Wänden.
„Er hat zuerst auf mich geschossen. Zum Glück nur mit Geisterkugeln.“
„Pass auf. Nach allem, was wir wissen, könnten die Verletzungen düsterer sein.“
„Keine Sorge deswegen.“
„Interessant.“
„Konntest du herausfinden, woher das Lied kommt?“
Verzweigung
„Ich dachte, ich hätte eine Ratte gesehen.“ (Du lügst.)
„Wenn du alle Ratten hier drin abknallen möchtest, werden dir schnell die Kugeln ausgehen.“ Sie runzelt die Stirn. „Es sei denn … wie viele Kugeln hast du? Nein, warte, ist mir egal.“
„Die nächsten sind für euch, wenn ihr nicht von hier verschwindet.“
„Ich fände es gar nicht schlecht, für meine Musik zu sterben. Das wär irgendwie … erotisch.“
„Wenn du tot bist, kannst du nicht mehr tanzen. Aber sie wird uns nicht erschießen. Konntest du herausfinden, woher das Lied kommt?“
Verzweigung
„Hallöchen!“ Das Wort erklingt in einem seltsamen Flüstern. „Gib uns einen Moment – und pass auf, dass du nicht auf unseren Zauberkram trittst.“
Du siehst nach unten und entdeckst Kreideformen, brennendes Räucherwerk und Kerzen. Und eine Gitarre, um deren Hals eine Kette mit Gebetsperlen geschlungen wurde.
Schau dir mal die Aufnahmetechnik an – die ist von Spitzenmarken, schickes Zeug.
„Nette Aufnahmetechnik.“
„Alles nur billige Fälschungen – und jetzt Ruhe bitte.“
Die Frau bewegt stumm ihre Lippen und bewegt ihre Finger in einem Rhythmus, den du nicht hören kannst. Abrupt hört sie auf.
„Aaah, ich hab den Bass wieder verloren. Diesmal hatte ich ihn fast!“
„Wir kommen der Sache näher.“ Er wendet sich zu dir um. „Hörst du das? Hier ist ein Lied.“
Er betont das Wort 'Lied' mit einem Zappeln seiner Fingerspitzen.
Du lauschst.
Du hältst den Atem an und schließt die Augen.
Dunkler Feuerschein und digitales Flackern tanzen vor deinem inneren Auge. In deiner Brust lässt eine Trommel verirrtes Metall erzittern – ein tiefer Bass, der an den Strängen des Brustmuskels zupft.
„Und?“
„Wir haben jeden Fleck der Etagen über und unter uns nach Lautsprechern abgesucht – nichts. Keine Quelle. Das hier ist eine Art musikalischer Poltergeist.“
Verzweigung
Das sind nur die alten Rohre.
Es muss eine logische Erklärung geben. Irgendetwas hier drin spielt die Musik ab.
„Wir versuchen, ihn hervorzulocken. Deshalb der Kreidekreis und der Firlefanz mit dem Räucherwerk.“
„Wir probieren jede okkulte Praxis. Er wollte mich keine Taube opfern lassen.“
Ganz schwach ist aus dem Gebälk ein empörtes Gurren zu hören.
„Sie hat versucht, eine Taube zu opfern.“
„Ich höre es.“
Dein eigener Atem. Laut und ungleichmäßig in deinen Ohren.
„Nein, nichts.“
„Es ist da. Du musst nur den Groove finden.“
Das könnte schwierig werden. Auf körperlicher Ebene hattest du schon immer Probleme damit, den Groove zu finden.
„Was für ein Lied?“
„Es spielt hier drin ununterbrochen. Leise, irre, seltsam … psst … hör zu …“
Selbst ihre Flüsterstimme hallt durch den höhlenartigen leeren Raum. Du lauschst der Stille, die sie hinterlässt.
„Bumm, bumm, bumm – ist das dein Herzschlag oder ein Bass? Die Unterscheidung fällt schwer, aber etwas hallt in deinem Körper wieder, eine Schwingung, die tief aus den Wänden dringt.
Du hörst überhaupt nichts.
„Moment mal, ja – Ich dachte beim Hereinkommen, ich hätte eine Trommel gehört.“
„Ja! Gut, du bist aufnahmefähig. Aber es ist nicht nur eine Trommel, sondern ein ganzes Lied.“
„Packt euer komisches Zeug zusammen und verschwindet von hier.“
„Nein!“, singt er und klatscht in die Hände. „Wir müssen dieses Lied aufnehmen. Jetzt sei nicht so aufmüpfig und hör hin.“
„Kann ich bei dem Zauberkram mitmachen?“
„Der Enthusiasmus ist lobenswert aber bitte – psst …“
Du beobachtest die beiden.
„Dieses Gebäude wird jeden Augenblick einstürzen.“
„Ist das nicht toll? Aber bitte, psst …“
Ihre gesamte Tonausrüstung besteht aus billigen Fälschungen. Überall finden sich gespiegelte Logos und verdrehte Zahlen.
„Mich könnt ihr nicht täuschen, eure Ausrüstung ist gefälscht.“
„Komisch, sich bei so einem Anblick auf so etwas zu konzentrieren. Und jetzt Ruhe bitte.“