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„Ich warte, CASCADE. Die Backpfeifen werden kalt.“

Zeilen 1.974
Gesprächsbeginn

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„Ich warte, CASCADE. Die Backpfeifen werden kalt.“

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5
„Diese Karolina lädt mich auf Getränke ein. Sie wirkt ziemlich cool.“

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8
„Gefällt es dir, mit dem neuen Trupp zu arbeiten?“
„Ich kenne keinen dieser Clowns, Hersh. Und solange ich Vize-Anführerin bin, ist es mir egal, wer mitkommt.“

Verzweigung

11
„Es sind aber alle Zutaten für eine komische Truppe zusammen. Ein paar Deppen von der Sorte, die in Schließfächer eingesperrt wird.“
„Bitte sei nett zu ihnen.“
„Ich sperre niemanden ein.“ Sie atmet dunklen Rauch aus.

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„Willkommen in der Welt der Spionage.“
„Ich bin froh, hier zu sein.“ Sie atmet dunklen Rauch aus.
„Im Moment sind allerdings nur du und ich hier. Du solltest den Anmeldebogen überarbeiten.“
„Wie gefällt dir der Beschlagene Spiegel? Tempo und ich waren oft hier.“

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„Nein … das passt schon. Schlafende Arschlöcher soll man nicht wecken.“

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„Ne. Ich glaube, ich verstehe ihn so langsam. Zumindest seine Umrisse.“

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31
„Ja. Was hielt er eigentlich von L-Pop?“

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„Das wird gewaltig, Hersh. Leg dein Geld an. Eine kulturelle Bazooka, die auf die ganze beschissene Welt gerichtet ist.“
„Find's cool. Neues Spielzeug.“
„Scharf und glänzend. Er fand das glaube ich auch cool. Er hatte eine riesige Disc-Sammlung. Die hat er sich von den Lieferungen abgezwackt, Petre ist fast wahnsinnig geworden deswegen.“
„Aber eigentlich fand Petre es gar nicht so schlimm, glaube ich.“
PersonalismusSW 12
Diese kleinen Streitereien waren sein Tageshighlight.
„Ich werde L-Pop immer cool finden. Das ist der Soundtrack für … all das.“

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40
„Er wusste, dass das eine große Sache werden würde. Er könnte die Strömungen in Leuten sehen.“
„Ja … das sollte ich üben. Mich weniger auf die Lieder selbst konzentrieren, sondern darauf, was sie tun. Ich habe versucht, mit V darüber zu sprechen, aber über diesen Aspekt wollte sie nie reden.“
„Ihn hat weniger die Musik interessiert und mehr das, was sie über die Kultur aussagte.“
„Und wie er sie verkaufen konnte.“ Sie nickt. „Ich muss auch mehr so werden, wenn ich den Basar führen will … weiß der Geier, wie ich sonst Geld verdienen soll.“
AufzeichnungenSW 12
TEMPO DEL SUR: Mir ist da in Cicatriz F etwas zu Ohren gekommen. Das hat Bilder hervorgerufen, Hersh. Wenn dieses Ding einschlägt … neue Weltordnung.

Verzweigung

46
„Ich frage mich … was glaubst du hätte er von Marco gehalten?“

Verzweigung

48
„Von wem?“
„Er würde gar nichts von ihm halten. Nicht mal an ihn denken. Anatomisch unbedeutend.“
„Ja. Das dachte ich mir. Ich frage mich, ob ich jemanden finde, mit dem es was wird. So.“

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52
„Tempo war ein ziemlicher Power-Bottom, also …“
„Hersh. Manchmal lässt du dich echt hängen. Der Verstand ist so eine kranke Sache.“
„Vermisst du ihn?“
„Egal, ich werde ihn besuchen, wenn wir zurückkommen. Vielleicht. Wir haben jetzt größere Sorgen.“
PersonalismusSW 12
Sie lösen sich bereits voneinander.
„Manchmal habe ich das Gefühl, ich sollte. Ihn vermissen. Aber das tue ich nicht, nicht wirklich.“ Sie zieht eine Grimasse. „Vielleicht muss ich ihn nur wiedersehen.“
SensorenSW 12
Marco liegt mehrere Kilometer unterhalb von Tempos Wahrnehmungsbereich.

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60
„Was hielt er eigentlich von dem Trupp?“

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„Ich will ehrlich sein. In der echten Welt würde ich einige dieser Arschlöcher keines zweites Blickes würdigen, Hersh. Aber irgendwie sind die Deppen mir ans Herz gewachsen. Ich glaube, wir können dich stolz machen.“
„Wir alle waren Freunde. Zumindest das weiß ich.“
„Ich lerne gerade, wie wichtig das ist.“
„Dann lass uns loslegen, CASCADE. Ein neuer Trupp, genau wie der alte. Alles wird vergeben sein.“

Verzweigung

67
„Wenn Tempo dabei war, war er dabei.“
„Ich bin auch dabei. Bei dir, egal, was kommt.“
„Er hat sie ziemlich viel angeflucht.“
„Das hat er bestimmt nett gemeint.“
DoppelgängSW 12
Niemand war loyaler als er – der Truppe gegenüber, weniger den Leuten. Durch und durch Gäng.

Verzweigung

73
„Das ist jetzt komisch, aber … was glaubst, was er … von mir halten würde?“
InstinkteSW 13
Nützlich. Versteck. Stolz.
„Er hat dir ganz offensichtlich vertraut. Genug, um zu dir zu werden.“
„Ich glaube, er hatte einfach keine andere Wahl mehr.“
„Nein, ich glaube, er mochte dich.“
„Na gut, wenn du das sagst.“ Sie nickt und ringt ein Lächeln nieder.
„Was ist mit meiner Kleidung? Wie würde er … Vielleicht würde ich mich mehr wie ich selbst fühlen, wenn ich mich entsprechend kleiden würde.“

Verzweigung

81
„Siehst du diesen Mantel? Absolut lächerlich. Arschlöcher lieben so was. Spiel eine Rolle, sein ein Charakter und sie werden niemals merken, was du nebenher noch so treibst.“
„Für ihn war jedes Kleidungsstück Teil einer Verkleidung. Er dachte, man könnte sich an Leuten vorbeischleichen, indem man auffällt.“
„Das klingt … falsch. Aber auch spaßig. Scheiß drauf. Vielleicht versuche ich das mal.“

Verzweigung

85
„Er war ziemlich … prahlerisch. Eine aggressiv gekleidete Person.“
„'Aggressiv gekleidet' klingt, als wäre er ein Panzer gewesen. Gefällt mir. Ich schaue mal, was ich tun kann.“
„Er war wirklich ein Fan von Leder. Hast du welches?“
„Leder … also ein bisschen anzüglich, ja? Ich schaue mal, was ich tun kann.“
„Er würde deinen Geschmack in Sachen Zigaretten loben und ihn dir in Sachen Männern absprechen.“
„Klingt fair, es gibt nichts hinzuzufügen.“
„Ich weiß es nicht. Du bist jetzt er, also liegt das ganz bei dir.“
„Ja … das ist komisch. Trotzdem danke.“
„Ist grad schlecht.“ Sie schüttelt den Kopf und ihre kunterbunten Haare wirbeln vor ihren zweifarbigen Augen herum.

Verzweigung

95
„Der Ort kam mir die ganze Zeit irgendwie bekannt vor.“ Sie schüttelt sich. „Aber ich war mir nicht sicher, ob das Tempos Erinnerungen sind, oder ob ich mich einfach an dunklen, tristen Orten wohlfühle.“
„Was glaubst du, würde er jetzt tun?“
NervenstärkeSW 12
Er würde sich die teuersten Tropfen ansehen und sie herausfordern.
InstinkteSW 13
Er würde Pläne schmiede. Sich über tote Minister und 'internationale Scharaden' auslassen. Er wäre wieder im Spiel.
„Du musst nicht Tempo sein, weißt du?“
„Sag es mir einfach, Hersh.“
„Er würde Sprudelwasser trinken und sich wünschen, dass er das nicht tut.“
„Dann sollte ich mich vielleicht von Alkohol fernhalten. Es ist schon schlimm genug, diese Dinger nicht weglegen zu können.“ Sie hält die schwarze Zigarette hoch.
„Du solltest mir irgendwann mehr über ihn erzählen … vielleicht würde ich mich hier dann mehr zuhause fühlen.“
Cold ReadingSW 12
Sie spricht von sich selbst. In ihrem eigenen Geist.

Verzweigung

106
„Er würde den bevorstehenden Tod des Lich schon mal feiern und sich überlegen, was er danach angeht.“
„Klingt gar nicht so schlecht.“ Sie lächelt. „Immer neue verrückte Pläne aushecken, bis einer davon mich richtig fertig macht.“
„Willst du noch etwas über Tempo reden?“
„Wir treffen uns auf dem Pitol-Trakt. Bitte hol V her.“ (Du leitest den Handel ein.)
„Ein guter Treffpunkt. Gut.“ Sie nickt einmal. „Bist du dir bei dieser Sache sicher, Hersh?“
„Alles ist bereits angelaufen.“
„Das dachte ich mir.“
PersonalismusSW 10
'Gedacht' hat sie es vielleicht, aber mit den Fingerspitzen hat sie gerade noch etwas anderes erhascht. Das ist jetzt weg. Fast konntest du hören, wie es verschwunden ist.
„Soll ich mitkommen?“
SchattenspielSW 9
Soll sie nicht. Emotionale Schwachstellen werden zu Schwachstellen des Auftrags.
„Nein. Sag ihr einfach, dass ich sie in die Ostrepublik verabschieden werde.“
„Alles klar. Das ist ja nicht schwer. Kriege ich hin.“ Sie nickt erneut.
Cold ReadingSW 9
Der Gedanke allein bringt sie um. Du hast sie da hineinbefördert – du allein musst es durchziehen.
„Dann geh ich sie mal holen. Mich verabschieden oder so.“
Sie rührt keinen Muskel.

Verzweigung

122
Du wartest.
In der Stille fällt dir auf, dass kein Klavierspiel mehr aus Ultra Violetas Zimmer zu hören ist.
AufzeichnungenSW 9
Eigentlich hörst du es schon nicht mehr, seit du hergekommen bist.

Verzweigung

126
Du wartest noch etwas länger.
Eine Werbeanzeige flattert an der Ecke des Fensters vorbei. Unten auf der Straße lacht jemand.
Du wartest noch ein kleines bisschen länger.
„Junge, ich bin nicht mal sicher, ob Tempo das wirklich tun würde. Vielleicht versuche ich nur, mir das einzureden, damit es nicht so weh tut.“
InstinkteSW 9
Bau etwas Druck auf. Bring es hinter dich.

Verzweigung

132
„Versuch weiter, dir das einzureden. Es wird dich überraschen, wie wahr es dadurch wird.“
„Okay, ich kann es versuchen. Ich werde es versuchen.“
Cold ReadingSW 10
Die Stille zwischen euch wiegt so schwer, dass sie ein eigenes Gravitationsfeld entwickelt.
„Yana. Legen wir los.“
„Ich habe dich vorhin schon gehört, hetz mich nicht so, verdammt.“
Ihr Blick geht deinem aus dem Weg, als sie von ihrem Sitzplatz rutscht.

Verzweigung

139

Ende dieses Zweigs

„Yana, konzentrier dich. Legen wir los.“ (Du erzwingst den Handel.)
„Tempo würde das tun. Also kann ich das auch“, flüstert sie sich selbst gebetsartig zu. „Das ist nichts. Überhaupt nichts. Ich habe das bereits getan.“
„Das fühlt sich falsch an. Wir sollten einen anderen Weg finden.“ (Du gibst nach.)
„Okay. Ich bin mit allem Einverstanden.“ Sie lässt den Atem entfahren, den sie angehalten hatte.
StaatsmachtSW 10
MITGEFÜHL IST BOURGEOIS, NUR EIN GEDANKENEXPERIMENT FÜR DIE MITTELSCHICHT.

Verzweigung

145
„Wenn du willst. Dadurch wird es vielleicht glaubwürdiger.“
„Ich schätze, du packst das schon. Ich wäre wahrscheinlich nur im Weg.“ Sie nickt noch einmal.
„Ich glaube nicht, dass du das Zeug dazu hast.“
„Okay, Hersh. Wahrscheinlich hast du recht.“ Sie nickt erneut.
„Ich hatte dich gebeten, V herzuholen.“
„Schon klar, ich bin nicht blöd. Ich habe damit gerechnet. Ich wollte nur … sichergehen.“
„Hier. Für V.“ (Du gibst ihr die Ausreisepapiere und schaffst Ultra Violeta hier raus.)

Verzweigung

153
„Ich dachte, du wolltest sie an die andere Seite des Ozeans verkaufen?“
„Ich habe es mir anders überlegt. So läuft das Spionagehandwerk manchmal.“
„Ganz wie du willst.“ Ihre Raucherhand zuckt.
Cold ReadingSW 9
Aber ihr ganzer Körper zittert vor Erleichterung.
„Danke, Hersh. Die sehen echt aus.“
„Verlier sie nicht.“
„Werde ich nicht. Ganz bestimmt nicht.“
Sie grinst. Plötzlich kommt ihr Gesicht dir unbeschwerter vor. Sie wirkt wieder jung.
„Du schuldest mir 2.000.000 Sol.“
„… So viel Geld habe ich nicht.“
„Mir fiele da eine gewisse unglaublich beliebte Popsängerin ein, die vermutlich ziemlich flüssig ist.“
„Ich frage sie mal, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass sie aktuell nur ein beschissenes Keyboard besitzt …“
„Dann musst du jetzt auf der Stelle Kommunistin werden. Das ist der einzige Weg.“
„Äh … Okay. Klar. Für die Revolution des Volkes, oder wie das heißt.“
StaatsmachtSW 9
WUNDERBARER ZUG. EIN WEITERER JUNGER GEIST WURDE BEKEHRT.
„Das war ein Scherz. Eigentlich schulden wir der Welt etwas, weil wir ihr Ultra Violeta wegnehmen.“
„Das zahle ich nicht zurück. Die Welt kann mich mal.“
SensorenSW 9
Aber ihre Stimme zittert vor Erleichterung.
„Vergiss den Handel. Nimm die und geh.“ (Du gibst ihr die Ausreisepapiere und schaffst Ultra Violeta hier raus.)
„Der luzianische Gefangene hat was von Ausreisepapieren gesagt?“

Alternative Formulierung

„Dante hat was von Ausreisepapieren gesagt?“
„Und?“ Rauch wabert um ihr Gesicht.
„Und ich wollte sie für ihn besorgen.“
„Du bist so ein beschissener Softie, Hersh.“
„Ich klopfe nur verschiedene Optionen ab.“
„Reno hat definitiv welche angefertigt … Tempo muss sie irgendwo auf dem Basar versteckt haben.“
„Wahrscheinlich an dem Ort, an dem man Tempo am wenigstens erwarten würde. Das Büro kannst du dir sparen. Da sind sie auf keinen Fall und falls sie da waren, sind sie jetzt in Besitz des Weinenden Auges.“
„Auf dem Basar. Nicht im Büro. Alles klar.“
„Und sag diesem Arschloch von Gruftwächter, dass er mir die Fotze lecken kann.“

Alternative Formulierung

„Und sag Dante, dass er mir die Fotze lecken kann.“

Verzweigung

182
„Nein. Ich fühle mich gerade ehrbar.“
„Hast du eine Idee, wo sie sein könnten?“
„Guter Einwand.“ (Zurück.)
„Das dachte ich mir auch.“
„V hat was von Ausreisepapieren gesagt?“
„Ja. Tempo wollte sie von seinem Freund Reno anfertigen lassen, dem Delfin-Arsch mit den Telefonen. Er hat ihn eine Weile gefickt.“

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Verzweigung

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„Tempo hatte einen Freund. Süß.“
„Sie haben gemeinsam ein paar zwielichtige Geschäfte betrieben. Gefälschte Ausreisepapiere, ein bisschen Zuhälterei.“
„Ich habe keine Ahnung, ob das Ficken den zwielichtigen Geschäften vorausging oder ob die zwielichtigen Geschäfte ganz natürlich zum Ficken geführt haben.“
„Hat Reno Vs Ausreisepapiere noch?“
„Ich bezweifle, dass er jemals von ihnen gehört hat. Es kann sein, dass Tempo V nur hinhalten wollte. Wer weiß.“

Verzweigung

197
SchattenspielSW 6
Operantin, das ist eine Gelegenheit, den großen Lich zu erwischen, die sich nur einmal alle paar Äonen bietet. Wenn du dir die entgehen lässt, kann niemand sagen, wie weit dich das zurückwirft.
PersonalismusSW 12
Lass sie gehen. Warum sollte sie ihre zweite Chance für deine opfern?

Verzweigung

200
„Wo finde ich Reno?“
„Natürlich an der Spitze seines beschissenen Turms. Er hat ein Penthouse in der Wohnraumkampagne bei der Partygasse. Bei der Höhe füllt er eine ganze Steuerklasse aus.“

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203

Verzweigung

204
StaatsmachtSW 10
EIN HIMMELSSTÜRMENDER REAKTIONÄR, DER SICH VERTIKAL ZUR ARBEITERKLASSE BEWEGT ANSTATT HORIZONTAL.

Verzweigung

206
„Ist das Renos Arbeit?“ (Du zeigst ihr Dantes Ausreisepapiere.)
„Könnte sein … woher hast du die?“
„Aus dem Schrein beim Basar.“
„Der mit den ganzen Bildern von toten Menschen? Tolles Zeichen.“

Verzweigung

211
„Meine Bühnenkunst kennt ihresgleichen nicht.“
„Wie auch immer.“
„Du solltest sie mal hören, Yana. Sie hat keine Ahnung, wer ihr diese Dinger besorgen soll oder wie.“
„Ja, sie ist nicht so erfahren mit dem 'echten Leben'.“ Kurz huschen ihre Augen weg. „Aber wer ist das schon?“
VerschränkungSW 10
Jenseits der Wände dieser Wohnung hat dieses Mädchen eine Art Familie, Freunde, Feinde aus der Schule, unerledigte Hausaufgaben. Niemand wird sie jemals wieder so sehen, wie sie war.
„Die allerwenigsten von uns, Yana.“
„Vielleicht. Vielleicht denken wir alle das Gleiche. Klingt trotzdem ziemlich einsam, wenn du mich fragst.“

Verzweigung

219
„Vielleicht verstehe ich berühmte Leute einfach nicht.“
„Normale Leute sind auch nicht viel besser.“
„Du denkst sozusagen wie ein Kind.“
„Ein anderer Erklärungsansatz wäre … dass sie mir wirklich vertraut.“ Sie windet sich beim Sprechen.
„Angenommen, wir hätten diese Papiere … was würdest du davon halten, V hier rauszuholen?“ (Abschließen.)
„Tempo würde mich als sentimentales Arschloch beschimpfen … aber vielleicht bin ich die letzte Hilfe, die ihr fehlt, um es über die Mauer zu schaffen.“
Cold ReadingSW 10
Ganz kurz blitzt Tempos kindische Loyalität auf, die in ihrer Einfachheit nur wenigen Auserwählten geschenkt wird.
NervenstärkeSW 12
Allen voran dir, auch, wenn du den Grund dafür nie so richtig verstanden hast.
„Tempos beste Seiten zeigten sich in Gegenwart seiner Freunde.“
„Das weiß ich. Ich habe es gesehen, obwohl …“ Sie tappt mit einem Absatz auf den Boden.
„Ich glaube, ich hätte gar keine Probleme damit, V zu befreien …“ Sie blickt zu dir auf. „Was denkst du, sollte ich das so sehen?“
PersonalismusSW 10
Sie wartet auf deine Zustimmung.
„Genau das würde Tempo tun. Das Richtige, im allerletzten Moment.“
„Dann ist es okay.“ Sie nickt. „Das kann ich auch tun.“

Verzweigung

234
„Ich werde dir nicht vorschreiben, was du wie sehen sollst.“
„Oh. Das weiß ich zu schätzen. Glaube ich.“
„Du bist sentimental, aber kein Arschloch.“
„Es ist okay, beides zu sein. Das ist die große Lehre, die ich aus dieser durchgequirlten Scheiße ziehe.“
„Was soll dieses Schwächlings-Gelaber, Yana?“
„Scheiße, das weiß ich doch nicht. Ich weiß es nicht. Ich habe das Gefühl, mich selbst durch eine zerkratzte Scheibe hindurch zu beobachten.“ Sie klopft sich mit der Faust gegen die Schläfe.
„Er hat das Foto des Trupps die ganze Zeit über aufbewahrt – Ich glaube nicht, dass Tempo sich beschweren kann.“
„Er hat es immer als Koks-Unterlage benutzt und dann Geschichten über euch alle erzählt. „Sie tappt mit einem Absatz auf den Boden. „Ein paar davon habe ich bestimmt zwanzigmal gehört.“
„Waren gute dabei?“
„Welche mit gutem Anfang, die Enden waren alle scheußlich.“
VerschränkungSW 11
'Und sag ihr – wenn wir das hier durchziehen, wird alles vergeben sein!'
„Er hat aus dem Nähkästchen geplaudert. Kein Wunder, dass wir hochgenommen wurden.“
„Er konnte nicht anders. Diese Zeit hat ihm alles bedeutet.“
„Tempo ist nicht hier. Nicht wirklich.“
„Verdammte Scheiße, Hersh, warum musst du immer so verwirrendes Zeug labern.“ Sie zieht die Zigarettenpackung unter ihrem BH-Träger hervor und steckt sie wieder zurück.
VerschränkungSW 10
Es gibt andere Möglichkeiten. Die gibt es immer.
DoppelgängSW 9
Scheiß drauf. Die Gäng schafft ihre eigenen Möglichkeiten.
SchattenspielSW 6
Operantin, denk noch mal darüber nach. Du hast den Gefangen noch nicht mal zu Ende angehört. Vielleicht entgeht dir hier eine riesige Gelegenheit.
„Ich bin Herrn Reno begegnet. Wirkte wie ein aufrechter, legal agierender Geschäftsmann.“
„Er ist Pitcher, kein Fänger. Hab ich gehört.“ Sie kneift die Augen zusammen und nimmt einen langen Zug.
„Ich bin Herrn Reno begegnet. Dem steht Wirtschaftskrimineller praktisch auf die Stirn geschrieben.“
„Also hat Tempo versucht, die Sängerin rauszuschaffen?“
„Nein, das ist nur etwas, das er behauptet hat. Eine verirrte Aussage unter vielen und viele davon sind widersprüchlich.“
„Ich habe ein Angebot. Für V.“
Ihr Blick springt zu dir wie ein Messer.
„Von wem? Gegen was?“
Cold ReadingSW 9
Ein plötzlicher Sprung im dünnen Glas des Vertrauens.

Verzweigung

262
„Von dem Typ mit den komischen Kopfhörern.“
„Du willst V diesem schleimigen Schurken überlassen? Er wird sie in sein Schwindlerverlies sperren und sich den Schlüssel in den Arsch schieben.“
„Was, bist du eifersüchtig?“
Nein.“
PersonalismusSW 10
Ein bisschen!
„Und was springt für dich dabei raus?“
Cold ReadingSW 13
Sie ist neugierig auf das Geschäft. Tempo konnte einer kleinen Nebeneinnahme nie widerstehen.
„Der alte luzianische Gefangene.“

Alternative Formulierung

„Dante.“
„Dann hat er wohl nicht gelogen, als er meinte, er sei ein wichtiger Mitspieler.“
„Du musst doch eine Tendenz in die eine oder andere Richtung haben.“
Cold ReadingSW 9
Sie beurteilt dich. Aktiv. Eine Mega-Beurteilung.

Verzweigung

274
„Ich möchte das Angebot annehmen.“
„Okay.“ Sie hält sich die Zigarette an den Mund und beobachtet dich. „Ist es das, was du tust, Hersh? Leute sammeln?“
InstinkteSW 9
Die Ränder deines Magens rollen sich ein. Du zwingst sie wieder auseinander.
„Angenommen, wir nehmen dieses Angebot an … Was passiert dann mit V?“
„Sie geht zurück nach La Luz.“
„Das wird sie mehr hassen als alles andere …“
SensorenSW 9
Irgendwo über euch kreuzen sich die Pfade zweier Aero-Trams. Die Fenster der Wohnung klappern in ihrem Rahmen.
Graue SubstanzSW 10
Billiges Glas.
„Du spielst ein krankes kleines Spiel, Hershel. Richtig übel, wie leichtfertig du mich bittest, meine Freundin zu verraten.“
„Ich sehe keine andere Möglichkeit – du etwa?“
„Ehrlich gesagt bin ich irgendwie beeindruckt davon, wie tief du gesunken bist. Ich hätte nicht gedacht, dass du das drauf hast.“
NervenstärkeSW 12
Das Wort 'nein' kam in dieser Ansprache nicht vor.
PoetikSW 14
Zwei Geister spuken in diesem Haus – eine Teenagerin trampelt auf dem Dachboden herum und ein Mann mittleren Alters schreit im Keller.

Verzweigung

288
„Sag, was du zu sagen hast.“
SensorenSW 12
Eine Wortlawine. Keines davon drückt direkte Ablehnung aus.
Du sagst nichts.
„Klingt nicht, als würde sie zum Mond fliegen.“
„Dir ist klar, dass das eine einfache Fahrt ist, oder? Sie wollen, dass sie da oben bleibt. Wollen sie als Star festsetzen.“
„Sie kehrt zurück zu ausverkauften Stadien und persönlichen Assistenten. Armes Ding.“
„Sie lässt sich wieder an die Leine nehmen.“
„Sie geht nach Hause. Mehr nicht.“
„Du bist echt verdammt gerissen, Hersh. Ich hoffe, das ist dir bewusst.“
„Ich reiße mich darum, große Geschäfte abzuschließen.“
„In deinem Alter muss man nehmen, was man kriegen kann.“
„Danke.“
„Ich dachte, du wärst einfach nur zwielichtig, aber jetzt stellt sich heraus, dass du auch verdammt gerissen bist.“
„Glaubst du wirklich, dass sie da draußen klarkommen würde? Alleine?“
„Wenigstens wäre sie ihr eigener Herr.“
„Mit der Bank will ich nichts zu tun haben.“

Alternative Formulierung

„Mit diesem komischen Kopfhörer-Kauz will ich nichts zu tun haben.“
Aber?“
„Kein aber. Mit der Bank will ich im wahrsten Sinne des Wortes nichts zu tun haben.“

Alternative Formulierung

„Kein aber. Mit ihm will ich im wahrsten Sinne des Wortes nichts zu tun haben.“
„Dann füge ich das 'aber' für dich an – das läuft vermutlich deinen Interessen zuwider.“
„Aber sie haben mir ein wirklich verlockendes Angebot gemacht.“

Alternative Formulierung

„Aber er hat mir ein wirklich verlockendes Angebot gemacht.“
„Genau das hat Tempo auch über sie gesagt. Sie setzen sich immer an den Tisch.“

Alternative Formulierung

„Er arbeitet für die Bank, oder? Tempo meinte immer, dass die Bank sich stets an den Tisch setzen würde.“
„Ich versuche, das zu tun, was Tempo gewollt hätte, dass wir tun. Das hier gehört dazu.“
„Wenigstens bist zu ehrlich.“
„Sieh mal, Yana. Ich weiß noch nicht, welchen Zug ich hier wählen soll.“
„Also ficken wir V im Moment nur theoretisch. Gedanklich.“
„Wie sieht es mit dir aus – Irgendwelche Gedanken dazu?“
„In meinen Gedanken geht es zu wie immer. Zwei laute Lieder ohne jede Harmonie.“
„So läuft das Opern-Geschäft.“
„Ich dachte, ich wäre das verdammte Opern-Geschäft. Wir haben dich angerufen, weißt du noch?“
„Irgendwelche Meinungen musst du doch haben, Fräulein Meisterspionin.“
„Etwas, das sie Sache wirklich wert ist.“
„Das glaube ich kaum. Vs Vermögen beträgt bestimmt drei Milliarden Sol.“
„Er hat mir angeboten, dass ich zusehen darf.“
„Diese kranke Scheiße behältst du vor V besser für dich.“
„Um so etwas geht es nicht. Er versucht, auf sie aufzupassen.“
„Wie nett.“ Ein falsches Lächeln und Rauch aus der Nase. „Klingt, als würdest du dich für ihn bücken.“
„Sozusagen von EMTERR.“ (Du lügst ein bisschen.)
„Du vertraust plötzlich der beschissenen Bank? Was wollen die denn von V?“
„Sie wollen sie untersuchen, soweit ich es verstanden habe.“
„Ergibt Sinn. Sie ist sozusagen eine kleine Institution des Techno-Faschismus.“
„Danach habe ich nicht gefragt.“ (Du lügst.)
„Ja, danach hätte ich vermutlich auch nicht gefragt.“
„Es ist egal, von wem es kommt.“
„Schließ mich nicht aus, Hersh. Von wem?“
PersonalismusSW 10
Biete ihr einen einfachen Ausweg – sie wird die Schuldgefühle nur schwer verkraften.
„Von dem Typ mit den komischen Kopfhörern.“

Verzweigung

335
„EMTERR.“

Verzweigung

337
„Ich schließe dich nicht aus, das ist nur nichts, was du wissen musst.“
„Okay. Schön. Schließ mich aus und fick dich.“
„Das kann ich dir nicht sagen. Es ist viel zu sensibel.“
InstinkteSW 9
Ihre Pupillen verengen sich zu Schlitzen.
StaatsmachtSW 9
ÜBERZEUGE SIE DAVON, ULTRA VIOLETA ZU VERKAUFEN.
ZERSTÖRE EINE WEITERE FREUNDSCHAFT. DAS HAST DU DOCH SCHON MAL GETAN. DAS HIER SOLLTE EINFACH SEIN – ES IST NICHT MAL EINER DEINER FREUNDE.
„Hat sie dich gebeten, sie zu begleiten?“
„Was meinst du?“
„Ich meine, ob sie dich gebeten hat, sie zu begleiten.“
„Nein, aber … darum ging es nicht.“
„Irgendwie komisch findest du nicht? Dass sie dich nicht drauf angesprochen hat?“
„Ich glaube, solche Sachen organisieren normalerweise andere für sie … sie hat gerade viel um die Ohren, Hersh. Aber sie würde sich melden, da bin ich mir sicher.“
„Sie braucht 'andere', um ihre Freundschaften auf die Kette zu kriegen? Seid ihr beiden nicht seit Wochen alleine hier?“
„Vielleicht braucht sie eine kleine Pause von mir. Ich weiß doch nicht, wie solche Berühmtheiten ticken.“ Sie blickt auf ihre Zigarette.
DoppelgängSW 10
Die Nähte fransen aus, bald lassen sie sich sauber auftrennen. Die Gäng wird aufgelöst.
„Du willst dieses Angebot also annehmen, ja?“
„Das ist ein internationales Geschäft.“
„Vielleicht.“
SIE WANKT. NUR NOCH EIN KLEINER STOSS.
„Hast du mitbekommen, wie sie über ihre alte Band hergezogen ist? Irgendwie krank.“
„Ja, nun … sie ist Solo-Künstlerin …“
Das Klavier im Nebenzimmer wechselt elegant die Tonart. Yana linst in seine Richtung und blickt dann wieder auf ihre Zigarette.
„Das ist mir auch scheißegal. Ich führe hier ein Unternehmen, keinen Beliebtheitswettbewerb.“
„Tu es.“

Verzweigung

362
„Das ist der Lauf der Dinge in unserer Welt. Leute werden benutzt und dann weggeworfen.“
„Tempo wusste immer, wann schwere Entscheidungen nötig sind.“
„Das ist ein kulturelles Geschäft.“
„Das ist der einzige Weg.“
„Wie?“
„Weiß ich nicht. Ich dachte, dass würden wir schon rauskriegen oder so.“ Sie blickt auf ihre Zigarette.
„Komm schon, Yana. Du bist intelligenter als das.“
„Ich habe halt nicht darüber nachgedacht, okay? Ich dachte, dass würden wir schon rauskriegen oder so.“ Sie blickt auf ihre Zigarette.
„Wenn du meine Freundin wärst, hätte ich dich garantiert gebeten, mitzukommen.“
„Ist ja nicht so, als ob wir dann keine Freundinnen mehr währen … Ich könnte sie besuchen … wir könnten uns Postkarten schicken oder so was …“
„Dir ist klar, dass du nie wieder ein Wort von ihr hören wirst, oder?“
„Ich glaube wir würden … den Kontakt halten … oder so.“
„Es wirkt, als würde sie sich der Welt lieber allein stellen als mit dir an ihrer Seite.“
„Ich bin nicht so kreativ wie sie. Wahrscheinlich würde ich sie nur aufhalten …“

Verzweigung

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NACHSETZEN! KONZENTRIERTE, BESTÄNDIGE, PRÄZISE SCHÜSSE!

Verzweigung

379
„Dieser L-Pop-Kram ist doch durch. Sterbenslangweilig. Ich versuche nur, deinen Ruf zu retten.“
„Du bist fünfzig Jahre alt, du hast nicht den Hauch einer Ahnung, was cool ist. Deine Klamotten sind richtig lahm und dein Gesicht ist am Arsch. Ich mache das Gegenteil von allem, was du sagst.“

Verzweigung

382
„Weiß dein Freund denn, wie viel Zeit du mit dieser höchst attraktiven Sängerin verbringst?“
„Friss Mist, Hersh. Ich hoffe, dein Uterus fällt raus.“
„Sieh dich und V doch mal an … es ergibt einfach keinen Sinn – klassen- und stiltechnisch.“
„Deine Existenz ergibt keinen Sinn.“
„CASCADE weiß es am besten.“
„CASCADE weiß 'nen Scheiß.“
„Denk wenigstens darüber nach, zu tun, was ich will. Bitte.“
„Wird auch die Möglichkeit, dass du dich wieder verpisst, in Betracht gezogen?“

Verzweigung

391
DAS IST KEINE 'VERBESSERTE JUGEND', NUR EIN MÄDCHEN, DEREN GEIST SICH AUF EWIGE PATZIGKEIT VERSTEIFT HAT. WARUM REITET SIE DICH INS VERDERBEN?

Verzweigung

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'INNENLEBEN'? SOGENANNTE 'PSYCHISCHE TRAUMATA'? DAS GIBT ES NICHT. SORG DAFÜR, DASS SIE MACHT, WAS DU SAGST. SOFORT.
EIN 'TEENAGER' IST EIN KONSTRUKT DER BURGEOISIE, DAS UNAUSWEICHLICHE ENDPRODUKT EINER INFANTILISIERTEN MITTELSCHICHT. SIE SOLLTE EIN PROBLEM FÜR DICH DARSTELLEN.
„Jetzt hör mal zu, Yana.“ (Du deutest mit dem Finger auf den Boden.)
„Was?“ Sie zieht das Wort in die Länge und legt zur Sicherheit noch eine Silbe drauf.
AufzeichnungenSW 9
Du entstaubst und betrachtest deine topografischen Karten der Gedankenwelt eines Teenagers. Sie bleibt so seltsam und rätselhaft wie beim letzten Mal.
NervenstärkeSW 12
Gipfel des Spotts, Hochebenen der Lust, Täler der Langeweile und der scheiternden Kommunikation, immer gehüllt in einen dichten Nebel aus kunterbunten Neurochemikalien.
„V redet wirklich nicht gerne über sich, ist dir das mal aufgefallen?“
„Mir ist aufgefallen, wie jemand sich in meinem Hinterzimmer vor aller Ohren zum Obst gemacht hat. Jemand, der nicht V war.“
„Hey, hey, langsam. Sie meinte am Ende, dass es gar nicht so schlecht war.“
„Wahrscheinlich wollte sie dich um jeden Preis von dem verdammten Ding weglocken.“
„Gönn V mal eine Pause. Dieses Keyboard ist so ungefähr die einzige Konstante in ihrer Welt.“
PersonalismusSW 9
Selbst ihre Freundschaften scheinen wackelig zu sein. Nicht mehr so echt, wie sie es mal waren.

Verzweigung

406
„Irgendwie besitzergreifend. Keine gute Eigenschaft für eine Freundin.“
„Da würden mir noch ein paar einfallen, Hersh.“ Sie wirft dir einen flachen Blick zu. „Zum Beispiel so un-besitzergreifend zu sein, dass man sich für fünf Jahre einfach verpisst und jeden Kontakt abbricht.“
„So klingt wahre Kunst. Mein Herz schlägt für den Untergrund.“
„Also quasi so als hätte man dich lebendig begraben. Interessant.“
„Ich habe mich nur eingespielt.“
„Für was? Eine Darbietung, die dir lebenslanges Kontaktverbot mit dem Keyboard eingebracht hätte?“
„Yana, eine Frage: Warum schießt ein EMTERR-Operant mit komischen Kopfhörern auf mich?“
Das Mädchen lässt sich Zeit für einen langen Zug, während eine Aero-Tram quietschend und kreischend über euch vorbeifährt.
„Geht es Marco gut?“
SchattenspielSW 9
Sie macht sich Sorgen um Marco? Den Spionage-Spanner?
„Marco geht es gut, ich bin die, auf die geschossen wurde!“
„Er hat echt auf dich geschossen? Hardcore, Hersh.“ Sie nickt. „Voll cool.“

Verzweigung

419
„Keine Sorge, ich hatte es verdient.“
„Sei nicht so streng mit dir. Das ist komisch.“ Sie betrachtet dich einen Moment lang.
„Ich hätte schwören können, dass der Kopfhörer-Typ für die Luzianer arbeitet … aber du hast wieder was von EMTERR gesagt.“ Sie atmet dunklen Rauch aus. „Aber wie dem auch sei, es ist egal. Er ist ein ausgewachsener Arsch, genau wie du.“

Verzweigung

423
„Du dachtest, er gehört zum Weinenden Auge, und wäre zurück, um den Job zu Ende zu bringen?“
„Ja, wegen Tempos Geschäften. Mit dem Alten.“ Sie zuckt übertrieben mit den Schultern. „Ich dachte, er könnte einer ihrer Agenten sein. Zur Abwechslung mal ein guter.“

Verzweigung

426
„Das ist ganz sicher ein toter Briefkasten von EMTERR. Sie werden uns wieder eine reinwürgen.“
„'Wieder'? Hersh, haben sie in deiner Realität jemals damit aufgehört? Die Würgerei pausiert oder so was?“
„Aber das ergibt überhaupt keinen Sinn. Warum sollten die Em-Ärsche sich für unser Geschäft interessieren?“

Verzweigung

430
„Wenn ich raten müsste, würde ich vermuten, dass es etwas mit dem seltsamen Gerät für die Raubkopien zu tun hat.“
„Interessante Theorie, Hersh.“ Sie sieht dich an. „Könnte sogar etwa zur Hälfte stimmen, würde ich sagen.“

Verzweigung

433
„Vielleicht geht es um den Basar. Die kulturelle Blockade rückt näher.“
„Könnte sein … Aber würden sie uns dann nicht einfach mit Bürokratie und Anwälten und so auf die Pelle rücken? Du weißt schon. Mit Bank-Kram?“
„Das wirst du mir erklären.“
Das Mädchen wirft dir einen langen Blick zu, zuckt dann mit den Schultern und zerdrückt seine Zigarette.
„Vielleicht hat Tempo einen Kredit oder so was nicht zurückgezahlt.“ Sie holt eine neue Zigarette hervor. „Wer braucht schon Banken? Geld macht man mit Matratzen.“
„Ich glaube, das hat was mit Ultra Violeta zu tun. Der Typ scheint ein großer Fan zu sein.“
Das Mädchen bleibt vor dir stehen. Ihre Zigarette hängt an ihrer Unterlippe.
„… Scheiße.“
„Du scheinst ausgewachsene Ärsche anzuziehen.“
„Das hast du ja gut beobachtet.“ Sie wirkt verstört.
„Genug Selbstdarstellung. Ich glaube, der Kopfhörer-Typ hat mein Double auf dem Gewissen.“
„Scheiße, dann kann er was. Schluss mit dem Kindergarten-Scheiß.“
„Du musst mir eine Falle gestellt haben. Warum willst du mich ausschalten?“
„Überhaupt nicht! Ich wusste nicht, dass Waffen im Spiel sein würden!“
„Du solltest immer damit rechnen, dass Waffen im Spiel sind. Und auf dich gerichtet werden.“
„Ich kann Marco keine verdammte Waffe anvertrauen, er hätte sich letzte Woche fast die Drosselvene mit einem Rasierer aufgeschnitten.“ Sie betrachtet dich einen Moment lang.
Total cool. Endlich mal richtige Spionarbeit.“
„Rock and Roll, Baby. Schwergewicht.“ Sie betrachtet dich einen Moment lang.
„Eigentlich ist das gar keine so große Sache. Ich wurde schon mal erschossen.“
„Ja, im Mondschein gibt es nichts Neues mehr.“ Sie betrachtet dich einen Moment lang.
„Angriffe auf mein Leben amüsieren das Heer. Kugeln durchdringen meinen Schattenumhang.“
„Nun, er hat auf mich geschossen. Ich bin ausgewichen.“
„Bist du sicher, dass es kein Warnschuss war?“
„Ich hatte die Kugel verdient, also habe ich sie im Geiste eingesteckt.“
„Aber ich bin mir da nicht sicher. Es ist sehr wahrscheinlich, dass du mir eine Falle gestellt hast.“
„Ich würde dich nicht umbringen wollen.“
„Das ist egal. Eine Begegnung mit dem Tod kann oft ein ausgezeichneter Lehrmeister sein.“
„Scheiß auf Lehrmeister. Die kann ich aus Prinzip nicht leiden.“ Sie betrachtet dich einen Moment lang.
„Zeig mal etwas Verantwortung. Er ist dein Statist.“
„Ach, wer interessiert sich schon einen Scheiß für Statisten – stimmt's, Hersh?“
NervenstärkeSW 10
Sie hat das nur so daher gesagt und doch – ein feiner Schnitt im Epikard deines Herzens.
„Aber dieser Kopfhörer-Typ ist ein Operant. Und gefährlich. Er hat auf mich geschossen.“
„Operant SCARF scheint sich gut eingearbeitet zu haben.“
„Okay. Das ist gut. Danke.“
Cold ReadingSW 9
Ein Nicken. Untypische Dankbarkeit.
„Operant SCARF scheint sich hinreichend erfolgreich eingearbeitet zu haben.“
„Marco ist tot.“
„Was? Oh Scheiße … Nein. Hershel …“
„… Sollte ich sagen, weil du deinen Statisten direkt in Sichtweite eines wirklich gefährlichen Operanten platziert hast.
„Fick dich, Hershel, das war nicht cool. Mach das nie wieder.“ Zitternd atmet sie aus.
„Also, wer wurde dann erschossen, du?“ Sie betrachtet dich kurz. „Du wirkst unverletzt.“
„Ich habe den alten Luzianer gefunden.“

Alternative Formulierung

„Ich habe den alten Luzianer gefunden. Er hat jetzt auch einen Namen. Dante.“

Alternative Formulierung

„Ich habe den alten Luzianer gefunden. Dante.“
„Lebend?“ Sie versteift sich und konzentriert sich ganz auf dich.
Cold ReadingSW 9
Ihr Sicherheitsmechanismus ist gerade auf 'AUS' gesprungen.
„Für's Erste.“
„Wo?“
„In einem Geheimgefängnis. Du hattest recht.“
„Anfängerfehler eines verdammten Pensionisten. Er hätte diesen Hörer nicht abheben sollen.“
„EMTERR hat ihn. Weißt du irgendetwas über sie?“
„Also nicht das Weinende Auge … EMTERR … Das ist die große Bank, oder?“
StaatsmachtSW 9
DIESE UN-UMGEBILDETE JUGENDLICHE MUSS DEN GANZEN SCHRECKEN HINTER DIESEN SECHS BUCHSTABEN ERFASSEN.
„Auch bekannt als … der Dreh- und Angelpunkt des transnationalen Kapitals.“
„Alles klar.“ Sie schaut weg. „Jedenfalls …“
DIE PHANTOM-VAMPIRKRAKE, DIE DIE SOGENANNTE ENTWICKELTE WELT ERDRÜCKT UND DIE MÜHLEN DER GESCHICHTE MIT IHREN TENTAKELN BLOCKIERT.
Auch bekannt als … unser unsterblicher Feind.“
„Scheiß auf die Bank. Du solltest mal sehen, was der Basar reinholt. Kalte, harte Sol, keine beschissenen Fantasiezahlen.“
„Was hat er ihnen erzählt? Sind wir am Arsch?“

Verzweigung

491

Verzweigung

492
„Eine sadistische Frau hat mich gefesselt und mir Stromschläge verpasst. Ein paar Dinge habe ich ihnen verraten. Nichts über dich.“
„Scheiße … Geht es dir gut?“
„Nein.“
„Tut mir leid, das zu hören. Du siehst aber wenigstens ganz gut aus.“
Das Mädchen streckt eine Hand aus und reibt die unbeholfen über die Schulter.
„Danke, dass du durchgehalten hast, Hershel.“ Ein kleines Nicken in deine Richtung.
SensorenSW 10
Die Art, wie sie deinen Namen ausspricht, klingt irgendwie steif. Als würde sie sich zwingen, ihn so zu sagen.
„Yana, wer ist dieser alte Luzianer?“
„Das weiß ich wirklich nicht. Tempo hat ihn nie erwähnt. Was seltsam ist, meistens kann er es kaum erwarten, sein neuestes Geheimnis mit einem zu teilen …“
Cold ReadingSW 10
Es gibt Dinge, die sie dir verschweigt, aber das ist die Wahrheit.
„Dieser … er hatte Angst vor dem Sprung.“
VerschränkungSW 10
Auf der anderen Seite der Stadt kauert ein alter Mann auf einer feuchten Matratze und denkt an die seltsame Fremde, die solche Anstrengungen unternommen hat, um ihn zu finden.
„Hat der alte Arsch sonst noch etwas gesagt?“

Alternative Formulierung

„Hat dieser Dante-Arsch sonst noch etwas gesagt?“
„Er ist im Moment nicht gerade Tempos größter Fan.“
„Willkommen im Club. Neumitglieder kriegen eine Jacke.“
KoordinationSW 12
… Eine Jacke?
„Klingt gut. Wo bekomme ich die Jacke, hast du welche auf Lager?“
„Ich dachte, du wärst ein Fan von Tempo?“
„Bin ich. Tempo oder nichts.“
„Also. Dann bist du nicht im Club. Keine Jacke für dich.“
Das Mädchen beobachtet dich und lässt seine Zigarette vor ihrem Gesicht tanzen.
TechnoflexSW 10
Das Gerät. Frag sie nach dem Gerät.

Verzweigung

515
NervenstärkeSW 10
Du musst herausfinden, was es mit diesem 'Gerät für Raubkopien' auf sich hat. Bohr weiter.
SchattenspielSW 6
Tempos Teil der Abmachung. Dieses 'ungewöhnliche Gerät'. Bring Licht ins Dunkel.
„Wenn eine neue Jacke im Spiel ist, sind meine Loyalitäten extrem flexibel.“
„Die Jacke ist nur metaphorisch gemeint. Aber gut zu wissen, wie loyal du bist. Nicht.“
„Er will, dass ich ihn aus dem Gefängnis hole. Und ihn in den Superbloc bringe.“
„Und was wird dich das kosten?“
„Bisher hat niemand einen Preis genannt.“
„Tja, irgendwas müssen wir aber mit ihm machen, oder, Hershel? Eine verdammte unerledigte Angelegenheit. Die wird noch jemandem das Genick brechen.“
„Ich habe noch nicht zugestimmt.“
Du sagst nichts.
„Eines weiß ich über Banken – man muss eine beschissene Gebühr zahlen.“
„Ich glaube, wir können dem Gefangenen vertrauen. Fürs Erste.“
„Ich habe in letzter Zeit einen neuen Grundsatz, Hershel. Man vertraut keinen Arschlöchern.“

Alternative Formulierung

„Erinnerst du dich an meinen neuen Grundsatz, Hershel? Arschlöcher: Vertraue keinem von ihnen.“
(Du flüsterst in deine Hand.) „Irgendwie mochte ich es.“
„Ekelig. Was immer dir gefällt. Deine Fetische gehören dir.“
„Ich bin noch in der Aufwärmphase. Mein altes Ich hätte das ausgehalten.“
„Sie taucht bestimmt bald wieder auf.“
„Große Spione weinen nicht.“
„Und wenn sie es doch tun, dann finden sie vorher einen schönen einsamen Ort.“
PoetikSW 10
In einem verirrten Schatten, der alle Geräusche schluckt.
„Sie haben mich verhört. Ich bin da drin völlig zerbrochen, Yana.“
„Eine sadistische Frau hat mich gefesselt und mir Stromschläge verpasst. Ich habe ihr nichts erzählt.“
„Scheiße.“ Ein zustimmender, überraschter Blick. „Ziemlich hardcore.“
„Vielleicht hast du ja doch was drauf. Zumindest mehr als die anderen hier.“
„Ich habe unseren Feinden nichts geschenkt. Sie wissen nichts von dir oder dem Geschäft.“
„Okay, gut.“ Sie entspannt sich ein winziges bisschen. „Besser als erhofft.“
„Soweit ich es beurteilen konnte, hat er ihnen kaum etwas erzählt.“
„Das ist doch etwas. Für den Moment. Hoffentlich stirbt er bald an Altersschwäche.“
„Könntest du vielleicht …“
Sie formt eine Waffe mit ihrer Hand und 'schießt' sich zweimal in den Kopf.
„Er ist ein netter alter Mann, auf keinen Fall.“
„Er ist doch so wie so bald dran. Verdammter Gruftwächter.“
„Vielleicht wäre ihm das recht. Ziemlich viel Selbstmitleid.“
„Armes Schwein.“
„Nicht mehr oder weniger als vorher, glaube ich.“
Das Mädchen denkt über deine Worte nach und zuckt mit den Schultern.
„Nun, das ist doch etwas. Für den Moment zumindest.“
„Also ja, sozusagen eine riesige Bank.“
„Das Empire sans Territoire, oder Imperium ohne Territorium, ja.“
„Klingt, als hätten sie ein Territorium gefunden, wenn er gerade dort angekettet ist.“
„Im Keller des Verlags eines Literaturmagazins.“
„Das ist wohl der letzte Ort, an dem er erwartet hätte, zu landen.“ Sie schnaubt. „Das wäre witzig, wenn es nicht so ernst wäre.“
„Das ist jetzt Sache der Oper. Halt dich da raus.“
„Ist ja gut, du musst nicht gleich so zickig werden, du Oberzicke.“
Wahrscheinlich. Ich habe ihn nicht wirklich gesehen, nur mit ihm geredet.“
„Andererseits … Hat der Alte irgendein Gerät erwähnt, dass er für Tempo aus Luz rausgeschmuggelt hat.“

Alternative Formulierung

„Eine Sache noch … Dieses Gerät, das Dante für Tempo aus Luz geschmuggelt hat … Er ist ziemlich sicher, es dir gegeben zu haben.“

Alternative Formulierung

„Eine Sache noch … Dante hat irgendein Gerät erwähnt, dass er für Tempo aus Luz rausgeschmuggelt hat.“

Alternative Formulierung

„Eine Sache noch … Dieses Gerät, das der Alte für Tempo aus Luz geschmuggelt hat … Er ist ziemlich sicher, es dir gegeben zu haben.“
„Wem vertraust du mehr, mir oder diesem eingesperrten Clown?“
„Er war sich sehr sicher, das Gerät an Tempo übergeben zu haben.“

Verzweigung

564
„Ach, der Mega-Schänder. Ja, klar, den habe ich.“
SensorenSW 9
Keine mehrdeutige Erwiderung, keine reflexhafte Beleidigung.
„Dante meinte, es wäre ein seltenes Gerät zum Anfertigen von Raubkopien …“
„Ein einzigartiges.“
NervenstärkeSW 12
Ein Verstoß gegen die Urgesetze …
„Du bist ja ein ziemlich ungewöhnliches Mädchen, Yana.“
„In letzter Zeit bin ich das wohl, ja.“
Cold ReadingSW 11
Du erhaschst einen Blick auf ihn. Ein riesiger Schatten ragt hinter ihr auf.
TechnoflexSW 10
Unmöglich …
InstinkteSW 10
Unmenschlich. Dir stellen sich die Nackenhaare auf.

Verzweigung

575
Cold ReadingSW 14
Mit wem hast du es hier zu tun?
Eine Erinnerung wabert durch eine ältere Erinnerung und die Zellen bezeichnen einander als Geister. Beide hinterlassen Spuren von sich im jeweils anderen.
Seit wann bist du so schwer von Begriff, Hersh?
… Tempo?
Ich. Ich bin genau hier. War ich die ganze Zeit.
Nein, du bist eigentlich ausgesprochen tot.
Tod ist etwas für kleine Geister. Arschlöcher auf der Durchreise. Ich gehöre zur ewigen Art.
Hast du etwa gedacht, TAXMAN der hochgeschätzte Statist würde seinen Teil der Abmachung nicht einhalten? Ich hab es ihnen gesagt. CASCADE oder nichts …
„… von Angesicht zu Angesicht.“
Er ist hier und dann auch wieder nicht. Alle deine Sinne zucken vor Grusel und ob der Unleugbarkeit der Situation.
SensorenSW 10
Drei Atemzüge hallen durch den Raum – zwei davon perfekt synchron.
„Yana, du bist … Tempo, nicht wahr?“
Das Mädchen drückt ihre Zigarette langsam, aber mit Nachdruck auf. Sie ist plötzlich ganz versunken in den Akt des Zerdrückens.

Verzweigung

589
„Wie ist es dir ergangen, Hersh?“ Ungleiche Augen finden deine.
„… Du hast mir gefehlt.“

Verzweigung

592
„… Wow.“
„Ja.“ Sie atmet langsam aus. „Verdammt, wenn man voranschreitet, verdammt, wenn man zurückkehrt.“
AufzeichnungenSW 10
Du erinnerst dich, ihn das vor langer Zeit sagen gehört zu haben. Fast schon intoniert. Ein kleines Ritual.
„Tempo hat immer eigenartige Pläne verfolgt, aber das hier … ist einzigartig eigenartig.“
„Eigenartig, ja, aber wirklich nicht 'einzigartig'.“
SchattenspielSW 10
Das ist mehr als ein Plan. Das ist eine Art Verzauberung von einem Ausmaß, wie die Operanten-Dienststelle es noch nicht erlebt hat.
PersonalismusSW 12
Und dennoch spürst du auch eine gewisse Verzweiflung, die der Sache anhaftet.
„Warum hast du mir das nicht sofort erzählt?“
„Weil viel auf dem Spiel steht. Weil ich nicht wusste, ob du auf meiner Seite stehst. Ganz zu schweigen von der Frage, ob man sich auf dich verlassen kann. Und weil du wirklich spät dran bist.“
„Ich weiß. Es tut mir leid.“
„Außerdem … dachte ich wirklich nicht, dass du mir glauben würdest. Ich würd's nicht tun.“

Verzweigung

604
SchattenspielSW 8
Und dennoch … klingelt da nicht irgendwo was? Die luzianische Elite der Politik, die eine seltsame Kopie von sich selbst ist …

Verzweigung

606
„Ja, die Botschaft ist angekommen, bitte hör jetzt auf damit.“
„Du wusstest, dass ich spät dran sein würde, Tempo.“
„Es ist nicht gut, vorhersehbar zu sein, Hersh.“
„Eins muss ich Tempo lassen, das ist die kränkeste Rolle, die ich je gesehen habe.“
„Krank wie der Hirntumor meiner Großmutter.“
SchattenspielSW 10
Das ist mehr als eine Rolle. Das ist eine Art Verzauberung von einem Ausmaß, wie die Operanten-Dienststelle es noch nicht erlebt hat.
„Tempo, mein Bruder. Du hast abgenommen. Und dir sind Haare gewachsen.“
„Mehr hast du dazu nicht zu sagen? Nichts als verdammte Witze?“
„Wie kann ein 'Gerät' Kopien von Menschen erzeugen?“
„Es sind eher … Raubkopien. Ich glaube, sie sagen Prägungen dazu.“
„Klingt unmöglich, oder? Das dachte ich auch. Aber offenbar …“ Sie breitet die Arme aus. „… Ist es zumindest ein bisschen möglich.“
PoetikSW 11
Lass die Tür angelehnt. Schließe dich nicht mit der Tyrannei der Rationalität in einem Raum ein.

Verzweigung

619
Wie?“
„Zauberei. Es ist wie … ein schlechter Spiegel. Ein Wunschbrunnen für verlorene Träume und all deine inneren Farben.“
InstinkteSW 13
Verbotene Farben. Es verstößt gegen alle bekannten Gesetze.

Verzweigung

623
„Das musst du mir genauer erklären.“
„Es beginnt mit einer Erinnerung oder etwas in der Art … aber frag mich nicht, ich war die meiste Zeit über ziemlich hypnotisiert.“
„Also hat Tempo dich hypnotisiert?“
„Sozusagen … Er hat mir einen Haufen Ketamin verabreicht, was ziemlich sicher nicht in der Bedienungsanleitung steht. Aber man muss wie ein unbeschriebenes Blatt werden. Völlig aufnahmefähig, fast schon komatös.“
VerschränkungSW 8
Irgendwo in der Stadt zuckt das vormalig als PSEUDOPOD bekannte Wesen im Schlaf.
„An der Wand sind Bilder erschienen, die die Maschine dorthin projiziert hat … und ich glaube ein Bild von Tempo als Kind. Wie gesagt, verdammte Zauberei.“

Verzweigung

630
„Wie sehen deine inneren Farben aus, Yana?“
„Dunkler als ich sie in Erinnerung hatte.“
Cold ReadingSW 10
Zigarettenrauch verdeckt ihr Gesicht.
„Das ist eine ganze Menge. Ich brauche einen Moment, um das zu verarbeiten.“ (Abschließen.)
„Ich habe auch nicht alle seine beschissenen Erinnerungen, also lass uns das Fragespiel beenden. Ich bin jetzt einfach … er. Mehr nicht.“
StaatsmachtSW 10
ACH DU LIEBE GÜTE. DU LÄSST DICH VON DIESEM SCHMIERTHEATER DOCH NICHT TÄUSCHEN, ODER?
Und wenn doch?
DENKE AN DIE WORTE, DIE KALJO KASS (IM ENDSTADIUM SEINER MASTDARMKREBS-ERKRANKUNG) SAGTE UND DIE IN PARTEI-RUNDBRIEF #17 VERÖFFENTLICHT WURDEN: 'DER URSPRUNG ALLER GEISTIGER KRANKHEITEN LIEGT IM POLITISCHEN.'
Graue SubstanzSW 12
Wurde auch Zeit! Die Dissonanz wurde mit minimalen psychischen Kosten geklärt.
Alles klar, das ergibt Sinn. (Du blinzelst.)
DEIN EHEMALIGER STATIST TEMPO, EINER DER TREUEN SKLAVENTREIBER DES KAPITALS, HAT VERSUCHT, DIESE JUGENDLICHE MIT DEM GEIST DES RAKTIONÄREN ZU INFIZIEREN.
DIESE TIEFGREIFENDE IDEOLOGISCHE DISSONANZ HAT SICH IN IHREM INNEREN IN FORM EINER 'DISSOZIATIVEN IDENTITÄTSSTÖRUNG' MANIFESTIERT.
Wow. Kein Wunder, dass psychische Störungen hier so weit verbreitet sind.
WILLKOMMEN IN DER SÄUCHENGRUBE DER PRIVATISIERUNG, IN DER STUNDENLANGE OPERATIONEN OHNE EINWILLIGUNG ODER BETÄUBUNG DURCHGEFÜHRT WERDEN. DIE DIAGNOSE IST EINDEUTIG, DIE PROGNOSE DÜSTER.
Die Krankheit selbst ist zur Quelle der Infektion geworden.
DER EINZIG RATIONALE ABSCHLUSS.
ES IST KEIN ZUFALL, DASS DIE KINDER DES EWIGEN KAPITALS DIEJENIGEN SIND, DEREN GEIST AM STÄRKSTEN VERZEHRT WURDE.

Verzweigung

648

Verzweigung

649
Mentale Gesundheit ist sehr viel komplizierter als das.
DER BWEIS DAFÜR STEHT VOR DIR – EINGEHÜLLT IN KECKE GEWÄNDER. DIE HOHEPRIESTERIN DES SCHWARZMARKTES, DIE NICHT MEHR HERRIN IHRES EIGENEN GEISTES IST.
Ich glaube, sie ist einfach ein normaler Teenager …
EIN BURGEOISES KONSTRUKT.
DU RICHTEST DICH WIEDER AUS. DIE PARTEI ERTEILT NIEMALS FALSCHE BEFEHLE ODER MACHT FEHLER BEI DER ZUORDNUNG, AUSSER DENEN, DIE IM NACHHINEIN UNGESCHEHEN GEMACHT WERDEN.
„Hersh?“ Das Mädchen schnippt mit einem besorgten Gesichtsausdruck mit den Fingern nach dir. „Geht es dir gut?“
„Alles gut, ich musste nur etwas durchgehen.“
„Wahrscheinlich hast du noch Fragen? Darüber, dass ich jetzt Tempo bin …“ Sie sieht nach wie vor besorgt aus.

Verzweigung

658
Du reckst beide Daumen nach oben.
Ich glaube, sie mag einfach nur teure Kleidung.
REAKTIONÄRE GEWÄNDER.
Mentale Gesundheit ist komplizierter als das, zumindest ein bisschen.
Nein. Ich verstehe noch nicht, wie es sein kann, aber dieses Mädchen ist Tempo.
REAKTIONÄRE EINFLÜSSE HABEN DEINEN GEIST VERWIRRT. DU BEJUBELST ILLUSIONEN.
Sie ist zu sehr eingewoben. Wahrscheinlich haben wir es mit einer Auslöschung zu tun.
IMMER DEN VORSICHTIGEN MITTELWEG. VERDIENE DIR IN DER ZWISCHENZEIT DAS VERTRAUEN DER JUGENDLICHEN. SIE WIRD DEN CHEMIKALIENVERSCHLAG NICHT FREIWILLIG BETRETEN.
Ich bin von ideologischen Kleingeistern umgeben.
UNGEZÜGELTE KLEINGEISTEREI!
Ich bin mir nicht sicher, ob das politisch ist …
WAS SOLL DANN DER EIGENTLICHE GRUND SEIN? DAS WISSENSCHAFTS-MÄRCHEN VON DER 'NEUROCHEMIE'? WIE PRAKTISCH, DASS DER FEIND DIE AUCH PRIVATISIERT HAT.
DIE MENTAL ERKRANKTEN SIND OPFER IHRER EIGENEN VORSTELLUNGSKRAFT.
Das klingt wirklich schlimm!
MÖGLICHERWEISE TÖDLICH – ABER NUR MUT! JUGENDLICHE VERFÜGEN ÜBER EINE NATÜRLICHE NEIGUNG ZUM SOZIALISMUS!
SIE IST GEFANGEN ZWISCHEN DER UNTERWERFUNG IHRES GEISTES UNTER DER MACHT DES KAPITALS UND DEM SEHNEN IHRES HERZENS NACH POSTHISTORISCHEM MATERIALISMUS.
Ich wurde hereingelegt!
Hrrrmm …
Ich brauche den Standpunkt der Partei dazu nicht, danke. (Du ignorierst den Gedanken.)
IDEOLOGISCHE ABWEICHLERIN.

Verzweigung

679
„Dieses Gerät … Damit müssen die luzianischen Minister sich aufeinander prägen …“
„Ja, die Penner an der Macht schalten es jedes Mal ein, wenn sie einen neuen Polittrottel brauchen. Das ist ein einziger Typ, von dem seit knapp 300 Jahren immer wieder Raubkopien gezogen werden.“
„Zumindest laut Tempo.“ Sie wirft die Haare mitten im Auspusten zurück. „Aber im Geschichtsunterricht fiel kein Wort davon, als es um interluzianische Beziehungen ging.“

Verzweigung

683
AufzeichnungenSW 6
Eine Theorie, die oft als Gerücht abgetan wird, auf den oberen Ebenen der Operanten-Dienststelle jedoch sehr ernst genommen wird: Das luzianische Politikministerium besteht aus psychisch identischen Versionen desselben uralten Philosophen.
NervenstärkeSW 9
In was zur Hölle hat Tempo dich hier hineingezogen?

Verzweigung

686
SchattenspielSW 6
Du stehst sehr nah am verseuchten Kern einer großen politischen Verschwörung.
„Was stellen die Luzianer mit diesem Ding an?“
„Die Penner an der Macht kopieren sich damit selbst. Das ist nur ein einziger Typ, von dem seit knapp 300 Jahren immer wieder Raubkopien gezogen werden.“
„Warum wollte Tempo eine … Kopie von sich?“
„Weil Tempo Angst hatte. Vor allem.“
„Er wollte eine Sicherheitskopie. Er dachte, dass sie ihn töten würden. Weise Voraussicht.“ Hinter einer glitzernden Handfläche wird eine Zigarette entzündet.
InstinkteSW 10
Der verzweifelte letzte Versuch eines Mannes mittleren Alters, zu bleiben.
NervenstärkeSW 9
Da ist wieder dieses 'sie' … der oft zitierte Erzfeind von 'ihr'.
„Was ist mit dir, Yana? Gehörst du zu 'ihnen' oder zu 'uns'?“
„Ich gehöre zu 'mir'.“
„Das reicht fürs Erste.“
„Ich versuche nicht, dich zu verarschen, Hersh. Aber glaub, was du willst.“

Verzweigung

699
„Wirklich? Alles, was du mir gerade erzählt hast, verleitet nicht gerade zu diesem Schluss.“
„Dann bin ich eben ein laufendes Projekt. Immerhin weiß ich, was meine Ziele sind.“ Sie blickt nach unten.
„Woher weißt du, dass das der Grund ist?“
„Das hat er mir gesagt. Ehe er es getan hat. Er hat sich mit mir hingesetzt und mir alles erklärt, während ihm das Blut aus der Nase lief … er wirkte völlig neben der Spur, hat aber nicht verwaschen gesprochen oder so was … er meinte, er würde bald sterben. Dass er das spüren könne.“
„Er hatte Angst, dass das Weinende Auge ihm auf der Spur war.“
„Und das war es anscheinend. Vielleicht waren das seine letzten Feinde. Dieser Ort ist groß, Hersh … und er wechselt schneller die Seiten, als man glauben würde.“
BlaupausenSW 10
Das Mädchen blickt aus dem Fenster und sucht nach dem Porträt der Stadt dahinter.
„Da draußen gibt es eine Menge Arschlöcher mit mörderischen Absichten.“
„So ganz kaufe ich dir das nicht ab. Klingt nach einer Art Versicherungsbetrug. Oder einer anderen Verkaufsmasche.“
„Wenn es eine ist, würde ich gerne wissen, wer die Kohle rausrückt.“
„Ich habe nicht gehört, wie du es geleugnet hättest.“
„Das werde ich auch nicht tun, das verleiht der Behauptung nur Glaubwürdigkeit.“

Verzweigung

712
„Hat Tempo seinen Tod auch vorgetäuscht?“
„Ja, klar, Hersh. Die ganze Scheiße im Büro war nur rote Farbe.“
„Ich habe auch nicht gesagt, dass ich kein Interesse habe.“
„Cool. Das behalte ich im Hinterkopf.“
„Und du warst mit dieser … Prozedur einverstanden?“
„In meinem Kopf hat es geregnet, Hersh. Es hat immer geregnet und jenseits der Wolken herrschte finstere Nacht. Ich wollte …“
PersonalismusSW 10
Eine normale Nacht mit normalen Sternen.
„Ich weiß es nicht. Etwas anderes als das.“
„Und hast du das bekommen?“
„Nicht wirklich. Aber wenigstens regnet es nicht mehr.“
SensorenSW 10
Eines ihrer Augen verschwindet hinter dem Rauch, den sie ausatmet. Das andere bleibt auf dich gerichtet.
„Kannst du einfach wieder du werden, wenn du willst?“
„Warum sollte ich das wollen?“
„Vielleicht hast du eine übereilte Entscheidung getroffen.“
„Nichts daran war übereilt. Glaub mir, ich habe schon lange darüber nachgedacht.“
„Jedenfalls ist das ein 'permanenter' Eingriff. Und die Abmachung lautet, dass ich verdammt noch mal damit klarkomme. Weitermache.“

Verzweigung

729
„Vielleicht fehlst du dir irgendwann.“
„Bisher nicht. Falls doch lasse ich es dich wissen.“
„Ich weiß nicht … Abwechslung?“
„Ich hatte genug Yana für ein Leben.“
PersonalismusSW 10
Dieses Mädchen kann kaum älter als Siebzehn sein. Sie hat erst einen flüchtigen Blick auf ein Leben erhascht.
„So weit würde ich persönlich nicht gehen, aber vielleicht liegt das an mir.“
„Vielleicht bist du einfach besser darin, dir selbst zu entkommen. Schön für dich.“
InstinkteSW 10
Zuflucht.
„Und wie ist es jetzt?“
„Es fühlt sich an, als könnte ich mich nicht richtig an mich erinnern … als würde ich mich selbst durch Traumglas hindurch sehen … ganz undeutlich und verzerrt.“
PoetikSW 10
Wie eine Telefonnummer auf dem Rücken einer jungen Hand nach einem Tag.
„Erzähl weiter. Ich muss wirklich erfahren, wie das funktioniert.“
„Ich habe als Kind viel ferngesehen. Wenn es einen heftigen Sturm gab, sind die Störantennen ausgefallen und wir konnten ein paar Bilder aus dem luzianischen Fernsehen erhaschen, ganz seltsam und abgehackt.“
AufzeichnungenSW 12
Du erinnerst dich daran, wie deine Mutter zu den Feiertagen mit einer Antenne herumhantiert und versucht hat, ausländische Zeichentrickserien zu empfangen – durch das Rauschen waren Bilder einer haarigen Vintage-Vulva erkennbar.
„So fühlt es sich manchmal an, wie ein Signalfehler. Als würde ich die Gedanken eines anderen hören, nur, dass es jetzt meine sind. Aber der Signalfehler entsteht nicht durch die Gedanken – sondern dadurch, dass mein Geist versucht, sie zu verarbeiten.“
„Ihr seid jetzt also nicht zu zweit da drin?“
„Nein. Hier bin nur ich. Nur gibt es jetzt mehr von mir. Nicht alles liegt im Sendebereich.“

Verzweigung

747
„Vielleicht sollte dir jemand auf den Kopf schlagen. Das hilft meistens.“
„Seeehr witzig, Hersh. Wobei ich das am Anfang ein paarmal ausprobiert habe … hat nichts gebracht.“
„Du bist also quasi unglaublich high. Alles klar.“
„Nein. Meine Existenz ist verdammt noch mal kompromittiert.“
„Verstehe. Nicht gerade ideal.“
„Nein, ist es nicht.“ Sie zuckt mit den Schultern und wendet den Blick ab. „Aber ich komme schon klar.“
„Das ist nur noch etwas, woran du dich gewöhnen musst. Ich bin mir sicher, dass es sich irgendwann normal anfühlen wird. Alles wird zur Normalität wenn man sich einmal daran gewöhnt hat.“
„Es ist also, als hättest du dich an deinem dreißigsten Geburtstag so richtig abgeschossen. Alles klar.“
„Wie auch immer. Vielleicht bin ich einfach mental gealtert und alt sein fühlt sich eben so an.“
„Tempo, Tempo, Tempo.“ (Abschließen.)
„Ich bin Yana. Nur eine Yana.“
PersonalismusSW 10
Das hat sie für sich selbst gesagt, nicht für dich.
„Du hast mir auch gefehlt.“
„Das ist doch schön. Es ist schön, vermisst zu werden.“

Verzweigung

762
„Das ist richtig verrückt … aber ich glaube dir.“
„Danke, Hersh.“ Ein kleines Lächeln. „Eine neue Weltordnung. Ich gewöhne mich noch daran.“
„Ich glaube dir das immer noch nicht. Du verarschst mich doch, garantiert.“
„Lass es mich noch mal anders ausdrücken. Tempo ist ich. Ich bin Tempo.“ Sie schüttelt den Kopf. „Du kannst glauben, was du willst, aber das stimmt.“
„DER URSPRUNG ALLER GEISTIGER KRANKHEITEN LIEGT IM POLITISCHEN.“
„… Was?“
„Wie ist es dir ergangen, Hersh?“ Ihre ungleichen Augen finden deine. „Du hast mir gefehlt.“
„Yana … das ergibt überhaupt keinen Sinn.“
„Weißt du, was auch keinen Sinn ergibt? Ich wollte das sagen, seit ich dich zum ersten Mal gesehen habe …“
Das kann nicht sein. Oder doch?
Natürlich kann es das. Warum auch nicht, irgendein Quark über die Gesetze der Realität? Sei kein langweiliger Arsch, das warst du auch früher nicht.
„Also ist alles vergeben und vergessen, oder was?“
Sei kein voreiliger Arsch. Du hast noch gar nichts gemacht. Aber du bist auf dem richtigen Weg. Und du bist hier.
Was für eine 'Dissonanz'? Vor dir steht ein Mädchen im Teenageralter, das Probleme mit Autoritätspersonen hat und sich ein bisschen rätselhaft gibt.
„Genug von dieser Geheimniskrämerei! Red Klartext.“
„Verdammte Scheiße, ich bin Tempo!“
„Endlich!“
Das Mädchen blickt dich an, mitten in der Bewegung erstarrt. Sie wartet auf irgendeine Reaktion.
Einen verdammten Moment mal, hat sie gerade …?
„Sag das bitte noch mal.“
„Ich. Bin. Tempo.“
NervenstärkeSW 10
Ein paar kalte, kleine Hände spielen ein Menuett auf deinem Rücken.
„Du bist … Tempo?“
„Da ist sie ja endlich. Also, fangen wir von vorne an.“
„Ich weiß nicht, warum er dich hergerufen hat oder was er dir sagen wollte … ich habe seine Erinnerungen nicht. Aber ich weiß, was er jetzt zu dir sagen würde.“
SensorenSW 10
Jemand lehnt sich gegen einen Regler, der mit 'die Welt' beschriftet ist und alle Geräusche verschwinden für einen Moment.
„Erklär mir genau, wie dieses Ding funktioniert. Sofort.“
„Das weißt du schon. Es erschafft Kopien. Es ist ein Mega-Schänder.“
„Ein Schänder wofür?“
„Für alle bekannten Gesetze, was sonst.“
„Beschreibe, was du siehst, Frau Meisterspionin. Ich. Bin …“
SchattenspielSW 9
TAXMAN.
PersonalismusSW 10
Ein alter Freund.
TechnoflexSW 10
Ein Geister-Hologramm.
„… Tempo.“
„Hast du den Schänder angewendet oder wurde er auf dich angewendet?“
„Eine Mischung aus beidem. Es braucht zwei Personen, um den Schänder anzuwenden.“
„Also weißt du, wie es funktioniert …“
„Ja. Ganz genau.“
„Weißt du, wie das Ding funktioniert?“
„Ja. Besser als irgendjemand sonst.“
„Er meinte, ich müsste sehen, wie es verwendet wird, um es zu verstehen …“
„Woher weißt du, dass das nicht längst passiert ist?“
„Ach ja, das Ding. Tempo nannte es den 'Mega-Schänder'.“
Cold ReadingSW 10
Beim Sprechen überläuft sie ein leichtes Schauern.
TechnoflexSW 9
So heißt es vermutlich nicht wirklich.
DoppelgängSW 10
Besorge dieses Gerät für die Gäng. Verwende es. Befreie die Welt von der Bürde des Einverständnisses.
„Anscheinend ist dieser 'Mega-Schänder' ein seltenes Gerät zum Anfertigen von Raubkopien …“
„Im Moment? Er. Hast du es oder nicht?“
„Wegen dieses Prägegeräts … kann ich das haben?“
„Nimm es. Keine Retouren.“ Sie kramt hinter ihrem Stuhl herum und taucht nach kurzer Zeit mit dem Gerät wieder auf.

Verzweigung

814
„Und nein, ein Ladekabel war nicht dabei. In den Rändern steckt aber ein bisschen Kokain. Und ein bisschen Nasenblut.“

Verzweigung

816
„Dieses seltsame luzianische Gerät … wo bewahrst du es auf?“
„Genau hier. Das ist ein verdammt rätselhaftes Teil, Hersh. Das würde ich wohl kaum wegwerfen.“
Sie zieht ein Gerät von der Größe eines Serviertabletts hinter ihrem Stuhl hervor. Farbige Knöpfe umgeben einen großen, dunklen Bildschirm.
TechnoflexSW 10
Was ist das für ein Ding? Auf den ersten Blick sieht es aus wie eine namenlose Neuheit für Konsumenten – ein tragbarer Fernseher oder eine Handheld-Spielkonsole.
InstinkteSW 10
Stille Magie. Schlafend. Gefährlich.
„Der Mega-Schänder.“ (Du legst den Kopf schief.) „Cooool.“
„Ja. Ein offizieller Name steht nirgendwo darauf. Das ist einer der Gründe, warum es so cool ist.“
„Dieses Ding hat mich zu dem gemacht, was ich bin.“ Sie drück ihre Handflächen aneinander und dreht sie leicht.
PersonalismusSW 12
Eine Person wird mit einer anderen vermischt.
„Funktioniert es … immer noch?“
„Ne. Ist am Arsch. Es braucht Batterien. Besondere luzianische Batterien.“
„Vielleicht ist es besser, wenn du es nimmst oder so. Zum Aufbewahren.“ Das Mädchen hält dir das Gerät hin.
TechnoflexSW 10
Jackpot.
DoppelgängSW 10
Endlich kann die Hershel-Klonarmee ihre leeren Ränge auffüllen!

Verzweigung

831
„Warum möchtest du, dass ich es bekomme?“
„Weil es mich daran erinnert, dass ich eine Art fehlgeschlagener Test bin.“
Cold ReadingSW 10
Dir ist aufgefallen, dass sie es vermeidet, Spiegel oder Fenster anzusehen – keine Oberflächen, die Spiegelungen zeigen.
„Außerdem wirkst du, als würdest du auch tief in der Scheiße stecken, Hersh. Vielleicht brauchst du auch ein Backup. Also tu mir den beschissenen Gefallen.“
„Also gut, also gut. Dann gib es mir.“ (Du nimmst das Gerät.)
„Das ist dir ja ziemlich wichtig. Ich bin skeptisch. Behalt das Ding.“ (Du nimmst es wirklich nicht.)
„Unglaublich. Ich dachte, du wärst Spionin. Ihr Leute lebt doch für interessanten Scheiß.“
„Bin ich jetzt Teil der Verkaufsmasche?“
„Das kommt darauf an, was du damit tust. Das Ding kann Leute dazu bringen, so zu denken wie du. Damit ließe sich sicher Geld verdienen.“
„Vielleicht wäre es besser, es nie wieder einzuschalten …“
„Vielleicht.“ Sie atmet langsam eine Rauchwolke auf. „Aber wenn du irgendwann ein ganz neues Leben brauchst … könntest du es schlimmer treffen.“
„Okay, ich bin neugierig.“ (Du nimmst das Gerät.)
„Ich würde dir raten, es mit den Experimenten nicht zu übertreiben.“
„Die Kultur nimmt die Lieferung ihrer ersten Hyperwaffe an.“ (Du nimmst das Gerät.)
„Ich möchte nicht bereuen, es dir gegeben zu haben.“
„Ich habe Angst, welche Sünden ich damit begehen würde.“ (Du nimmst das Gerät nicht.)
„Nimm es einfach, ja? Ich mag es nicht, das Ding hier zu haben. Benutze es, benutze es nicht, schmeiß es aus dem Fenster einer beschissenen Tram. Mir egal.“
„Es ist irgendwie … unheimlich. Ist dir das aufgefallen?“
„Es ist unheimlich cool, Hersh.“
(Du schreist die Maschine an.) „Tempo! Bist du da drin, Bruder?“
„Wovon zum Henker redest du eigentlich? Das Ding ist nicht mal an.“
KoordinationSW 12
Falsches Gefäß!
(Du schreist Yana an.) „Tempo! Bist du da drin, Bruder?“
„Fick mich doch.“ Das Mädchen zuckt zurück, als dein Speichel ihr ins Gesicht spritzt. „Konzentrier dich auf die Maschine, du Depp.“
„Weißt du, wo ich eine Waffe auftreiben kann?“
„Waffen sind Sache der Azzurri. Auf dem Basar gibt es die nicht.“ Sie schnippt gegen ihre Zigarette. „Eine Handfeuerwaffe?“
„Irgendeine Waffe.“
„Dann suchst du nach einem Einsteiger-Azzurri. Nach einem von den traurigen Deppen, die sie durch den Fleischwolf drehen. Carabinero-Futter.“
„Kennst du solche Ärsche?“
„Ein besonders ätzender hängt beim Kreisel rum. Er hat schon ein paarmal versucht, sich mit mir anzulegen. Da schieß ich lieber selber.“

Verzweigung

862
AufzeichnungenSW 10
Das kommt dir bekannt vor … sie redet von Ziegenauge, der nach Liebe lechzenden Seele mit vielen Vorhaben.

Verzweigung

864
PersonalismusSW 10
Horizontale Pupillen … völlig untervögelt … du kennst ihn. Das Wesen, das als Ziegenauge bekannt ist.
„Ja. Aber es muss eine coole Waffe sein, nicht so eine, die jeder hat, weißt du?“
„Waffen sind Waffen.“ Sie zuckt mit den Schultern. „Die Coolheit hängt davon ab, auf wen sie gerichtet sind.“
„Schlechte Neuigkeiten, Yana. Auf der Straße sagt man sich, du wärst nicht moonglow.“
Das Mädchen nimmt einen langen Zug von der Zigarette und zeigt dir langsam den Mittelfinger.

Verzweigung

870
„Ist Marco dein Freund? Er ist im Auftrag seiner gruseligen Freundin in irgendwelche zwielichtigen Angelegenheiten verwickelt.“

Verzweigung

872
„Er ist nicht mein Freund, wir haben nur eine Weile zusammen abgehangen. Vielleicht tun wir das auch immer noch, egal.“
„Ich bin mir ziemlich sicher, dass er dich gerne offiziell als Freundin hätte.“
„Tja, dann sollte er mich ganz offiziell fragen, ob ich das auch will.“
„Und was führt er im Schilde?“
„Irgendein Arsch hat mich im Visier. Ein Arsch mit komischen Kopfhörern und einem potthässlichen Schnurrbart.“

Verzweigung

878
AufzeichnungenSW 6
Die Ultra Violeti sind diesem Mann begegnet. Sie hatten Angst vor ihm.
„Ich glaube, ich kenne den Kerl.“
„Bist du ihm begegnet?“
„Nein, ich habe ihn nur … auf dem Schirm.“
„Dann ist das ein verschissen unglücklicher Zufall.“

Verzweigung

884
„Warum ist er hinter dir her?“

Verzweigung

886
„Also …“ Sie zieht das Wort in die Länge. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass es mit dem Präge-Gerät zu tun hat. Dem Mega-Schänder.“
SensorenSW 10
Die sanfte Klaviermusik wird wieder lauter. Sie ist in der Nähe, doch gleichzeitig weit hinter dir.
„Das heißt, der Kopfhörer-Typ will es?“
„Keine Ahnung. Kann sein. Vermutlich.“

Verzweigung

891
„Ah, deshalb wolltest du es mir geben.“
„Ganz ehrlich? Ich will es nicht hier haben. Ich kann hören, wie es … kichert.“ Sie schaut dich an. „Aber ich will dich wirklich nicht verarschen. Versprochen.“
Sie zieht an ihrer Zigarette und hat erst dich, dann den Glimmstängel im Blick.
PersonalismusSW 12
Du hast das Gefühl, dass sie dir gleich etwas anvertraut. Doch kurz vorher zieht sie die Worte zurück und ersetzt sie durch andere.
„Ich bin eher der Typ für Handlungen, Hersh. Ich räuchere das Kopfhörer-Arschloch aus. Mein Statist steht schon auf der Bühne. Sein Kryptonym lautet … SCARF.“
„Wenn du 'Statist' sagst, meinst du Marco, deinen Freund?“

Alternative Formulierung

„Wenn du 'Statist' sagst, meinst du Marco?“
Ja. Offensichtlich. Oder … wirklich?“ Das Mädchen nimmt einen langen Zug und funkelt dich an, während sie einatmet.
SchattenspielSW 10
Sie überspielt das völlig grundlos. Die Ausbilder der Operanten-Dienststelle hätten einiges dazu zu sagen.
AufzeichnungenSW 10
Du hast mit sechzehn Mal angegeben, deine Blutgruppe sei 'mysteriös', um einen durchschnittlich attraktiven Arzt zu beeindrucken.
„Nutze deine Spion-Fähigkeiten. Nimm Kontakt auf. Sage ich, dass ich dem Treffen zustimme.“

Verzweigung

902

Verzweigung

903

Verzweigung

904
„Wo finde ich ihn?“
„Keine Ahnung, Hersh. Wo findest du ihn?“
Sie formt ein Wort lautlos mit den Lippen in deine Richtung.
SensorenSW 10
'Scarf.'
„Und du kannst ihm ausrichten, dass sich in meinem Kalender dieses Wochenende ein Termin verschoben hat, deshalb könnte er für so eine Stunde vorbekommen, wenn nichts dringenderes dazwischen kommt, was passieren könnte.“
„Wirklich süß. Wird erledigt.“
„Gut.“ Sie nimmt einen schnellen Zug.
„Ich habe nichts gegen Feinde, die stärken meine beschissene Position. Aber weißt du, was sie noch weiter stärkt?“
InstinkteSW 11
Ihnen Leute auf den Hals zu hetzen.
„Dass ich mich um sie kümmere, während du hier sitzt?“
„So langsam kommst du dahinter, Hershel.“ Sie grinst.

Alternative Formulierung

„So langsam kommst du dahinter, Hersh.“ Sie grinst.

Verzweigung

916

Verzweigung

917
„Überteuerte Zigaretten?“
„Nein. Die Tatsache, dass andere Leute sich für mich um diese Feinde kümmern.“
„Die unauslöschlichen Bande der Freundschaft?“
„Mit dir spricht man echt immer nur in beschissenen Rätseln.“ Sie schüttelt den Kopf.
„Ich bin nicht dein Laufbursche.“
„Dann sei etwas nützlicheres.“ Sie nimmt einen schnellen Zug.
SensorenSW 10
… 'Schaf'?
Graue SubstanzSW 8
'Schal'. Komm schon.
„Aber ich habe schon mit ihm gesprochen.“
„Ja, du hast mit ihm 'gesprochen', aber jetzt sollst du 'Kontakt' mit ihm aufnehmen. Denk mit, Hersh, verdammt noch mal.“
„Controller stimmen keinen Treffen zu.“
„Das ist hier nicht dein Opern-Affenzirkus, Hersh. Alle Genehmigungen laufen über mich.“
„Das klingt alles sehr amateurhaft. Ist er zuverlässig?“
„Kein Stück. Aber SCARF ist dem Ziel schon recht nahe gekommen, wenn auch nur durch pures Glück.“

Verzweigung

932
„Schon okay, Yana. Ich bin eine große internationale Spionin. Gefahr ist Teil der Position.“
„Damit kenn ich mich beschissen gut aus.“
„Wow, gut, dass ich es mir nicht von dir aufzwingen lassen habe.“
„Ich wollte dir nichts 'aufzwingen', ich dachte nur, dass es bei dir besser aufgehoben wäre.“
„Und ich war ehrlich – ich will es nicht hier haben. Ich kann hören, wie es … kichert.“
„Wenn ich genauer darüber nachdenke, ist es wohl besser, wenn ich es habe.“ (Du nimmst das Gerät.)
„Meine Rede. Und es gibt keine Rückgaben.“ Sie kramt etwas herum, bevor sie das Gerät hervorholt.
„Und nein, ein Ladekabel war nicht dabei. In den Rändern steckt aber ein bisschen Kokain. Und ein bisschen Nasenblut.“
„Was für ein Zufall.“
„Er weiß vermutlich, dass ich es habe. Denke ich. Ich hab keine Ahnung mehr, wer was weiß.“

Alternative Formulierung

„Er weiß vermutlich, dass ich es habe. Oder … hatte. Jetzt hast du es ja.“
„Wenn ich dieses Chaos mal geordnet habe, solltest du besser ehrlich zu mir sein.“
„Ich weiß es nicht. Und Tempo wusste es auch nicht. Aber er hatte wirklich Angst vor ihm.“
„Wir müssen eine Gegenspionage gegen diesen Typen starten.“
„Da bin ich schon eine ganze Ecke weiter. Ich räuchere das Arsch aus. Mein Statist steht schon auf der Bühne. Sein Kryptonym lautet … SCARF.“
„Komische Kopfhörer und ein potthässlicher Schnauzbart … der sollte leicht zu finden sein.“
„Yana, hör auf mit dem Scheiß. Das klingt ernst.“
„Nein, aber ich habe mit zwei Teenagerinnen gesprochen, die er einschüchtern wollte. Oder beeindrucken. Wer weiß.“
„Nun, ich bin eher der Typ für Handlungen, Hersh. Ich räuchere das Arsch aus. Mein Statist steht schon auf der Bühne. Sein Kryptonym lautet … SCARF.“
„Nein, aber ich habe gehört, er steht total auf Ultra Violeta.“
Das Mädchen zuckt mit den Schultern und interessiert sich plötzlich deutlich mehr für seine Zigarette.

Verzweigung

953
„Wer ist das?“
„Keine Ahnung. Die Kopfhörer sind das auffälligste Merkmal. Und die Tatsache, dass er es auf mich abgesehen hat.“
Cold ReadingSW 10
Sie ist die üblichen Freaks gewöhnt, aber der hier hat sie beunruhigt.
„Deshalb bin ich hier und nicht auf dem Basar. Da schleichen überall ausgewachsene Ärsche durchs Unterholz.“

Verzweigung

958
„Er hat extrem viel Angst vor dir.“
„Ja. Leider ist das tödlich.“
„Ich freue mich wirklich für dich.“

Alternative Formulierung

„Ich freue mich wirklich für dich, Yana.“
„Igitt.“
„Warum versteckst du dich alleine hier drin?“
„Weil ich viele Feinde habe.“ Sie nimmt einen scharfen Zug. „Immer geht es um Feinde.“
NervenstärkeSW 11
Jeden Augenblick könnte jemand die Tür eintreten.
„Ich habe sehr viel mehr Probleme als die, die du anschleppst und ich arbeite an Lösungen für diese Probleme. Entferne deine Nase aus meinen Angelegenheiten.“
SensorenSW 10
Plötzlich kommt die Luft in der Wohnung dir sehr abgestanden vor. Zigarettenrauch kringelt sich wie durch Zauberhand.

Verzweigung

968
„Lösungen wie deinen Freund Marco?“
„Also gut. Gehe zurück.“ (Zurück.)
„Ich bin mir sicher, dass du dir eigene Feinde machen wirst. Dann können wir sie vergleichen.“

Verzweigung

972

Verzweigung

973
„Wie hast du mich erkannt?“
„Von dem Foto auf Tempos Schreibtisch. Das wart ihr alle, oder? Der 'Krasse Trupp'.“
SensorenSW 12
Dein Herz poltert plötzlich los.
„Ja. Das waren wir.“
„Das dachte ich mir.“
„Was hat Tempo dir noch über uns erzählt?“
„Nicht viel. Dass ihr gut wart und dass euch etwas verbunden hat … und dass es echt schade war, wie die Sache enden musste.“
„Was hat er denn gesagt, wie es enden musste?“
„Erst ganz langsam, dann Schlag auf Schlag. Er meinte, das Mädchen hätten sie zuerst erwischt, Karolina. Dann ist der Boden eingebrochen.“
SchattenspielSW 10
KINDRED. Der erste Dominostein.
„Hat er mir die Schuld gegeben?“
„Nein, ich glaube nicht. Gute Sachen können vor die Hunde gehen. Sowas kommt vor.“
„Du kannst ehrlich mit mir sein.“
„Ich bin ehrlich. Ihr wart Freunde, oder? Man geht mit seinen Freunden unter und verlässt gemeinsam die Bühne. So war es schon immer.“

Verzweigung

988
„Es war für alle Beteiligten eine höchst lehrreiche Erfahrung.“
„Das ist es meistens, wenn jemand die Scheiße aus einem rausprügelt.“ Sie betrachtet das Ende ihrer Zigarette.
„Ich schwelge nicht gern in Erinnerungen.“
„Dann lass uns auf die Zukunft schauen. Die ist dunkler. Unbekannter.“
„Was denkst du?“ (Du zeigst ihr das Foto.)
„Sechs Ärsche und ein Tempo. Das denke ich.“
„Keine Ärsche. Cool.“
„Lass mal sehen.“ Das Mädchen betrachtet das Foto. „Ihr seht irgendwie aus wie eine Band. Eine von den alten Bands, die sich zerstritten haben.“
PoetikSW 12
Kurz vor ihrem großen Durchbruch.
„Ich bin richtig gut getroffen, oder?“
„Lass mal sehen.“ Das Mädchen betrachtet das Foto. „Du siehst viel jünger aus. Also, richtig viel.“
„Tempo hat nach mir gefragt. Vielleicht kannst du mir endlich den Grund dafür verraten.“
„Das 'Ritual' natürlich. Hat das schon angefangen oder was?“
Cold ReadingSW 10
Das ist dein Stichwort, um herauszufinden, was das ist.
„Das Ritual?“
„'CASCADE oder nichts. Sag ihr, TAXMAN ist bereit, mit dem Ritual zu beginnen.' Das war Tempos Nachricht an die Oper. Was bedeutet sie?“

Verzweigung

1.005

Verzweigung

1.006
SchattenspielSW 10
'Ritual' … das Wort kommt im Manuskript der Operanten-Dienststelle nicht vor.
PersonalismusSW 10
Das muss ein Tempo-Original sein, das etwas wichtiges verschlüsselt – ganz großspurig und rätselhaft.

Verzweigung

1.009
„Ich weiß es nicht. Ich höre zum ersten Mal davon.“
„Ich hatte wirklich … gehofft, du wüsstest es.“
InstinkteSW 11
Sie hat darauf gesetzt.
„Ich dachte, du wärst so eine Art großer Fisch in der Oper? Tempo meinte, du würdest zu den höchsten Rängen gehören, die beste Spionin am Nachthimmel.“
NervenstärkeSW 9
Oh-oh. Tempo hat nicht gewusst, dass sie dich nach 91 zurückgestellt haben. Er dachte, man würde dich noch … respektieren. Sogar verehren.
DoppelgängSW 10
Du brauchst nicht zu erwähnen, dass deine Karriere ein halbes Jahrzehnt im Gefrierschrank pausiert war. Gib dich rätselhaft. Mädchen im Teenageralter lieben das.

Verzweigung

1.016
„Sie haben mich fünf Jahre lang im Ablageraum begraben. Nach dem letzten Mal.“
„Was soll das heißen?“ Falten bilden sich auf ihrer Stirn. „Bist du noch Spionin?“
„Im Moment bin ich Spionin.“
„Danke, dass du ehrlich bist … Aber so, wie Tempo über dich gesprochen hat … Ich bin froh, dass er das nicht hören musste.“
PersonalismusSW 10
Das bist du auch.
VerschränkungSW 10
'An meine alte Freundin CASCADE. Sag ihr, TAXMAN ist bereit, mit dem Ritual zu beginnen. Keine blöden Ärsche! Nur CASCADE, von Angesicht zu Angesicht! CASCADE oder nichts! Und sag ihr, wenn wir das hier durchziehen, wird alles vergeben sein!'
„Du solltest die große CASCADE sein, die alle Antworten in der Tasche hat.“
„Dann tut es mir leid, dass ich das nicht bin.“
„Das ist nicht deine schuld.“
Das Mädchen schließt die Augen und öffnet sie wieder. Rauch steigt ihr aus den Nasenlöchern.
„Still jetzt, Hershel … Ich spüre die Gegenwart der Geister … sie wollen mit uns sprechen.“
Cold ReadingSW 9
Sie ist vor Sarkasmus regelrecht eingefroren.
„Ja, ich höre sie … sie sind ganz nah … sie flüstern: 'Das Ritual ist komplett am Arsch. Es ist futsch. Es sei denn, ihr könnt diesen alten Luzianer finden.'“
„Was für ein alter Luzianer?“
„Tempo war dabei, ein riesiges Geschäft mit irgend so einem Luzianer auszuhandeln, der aussah, als wäre er um die tausend Jahre alt, ehe er vom Brett katapultiert wurde.“
„Irgendein richtig hohes Tier. Meine Vermutung? Dieses Ritual hat irgendwas damit zu tun.“
PoetikSW 10
'Ritual' … 'Geschäft' … es fällt dir nicht schwer, dir vorzustellen, wie Tempo die Worte gegeneinander austauscht …
„Abgemacht. Guter Anfang. Erzähl mir mehr über dieses 'riesige Geschäft'.“
„Tempo nannte es 'einen Schlag für die Kultur, der gegen alle bekannten Gesetze aufbegehrt'. Und er meinte, dass das Weinende Auge uns alle umbringen würde, wenn er es verkackt. Das hat er mehrmals betont.“

Verzweigung

1.036
NervenstärkeSW 6
Die Ausreisepapieren, die du beim Schrein gefunden hast, werden in deiner Tasche etwas schwerer.
„Diese Prophezeiung scheint sich zu erfüllen. Tempo war der erste, ein Blutopfer in seinem eigenen Büro. Als Nächstes bin ich dran. Und dann wahrscheinlich du, falls du dann noch hier bist. Du gehörst jetzt zu diesem Geschäft.“
PersonalismusSW 10
Dein alter Freund hat niemals nur ein Geschäft abgewickelt. Es gab immer ein Knäuel aus Nebeneinsetzen, Optionen und sich überschneidender Interessen, das so entwirrt wurde, dass Tempo am Ende mit sich selbst am Tisch saß.
SchattenspielSW 12
Als er sich dieses Mal hingesetzt hat, lag sein anderes Ich schon mit dem Kopf auf dem Tisch und blutete.
„Eine Antwort hätte ich in der Tasche. Dieser alte Luzianer … hieß er zufällig Dante?“ (Du zeigst ihr die Ausreisepapiere.)
„Ich habe keine Ahnung, wie er heißt oder sich jetzt nennt, aber ja, das ist er …“ Sie blinzelt überrascht. „Woher hast du die?“
Cold ReadingSW 10
Treffer, Punkt für dich.
„Zigaretten im Schrein in der Nähe des Basars. Ein kleiner Trick, den ich Tempo beigebracht habe.“
„Meinst du den Schrein mit den ganzen Bildern von toten Menschen? Verdammt tolles Zeichen.“
„Dieser alte Sack ist vor ein paar Wochen verschwunden. Wurde geschnappt und hat sich in Luft aufgelöst.“ Sie schnippt mit den Fingern. „Einfach so.“

Alternative Formulierung

„Dieser Dante-Arsch ist vor ein paar Wochen verschwunden. Wurde geschnappt und hat sich in Luft aufgelöst.“ Sie schnippt mit den Fingern. „Einfach so.“
„Wie?“
„Er hat an einem Telefon, von dem alle wissen, dass es abgehört wird, richtig belastende Scheiße gelabert. Ein richtiger Anfängerfehler.“

Verzweigung

1.049
„Tempo andererseits hat gehört, wie er geschnappt wurde. Geheime Aktion.“ Sie zieht zwei Fäuste über ihr Gesicht. „Jetzt ist er in irgendeinem geheimen Gefängnis eingebuchtet und erzählt wer-weiß-wem wer-weiß-was.“
„Angenommen, es gäbe noch jemanden, der nichts von dem abgehörten Telefon weiß …“

Alternative Formulierung

„Die Tochter eines der Verkäufer auf dem Basar hat mir von diesem Telefon erzählt. Ihr Vater ist auch verschwunden.“

Alternative Formulierung

„Eine Frau auf dem Basar hat mir von diesem Telefon erzählt. Ihr Vater ist auch verschwunden.“
Dich? Verdammte Scheiße, du bist eine Spionin, Hershel. Auf dem Basar, beim Westtor. Eine meiner Verkäuferinnen hat auch jemanden an dieses Telefon verloren, Malen. Du solltest sie darauf ansprechen.“

Alternative Formulierung

„Ja. Malen. Sie meinte, ihr Vater hätte sich in Luft aufgelöst.“ Sie blickt aus dem Fenster.
„Sie lächelt nicht mehr viel. Was ein Problem ist, wenn man Partys an Leute verkaufen will. Du solltest mal ihre beschissenen Belege sehen.“
„Hast du Ideen wo dieses Gefängnis sich befinden könnte?“
„Klar, es steht direkt unter dem blinkenden Neonschild mit der Aufschrift 'ZUM GEHEIMGEFÄNGNIS HIER LANG'.“
SchattenspielSW 11
Es ist sehr wahrscheinlich, dass es dieses Schild nicht gibt.
„Tut mir leid.“ Sie reibt sich die Augen. „Die letzten Wochen waren ziemlich stressig.“
„Ist schon in Ordnung.“
„Ich weiß nicht, wo dieses Gefängnis sich befindet. Das ist Spionkram, deine Welt. Ich bin hier nutzlos.“ Sie tappt frustriert mit dem Absatz auf den Boden.
„Es hat Tempo wirklich einen Schrecken eingejagt, als der Alte erwischt wurde. Also einen Schreck wie man ihn sonst nur nach einer leichten Überdosis waffenfähigem Koks erlebt. Als ich ihn zuletzt gesehen habe, hatte er Nasenbluten und redete in sehr ernstem Tonfall über das Schicksal.“
„Also sind beide Parteien, die an diesem extrem illegalen Geschäft beteiligt waren, aktuell tot oder verschwunden.“
„Exakt. Du hast mich und diesen Unterschlupf. Und ich habe dich.“
„Ich nehm zwar kein Koks, aber ich habe eine Scheißangst. Du musst diesen alten Luzianer finden und ihn entweder rausholen oder zum Schweigen bringen.“
„Wenn dieser alte Sack unser riesiges Geschäft verrät, sind wir alle am Arsch. Du, ich und … alle anderen.“
Cold ReadingSW 11
Sie wollte gerade noch einen Namen sagen.

Verzweigung

1.066
„Du, ich und …“ (Du hebst die Augenbrauen.)
„Ich sagte alle. Der Basar, die Verkäufer, die Schmuggler … das ganze Königreich. Jeder Tag eine Katastrophe.“
Nein. Da ist etwas Größeres. Etwas, das sie zurückhält.
PersonalismusSW 10
Das ist ihre Art, um Hilfe zu bitten. Sie braucht eine Freundin.
DoppelgängSW 12
Der Gäng sind gerade zwei Freunde abhandengekommen – wir könnten auch eine gebrauchen.
Graue SubstanzSW 10
Das ist deine beste Chance, den Auftrag auszuführen, den du offiziell nie erhalten hast.
SchattenspielSW 9
Dieses Kind ist noch nicht in den Brunnen gefallen. Es sieht nicht gut aus, aber es bleibt noch Zeit, das Blatt zu wenden.
„Ich schulde dir ja noch was wegen der Tuk-Tuk-Geschichte.“
„Das tust du.“ Sie nickt. „Danke.“
SensorenSW 10
Irgendwo weit hinter dir wird eine Tür zugeschlagen. Das sanfte, zurückhaltende Klavierspiel trägt gedämpftes Gelächter und das Geräusch schneller Kinderfüße aus der Wohnung über euch herein.
„Ich habe noch nichts gemacht. Mir bleibt noch eine gute Chance, es zu versauen.“
„Tempo meinte, du würdest dich durchbeißen. Für ihn. Für uns.“
VerschränkungSW 12
'Und sag ihr – wenn wir das hier durchziehen, wird alles vergeben sein!'
„Also finde diesen alten Gefangenen, Hershel.“ Sie dreht ihre sterbende Zigarette langsam. „Und beiß dich durch.“

Verzweigung

1.081

Verzweigung

1.082
„Wo ist dieser alte Luzianer jetzt?“
„In einem geheimen Gefängnis oder so. Außerhalb unserer Reichweite.“

Verzweigung

1.085
„Bist du dir da sicher? Die hier hat er jedenfalls nicht.“ (Du zeigst ihr Dantes Ausreisepapiere.)

Verzweigung

1.087
„Wenn das so ein großes Geschäft war … was lag dann auf dem Tisch?“
„Tempo sollte den Alten über Portofiro aus Luz rausholen. Mit Ausreisepapieren und allem, das ganze Neue-Persönlichkeit-Paket.“
„Er war gut darin, Leute zu bewegen. Und zu erfinden.“
Graue SubstanzSW 11
Menschenschmuggel – riskant, das schon, aber jetzt nicht gerade welterschütternd.
„Das nennst du ein 'riesiges' Geschäft? Ich nämlich nicht.“
„Nein, nein. Der riesige Teil … der rebellische Teil … war das, was Tempo im Gegenzug erhalten sollte.“
„Dann hau mich mal vom Hocker.“
„Etwas, das er den 'Mega-Schänder' genannt hat.“
Cold ReadingSW 10
Beim Sprechen überläuft sie ein leichtes Schauern.
TechnoflexSW 10
So heißt was auch immer das ist höchstwahrscheinlich nicht wirklich.
„Ist das ein Objekt, ein Konzept oder eine Person?“
„Ich würde sagen ein konzeptuelles Objekt. Aber es existiert wirklich.“
DoppelgängSW 10
Finde dieses Ding für die Gäng. Verwende es. Befreie die Welt von der Bürde des Einverständnisses.
„Wo ist es jetzt?“
„Der Leucht-Arsch hat seinen Teil der Abmachung nicht erfüllt. Zumindest … hatte er die Chance dafür nicht. Wer weiß, wo das Ding gelandet ist.“ Sie zuckt mit den Schultern und tippt gegen ihre Zigarette.

Verzweigung

1.103
PoetikSW 10
Dildo nom de guerre. In Anerkennung seiner Kraft.
„Kann ich diesen 'Schänder' mal anfassen?“
„Ja, aber wahrscheinlich brauchst du beide Hände, um ihn hochzuheben. Das ist der 'riesige' Teil.“
„Wovor ist dieser Alte geflohen?“
„Dem techno-faschistischen Altersheim? Wer weiß. Wahrscheinlich vor irgendeinem Tod.“
PersonalismusSW 11
Oder vielleicht vor sich selbst.
„Und was genau sollte Tempo im Gegenzug erhalten?“
„Besteht die Chance, dass er es doch rausgeschafft hat?“
„Die geht gegen null, würde ich vermuten.“

Alternative Formulierung

„Nein. Du hältst seine Fahrkarte in der Hand.“
„Lass mich das klarstellen: Tempo hat diesem 'Dante' versprochen, ihm Ausreisepapiere zu besorgen und ihn rauszuschaffen. Das war sein Teil der Abmachung.“
„Genau. Tempo hat ihm sicheres Geleit durch Portofiro angeboten. Und ein neues Leben für ihn erfunden.“
„Klingt, als sollte ich diesen Gefangenen aufspüren.“ (Abschließen.)
„Das ist die einzige Spur, die wir haben.“ Sie drückt ihre Zigarette aus. „Wir sind ein Team, Hershel. Ein Arsch am Boden, zwei weitere stehen hinter seinem Geist.“
Ihre Hand greift reflexartig nach der Zigarettenpackung, die sie unter den linken Träger ihres BHs geklemmt hat. Sie haut sich die Packung einmal gegen die Schläfe, klappt dann den Deckel auf und zieht eine Zigarette heraus.
Cold ReadingSW 12
Ein kurzes Aufblitzen der beiden Personen, die einander überlagern – wie ein Bleistiftdurchdruck.

Verzweigung

1.119
AufzeichnungenSW 12
Woher kennst du diese Geste?
An der Aero-Tram-Haltestelle mit Tempo, nebelfeucht und regengepeitscht. Das letzte Mal von dem ihr beide ganz sicher dachtet, dass es nicht das letzte wäre.
Er hat sich die Zigarettenpackung gegen die Schläfe gehauen und dir dann eine angeboten.
Das hat er oft gemacht …
Du machst das auch manchmal, ohne es richtig zu bemerken. Wenn du an damals denkst.
StaatsmachtSW 10
'NOSTALGIE' IST EIN SYMPTOM EINES REAKTIONÄREN GEDANKLICHEN RÜCKZUGES. DU MUSST DICH VORWÄRTSGEWANDT ERINNERN!
„Haben wir sie angeleint, Hersh?“ Er steckt sich eine Zigarette zwischen die Lippen.
Nein, ich brauche noch ein paar Tage, um mich daran zu gewöhnen. Das habe ich gesagt.
„Du musst stark zupacken. Diese Dinger neigen dazu, etwas kratzig zu sein.“
„Irgendwas neues von unserer Träumerin?“ Er nimmt einen Zug.
SchattenspielSW 6
KINDRED. Die seit sechzehn Stunden nicht mehr erreichbar ist.
Ich habe gesagt, dass Karolina eben noch jung ist. Und es ihr wahrscheinlich gut geht.
Die Aero-Tram fährt kreischend und stöhnend ein.
„Da solltest du wohl besser einsteigen.“ Er schnippst die halb gerauchte Zigarette über den Rand des Bahnsteigs. „Mach dir keine Sorgen um mich, mir wird nichts passieren. Pass auf dich auf, du zwielichtiger Arsch.“
„Hallo, hallo, Erde an Hershel. Du siehst aus wie meine Oma, wenn sie einen ihrer Aussetzer hat.“ Plötzlich blickst du wieder die Teenagerin an.
„Du … stehst Tempo nahe, oder?“
„Näher als die meisten würde ich sagen. Ja.“
„Du musst seine Nichte sein. Das ergibt am meisten Sinn.“
„Da hast du recht, das tut es wohl.“
„Ich heiße Yana. Und ich bin der verdammte Kerl.“

Verzweigung

1.140
„Was auch immer das für eine komische Sexgeschichte ist, die geht nur euch beide etwas an.“
„Keine Sorge, alles geschieht absolut einvernehmlich.“ Das Mädchen verdreht die Augen.
„Er scheint dir viel beigebracht zu haben.“
„Danke, dass es dir auffällt.“
„Ich weiß nicht, wie deine Beziehung zu ihm aussieht, aber du scheinst sein nächstes großes Projekt zu sein.“
„Schreib mich nicht ab, Hershel. Vielleicht bin ich viel mehr als das.“
Ich habe ihm gesagt, dass ich mir Sorgen mache.
Ich meinte, vielleicht hätten wir sie ein bisschen an der Leine …
Dein Statist wirft dir einen Blick zu. Die Zigarette verharrt auf halbem Weg zum Mund.
Aber wahrscheinlich nicht so richtig an der Leine.
Frag mich das in ein paar Tagen nochmal.
Ich meinte zu ihm, dass ich keine Fragen zum großen Ganzen mag. Dass die immer nach Ungehorsam klingen würden.
„Nichts läge mir ferner.“ Ein kleines Lachen und ein schiefes Lächeln.
Ich habe das Angebot abgelehnt.
Du wolltest, dass etwas zwischen euch noch nicht abgeschlossen ist. Einen Punkt, an dem man wieder ansetzen könnte.
Das ist ein Hilferuf. Der internationale Code für 'hol mich hier raus, ich werde gegen meinen Willen festgehalten'.
„Wurdest du entführt?“
„Wovon zum Henker redest du? Ich entführe Leute.“
„Hat Tempo dich beim Duschen beobachtet, dir Massagen angeboten oder dich irgendwelchen 'Bekannten' vorgestellt …
„Er steht auf Schwänze, du Depp. Bist du sicher, dass ihr beide befreundet seid?“
„Das hängt davon ab, was er hier geplant hat …“ (Du schüttelst missbilligend den Kopf.)
„Du verstehst es nicht, Hershel.“
Ihr Blick wandert von dir zu dem Stapel schmutziger Teller, der sich in der Spüle türmt.
Graue SubstanzSW 11
Das sind viele Teller für eine Person. Sie muss sich die ganze Zeit über hier aufhalten.
„Weißt du, ich glaube, es wird Zeit, dass du mich mit meinem offiziellen Titel ansprichst.“
„Die Sexualität kann sich ändern.“
„Wow, faszinierend. Ich glaube, das hätten wir nächste Woche in Gesellschaftslehre durchgenommen. Danke für die Vorwarnung.“
„Hat er Kameras installiert oder so was? Hau dir noch mal gegen den Kopf, wenn dem so ist.“
„Mach ich.“
„Ich kenne nicht mal deinen Namen.“
„Auf dem Papier heiße ich Tatiana. Aber nur meine Mutter nennt mich so und das auch nur, wenn sie wirklich sauer auf mich ist.“
„Red einfach Klartext.“
„Okay. Dann sage ich es ganz klar.“
„Wo ist deine Mutter eigentlich?“
„Die sitzt vermutlich zu Hause und fragt sich, was aus ihrer süßen kleinen Tochter geworden ist.“
„Also soll ich dich Tatiana nennen?“
„Nein, du Schleimer. Du benutzt meinen offiziellen Titel.“
AufzeichnungenSW 9
Eine viel zu vertraute Geste – etwas in deinem Schädel rattert und schlägt Funken.
SensorenSW 12
Plötzlich packt dich ein heftiges Déjà-vu.
„Bleib zurück. Mit der Front zum Feind.“
Du sagst nichts.
„Ich werde alles tun, was ich tun kann.“
„Danke. Und scheiß auf diese Opern-Ärsche, was wissen die schon? Tempo hat immer die Besten um sich versammelt. Nimm ihn beim Wort.“
SensorenSW 10
Irgendwo weit hinter dir wird eine Tür zugeschlagen. Das sanfte, zurückhaltende Klavierspiel trägt gedämpftes Gelächter und das Geräusch schneller Kinderfüße aus der Wohnung über euch herein.
„Ich wünschte, ich könnte. Aber er ist nicht hier.“
„Er meinte auch, du würdest dich durchbeißen. Für ihn. Für uns.“
Du sagst nichts.
„Das ist alles extrem verdächtig und nicht gerade überzeugend.“
„Dein Gesicht ist nicht gerade überzeugend.“
SensorenSW 10
Irgendwo weit hinter dir wird eine Tür zugeschlagen. Das sanfte, zurückhaltende Klavierspiel trägt gedämpftes Gelächter und das Geräusch schneller Kinderfüße aus der Wohnung über euch herein.
„Der war gut.“
„Aber immerhin bist du hier. Tempo meinte, du würdest dich durchbeißen. Für ihn. Für uns.“
Du sagst nichts.
„CASCADE, die beste Spionin der Oper, wird sich deinem Team anschließen. Der Auftrag ruft.“
„Ich fühle mich geehrt, danke.“ Sie nickt. „Bist du vertraglich verpflichtet, diese Scheiße zu sagen?“
„Du interessierst mich nicht, der Basar auch nicht. Aber ich erkenne einen riesigen Auftrag am Geruch.“
„Mich interessiert nicht, wie du es nennst. Ich brauche nur deine Hilfe.“
„Du meinst wohl, du bist am Arsch. Ich kann mit der nächsten Tram von hier verschwinden.“
„Soll ich 'bitte' sagen?“
SensorenSW 10
Irgendwo weit hinter dir wird eine Tür zugeschlagen. Das sanfte, zurückhaltende Klavierspiel trägt gedämpftes Gelächter und das Geräusch schneller Kinderfüße aus der Wohnung über euch herein.
„Das könnte ein guter Anfang sein.“
„Tempo hat noch etwas gesagt … er meinte, du würdest dich durchbeißen. Für ihn. Für uns.“
VerschränkungSW 12
'Und sag ihr – wenn wir das hier durchziehen, wird alles vergeben sein!'
„Also finde diesen alten Gefangenen, Hershel, und beiß dich durch.“ Sie dreht ihre sterbende Zigarette langsam. „Bitte.“
Du sagst nichts.
„Vielleicht ist er daran gestorben. An einer Überdosis Kokain.“
„Der innere Feind, der ihn über den weißen Regenbogen trägt … Das hat ihm geschadet, ja. Aber es hat ihn nicht umgebracht.“
„Das Schicksal und … Vergebung, vielleicht?“
„Nein. Das Schicksal und der anstehende Untergang. Von der unausweichlichen Sorte.“
„Carmuna meinte, er hätte sich in letzter Zeit für Astrologie interessiert …“
„Sternen-Scheiße? Da hast du dich verhört. Wenn er sich wirklich abgeschossen hat, hat er in den Himmel geschrien und sie verflucht.“
„Dein Verhalten ist wirklich eine Schande für deine Alterskohorte.“
„Meine 'Alterskohorte'.“ Das Mädchen lacht schnaubend. „Ja, an die erinnere ich mich.“
„Entschuldige dich nicht. Rede. Informationen. (Du schnippst mit den Fingern.)
„Und woher wissen wir, dass dieser Kerl nicht ebenfalls mausetot ist?“
„Nichts in dieser Welt ist sicher, Hershel.“
„Und woher wissen wir, dass dieser Kerl nicht ebenfalls gewangt wurde?“
SchattenspielSW 6
Übersetzung: ein Telefon, von dem DU wissen solltest, dass es abgehört wird.
„Schreib mit, meine Bühnenkunst kennt ihresgleichen nicht.“
„Ist mir egal, ich bin nicht beeindruckt.“

Alternative Formulierung

„Es sei denn, jemand hat gerade eine Kamera parat.“
„Es tut mir leid, dass du Tempo so finden musstest. Da drin.“
„Ist schon in Ordnung. Ich mochte dieses Büro sowieso nicht.“ Ein Zucken und ein Schlurfen. „Ist ein guter Grund, nie wieder einen Fuß hinein zu setzen.“
NervenstärkeSW 9
Ein Schorf, an dem sie bereits herumgeknubbelt hat und der jetzt vernarben darf.
„Du bist doch in die gleiche Szene geplatzt, oder, Hershel? Wir sollten unsere Große-Mädchen-Hüte aufsetzen und beenden, was er begonnen hat.“
„Dieses 'Geschäft' … ich habe so ein Gefühl, dass ich hier benutzt werden soll.“
„Das riskiert man, wenn man mit Leuten wie Tempo befreundet ist. Aber bei der Sache … er dachte, du würdest stolz auf ihn sein. Ich glaube nicht, dass er dich hier benutzen wollte.“
„Er hat mich zurückgebracht. Ich bin eine sehr stolze Anführerin.“
„Hoffentlich hat er das oben im Himmel gehört.“ Sie schnippt gegen ihre Zigarette.
„Mein Statist hat es geschafft, sich auf lächerliche Weise ausschalten zu lassen. Worauf genau sollte ich stolz sein?“
„Das wirst du schon noch sehen.“ Sie schnippt gegen ihre Zigarette.
„Das macht nichts, ich wurde schon oft benutzt.“
„Du brauchst nicht so pessimistisch zu sein, Hershel. Realistisch reicht.“ Sie schnippt gegen ihre Zigarette.
„Wir wurden 91 schon mal zerlegt.“
„Mir doch egal, damals war ich zwölf. Wir reden über das hier und jetzt, darüber wirklich getötet zu werden, auf die Art, bei der man dauerhaft tot bleibt.“ Sie schnippt gegen ihre Zigarette.
InstinkteSW 10
Ein Bild des Blutflecks im Büro trifft deine Magengrube wie ein schwerer Stiefel.
„Das könnte unser Ritual sein. Red weiter.“
„Vielleicht. Aber jetzt reden wir über Einzelheiten, Hershel, nicht mehr nur abstrakt. 'Ritual', cool. 'Risikoreiches Geschäft', sehr viel unheimlicher.“
„Da sind die Geister aber sehr spezifisch.“
„Dann wird es Zeit, dass eine Erwachsene sich einmischt.“
„'Am Arsch', 'erledigt' … das sind ja keine positiven Beschreibungen.“
„Sie tendieren eher zur Negativität, das stimmt.“
„So cool – bekommen wir Tempo irgendwie an die Geisterleitung?“
Darauf bekommst du ein empathisches Augenrollen.
Sie erfüllt wohl keine Anfragen.
Cold ReadingSW 9
Woah, das Mädel hat nie erwähnt, dass sie ein Medium ist!
„Keine Sorge, ich hab's immer noch drauf.“
„Alle meine Karten kommen auf den Tisch.“
„Verstanden. Niemand hat dir irgendetwas Wichtiges anvertraut.“
„Ich gebe nur weiter, was ich nicht weitergeben kann. Du kennst Tempo doch. Er gibt keine Einzelheiten preis.“
AufzeichnungenSW 10
Einzelheiten nicht, nein. Aber Lügen erzählt er auch nicht.
„Weißt du, was er damit meint, dass 'alles vergeben' sein wird? Gehört das auch zum Ritual?“
„Tempo hat das immer gesagt. Deshalb bin ich mir ziemlich sicher, was es bedeutet: gar nichts mehr.“
„Ich glaube, das war ein Teil von Tempos Botschaft.“
„Wahrscheinlich nur Koks-Blödsinn. Gegen Ende hat er sich praktisch von dem Zeug ernährt.“
„Das war eine Nachricht an mich.“
„Vielleicht war es das. Das hat aber nichts mehr mit der aktuellen Lage zu tun. Heutzutage muss man sich selbst vergeben.“
„Nein, er hat das ernst gemeint.“
Vielleicht. Und vielleicht wird es später noch etwas ganz anderes bedeuten.“
„Das könnte hinkommen.“
„Wenn du Vergebung willst, musst du einen Priester aufsuchen, keinen Verbrecher. Idealerweise einen, der noch lebt.“
„Das bedeutet, dass sie mich für inkompetent halten. Und mir nichts zutrauen.“
„Was denkst du denn, warum ich so spät dran bin? Ich hatte andere, richtig wichtige Spion-Sachen zu erledigen.“ (Du lügst.)
„Dann sind deine Prioritäten richtig beschissen, Frau Oberspionin.“
„Darüber darf ich nicht reden. Sensible Informationen, die meisten davon werden zurückgehalten.“
„Das ist doch Spionesisch für 'jemand hat richtig Mist gebaut', oder?“
„Wer weiß. Das ist geheim.“
„Auch richtig beeindruckende, krasse Spionage-Aktionen werden geheim gehalten.“
„Dann nehmen wir mal an, dass es so was ist. Niemand wird es je erfahren.“
Du sagst nichts.
„Klingt cool.“
„'Cool' bringt uns aber nicht weiter.“
„Klingt … belastend.“
„Belastend wie ein Todesfall in der Familie.“
„Du wärst überrascht, wie wenig Unterstützung oder Führung ich für diesen 'Auftrag' erhalten habe.“
„Das glaube ich nicht. Ich habe dich arbeiten sehen.“
AufzeichnungenSW 10
Für 'Ritual' haben wir keine Einträge im Tempo-Archiv. Oder in irgendeinem anderen.

Verzweigung

1.277
„Die Oberhexe ist gerade angerückt und für alles bereit.“
„Mach nur weiter Witze darüber. Ist ja nur dein Leben.“
„Dieser Typ, der mich verfolgt hat, was ist mit dem los?“
„Ignatz. Ein ortsansässiger Clown mit einem beschissenen Geschmack in Sachen Jacken. Er hat auf dem Basar gearbeitet, bis Tempo ihn gefeuert hat.“
„Warum wurde er gefeuert?“
„Offiziell weil er ein Clownskopf ist. Und inoffiziell weil er sich möglicherweise mit dem Weinenden Auge eingelassen hat.“
„Carmuna mag ihn sehr, sie meinte, er wäre fälschlicherweise beschuldigt worden.“
„Carmuna hat Lack oder so was im Hirn. Du solltest das Gegenteil von allem annehmen, was sie behauptet.“
„So oder so hat der Arsch sich lebenslanges Hausverbot auf dem Basar gesichert.“ Sie nimmt einen schnellen Zug an ihrer Zigarette. „Willkommen auf dem Täter-Haufen.“
PersonalismusSW 10
Das ist sein zweites Hausverbot, das du mitbekommen hast. Er zieht so was richtig an!

Verzweigung

1.288
„Und stimmt das? Arbeitet er für das Weinende Auge?“
„Wer weiß. Tempo hat gegen Ende eine Menge seltsames Zeug gelabert und ein Teil davon war sogar wahr.“
„Ich dachte, Tempo hätte Freunde in Luz.“
„Feinde hatte er auch. Wenn man so viel Angst hat, ist der Unterschied nicht immer ganz deutlich.“
Cold ReadingSW 11
Deine Beurteilung ist noch nicht abgeschlossen.
„Ich bin auf deiner Seite, versprochen.“
Das Mädchen mustert dich durch den wabernden Rauch hindurch.
„Vielleicht. Im Moment bist du einfach nur zu spät.“
„Ich vertraue dir auch noch nicht wirklich.“
„Warum solltest du auch? Es ist ja nicht so, als hätte ich dich gerade aus der Scheiße gezogen und in meinen Unterschlupf gebracht.“
„Ich habe vorhin beobachtet, wie er ein paar 'künstlerische' Fotos entwickeln wollte.“
„Fotos?“ Für einen Moment wirkt sie beunruhigt. „Seltsam. Tempo dachte, er könnte für das Weinende Auge arbeiten.“
„Weißt du irgendetwas hierüber?“ (Du zeigst ihr die rote Disc.)
Das Mädchen betrachtet die Disc über ihre Zigarette hinweg.
„Das ist die Scheibe, über die dieser Schwachmat Petre pausenlos redet.“
„Einzeltone XR.“
„Fick mich doch, noch eine von der Sorte.“

Verzweigung

1.306
„Was ist mit dieser Sängerin, Ultra Violeta. Weißt du irgendetwas über sie?“
„Ich weiß, dass sie verschwunden ist. Aber das ist kein Staatsgeheimnis, das weiß jeder.“ Sie schnippt etwas Asche weg. „Angeblich soll sie entführt worden sein … kein schönes Ende, wenn es stimmt.“
NervenstärkeSW 10
Ein Aufblitzen deines zurückgelassenen Doubles, ganz allein in einem einsamen Raum.
„Es gibt viele unschöne Enden da draußen.“
„Liegt verdammt noch mal auf der Lauer“, nuschelt sie in einen Zug hinein.
„Wo hast du die eigentlich her?“ Sie nickt in Richtung der roten Disc.
SchattenspielSW 10
Lass dir noch nicht in die Karten schauen, Operantin. Alles steht auf der Kippe.
PersonalismusSW 10
Sei ehrlich zu ihr. Das Mädchen ist keine Feindin. Sie könnte zu einer Verbündeten werden.

Verzweigung

1.315
„Der Mann, mit dem ich eigentlich zusammenarbeiten sollte, ist … außer Gefecht gesetzt. Dieses Ding könnte etwas damit zu tun haben.“
„Also tot?“
VerschränkungSW 12
Im zweiten Stock eines insolventen Fotogeschäfts weiten sich zwei grüne Augen, erhaschen einen Blick auf das Unmögliche und trüben sich dann wieder ein.
„Eher verloren.“
„Das tut mir leid.“
„Was ist ihm zugestoßen?“
StaatsmachtSW 11
ER IST NOCH VOR DEM STARTSCHUSS VON DER STRECKE GEFLOHEN. MENTALE SCHWÄCHE FÜHRTE ZU PHYSISCHER.
„Ich, indirekt.“
„Du scheinst so einigen Leuten zuzustoßen, was?“
„Klingt, als hätten wir zwei Figuren verloren, CASCADE, und würden mit jeder Minute tiefer in die Scheiße gezogen.“ Sie schaut aus dem Fenster. „Hoffentlich schafft er es.“
„Ich würde nicht darauf wetten.“
„Dann … empfehlen wir ihn den Sternen.“ Sie blickt nach oben und atmet aus.

Verzweigung

1.328
„So läuft das Spiongeschäft manchmal. Leute sind da und dann sind sie es nicht.“
„Was macht es schon, wenn noch einer sich in Rauch auflöst? Ihr Spione seit kalt wie Seziertische.“
SchattenspielSW 12
Es gibt verglichen mit allen anderen so vieles 'nicht'. Kein Begräbnis, keine Würdigung. Man verschwindet mit einer gemurmelten Formel wie von Zauberhand aus der Welt.
„Keine Sorge. Ich habe ihn den fähigen Händen des Kleinbürgertums übergeben.“
„Okay. Gut. Wie auch immer.“
„Ein Oberkomplott, das ich noch aufdecken muss.“
„Das sind die schlimmsten Komplotte.“
„Spion-Scheiße.“
„Diese Spion-Scheiße ist ziemlich tödlich.“
„Die Welt.“
„Die lauert selbst den Besten von uns auf.“
„Nicht so tot wie Tempo … aber ich fürchte, er wird sich nicht erholen.“
„Glaub mir, ich nehme das sehr persönlich.“
„Das solltest du.“ Sie nickt im Rauch. „Würde ich auch.“
DoppelgängSW 11
Gäng ohne Knochen, aber trotzdem ein Teil von uns.
PersonalismusSW 10
In die Nacht entschwunden, ehe du auch nur die Chance hattest, die Verfolgung aufzunehmen.
„Aus meiner Unterkunft. Die lag dort in einer Anlage.“
„Leute lassen so wertvollen Kram nicht einfach herumliegen. Wie seltsam.“
„Das dachte ich mir auch.“
„Allerdings auf der Rangliste der seltsamen Ereignisse in diesem verdammten Zirkus nicht mal Platz drei.“

Verzweigung

1.349
„Der Eigentümer mittleren Alters könnte ein geheimer Fan sein.“
„Trotzdem komisch. Aber L-Pop richtet sich an 'alle Altersklassen'. Ich verurteile niemanden.“
„Ich habe schon meinen Bericht bei meiner Controllerin eingereicht. Betrachte ihn als zensiert.“
„Schön. Halt die ganze Welt vor mir geheim, ist mir doch egal.“
Sie nimmt einen mürrischen Zug und schnippt mehrmals gegen die Zigarette.
Graue SubstanzSW 10
Du erkennst im Schnippen die verschlüsselten Buchstaben 'F' und 'D' in dieser Reihenfolge.
„Das wusste ich nicht.“
„… Ich dachte, du wärst Spionin? Da sollten große internationale Ereignisse doch genau dein Spezialgebiet sein.“
„Sie gehören zu meinem Spezialgebiet, aber das umfasst noch mehr.“
„Dann freut es mich, dich bei der Erweiterung deines Horizonts zu unterstützen.“
„Mir sind große Ereignisse lieber, von denen niemand weiß.“
„Tja, vielleicht kannst du sie finden, dann wüsstest du die Antwort auf eines der größten Rätsel der Welt. Und sie würde ganz dir gehören.“
„Bist du ein Fan von ihr? Du scheinst zur Zielgruppe zu gehören.“
„Natürlich. Mit V kann man nichts falsch machen, all ihre Titel sind gut. Sie ist wie eine Freundin. Sie versteht es.“
„Manche Mädchen mögen es anscheinend, sich als sie zu verkleiden. 'Fans', die sich 'verwandeln'.“
„Verdammte Loser.“
„Man muss nicht gleich so pessimistisch sein.“
„Bin ich nicht. Die meisten Enden sind nicht schön“, murmelt sie mitten im Zug.
„Und wer ist diese 'Ultra Violeta'?“

Verzweigung

1.369
„Ein luzianischer Popstar. Riesig.“ Sie nickt zu deinem T-Shirt. „Du trägst ihr Gesicht.“
„Oh, ja.“
„Ja.“
Du siehst nach unten.
Ein auf dem Kopf stehendes, hübsches Gesicht. Darüber die Worte 'ATELOIV ARTLU'.
„Da hast du's."
„Wie? Du hast noch nie von Ultra Violeta gehört, der luzianischen Pop-Sängerin?“
„Jetzt schon.“ (Du reckst den Daumen nach oben.)
„Wunderbar. Total informiert über die aktuelle Kultur.“
„Ich komme aus dem Superbloc. Die Leute da werden extrem zurückgehalten.“
„Kommunisten mögen keine Popmusik, wer hätte das Gedacht? Man lernt nie aus.“
StaatsmachtSW 10
DIE PARTEI MAG LANDWIRTSCHAFTLICHE ARBEIT. RICHTIGE ARBEIT. MAN ARBEITET NIE AUS.
„Ich glaube, Musik ist extrem überbewertet.“
„Tolle Meinung. Danke, dass du sie mit mir geteilt hast.“
„Wer ist Petre?“
„Ein Medienverkäufer auf dem Basar, er steht auf den Kram. Aber sei gewarnt – es ist gefährlich, so was vor ihm auszupacken. Vielleicht feuert er dann aus allen Rohren.“
„Hast du so etwas schon einmal gesehen?“
„Noch nie. Die sind angeblich ziemlich selten, oder?“
TechnoflexSW 9
PSEUDOPOD hat eines der geheimen Enden des Lebens freigeschaltet.
„Ich kann daran nichts Besonderes erkennen.“
„Vielleicht ist sie kaputt. Vielleicht ist sie gefälscht.“ Sie zuckt mit den Schultern. „Vielleicht war das nur Ansichtsmaterial.“
„Ich habe ein komisches Gefühl bei dem Ding. Du?“
„Rot ist eine seltsame Wahl für die Farbe … mehr nicht.“ Sie zuckt mit den Schultern.
Cold ReadingSW 10
Aber sie hat sich etwas versteift.
„Kann ich auch eine haben?“ (Du zeigst auf ihre Zigaretten.)
„Eine habe ich in Nitroglyzerin getaucht. Nur zur Warnung.“ Sie hält dir die Packung hin. Ein halbes Dutzend schwarzer Köpfe regt sich dir entgegen.
SensorenSW 9
An ihren Fingern klebt lilafarbener Glitzer.
StaatsmachtSW 10
DAS RAUCHEN JEDWEDER MARKEN, DIE DIE PARTEI NICHT FREIGEGEBEN HAT, WIRD ALS 'TABAK-VERSTOSS' GEWERTET.

Verzweigung

1.398
(Du nimmst eine Zigarette.) „Danke.“
Das Mädchen neigt den Kopf nach oben und zuckt halbherzig mit den Schultern.
SensorenSW 10
Die beste Zigarette, die du seit Jahren geraucht hast.
Du genießt den nächsten Zug.
Der Rauch wallt gemütlich in deiner Brust.
„Glaub bloß nicht, dass du noch eine kriegst. Kriegst du nämlich nicht.“

Verzweigung

1.405
Lass dich beim Rauchen nicht von einem Kind überflügeln. Besteh darauf.
Dein Kopf wird leicht und dein Blick unscharf – aber du hast gewonnen.
(Du nimmst zwei.) „Ich lasse es drauf ankommen.“
„Gieriger Arsch.“
KoordinationSW 11
Sagt sie, unternimmt aber nichts, um dich aufzuhalten.
Du legst dir eine an die Lippe und steckst die zweite für später ein.
(Du nimmst doch keine.) „Ach weißt du … vergiss es.“
Der Deckel der Packung springt wieder zu.
„Entscheid dich mal.“
„Also, du und Marco …“
„Marco und ich.“ Sie windet sich unbehaglich.

Verzweigung

1.417
„Wie stehen die Dinge zwischen euch beiden?“
„Gut. Aber auch … nicht so gut. Ich hatte kaum Zeit, ihn zu treffen.“
„Du hast gerade viel um die Ohren. Da kann das wohl keine Priorität sein.“
„Ist es ganz bestimmt nicht.“ Sie schielt auf ihren Zigarettenstummel. „Das ist ohne Frage Teil des Problems.“
„Es ist komisch. Wenn er da ist, nervt er mich und ich will, dass er geht. Aber wenn er nicht da ist, nachdem er gegangen ist … wird er in meinem Kopf irgendwie die beste Person aller Zeiten. Obwohl er sich gar nicht verändert hat.“
InstinkteSW 13
Gestaltwandelnde Liebe. Unmöglich zu greifen.
StaatsmachtSW 12
FAST WIE DAS TYPISCHE DILEMMA DER FASCHISTEN: DER FEIND MUSS GLEICHZEITIG MÄCHTIG UND MACHTLOS SEIN!
„Wenn das alles vorbei ist, solltest du dich bei ihm entschuldigen.“
„Vielleicht. Wir werden sehen. Hoffentlich.“
PersonalismusSW 10
Die beiden werden es nicht schaffen.
Cold ReadingSW 14
Und was noch schlimmer ist, sie wissen das.

Verzweigung

1.429
„Ich werde wohl nie wieder jemandem so tief vertrauen können.“
„Ich vertraue ihm schon. Eigentlich sogar sehr. Ich … erzähle ihm nur nicht viel.“
„Du solltest dir alles von ihm holen, was geht, emotional, finanziell und aus operativer Sicht.“
„Aber ist das fair ihm gegenüber? Ich hab echt keine verdammte Ahnung …“
„Gefühle sind wie Wolken. Heute sind sie noch alles, was du sehen kannst, morgen sind sie schon weitergezogen.“
„Das hilft mir jetzt nicht wirklich … Aber ja, ich glaube, du hast recht.“
„Haben deine Gefühle für ihn sich verändert, seit … du weißt schon … Tempo und du …“
„Seit ich ein Verbrecher mittleren Alters geworden bin? Tja, das ist kompliziert. Ich weiß nicht. Ich denke schon.“
„Er wirkt … unsicher in Bezug auf eure Beziehung.“
„Da sind wir schon zu zweit.“
„Weiß er von V?“
„Nein. Davon weiß niemand außer dir. Und vielleicht der Kopfhörer-Kerl.“
„Ich vertraue ihm bis zu einem gewissen Punkt. Aber das hier ist Erwachsenen-Scheiß. Mit Erwachsenen-Konsequenzen.“

Verzweigung

1.443
Graue SubstanzSW 10
Sie hatte kein Problem damit, ihn in KALEIDOSCOPEs Schusslinie zu bugsieren.

Verzweigung

1.445
Graue SubstanzSW 10
Sie hatte kein Problem damit, ihn in die Schusslinie des Mannes mit den auffälligen Kopfhörern zu bugsieren.
„Hast du ihm erzählt, dass du … Tempo bist?“
„Nein. Marco hat Tempo nicht mal gekannt. Was zum Fick sollte ich also sagen? Überraschung, Schatz. Ich bin jetzt irgendein schwuler Mann mittleren Alters?“
„Keine Sorge, ich habe es ihm gesagt.“
Du hast es ihm gesagt?“
„Jap.“
Ich hätte ihm das sagen sollen. Halt dich da einfach raus, Hershel. Das ist keine Spion-Scheiße, das ist persönliche Scheiße. Meine.“

Verzweigung

1.453
„Er verdient es, das zu wissen.“
„Das könnte ein guter Anfang sein, jetzt kannst du sehen, wie es weitergeht …“
„Wenn er ausflippt, kann ich immer noch so tun, als wäre es ein Witz. Er lacht immer über meine Witze.“
„Vielleicht wäre es besser, ihm nichts zu sagen. Aber dann solltest du mit ihm Schluss machen.“
„Ich weiß, ich weiß … Ich werde schon noch das eine oder andere tun.“
„Was an ihm magst du am liebsten?“
„Ich glaube …“ Sie denkt einen Moment lang angestrengt nach. „… sein Lächeln.“

Verzweigung

1.461
NervenstärkeSW 6
Oh-oh.

Verzweigung

1.463
„Das wäre alles dazu.“ (Zurück.)
„Weiter im Text …“

Verzweigung

1.466
„Erzähl mir mehr über dich, Yana.“
„Also gut, Hershel.“ Sie atmet langsam aus. „Psycho-Analysier mich.“

Alternative Formulierung

„Also gut, Hersh.“ Sie atmet langsam aus. „Psycho-Analysier mich.“

Verzweigung

1.469
„Und wie bist du hier gelandet? Über einen Wochenendjob auf dem Basar oder so?“
„Ja, ich habe alle möglichen Aushilfssachen gemacht. Verwaltungskram für Tempo. Ich war sozusagen seine Assistentin.“
„Und jetzt stehst du an der Spitze. Das ist mal ein rasanter Aufstieg.“
„Ich bin ein kriminelles Superhirn. Die beste in der Truppe. Richtig verdammt flink.“ Sie rollt die Zigarette in ihren anderen Mundwinkel.
„Ich war einfach … Yana. Der Basar hat mich aufgenommen. Tempo hat mich behalten.“

Verzweigung

1.475
„Hat er dich benutzt, um die geltenden Steuergesetze zu umgehen?“
„Nichts so abstraktes.“
„Die Thronerbin?“
„Vielleicht, ja.“ Sie blickt sich im Zimmer um. „Das ist mal ein beschissenes Königreich.“
„Was würdest du als Raubkopien-Händlerin sagen – kann man Kultur jemals wirklich aussperren?“
„Ich glaube nicht. Und die Umsätze des Basars glauben das auch nicht. Leute sagen immer, Kultur würde sich 'zurückentwickeln' oder 'verfallen' oder sonst was für Blödsinn …“
„Es gibt nur einen Weg, Kultur auszusperren – du musst blind und taub werden. Vielleicht bist du dann geschützt. Alles andere … Keine Chance.“ Kurz ist ein Eckzahn zu sehen, als sie einen Zug nimmt. „Irgendwann finden wir dich.“

Verzweigung

1.483
„Wo sind deine Eltern?“
„Wahrscheinlich noch da, wo ich sie zurückgelassen habe.“ Das Mädchen zuckt mit den Schultern.
Graue SubstanzSW 12
Übersetzung: irgendwo weit weg in einem anderen Leben.
PersonalismusSW 10
Bohr noch etwas tiefer, dann wird sie sich öffnen. Dieses Mädchen will mit dir reden.
„Ich meine es ernst. Leben sie noch?“
„Als ich zuletzt nachgesehen habe.“ Sie atmet scharf aus.
„Und was machen sie?“
„Mama ist Schwimmlehrerein. Papa erstellt Kurzmelodien für einen lokalen Radiosender.“
„Das klingt schön.“
„War es auch, eine Zeit lang.“
„Irgendwann werde ich mal nach ihnen sehen.“ Sie blickt in Richtung des Fensters.
Cold ReadingSW 12
Als ob sie da draußen stehen und warten würden.

Verzweigung

1.496
„Ich bin sicher, sie machen sich Sorgen um dich.“
„Vielleicht. Wahrscheinlich.“ Sie schnippt gegen ihre Zigarette. „So oder so habe ich im Moment keine Zeit für sie.“
„Es gibt also gerade nichts Cooleres als das Spionagehandwerk.“
„Ein paar von Papas Melodien sind den Leuten jahrelang im Ohr geblieben. Das finde ich schon ziemlich cool.“
„Macht es ihnen gar nichts aus, dass ihre Tochter die Anführerin einer großen kriminellen Unternehmung zu sein scheint?“
„Wer bist du, das Jugendamt? Verpiss dich.“

Verzweigung

1.503
„Dann werden wir sie wohl dort lassen müssen.“
„Vielen Dank.“
„Meine Mutter war auch nicht gerade elterlich eingestellt.“
„Schubhafte Arschigkeit.“ Das Mädchen nickt bedächtig und nimmt einen scharfen Zug. „Das ist meistens genetisch.“
„Musst du nicht zur Schule? Hast du keine Freunde und all das?“
„Ich bin im Ruhestand.“
„Von der Schule?“
„Staatliche Bildung ist was für Loser und Petzen.“
„Das wichtigste im Leben bringen sie einem da so wie so nicht bei: wie man verdammte Züge macht.“

Verzweigung

1.513
„Von deinen Freunden?“
„Die sind meiner Erfahrung nach den Ärger nicht wert.“ Sie kreist unbeholfen mit der Schulter.
PersonalismusSW 12
Sie versucht, die schrillen Provokationen, Tritte gegen die Klotür und die Kritzeleien an brüchigen Wänden abzuschütteln, die sich als unauslöschliche Wahrheit einbrennen.
„Ich habe einen Freund. Mehr braucht es vielleicht gar nicht.“
„Meinst du deinen Statist, SCARF?“
„Marco ist mein Freund. Manchmal. Vielleicht. Wenn er Glück hat. Man kann doch nicht mit seinem Freund befreundet sein.“
SensorenSW 12
Sie schaut dich an, als wäre das die logischste Sache der Welt.

Verzweigung

1.521
„Du meinst V, oder?“

Verzweigung

1.523
„Eine Zeit lang hätte ich das.“
Cold ReadingSW 13
Aber jetzt steht die Sache auf der Kippe. Eine Freundschaft auf dem Prüfstand.
„Jep.“ Sie wirft V einen Blick zu.
Die Sängerin begegnet ihrem Blick. Die beiden Mädchen werfen sich ein kleines Lächeln zu.
„Und wer ist der eine Freund?“
„Ich habe sie nebenan in einem Zimmer eingesperrt.“ Sie atmet aus und zieht die Augenbrauen hoch. „Sonst noch was?“
„Meinst du den Bootsmann?“

Alternative Formulierung

„Meinst du den Bootsmann?“
„Nein. Der ist mein Angestellter.“
„Meinst du mich?“
„Sind wir jetzt befreundet, Hersh?“ Sie hebt den Kopf und schaut dich ganz ruhig an.
„Warum nicht?“
„Okay. Cool. Dann habe ich wohl eineinhalb Freunde.“
„Ich dachte, du hättest gesagt, ich hätte dir gefehlt.“
„Vielleicht habe ich es mir anders überlegt.“
„Nein. Mir war der alte Tempo lieber.“
„Tja, tut mir leid, dass ich nicht er bin.“
PoetikSW 13
Du erinnerst dich noch viel zu gut daran – der Spießrutenlauf durch die zuckenden Blitze der Jugend.
„Mir ist nicht so ganz klar, was zwischen dir und Tempo läuft.“
„Wir hatten ein geschäftliches Abkommen. Jetzt haben wir ein sehr persönliches. Ich war hier. Mehr nicht.“

Verzweigung

1.543
„Lass uns das Thema wechseln.“ (Zurück.)

Verzweigung

1.545
„Von mir aus.“

Verzweigung

1.547
„Warte mal, kriege ich keinen neuen Namen? So wie Tempo TAXMAN war?“
DoppelgängSW 10
Scheiße. Jetzt müssen wir kreativ werden, Gäng.
PoetikSW 11
Sie könnte TAXGIRL sein … thematisch höchst passend.
„TAXMAN war mein Meisterwerk.“
„Na, dann gib mir halt dein zweitbestes Werk. Du schaffst das. Und komm mir bloß nicht mit 'TAXGIRL', sonst raste ich aus.“

Verzweigung

1.553
„Da müsste ich … einen direkten Treffer landen, verstehst du?“
„Dann schmeiß mal die grauen Zellen an. Und komm mir bloß nicht mit 'TAXGIRL', sonst raste ich aus.“
„Brauchst du nicht. Du bist keine Statistin.“
„Was zur Hölle soll das denn heißen? Ich bin eine Mega-Statistin. Und komm mir bloß nicht mit 'TAXGIRL', sonst raste ich aus.“
„Beeindrucke mich, dann können wir darüber reden.“
„Zum Beispiel indem ich dich vom Basar rette?“ Das Mädchen wirft dir einen spitzen Blick zu.

Alternative Formulierung

„Zum Beispiel indem ich dich vom Basar rette? Außerdem bin ich Tempo. Ich bin es wirklich, Hersh. Das würde ich als beeindruckend bezeichnen. Eine krassere Tarnung hat es noch nie gegeben.“
PoetikSW 16
Du denkst dir ein perfektes Kryptonym für Yana aus.
Ein gutes Kryptonym verrät nichts, bedeutet jedoch alles. Die scheinbare Willkürlichkeit des Zeichens stärkt das Band zwischen einem Operanten und seinem Statisten.
„Dein Kryptonym lautet YO-YO.“
„Warum?“
„Das war das erste, was du zu mir gesagt hast.“

Verzweigung

1.565
„Das ist cool, ein persönlicher Ansatz.“
„Finde ich nicht schlecht. YO-YO also.“ Sie nickt dir zu. „Gute Arbeit, CASCADE.“

Alternative Formulierung

„Finde ich nicht schlecht. YO-YO also.“ Sie nickt dir zu. „Gute Arbeit, CASCADE. Wurde auch Zeit.“

Verzweigung

1.568
„Weil ich mit dir coole Tricks machen kann.“

Verzweigung

1.570
„Das klingt irgendwie komisch, aber es ist trotzdem ein guter Name.“
„Einfach so, es passt.“

Verzweigung

1.573
„Finde ich auch. Das ist ein guter Name, Yana.“

Verzweigung

1.575
Nichts. Nur das Geräusch eines Windhauchs, der durch zerbrochene Fenster zieht.

Verzweigung

1.577

Verzweigung

1.578
Na bitte. Ein fantastisches Kryptonym und es liegt dir auf der Zunge:
„Krypto … nym …“ (Du kratzt dich am Kinn.)
„Ich warte.“
„Okay, diesmal hab ich es.“
„Ich warte immer noch.“
„Gleich fällt mir was ein.“
„Das bezweifle ich.“
„Pssst. Du bringst meine Gedanken durcheinander.“
„Das tut echt weh, Hersh.“

Verzweigung

1.588
„Vielleicht braucht sie einfach noch einen Versuch.“ Die Königin des Elektropop wirft dir einen zutiefst besorgten Blick zu.
„Ich schiebe dieser Sache hiermit einen Riegel vor. Kein Wort mehr über Kryptonyme, bis dir was passendes einfällt.“

Verzweigung

1.591
Du streckst deine Zunge raus, nur die Spitze.
„Das tut echt weh, Hersh.“

Verzweigung

1.594
„Vielleicht ist das mehr so eine konzeptuelle Sache? Ist es das, wonach du suchst, Hersh?“
„Weißt du was, gönnen wir dem Thema Kryptonym doch mal eine Pause.“
„Du hast es doch überhaupt erst angesprochen, du Depp.“

Verzweigung

1.598
„Eine Pause, ja. Das ist eine gute Idee.“
„…“
„Du siehst aus wie meine Oma, wenn sie einen ihrer Aussetzer hat. Sag was, sonst rufe ich einen Arzt.“

Alternative Formulierung

„Hast du wieder einen Anfall? Sag was, sonst rufe ich einen Arzt.“

Verzweigung

1.602
Wenn man genauer darüber nachdenkt, ist es echt schwer einen passenden Namen für jemanden zu finden. Wir sollten uns ein Beispiel an Dositeo Fernandez nehmen und zunächst einen interdisziplinären konzeptuellen Rahmen ausarbeiten.
„Schließ die Augen und stell dir dieses Kryptonym vor: 'YANUS'.“
„Yanus. Was zum Fick soll das bedeuten? Nein.“
„Das ist wirklich abstrakt, es klingt wie dein Name, aber auch wie der Name der alten Gottheit mit den zwei Gesichtern und außerdem …“
„Hast du gerade gesagt, ich hätte zwei Gesichter? Halt doch dein Maul.“

Verzweigung

1.608
„Ich persönlich mag solche konzeptuellen Sachen nicht.“
„Also schön, also schön. Das Nächste wird ein Knaller. Das spüre ich.“
„Das will ich hoffen. Das ist gerade wirklich laienhaft, Hersh.“

Verzweigung

1.612
„Der Name selbst ist nur der Anfang. Diese Geste umfasst zahlreiche Dimensionen.“
„Niemand verstanden, was das überhaupt sein soll. Noch nicht einmal du.“

Verzweigung

1.615
„Das ist nur 'Anus' mit einem 'Y' davor.“
„Komm schon, V. Das wird ganz anders ausgesprochen.“
„Schreiben Spione nicht haufenweise Berichte? Alle werden nur 'Anus' mit 'Y' lesen.“
„Okay, du hast recht.“
„Das ist mir bewusst.“
„Ich arbeite noch an den konzeptuellen Details.“
„Dann würde ich vorschlagen, dass du fleißig weitermachst.“

Verzweigung

1.623
„Das ist eine gute Idee.“ Diesmal hat ihr Lächeln etwas Ermutigendes.
Namen sind ganz einfach. Nimm das erste, was dir durch den Kopf geht. Geistesblitze sind immer am besten.
„Ich habe die Sache mit deinem Kryptonym gelöst. Wir nennen dich YOUNGBLOOD.“
„Zu offensichtlich. Lahm. Nein.“
„Was soll das heißen, 'nein'?“
„Nein.“
„Widersprichst du so offen deiner Anführerin?“
„Jap.“
„Dieses Kryptonym habe ich ausgesucht. Gewöhn dich dran.“
„Dann suche ich mir aus, nicht auf dein beschissenes Kryptonym zu hören. Nein, danke.“
PersonalismusSW 11
Es bringt nichts, zu diskutieren und das weißt du. Mädchen im Teenageralter sind unumstößliche Richterinnen der Realität.
„Kein Problem. Ich denke mir was Besseres aus.“

Verzweigung

1.636
„Ich bin sicher, dass du das schaffst.“ Die Königin des Elektropop wirft dir ein ermutigendes Lächeln zu.
„Klingt gut. Denk los.“

Verzweigung

1.639
InstinkteSW 10
Unverrückbar.
SensorenSW 14
Wo hast du diese Musik schonmal gehört?
Alles rastet mit einem zufriedenstellenden metallischen Geräusch ein. Die Werbe-Projektion. Das ist 'Bedecke den Mond, wenn ich fort bin', nur abgespeckt und neu arrangiert.
„Ultra Violeta.“
„Was?“ Sie wirft dir einen Blick zu. Die Zigarette verharrt auf halbem Weg zum Mund.
(Du zeigst in die Richtung, aus der die Musik kommt.) „Ultra Violeta.“
Das Mädchen sieht dich einen langen Moment an. Asche sammelt sich am Ende der Zigarette.
„Woher weißt du das?“
„Ich habe gute Ohren.“ (Du zuckst mit den Schultern.)
„Ich war dagegen, dass sie das Keyboard mitnimmt, nur fürs Protokoll.“ Sie seufzt und es steigt Rauch auf.
„Gut gemacht, Hersh, du hast mich erwischt. Bestnote.“
PersonalismusSW 11
Endlich, denkt sie sich. Ein Teil von ihr hat verzweifelt darauf gewartet, dass du das verstehst.
„Was?“

Verzweigung

1.653
„Komm mit. Und Hersh … bleib cool.“
Das Mädchen drückt seine Zigarette auf der Tischplatte aus und wirft dir beim Aufstehen noch einen Blick zu.
„Danke.“
„Yana … wo genau hast du uns da reingeritten?“
„Das war ich nicht allein, Hersh. Dieser Affenzirkus ist eine Teamproduktion.“
„Die Jugend hat kein Monopol auf Musik, Yana.“
„Ne, wir haben sie nur erfunden.“ Sie seufzt und es steigt Rauch auf.
„Warum überrascht es dich, dass ich das erkenne? Ist sie nicht die berühmteste Person der Welt oder etwas in der Art?“
„So ziemlich.“ Sie seufzt und es steigt Rauch auf. „Das macht die Sache echt schwierig.“
„Ich habe gehört, sie sei verschwunden. Ein großes Rätsel.“
„Ist ja gut, du musst nicht gleich sarkastisch werden.“
„Anscheinend wünschen alle Mädchen sich, sie zu sein. Sie verkleiden sich sogar als sie.“
„Sie können aussehen wie sie, aber sie werden niemals so klingen.“
„Sie ist ein Popstar. Unglaublich bekannt. Denk doch mal nach.“

Verzweigung

1.668
Immer noch nichts. Tatsächlich fühlt es sich noch weiter weg an als zuvor.

Verzweigung

1.670
Fast hast du es – aber gerade, als du die Faust schließt, gleitet es dir durch die Finger.
Warte, warte! (Du versuchst, mitzusummen.)
Du gibst einen dissonanten, unrhythmischen Laut von dir. Das hilft nicht.
Das Mädchen hält zwischen den Zügen inne und schaut dich besorgt an.

Verzweigung

1.675
Ich komme schon noch drauf. Ich darf bloß nicht drüber nachdenken.
Der Piano-Maestro nebenan hat andere Pläne.
Graue SubstanzSW 14
Wo hat dich Tempo da hinein manövriert?
Alles ist vor dir ausgebreitet, eine Karte voller Inseln mit unbeschrifteten Brücken. Sieh es dir von oben an – wirkt es, als hätte dein ehemaliger Statist diese Sache durchdacht?
Nein. Yana war sein Notfallplan für den Fall, dass alles extrem schiefläuft.
Ein eilig entworfener, verzweifelter Notfallplan – aber die logistischen Feinheiten der Unternehmung waren von langer Hand geplant. Das enthüllt eine fundamentale Wahrheit …
Es war Improvisation in letzter Sekunde, dass Tempo zu Yana wurde.
Und dennoch …
PoetikSW 10
In die kurze Stille hinein dringt eine Klaviermelodie durch die dünne Wand.
Hat sie gesagt, sie hätte der Sache freiwillig zugestimmt.
Deshalb war sie vor Ort. Damit bleibt nur noch eine Frage offen:
„Yana, wen wollte Tempo eigentlich auf dich übertragen?“
„Ich habe mich schon gefragt, wann du das fragen würdest. Dieser ganze Affenzirkus hat angefangen, nachdem wir …“ Ihre Stimme verläuft sich. „Weißt du was? Es wäre besser, wenn ich es dir einfach zeige.“
SensorenSW 12
Der Schatten einer vorbeifahrenden Aero-Tram rattert über das Gesicht des Mädchens wie in einer Bildertrommel als sie zu dir aufschaut.
„Ich bitte darum. Sofort.“
„Was meinst du, wie ein Pantomime, oder was?“
„Nein. Wovon redest du verdammt noch mal schon wieder?“

Verzweigung

1.693

Verzweigung

1.694
Okay, okay. Jetzt kommt sie. Tempos Nachricht, die für dich bestimmt ist, und nur für dich … Das verzweifelte Notsignal … Alles ergibt langsam Sinn. Es gibt nur eine logische Frage:
„Yana … warum wollte Tempo sich auf mich prägen?“
„Ich dachte, du wärst intelligent, Hersh. Das klingt eher nach Arsch-Niveau.“
„Ich bin nur gekränkt, weil er mich nicht direkt gefragt hat.“
„Tempo wollte sich nicht prägen. Nicht auf dich oder mich oder irgendwen. Das war nicht der Plan.“
„Was war denn der Plan?“
„Er wollte jemand anderen auf mich prägen. Offensichtlich.“
„Wen? Mich? Ich fühle mich geschmeichelt, Yana, aber ich bin nicht sicher, ob ich …“
„Verdammte Scheiße, nein. Du bist echt schwer von Begriff. Ich werde es dir zeigen müssen.“

Verzweigung

1.704
„Ich habe in ihm immer eher einen Freund gesehen als eine Prägung …“
… Versuch es mit einem seltsam sexuellen Ansatz.
„Das könnte an mir liegen, aber ich empfange hier 'sexuelle Spannungen' … bist du sicher, dass ihr beiden nichts miteinander hattet?“
„Hersh, du musst damit mal zu jemandem gehen. Etwa zu einem Psychiater oder zu einem verdammten Partner, der das auch will.“

Verzweigung

1.709
Der Nebel scheint sich im Schnellverfahren zu lichten. Tempo wollte für maximale Tempos sorgen. Anders gesagt:
„Er hat einen ganz neuen Trupp aus Tempos erschaffen!“
„Was?“
„Yana, ich fürchte, ich kann nicht am Tempo-Vermehrungs-Verfahren teilnehmen.“
„Ich habe keine Ahnung, wovon du redest.“
„Und Hersh. Verarsch mich nicht noch mehr, als du es bereits getan hast. Bitte.“
PersonalismusSW 10
Das Flehen ist unterschwellig, aber wahrnehmbar. Ihr Kopf befindet sich nur gerade eben noch über Wasser.

Verzweigung

1.717
„Wirklich schade, dass er das nicht vollenden konnte … oder beginnen, um ehrlich zu sein …“
„Das könnte auch ein Herzinfarkt sein. Vielleicht solltest du dich hinlegen.“
„Hat er es dir nicht gesagt?“
„Ich weiß noch ziemlich gut, was er mir gesagt hat, und das war es nicht.“
„Bis später, Teenie.“ [Du gehst.]

Alternative Formulierung

„Bis später, Yana.“ [Du gehst.]

Verzweigung

1.723

Verzweigung

1.724
„Und yo, Hersh … diese Operation mit Marc … Ich meine, Statist SCARF, der den komischen Typen mit den Kopfhörern verfolgt … Ich bin mir ziemlich sicher, dass es dabei um das Präge-Gerät geht.“
SensorenSW 10
Die sanfte Klaviermusik wird wieder lauter. Sie ist in der Nähe, doch gleichzeitig weit hinter dir.
„Das heißt, der Kopfhörer-Typ will es?“
„Keine Ahnung. Kann sein. Vermutlich.“

Verzweigung

1.729
„Ah, deshalb wolltest du es mir geben.“
„Ganz ehrlich? Ich will es nicht hier haben. Ich kann hören, wie es … kichert. Aber Hersh …“ Sie schaut dich an. „Ich will dich wirklich nicht verarschen.“
Sie zieht an ihrer Zigarette und hat erst dich, dann den Glimmstängel im Blick.
PersonalismusSW 11
Du hast das Gefühl, dass sie dir gleich etwas anvertraut. Doch kurz vorher zieht sie die Worte zurück und ersetzt sie durch andere.
„Lass uns einander den Rücken decken, Hersh. Dann ist es nicht so unheimlich.“
„Schon okay, Yana. Ich bin eine große internationale Spionin. Gefahr ist Teil der Position.“
„Damit kenn ich mich beschissen gut aus.“
„Wow, gut, dass ich es mir nicht von dir aufzwingen lassen habe.“
„Ich wollte dir nichts 'aufzwingen', ich dachte nur, dass es bei dir besser aufgehoben wäre.“
„Und ich war ehrlich – Ich will es nicht hier haben. Ich kann hören, wie es … kichert.“
„Wenn ich genauer darüber nachdenke, ist es wohl besser, wenn ich es habe.“ (Du nimmst das Gerät.)
„Meine Rede. Und es gibt keine Rückgaben.“ Sie kramt etwas herum, bevor sie das Gerät hervorholt.
„Und nein, ein Ladekabel war nicht dabei. In den Rändern steckt aber ein bisschen Kokain. Und ein bisschen Nasenblut.“
„Was für ein Zufall.“
„Er weiß vermutlich, dass ich es habe. Denke ich. Ich hab keine Ahnung mehr, wer was weiß.“

Alternative Formulierung

„Er weiß vermutlich, dass ich es habe. Oder … hatte. Jetzt hast du es ja.“
„Wenn ich dieses Chaos mal geordnet habe, solltest du besser ehrlich zu mir sein.“
„Yo-yo, Hersh … Kannst du für mich nach jemandem sehen?“
Sie schnippt lose Asche vom Ende ihrer Zigarette und sieht dem orangefarbenen Glühen beim Sterben zu.
„Bist du dabei oder was?“
Cold ReadingSW 10
Hier geht es um eine persönliche Angelegenheit.
„Kommt auf den Jemand an.“
„Sein Name ist Marco …“

Verzweigung

1.752
InstinkteSW 10
Der Schaljunge. Du stehst der Anführerin seines Rudels gegenüber.
„Geht es zufälligerweise um Marco, deinen verängstigten Freund?“

Verzweigung

1.755
Graue SubstanzSW 9
Der Junge mit dem Schal. Sie ist die zweite Hälfte des tragischen Paars, von dem du gehört hast.
PersonalismusSW 8
Der Junge mit dem Schal. Dieses Mädchen ist es, die ihn quält aber sie ist auch die erste, die er liebt.

Verzweigung

1.758
BlaupausenSW 10
Der ziellose Teenager mit dem zu großen Schal hängt am Platz herum.
„Muss dein Freund sein. Ich hab ihn kennengelernt. Netter Junge.“
„Ist das dein kleiner Freund?“ (Du schlägst einen spöttischen Ton an.)
AufzeichnungenSW 9
Der Teenager mit dem Schal. Obwohl du dich an mehr Schal als Teenager erinnern kannst …
PersonalismusSW 10
Ihrem Ausdruck nach ein enger Begleiter.
„Dein Freund?“
„Ist das dein kleiner Freund?“ (Du schlägst einen spöttischen Ton an.)
„'Marco' … Das klingt ganz intim. Fast wie ein Freund.“
„Ein Freund? Ist er auch bereit, alles für dich zu tun?“
„Für dich würde ich alles tun, Yana.“
„Du bist komisch. Bitte sag nicht so eine komische Scheiße. Sein Name ist Marco …“
„Pass auf, dass dein Pulver nicht nass wird, Hershel.“

Alternative Formulierung

„Biss später, Hersh. Halt mich auf dem Laufenden.“

Alternative Formulierung

„Bleib in Kontakt, Hersh.“

Alternative Formulierung

„Tschau.“

Verzweigung

1.771
„Ich habe diesen PSEUDOPOD-Freak zu meinem Getränke-Esel gemacht. Er bezahlt sie sogar.“
„Und mich hat keiner auf einen beschissenen Drink eingeladen.“
„CASCADE. Ich bin bereit, Mistkerlen eine zu klatschen.“
„Außerdem will dieser wandelnde Stock im Arsch hinter der Bar ständig einen Ausweis sehen.“

Verzweigung

1.776
„Wir sehen uns, Hersh, schätze ich. In fünf Jahren oder so, bedenkt man deine beschissenen Zeitpläne.“
Sie öffnet die Zigarettenpackung und holt zwei Zigaretten heraus – eine nimmt sie zwischen die Lippen, die andere steckt sie sich hinters Ohr.

Verzweigung

1.779
„Wirst du sie begleiten?“
„Ich bringe sie zum Komitee und dann weit, weit weg. Dann komme ich hierher zurück.“
„Ich habe ihr gesagt, dass sie gerne mitkommen kann, wenn sie will. Das fände ich schön.“
„Du solltest mit ihr gehen. Bis zum Ende.“
„Das glaube ich nicht, Hersh. Ich muss mal eine Zeit lang an einem Ort bleiben. Ich könnte nicht so leben wie du, immer in Bewegung.“
BlaupausenSW 10
Der Basar.
InstinkteSW 12
Du.

Verzweigung

1.787
„Gut. Der Basar braucht dich.“
„Der Ort wäre nach einer Woche am Ende, wenn Idioten wie Petre und Carmuna ohne Aufsicht agieren könnten.“
(Du flüsterst.) „Mach das nicht. Sie will nur eine Assistentin.“
„Ich kann dich hören, Hersh. Ich habe ein absolutes Gehör.“
„Ich glaube, ich muss mal eine Zeit lang an einem Ort bleiben. Außerdem ist da noch der Basar … die Idioten da werden sich nicht selbst verwalten.“
„Ich habe … Neuigkeiten über den alten Tempo.“
„Was?“ Das Mädchen blickt dich an und wird ganz ruhig.
InstinkteSW 9
In dir steigen zwei widersprüchliche Impulse auf – der Impuls, ihr zu zeigen, wie die Welt so oft wirklich ist und der Impuls, sie davor zu beschützen.
NervenstärkeSW 10
Na los. Erzähl ihr von dem Ding auf dem Dach. Dann hat sie etwas, das sie an ihn erinnert.

Verzweigung

1.797
„Anscheinend hat Reno einen wilden Eber nach ihm benannt.“
„Das ist ja süß. Kann ich ihn mal sehen?“
„Ich schätze schon. Er ist bei Reno auf dem Dach.“
„Danke, Hersh.“

Verzweigung

1.802
„Willst du das denn?“
„Ich glaube schon, ja.“
„Er ist bei Reno auf dem Dach. Und hat so viel Futter, wie er fressen kann.“
„Er ist streng genommen kein Mensch mehr. Eher eine Art Wildschwein-Wesen. Es ist wirklich verstörend.“
„Was zum Teufel?“
„Du solltest dir das mal ansehen, Yana. Verrückte Scheiße. Seine Seele steckt in einem Wildschwein.“
„Verdammte Scheiße …“
„Ich würde nicht empfehlen, ihn zu besuchen, aber wenn dir danach ist, findest du ihn bei Reno auf dem Dach.“
„Danke … geht es ihm gut?“
„Er ist dort rundum zufrieden. Das ist ein erstklassiges Ergebnis für ihn.“
„Wenigstens kümmert sich jemand um ihn.“

Verzweigung

1.814
„Ich glaube schon. Kann nicht sagen, ob Reno ihn noch fickt.“
„Äh. Okay. Ich glaube, ich werde ihn bei Gelegenheit mal besuchen gehen.“
„Und falls er ihn noch fickt ist das daraus resultierende moralische Dilemma höchst interessant.“
„Bitte hör auf, zu reden.“
„Lass dir Zeit, er geht nirgendwo hin. Würde er sich unter Leute begeben, würde man ihn direkt erschießen.“
„Das ist … gut zu wissen.“
„Das würde ihm gefallen. Wahrscheinlich.“
„Würde es das? Ich bin mir da nicht so sicher, Hersh.“
„Durch und durch Wildschwein.“
Durch und durch … Wildschwein.“ Sie wiederholt deine Worte, ohne sie wirklich zu begreifen.
„Ja, was zum Fick. Irgendwie ist das auch deine Schuld.“
„Hersh, ich dachte wirklich, dass er tot wäre. Das war er auch, er war tot …“
„Eigentlich ist es nicht weiter wichtig. Ich denke nur manchmal an ihn.“
„Ich auch, manchmal. Und manchmal auch andauernd.“

Verzweigung

1.829
„Also gut. Dann mach mal weiter.“ (Abschließen.)
„Warte, Hersh. Etwas beschäftigt mich in letzter Zeit …“
„Dieses Foto, auf dem ihr alle drauf seid, das in Tempos Büro … Warum habt ihr das aufgenommen? Seid ihr nicht alle Spione?“
SchattenspielSW 9
Gute Frage. Ihr wurdet wohl von einem plötzlichen Anfall der Kameradschaft überrollt.
„Das war an meinem Geburtstag.“ (Du lügst.)
„Oh, dann alles Gute nachträglich.“
Sie blickt dich einen langen Moment lang an und formuliert in Gedanken etwas.
„Diese riesige Produktion, die ihr auf die Bühne bringen wollt. Nimm mich mit.“
„Dich? Zum Auftrag?“
„Ja.“ Sie nickt mehrmals.
„Du weißt doch gar nicht, worin der besteht.“

Verzweigung

1.841
„Doch, das weiß ich. Dieser Kulturminister kriegt auf die Fresse. Das hast du vorhin in Vs Zimmer erklärt.“
AufzeichnungenSW 6
Stimmt ja. Das ist dir da drin herausgerutscht.
„Das war nur eine kleine Vorbesprechung. Ich habe das natürlich kommen sehen.“
„Wunderbar, dann vertraue deinen Instinkten. Nimm mich in das beschissene Team auf.“
„Ich kann gute Arbeit leisten. Genau, wie Tempo es getan hätte.“
„Das kann sie wirklich, Hersh. Ich glaube an sie.“

Verzweigung

1.848
„Ich weiß nicht … Du bist eine sehr ungehaltene Teenagerin.“
„Ganz genau. Mit mir rechnen die Arschlöcher auf keinen Fall.“
AufzeichnungenSW 14
Die Gangs in den Innenstadtbezirken von Rega Seven setzen oft Teenagerinnen als Auftragsmörderinnen ein.

Verzweigung

1.852
„Warte auf weitere Anweisungen, Yana.“

Alternative Formulierung

„Warte auf weitere Anweisungen, YOUNGBLOOD.“

Alternative Formulierung

„Warte auf weitere Anweisungen, YO-YO.“
„Scheiße, ja. Ich warte.“

Alternative Formulierung

„Der Name ist immer noch bescheuert, aber scheiße, ja. Ich warte.“
„Ich bringe V noch zur Haltestelle. Danach bin ich für alles bereit, CASCADE.“ Sie lächelt dich an.

Verzweigung

1.856
Die beiden werfen einander einen Blick zu und nicken. Sie sind bereit. Es wird Zeit, sie machen zu lassen.
„Tempo, meine Bruder-Schwester. Reiten wir wieder gemeinsam.“
„Ich habe schon aufgesattelt.“
„Du bist viel zu jung.“
„Na und, hat die Oper plötzlich ein Ethik-Komitee eingerichtet?“
SchattenspielSW 13
Theoretisch hat sie eins – aber die meisten vermuten, dass es sich dabei nur um ein leeres, abgeschlossenes Büro handelt. Die Operanten-Dienststelle macht außerdem keine Altersvorgaben für potenzielle Statisten.
Was, wirklich?
Wirklich. Wobei Statisten heutzutage offiziell 'ausgebildet' und nicht mehr 'erzogen' werden.
Die vorgeschriebenen Bezeichnungen wurden überarbeitet, nachdem Operant VELVETS 'Engel-Netzwerk', das hauptsächlich aus weiblichen 'Statistinnen' im Teenager-Alter bestand, untersucht wurde und sich zeigte, dass, um aus dem Bericht zu zitieren, 'keinerlei Notwendigkeit für den Fortbestand' vorhanden war.
„Hersh. Alles klar?“
„Ja. Ich schätze, ich kann dich … 'ausbilden'.“
„Klingt irgendwie seltsam, aber okay. Ich bringe V noch zur Haltestelle. Danach bin ich für alles bereit, CASCADE.“ Sie lächelt dich an.
„Das mit dem Ethik-Komitee kann ich bestätigen, allerdings hat niemand es jemals gesehen.“
„Ich petze nicht, wenn du es nicht tust.“
StaatsmachtSW 12
REVOLUTION KENNT KEIN ALTER! DIE KLEINEN WERKSTÄTTEN DER KINDERARBEITS-KOMMUNE PRODUZIEREN DIE BESTEN SK-53-STURMGEWEHRE DER VOLKSREPUBLIKEN.
Was, wirklich?
'MINIATUURSED MEHHANISMID NÕUAVAD MINIATUURSEID KÄSI' – 'WINZIGE MECHANISMEN ERFORDERN WINZIGE HÄNDE.'
„Hersh. Alles klar?“
„Wenn ich genauer darüber nachdenke … vielleicht finde ich eine Verwendung für deine kleinen Händen.“
„Ethik ist nicht gerade revolutionär.“
„Wunderbar. Dann nimm mich mit.“
„Nein, ich habe Angst, dass du wegen mir sterben könntest.“
„Brauchst du nicht. Habe ich auch nicht. Aber …“ Sie wendet den Blick ab. „Danke, dass du dir Sorgen machst.“
„Nein, ich habe Angst, dass du wegen mir gewangt werden könntest.“
„Guter Einwand, Ethik ist was für einfache Zivilisten.“
„Ich bin doch schon eine Verbrecherin. Da könnte mich auch der Staat dafür bezahlen.“
„Okay. Worin besteht er denn?“
„Mord. An einem Regierungsbeamten.“
„Cool.“ Sie zuckt mit den Schultern. „Bin dabei.“
„Das kann ich dir nicht erzählen, solange …“ (Du deutest vage auf Ultra Violeta.)

Verzweigung

1.887
Die Sängerin sieht dich an und hebt die Augenbrauen.
AufzeichnungenSW 6
Stimmt ja. Das ist dir da in ihrer Gegenwart was herausgerutscht.
„Ach, zum Teufel damit, wir sind hier schließlich unter Freunden. Es geht um Mord. An einem Regierungsbeamten.“
„Pass auf, es ist mir echt egal, was genau wir machen. Ich will nur Teil des Teams sein. Teil des Trupps.“
„Ich meinte ja, dass wäre an meinem Geburtstag entstanden, aber das stimmt nicht.“
„So eine bist du also. Ich hatte so ein Mädchen in meiner Klasse, Sophie Veza. Richtig trauriger Fall.“
„Es war das Risiko wert.“
„Wenn du das sagst, Hersh.“
„Es hätte eine Falle sein können oder alles Mögliche. Aber sie alle sind trotzdem gekommen.“
„Ja, das sind sie. Alle.“

Verzweigung

1.898
„Das ist ein ziemlich beschissenes Hin und Her, Hersh.“

Verzweigung

1.900

Verzweigung

1.901
„Hersh, ich habe nachgedacht. Oder vielleicht eher geplant. Für die Zukunft.“ Sie rammt sich eine Zigarette in den Mund und nimmt sie wieder heraus.
„Ich zufällig auch. Erzähl weiter.“
„Bei dieser einen Frage springt die Nadel in meinem Kopf.“ Sie sieht dich direkt an.
„Was würde Tempo tun?“
BlaupausenSW 12
Eine präzise geometrische Matrix Kokain schnupfen.
„Womit?“
„Mit ihr.“ Sie neigt den Kopf in Richtung von Ultra Violetas Zimmer.

Verzweigung

1.909
„Die Statistin aus dem luzianischen Imperium?“
„Sie ist nur eine Sängerin, Hersh. Eine richtig gute.“
„Statistin. Des Imperiums.“
„Wow, super. Du hast es langsamer gesagt.“
Das Mädchen atmet seufzend Rauch aus und wendet sich der Stadt jenseits des Fensters zu.
„Ich sollte da draußen sein und tanzen. Irgendwo, wo es hell ist, im Licht. Das ist alles so beschissen.“
„Warum tanzt du denn nicht?“
„Weil die Musik weg ist. Ich habe nur noch Erinnerungen daran. Und zu Erinnerungen kann man nicht tanzen.“
„Sie ist weg, genau wie Tempo. Obwohl du er bist.“
„Verlierst du dich nicht auch manchmal?“
PersonalismusSW 9
Ständig. Regen-Verwaschene Vermisstenmeldungen hängen an jeder Straßenlaterne deines Lebens.
„Ab und an.“
„Deshalb braucht man die Musik. Um den Heimweg zu finden.“

Verzweigung

1.923
„Ich dachte, Tempo wollte Ultra Violeta rausholen. Wo liegt das Problem?“
„Das war die Abmachung, ja. Sie lässt sich prägen, dafür wird sie freigelassen. Aber gegen Ende sind ihm … sind mir Zweifel gekommen.“
„Der neue Plan war, sie an die Luzianer zu verkaufen. Sie sollte erst geprägt und dann als Geisel genommen werden.“
PersonalismusSW 9
Erst Kultur, dann Zerstörung. Typisch Tempo.
„Und das willst du jetzt auch durchziehen.“
„Was meinst du mit 'auch'? Ich bin Tempo, verdammte Scheiße, ich will das durchziehen.“
SensorenSW 8
Ihre Augen blitzen und scheinen beinahe die gleiche Farbe anzunehmen.
„Aber ich will V auch helfen. Ich will ihr wirklich helfen.“
Das Mädchen zieht einmal an ihrer Zigarette und betrachtet die Glut eingehend.
PoetikSW 12
Im Flickern des Lichts einer Zigarette lassen sich Worte erkennen – wenn du nur in der Lage wärst, diese zu lesen.

Verzweigung

1.934
„Diese Umtriebigkeit muss man respektieren.“
„Es hört niemals auf, Hersh. Und wir reden hier von echt viel Geld.“
„Du hast allerdings eine Abmachung mit ihr getroffen.“
„Hatte ich, aber ich habe die Raubkopie nicht. Also ist diese Abmachung aus meiner Sicht hinfällig.“
„Klingt fair. Einfach abgesagt.“
„Korrekt.“
„Das war nicht wirklich Vs schuld …“
„Pech. Abmachungen werden entweder erfüllt oder nicht.“
„Ich halte mich lieber stets in meiner Nähe.“ (Du lügst.)
„Du machst nie einen Fehler.“ Sie hebt eine Augenbraue. „Und tanzt wahrscheinlich auch nicht viel, würde ich wetten.“
„Sagen wir einfach, dass ich nie eine völlig andere Person geworden bin.“
„Wirklich, Hersh? Das wage ich zu bezweifeln.“
„Die Musik ist doch buchstäblich überall.“
„Ich höre sie nicht, Hersh.“
„Scheiße, vielleicht ist es besser so.“
„Du könntest es versuchen.“
„Könnte ich. Aber dann würde ich alleine tanzen. Und das klingt doch irgendwie traurig, oder?“
VerschränkungSW 11
Niemals allein. Du wärst eine von tausenden Tanzenden – ein Schatten mit unzähligen Gliedmaßen, ein Ungeheuer mit neonfarbenen Schuppen. Der Geist der Stadt.
„Tanzen ist eh langweilig. Nicht zu tanzen ist viel cooler.“
„Danke für diese Lebensweisheit, Hersh. Ich weiß deine geriatrischen Ansichten zu schätzen.“

Verzweigung

1.955
„Du verstehst überhaupt nichts.“
„Gut. Vielleicht tue ich das nicht. Egal.“
„Die kulturelle Ladung?“
„Ja, mit der Atombombe, die gerade in meinem Hinterzimmer Klavier spielt.“
Graue SubstanzSW 8
Gelegenheit einen Teenager zu verbessern im Anmarsch.
„Du meinst wohl thermo-nuklear.“
Ein genervtes Schulterzucken, das sie in die Länge zieht, um Zeit zu schinden – aber ihr fällt keine Antwort ein.
Du hast sie erwischt. Stark.
„Ich glaube, wir stehen schon mitten in der Explosion, Yana.“

Alternative Formulierung

„Ich glaube, wir stehen schon mitten in der Explosion, YO-YO.“
„Manchmal fühlt es sich so an. Wie eine langsame, endlose Explosion.“
„Du meinst mit deiner Freundin?“
„Ja.“
Cold ReadingSW 9
Hinter der schwarzen Zigarette werden die Züge des Mädchens weicher.
„Ich dachte, du würdest sie rausholen.“
„Wollte ich auch. Werde ich.“
„Du solltest versuchen, deine Freunde nicht zu enttäuschen.“
„Der war gut, Hersh. Musst du gerade sagen.“
„Ich weiß es nicht. Ich habe keine Freunde, nur Statisten.“
„Es sieht aus, als würden die dir auch langsam ausgehen. Aber gut zu wissen.“
„Sag du es mir, Tempo.“
„Ich weiß es nicht. In meiner Welt fehlt eine beschissene Achse. Weiß nicht, ob es dir aufgefallen ist.“
TechnoflexSW 9
Das stimmt nicht ganz. Eigentlich kämpfen sogar mehrere Achsen um die Vorherrschaft. Vor allem Tempo, ja, aber auch ein Teil des ursprünglichen Mädchens … und ein kleiner Splitter der Sängerin steckt auch in ihr.
Ultra Violeta steckt jetzt auch da drin? Wie das?
Tempo ist zu hastig vorgegangen. Bei dem vielen Herumgedrücke wurde auf den äußeren Rillen Platz für ein zusätzliches Stück gelassen. Der wird jetzt von Ultra Violeta ausgefüllt.
Was ist dann mit Yana?
Auf der B-Seite und bei den Kuriositäten.
„Das ist mir aufgefallen.“
„Prima. Danke für den Rat.“
„Klingt, als wolltest du, dass jemand für dich eine Entscheidung trifft.“
„Das will ich nicht. Ich will deine Meinung dazu hören. Die hast du mir noch nicht gesagt.“
„Ich wollte dich etwas in der Art fragen. Ich nehme an, wir sprechen von …“ (Du tust so, als würdest du Keyboard spielen.)
„Waffenfähige Drogen nehmen.“
„Ja, und dann? Mit ihr.“ Sie zuckt mit dem Kopf in Richtung von Ultra Violetas Zimmer.
„Er würde langwierige Pläne schmieden. Das ist Tempos Spezialgebiet.“
„Jetzt nimm das doch mal einen Moment lang ernst. Ich versuche, ernst zu bleiben.“ Sie sieht dich direkt an.
„Die Zukunft wird dich bei lebendigem Leibe verschlingen, wenn du es zulässt.“
„Cool. Aber das ist aktuell nicht mein Problem.“ Sie sieht dich direkt an.

Verzweigung

1.993
„Denk daran, Hersh – keine komische Scheiße vor V.“

Verzweigung

1.995

Verzweigung

1.996

Verzweigung

1.997
„Yo-yo.“

Verzweigung

1.999
„Yo-yo.“ Das Mädchen hält dir die Hand hin. „Wie geht's?“

Verzweigung

2.001
SensorenSW 8
Das Klavierspiel aus dem Nebenzimmer erklingt noch. Die Melodie wiederholt sich mit sanfter Eindringlichkeit. Vage bist du dir der Tatsache bewusst, dass inzwischen eine andere Melodie erklingt.
Du folgst den Noten.
Du hast diese Musik in anderer Form irgendwo schon mal gehört.
Du lässt sie gehen.
Sie lösen sich in Luft auf und sind schon weg, als du sie wahrnimmst.
SensorenSW 9
Das Klavierspiel aus dem Zimmer hinter diesem erklingt noch. Die Melodie wiederholt sich mit sanfter Eindringlichkeit.

Verzweigung

2.008
„Hersh. Solltest du nicht eine Tür anstarren oder ein Konsulat heimsuchen?“

Verzweigung

2.010

Verzweigung

2.011

Verzweigung

2.012
„Hey, Hersh. Hast du schon bei Marco vorbeigeschaut?“

Verzweigung

2.014
„Oh, ich habe bei ihm 'vorbeigeschaut'.“
„Beschäftigt dich etwas, Hersh?“

Verzweigung

2.017
„Bestätige. Besprechung steht an.“
„Ich dachte, ich würde die Besprechungen leiten? Egal, red weiter.“

Verzweigung

2.020
„Ich habe mit ihm gesprochen, aber er wusste nichts Neues über den Typ mit den Kopfhörern.“
„Okay. Behalte ihn für mich im Auge, ja?“
„Ich mache mir irgendwie … Sorgen um ihn …“ Sie klappt die Zigarettenschachtel auf und wieder zu.
„… Aus beruflichen Gründen.“
AufzeichnungenSW 11
CASCADE: 'Ist es wirklich in Ordnung, sie einfach … zurückzulassen, M?' CONTROLLERIN: 'Sie sind Statisten, CASCADE.'
„Ich kümmere mich darum.“
„Danke, Hersh. Das weiß ich zu schätzen.“
„Wie dem auch sei.“ Sie schnippt lose Asche von ihrer Zigarette. „Brauchst du irgendwas?“

Verzweigung

2.029
„Marco ist kein Profi.“
„Dann bin ich aus unberuflichen Gründen um ihn besorgt. Du weißt doch, was ich sagen will. Sieh bitte einfach mal nach ihm.“
„Schon okay, das wäre ich auch.“
„Okay. Gut zu wissen, dass ich nicht schwach bin oder so.“
„Du meinst sicher SCARF, oder?“
„Ach ja, SCARF. Hast du schon bei SCARF vorbeigeschaut?“
„Ich hatte viel zu tun.“
„Ihm geht es bestimmt gut.“
„Ja, wahrscheinlich. Wahrscheinlich geht es ihm gut.“
„Warum, fehlt er dir?“
Nein, verpiss dich.“
„Ein paar verirrte Spione wandern noch herum und suchen nach ihrer endgültigen Heimat.“

Alternative Formulierung

„Yo-yo, Hersh.“

Verzweigung

2.042

Verzweigung

2.043
„Es ist noch nicht vorbei.“
„Das ist es in der Tat nicht.“
„Das …“ Sie kneift sich kurz in die Nasenwurzel. „… ist kein gutes Zeichen.“

Verzweigung

2.047
„Okay. Es läuft also. Eine kleine Erinnerung daran, wie sehr du da hinten verkackt hast.“

Verzweigung

2.049
Das Mädchen wirft dir über eine dunkle Zigarette und eine krumme Nase hinweg einen nicht gerade freundlichen Blick zu.

Verzweigung

2.051
Graue SubstanzSW 9
Ouroboros Black. Damit hätten wir unsere Zigaretten-Diebin.
SensorenSW 10
Ihre Augen haben unterschiedliche Farben: Eines erinnert an Bernstein, das andere an Asche.

Verzweigung

2.054
„Ich habe deinen Namen nicht mitbekommen.“
„Den habe ich dir auch nicht genannt. Ich bin nur jemand, der auf dich gewartet hat, Hershel.“
InstinkteSW 11
Dein richtiger Name jagt dir einen Schauer den Rücken hinunter. Du bist bekannter als dir bewusst war.
„Woher kennst du meinen Namen?“
„Tempo hat viel über dich geredet. Meinte immer, du würdest dich verspäten.“
SchattenspielSW 8
Deine ehemaliger Statist hat Geheimnisse mit einem Teenager-Mädchen ausgetauscht? Was ist hier los?
AufzeichnungenSW 6
Nicht das, wahrscheinlich. Der Mann war ein bekennender Homosexueller.

Verzweigung

2.062
„Wer genau bist du?“
„Ein Zauberlehrling.“ Sie spreizt die Finger und atmet aus. „Die Leute werfen Messer nach mir und ich werde dafür bezahlt, dass ich nicht wegzucke.“
Graue SubstanzSW 11
Bei Teenagern sollte man sich am besten an direkte Aussagen halten.

Verzweigung

2.066
„Wenn du einer von Tempos Leutnants oder was auch immer bist, dann sag mir, was hier falsch gelaufen ist.“
„Alles ist falsch gelaufen. Jemand hat Tempo ausgeschaltet.“ Sie schnappt mit dem Feuerzeug. „Und zwar so richtig.“
„Du weißt also davon. Vom Büro.“
„Was meinst du wohl, wer das Blut gefunden hat?“
VerschränkungSW 10
Eine zitternde, junge Hand tastet nach dem Griff des Riegels an der Tür. Sie braucht fünf Anläufe.
„Ja, er ist tot. Mausetot.“Die Flamme des Feuerzeugs flackert immer wieder auf. „Tut mir leid.“
InstinkteSW 10
Dein Adrenalin ist abgebaut. Nach ihm folgen Wehmut und Schmerz. Das Muskelgedächtnis.

Verzweigung

2.074
„Du scheinst nicht besonders traurig darüber zu sein.“
„Wir alle wussten, dass das irgendwann auf die eine oder andere Art passieren würde.“ Sie zuckt halbherzig mit den Schultern und beendet den Blickkontakt. „Wie Tempo immer zu sagen pflegte: Man kann den Würfel nicht wieder aufnehmen.“
Cold ReadingSW 10
Sie hat ihr tapferes Gesicht aufgesetzt, extra für dich.

Verzweigung

2.078
InstinkteSW 11
Sie versteckt ihren Schmerz. Dir zuliebe.
„Warum hast du das niemandem auf dem Basar erzählt?“
„Man vertraut keinen Arschlöchern. Diesen Grundsatz verfolge ich in letzter Zeit konsequent.“
„Er hat da unten Freunde. Sie verdienen es, das zu erfahren.“
„Glaub mir, das ist die beste Möglichkeit, sie zu beschützen. Wir wurden angegriffen, Hershel. Richtig verprügelt. Der Basar ist jetzt eine Kriegswirtschaft.“

Verzweigung

2.084
„Das ist ein guter Grundsatz.“
„Danke. Hier ist noch einer: Wer zu spät kommt, kriegt eins auf die Fresse.“
„Wer hat ihn ausgeschaltet?“
„Tempo war von Feinden umzingelt, such dir einen aus.“ Sie steckt sich eine schwarze Zigarette in den Mund und zündet sie an.
KoordinationSW 10
Ruhige Hand, gefasste Stimme. Gelassenheit, die weit über ihr Alter hinausgeht.
„Es war das Weinende Auge. Wir haben eine gemeinsame Vergangenheit.“
„Klar, Hershel. Das Weinende Auge. Oder die Carabineros. Oder die Azzurri-Bande, vielleicht wollen die wieder ins Matratzengeschäft einsteigen.“
„Scheiße, was interessiert dich das überhaupt?“ Schnelles Ausatmen. „Tempo meinte immer, du wärst seine Freundin. Fünf Jahre lang kein Wort. Tolle Freundin.“
DoppelgängSW 10
Mayday, mayday! Die Gäng steht unter schwerem emotionalen Beschuss!
Du machst ein 'Flugzeugpropeller-Geräusch' mit deinem Mund.
„… Okay.“
Du machst das Geräusch weiter und fügst noch einen Korkenzieher hinzu.
Das Mädchen blinzelt dich kühl an und wartet auf mehr.
Du lässt dein Handflugzeug abstürzen und machst ein lautes Explosionsgeräusch.
„Fantastisch. Scheint immer noch so, als würde es dich einen Scheißdreck interessieren.“
„Ich bin sehr viel interessierter als du weißt.“
„Sicher, aber das sagen alle. Weil es sich leicht sagt.“
SensorenSW 9
Aus einer nahegelegenen Wohnung flattert eine Klaviermelodie wie auf kleinen Flügeln in den Raum.
„Jedenfalls ist er weg. Also hast du jetzt mich oder niemanden.“
Das Mädchen betrachtet seine tote, halbe Zigarette und verstummt.
PersonalismusSW 10
Du kannst die Stille hören: 'Die wichtigen Sachen vertraue ich dir nicht an, verpiss dich'.
PoetikSW 9
Aus einer nahegelegenen Wohnung dringt gedämpft das Geräusch eines wundervoll gespielten Klaviers, das die Tonart wechselt.
„Unsichtbare Mächte haben uns schon einmal ausgeschaltet, mein Kind. Jetzt nutzen sie wieder die alten Maschen.“
„Dann konzentrier dich auf die Mächte, die du sehen kannst, meine Erwachsene.“ Sie zuckt einfach nur mit den Schultern.
„Auf dich zum Beispiel? Ich bin dir gerade erst begegnet. Vielleicht hast du ihn getötet.“
„Glaubst du, dass ich ihn getötet habe?“
„Das ist meine neue Arbeitshypothese.“
„Wie schön, dass sie eine große Denkerin geschickt haben.“
Noch nicht. Ich wollte nur meinen Punkt klarstellen.“
„Die Schule ist vorbei, Hershel. Punkte kommen nach Taten.“
„Du weißt gar nichts über Spion-Scheiße.“
„Nein, ich kenne mich nur mit Freunden aus.“
„Jetzt bin ich hier.“
„Ja, das sehe ich.“
„Jemand hat ein Auge ins Kokain gemalt. Das scheint in nur eine Richtung zu deuten.“
„Oder vielleicht wollte nur jemand, dass du das denkst. Aber sicher, Hershel. Nehmen wir an, es war das Weinende Auge. Oder die Carabineros. Oder die Azzurri-Bande, vielleicht wollen die wieder ins Matratzengeschäft einsteigen.“
„Deine Vermutung würde mir reichen.“
„Wenn die Azzurri-Bande es nicht war, war es das Weinende Auge. Wenn es nicht das Weinende Auge war, waren es die Carabineros. Wenn es nicht die Carabineros waren, war es irgendein Arsch, dem er 500 Sol geschuldet hat.
„Also bin ich zu spät.“
„Sehr viel zu spät.“
NervenstärkeSW 11
Noch ein Name auf der Liste der Leute, die du so richtig in die Scheiße geritten hast.
„Wer hat ihn erwischt?“

Verzweigung

2.127
PersonalismusSW 12
Und jetzt echt – ein für alle Mal.
„Warum vertraut sich Tempo einem Teenager an?“
„Weil ich seine Vize-Anführerin bin. Oder war, bis er ausgeschaltet wurde.“ Sie drückt auf ihr Feuerzeug.
„Ich fürchte, ich kenne keine … 'Hershel', oder wie war das?“ (Du lügst.)
„Stell dich nicht dumm. Tempo hat mir erzählt, wie du heißt. Und dass du dich verspäten würdest.“
„Für dich heiße ich 'CASCADE'.“
„Von mir aus auch CASCADE. Scheiß drauf, hab halt zwei Namen.“ Sie zuckt schnell mit den Schultern. „Tempo meinte, du würdest dich verspäten aber er meinte auch, dass du ganz bestimmt auftauchen würdest.“
„Und was war das? Das Willkommens-Komitee?“

Verzweigung

2.136
„Das war das Du-Hast-Echt-Verkackt-Komitee. Das für Willkommen ist nie aufgetaucht.“
„Tempo meinte übrigens, dass du dich verspäten würdest. Aber dass du ganz bestimmt kommst.“
„Das war das Fast-Hättest-Du's-Verkackt-Komitee. Das für Willkommen ist nie aufgetaucht.“
„Du musst Tempos rätselhafter Unterboss sein.“
„Und du musst seine sogenannte Freundin sein, Hershel.“
„Was du gerade gesehen hast, war wirklich fortgeschrittene Bühnenkunst, die du vermutlich gar nicht richtig verstanden hast.“
„Da hast du recht. Ich verstehe nicht, wie man beim Gehen so sehr verkacken kann, Hershel.“
„Danke für die Mitfahrgelegenheit. Das weiß ich zu schätzen.“
„Gern geschehen, Hershel.“
„Meine Bühnenkunst kennt ihresgleichen nicht.“
„Na ja, es ging nur ums Gehen … aber du bist wohl kein völlig hoffnungsloser Fall, das will ich dir lassen, Hershel.“
„Wow, wie aggressiv.“
„Ich habe dich gerade aus der Scheiße gezogen.“ Ein dünner Rauchfaden steigt auf. „Wie wäre es mit etwas aggressiver Dankbarkeit, Hershel?“
AufzeichnungenSW 8
Ouroboros Black. Tempos Marke.
„Irgendwann demnächst.“ Sie blickt dich bestimmt an. „Arschloch-Akimbo.“
„Ach ja?“ (Du blickst nach links und rechts.)

Verzweigung

2.153
„Missgebildeten Babys beantworte ich keine Fragen.“
„Ach ja, die Sache hatte ich ganz vergessen. Fühlt sich schon richtig heimelig an.“
„Dann geh einen Block Tofu ficken und hör auf, meine Zeit zu verschwenden.“

Verzweigung

2.157
„Mir gefällt das so. Machen wir weiter.“
„Okay, lass mich das abnehmen.“ [Du gehst.]
„Ich bitte darum.“
„Ich probiere nur eine neue Rolle aus.“
„Ich habe Beobachtungsergebnisse: richtig bescheuert.“
„So arbeiten Spione. Gehüllt in Geheimnisse.“
„Das einzige Geheimnis hier ist, warum diese Kopfbedeckung noch da ist.“
„Auf der Innenseite befindet sich getrocknetes Blut. Ich glaube, die letzte Person, die das Ding getragen hat, ist eines gewaltsamen Todes gestorben.“
„Das könnte noch einmal passieren.“
„Bestimmt nicht. Das ist doch sehr unwahrscheinlich.“
„Wer weiß. Du solltest mal testen, wie geeignet das Ding für die Schnellstraße ist.“
„Mir gefällt's. Damit werden alle Vorhaben gleich etwas unheilvoller.
„Das ist echt zu krank – und 'krank' wurde für mich gerade neu definiert.“

Verzweigung

2.171
„Ich bin jetzt keine große Vollzeit-Spionin, aber ich habe den Eindruck, als hättest du das eben verkackt.“
„Irgendwann demnächst. Arschloch-Akimbo.“
„Ich warte, CASCADE. Die Backpfeifen werden kalt.“ - ZERO PARADES