Verzweigung
Das Klappern von Tellern erinnert dich an dein erstes Treffen mit Eszti. Sie wartet in der Ecke eines Restaurants auf dich, das sich in der verfallenen Hülle der ehemaligen Kantine der Essilk-Arbeiter befindet.
Blauer Mantel, schwarze Schuhe. Genau wie es dir gesagt wurde. Sie sticht mit einer Plastikgabel in den Salat und ist tief in Gedanken versunken.
Ein Kater massiert deinen Schädel. Das Geräusch eines Mixers lässt deine Augen jucken.
„ESTOC.“ (Du setzt dich.)
„CASCADE“.
„Ich bin dein neuer Chef.“
„Das ist mir klar. Deshalb treffen wir uns ja.“
„Das ist ein neues Restaurant. Säfte, gesunde Optionen. Teil einer stadtweiten Initiative, um den Ort auf Vordermann zu bringen.“
„Das soll neu sein? Scheiße, sieht echt mies aus.“ (Du zeigst auf das Dach.)
„Das sind die Ruinen von Essilk, der alten Färberei. Sie sieht nicht „beschissen“ aus, sie ist abgebrannt.“
„Achte auf deinen Ton. Du musst mich nicht mögen, du musst mir nur zuhören.“
„Mal sehen.“
Die Stimme war stark. Gut. Ignoriere das Ziehen in deinem Magen.
Du bist gegangen, ohne was zu bestellen.
Verzweigung
Ende dieses Zweigs
„Cool. Ein cooler Arbeitsplatz. Hoffentlich behandeln sie dich gut.“
„Ich arbeite nicht hier. Ich bin eine Beamtin der Regierung von Portofiro, angeblich als Verbindungsperson zu EMTERR. Du hast die Akte nicht gelesen.“
Nicht jetzt. (Du verdrängst die Erinnerung.)
Der Geschmack von fünf Jahre altem Tequila Soda bleibt dir im Mund.