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„Ich bin bald weg, also hol dir jetzt, was du brauchst.“

Zeilen 567
Gesprächsbeginn

Verzweigung

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Verzweigung

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Verzweigung

3
„Ich bin bald weg, also hol dir jetzt, was du brauchst.“

Verzweigung

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Verzweigung

6
„Lass uns wieder darüber reden, was mit deinem Vater passiert ist.“
„Ähm, ja, reden wir drüber. Es ist allerdings … ein bisschen peinlich.“ Sie zieht den Mantel enger um sich.

Verzweigung

9
PersonalismusSW 10
Peinlichkeit ist nicht das Problem. Ein viel dunkleres Gefühl versucht, sich einen Weg in ihr Bewusstsein zu krallen.
„Mein Vater hat diese verrückte Theorie über das Münztelefon am westlichen Ausgang des Basars entwickelt.“

Verzweigung

12
SchattenspielSW 8
WARTE MAL, OPERANTIN. Das ist das Telefon, das Yana erwähnt hat. Das, von dem selbst du jetzt weißt, dass es abgehört wird.

Verzweigung

14
„Maurito hat gesagt, dein Dad dachte, EMTERR hätte sie verwanzt?“
„Genau. Er dachte, wenn man bestimmte Wörter hineinsagt während sie mithören, wird man entführt.“

Verzweigung

17

Verzweigung

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„Warum hat er geglaubt, dass EMTERR hinter dem Verschwinden der Leute steckt?“
„Bagman hat eine Folge darüber gemacht und daraufhin fing Gilmar an, irgendwelchen Leuten zu folgen, weil er glaubte, sie seien von der Bank. Kurz darauf hat er meinen Vater mit reingezogen.“
„Und wie beschreibt Bagman die Leute von EMTERR?“
„Meistens Typen in teuren Anzügen. Mit ausländischem Akzent, verbal aggressiv und geizig — außer wenn es darum geht, einen Kunden einzuladen.“
„Was hat er gesagt, was sie gemacht haben?“
„Was Reiche eben so tun. In Bars rumhängen und die örtlichen Säufer anpöbeln. Dann sind sie in Penthäusern verschwunden, sodass er ihnen nicht weiter folgen konnte.“
„Klingt nach einem guten Zeitpunkt, um aufzugeben.“
„Ja, das dachte sich mi viejo auch. Er ist heimgegangen, aber Gilmar blieb dort … und rief dann gegen zwei Uhr morgens meinen Vater an.“
„Er hatte was aufgeschnappt und war gerade dabei, es zu erklären, als das Gespräch plötzlich abbrach. Mein Vater ist am nächsten Tag zu seinem Haus gegangen, aber Gilmar war verschwunden.“
„In dieser Stadt werden viele Menschen vermisst.“
„Mhm. Ich hab meinen Vater gefragt, ob der Anruf vielleicht nur ein Albtraum war, oder ob er vergessen hat, dass Gilmar verreisen wollte. Ich dachte, dass die Sendung ihm vielleicht langsam den Verstand raubt, weißt du?“
„Aber mein Vater hat es wirklich geglaubt. Zwei Wochen lang hat er nach ihm gesucht, ihn bei den Geschäftsführern als vermisst gemeldet … nichts.“
Graue SubstanzSW 10
Warum sollte sich EMTERR um ein paar beeinflussbare alte Männer kümmern?

Verzweigung

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„Und kurz darauf war dein Vater auch verschwunden.“
„Ja.“ Sie blickt weg. „Zwei Wochen lang hat mein Vater nach Gilmar gesucht, ihn bei den Geschäftsführern als vermisst gemeldet … nichts.“
„Die böse Telefonzelle frisst also wirklich Leute. Sie hat Geschmack an Menschenfleisch gefunden.“
„Das ist nicht witzig! Mein Vater war total verstört.“ Sie schüttelt den Kopf. „Ich hab ihn gefragt, ob der Anruf vielleicht nur ein Albtraum war, oder ob er vergessen hat, dass Gilmar verreisen wollte. Ich dachte, dass die Sendung ihm vielleicht langsam den Verstand raubt, weißt du?“
„Der perfekte Zeitpunkt, um richtig nachzusetzen.“
„Das dachte Gilmar sich auch. Er blieb draußen, nachdem mi viejo nach Hause gegangen war … und rief ihn dann gegen zwei Uhr morgens an.“
„Haben sie aufgehört?“
„Mi viejo schon. Aber Gilmar blieb dort … und rief dann gegen zwei Uhr morgens meinen Vater an.“
„Willst du damit sagen, dein Vater hat am Telefon irgendwelche speziellen Wörter gesagt und daraufhin hat EMTERR ihn entführt?“

Alternative Formulierung

„Willst du damit sagen, EMTERR hat erst Gilmar entführt und dann deinen Vater?“
„Vor ein paar Tagen hat er mir Mittagessen vorbeigebracht. Dann … meinte er, er würde einen Anruf machen.“
„Erst hab ich mir keine Sorgen gemacht. Ich dachte, da passiert schon nichts. Aber dann kam er nicht zurück.“
VerschränkungSW 9
Beim Spülen des Behälters, in dem sich selbstgemachter Reis und Bohnen befanden, schweift der Blick aus dem Fenster über der Spüle, während die Sonne untergeht.
NervenstärkeSW 9
„Nicht auf die Uhr schauen. Nicht schauen. Nicht …“
„Hat er sich absichtlich entführen lassen?“
„Nein! Ich mein … es lässt ihm einfach keine Ruhe, wenn er sich mal was in den Kopf gesetzt hat.“
SensorenSW 8
Für einen Moment verstummt das Gemurmel aus den Nachbarständen. Sie lauschen.

Verzweigung

49
„Nichts für ungut, aber das klingt extrem unwahrscheinlich.“
„Ja, klar, du hast recht. Wahrscheinlich ist er nur irgendwohin gelaufen. Wie das eben so ist mit verrückten alten Männern.“
„Verstehe.“
„Ja.“ Sie schluckt und richtet sich ein wenig auf. „Wahrscheinlich ist er nur irgendwohin gelaufen. Wie das eben so ist mit verrückten alten Männern.“
„Was waren das für Wörter, die er für den Auslöser hielt?“
„Sie wirken ziemlich willkürlich. Cousins, Mond, Wiedersehen …“

Verzweigung

56
„Sagen dir diese Worte irgendetwas?“
„Einzeln? Klar. Zusammen? Kauderwelsch.“
„Woher wusste er, dass es diese Wörter waren?“

Alternative Formulierung

„Ist es das, was Gilmar ihm am Telefon gesagt hat, bevor die Verbindung abgebrochen ist?“

Verzweigung

60
„Ich denke schon. Als er versucht hat, es mir zu sagen, hab ich nicht aufgepasst.“ Sie runzelt die Stirn. „Er hatte sie auf einem Zettel in seinem Zimmer notiert – er meinte, ich soll sie nicht sagen, wenn ich ans Telefon gehe. Es kam mir alles so albern vor …“

Verzweigung

62
„Sein Freund Gilmar hat ihn von dem Telefon aus angerufen, nachdem er die Nacht damit verbracht hatte, ein paar Typen von EMTERR zu folgen. Sie waren beide total besessen von diesem Verschwörungszeug.“

Verzweigung

64
„Alles klar, hab's kapiert.“ (Abschließen.)

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66
„Warte, dieses Gefängnis, das du erwähnt hast – hast du was gesehen? Irgendwas?“

Alternative Formulierung

„Warte, dieses Gefängnis, das du erwähnt hast – hast du sonst noch was gesehen? Irgendwas?“

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68

Verzweigung

69
„Sie haben ihn auf die Île-de-Söze geschickt.“
„Île-de-Söze?! Mein Vater war nie auf der Île-de-Söze. Er hat Portofiro noch nie verlassen!“
NervenstärkeSW 8
Das war's. Sie wird hysterisch.

Verzweigung

73
„Ich … ich kann gerade nicht reden. Ich brauch einen Moment.“
Sie dreht sich von dir und dem Stand weg, zieht sich tiefer in ihre Kapuze zurück.

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76

Ende dieses Zweigs

„Er war auf jeden Fall mal dort … aber jetzt nicht mehr.“
„Okay. Okay.“ Sie schnappt nach Luft. „Vielleicht haben sie ihn rausgelassen, wie dich? Oder vielleicht … ist er …“
„Ich war noch nicht drin.“
„Okay … okay …“ Sie schnappt nach Luft. „Vielleicht ist das ja alles nur ein Missverständnis.“

Verzweigung

81
„Ich konnte gerade noch abhauen, bevor sie mich erwischt haben.“
„Dich erwischt?“ Ihre Augen wandern nervös hin und her. „Vielleicht … vielleicht ist Papa ja auch entkommen.“
KoordinationSW 9
Worte, die die schwachen Beinen seines Alters außer Acht lassen.

Verzweigung

85
„Ich wurde von so einer Schlampe mit hässlichen Gummistiefeln mit Stromschlägen gefoltert.“
„Verhört?“ Ihre Stimme wird leiser. „Haben sie dir wehgetan?“
„Sie haben mich getasert, als wenn's kein Morgen gäbe. Kann gut sein, dass sie auch deinen Vater gefoltert haben.“
Sie stößt ein ersticktes Stöhnen aus und presst die Faust gegen ihre Lippen.
„Nein, es war nicht so schlimm.“ (Lüge.)
„Okay …“
Cold ReadingSW 10
Sie merkt, dass du es für sie beschönigst.
„Ich hab deinen Vater nicht gesehen, aber sie haben mich gehen lassen, also …“
„Das ist gut. Ich bin froh, dass du okay bist.“ Ihr Atem wird schneller. „Falls sie ihn hatten, haben sie ihn sicher auch freigelassen, als ihnen klar wurde, dass er nur ein verrückter alter Mann ist …“
PersonalismusSW 8
Sie kann dir nicht glauben. Sie kann sich selbst nicht glauben.

Verzweigung

96
„Ich hab deinen Vater nicht gesehen.“ (Lüge.)
„Puh, ich mein …“ Ihr Atem wird plötzlich schneller. „Das heißt ja, dass er irgendwo anders sein muss.“
„Nein, nichts. Tut mir leid.“

Alternative Formulierung

„Nein, nichts weiter. Tut mir leid.“
„Okay. Wahrscheinlich hat er sich einfach in einem anderen Stadtteil verirrt.“ Sie kichert verlegen. „Ich kling schon wie Bagman …“

Verzweigung

101
AufzeichnungenSW 9
Nicht wirklich. Bagman klingt nicht so, als würde er mit aller Kraft versuchen, nicht in Tränen auszubrechen.

Verzweigung

103
SensorenSW 9
Wie etwas, das mit aller Kraft versucht, nicht in Tränen auszubrechen?

Verzweigung

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„Wie auch immer.“ Sie blinzelt unter ihrer Kapuze hervor. „Willst du sonst noch was kaufen?“

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„Wie auch immer.“ Sie blinzelt unter ihrer Kapuze hervor. „Willst du eine Perücke? Die sollen auf Partys gut ankommen, hab ich gehört.“

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„Mein Vater und sein Kumpel Gilmar waren voll auf dem Verschwörungstrip. Sie waren total besessen von 'The Reality Situation' – sie haben das alles für bare Münze genommen.“
„Mein Vater und sein Kumpel Gilmar waren voll auf dem Verschwörungstrip. Sie waren total besessen von dieser Show, 'The Reality Situation' – sie haben das alles für bare Münze genommen.“
„Keine Sorge. Ich hab schon deutlich verrücktere Sachen gehört.“
„Mein Vater glaubte, wenn man bestimmte Worte ins richtige Telefon sagt, zieht man die Aufmerksamkeit der falschen Leute auf sich. Er war überzeugt, dass EMTERR hinter allem steckt.“

Verzweigung

114
AufzeichnungenSW 6
EMTERR, alias L'Empire sans Territoire, alias 'die Bank'. Zu gleichen Teilen internationaler Entwicklungsfonds und Gehemdienst. Der Dreh- und Angelpunkt der Entwickelten Welt.
StaatsmachtSW 10
DIE BLUTIGE HAND DES INTERNATIONALEN KAPITALS.
„Erzähl weiter.“

Verzweigung

118
„Moment … hat das was mit der Wunder-Hotline zu tun?“
„Nein! So ist er nicht …“ Sie errötet.
„Hat das was mit dem Civilisation Trust zu tun?“
„Ich hab keine Ahnung, was das ist.“ Sie runzelt die Stirn.
„Hat das was mit den Schlangenmenschen zu tun?“
„Das Foto – wer war der Mann darauf?“
„Mi viejo, mein Vater … er ist seit ein paar Tagen verschwunden.“

Verzweigung

126
„Hat dein Vater eigentlich einen Namen?“
„Stimmt, damit hätt ich wohl anfangen sollen, was?“ Sie zupft nervös an der Kordel ihres Hoodies. „Er heißt Eno Krantz.“
SensorenSW 10
Ihre Augen sind blutunterlaufen, ihr Haar ist schütter.

Verzweigung

130
SchattenspielSW 9
Suchst du nicht auch nach jemandem, der vermisst wird?

Verzweigung

132
„Hat sein Gedächtnis nachgelassen?“
„Ähm … manchmal ist er ein bisschen vergesslich. Nicht sehr, aber … ich mach mir halt Sorgen. Ich hab ihm gesagt, dass zu viel Fernsehen ihn verrückt macht.“
Cold ReadingSW 7
Sie hebt ihre Hand, um sich auf die Nägel zu beißen. Eine neue Angewohnheit – sie bluten.

Verzweigung

136
PersonalismusSW 8
Wer sich regelmäßig Bagmans Predigten über die Realität anhört, könnte leicht die Bodenhaftung verlieren.

Verzweigung

138
„Klingt nach einem Fall von Bagmanitis.“
„Bagman? ja! Genau! Das war's. Nachdem mein Vater in Rente war, hat ihn sein Freund Gilmar auf 'The Reality Situation' gebracht. Sie waren völlig besessen. Dachten, sie wären 'Wahrheitsdetektive'.“

Verzweigung

141
„Damit ist wohl jemand gemeint, der auf der Suche nach Beweisen für unsichtbare Flugzeugträger und Kinder mit Jodmangel herumläuft.“
„Mein Vater und Gilmar waren dauernd 'auf Spurensuche' und haben bei der Sendung angerufen … Es kam mir vor, als würde Bagman sie dazu ermutigen, weißt du?“
TechnoflexSW 10
Wer würde bei klarem Verstand einem unsichtbaren Flugzeugträger nicht nachgehen?
„Wer weiß, vielleicht waren sie ja an etwas dran?“
„Oh, du … stehst also auch auf so was.“ Sie hüllt sich enger in ihren Mantel. „Vielleicht verstehst du es dann ja.“

Verzweigung

147
„Klingt so, als ob dieser 'Bagman' es auf verletzliche alte Menschen abgesehen hat.“
„Genau davor hatte ich Angst.“ Sie zieht ihren Mantel enger um sich. „Hör mal … das ist mir ein wenig unangenehm.“

Verzweigung

150
„Das finde ich alles ziemlich verwirrend.“
„Okay, also … das ist mir ein wenig unangenehm.“ Sie zieht ihren Mantel fester um sich.
„Und es ist nur ein Typ mit einer Papiertüte auf dem Kopf, der über unsichtbare Flugzeugträger und Kinder mit Jodmangel schwafelt.“
„Alte Leute und Fernsehen, eine gefährliche Kombination.“
„Nachdem mein Vater in Rente war, hat ihn sein Freund Gilmar ihn auf diese Sendung gebracht. 'The Reality Situation'? Sie waren völlig besessen. Dachten, sie wären 'Wahrheitsdetektive'.“
„Fernsehen kann einen nicht verrückt machen.“
„Er kann doch nicht einfach weggelaufen sein?“
„Nein, ich meine, das ist doch eigentlich das wahrscheinlichste Szenario, oder?“ Sie zieht ihren Mantel enger. „Ach, das ist mir … irgendwie peinlich.“
„Ihm geht's bestimmt gut. Um noch mal auf die Partyartikel zurückzukommen …“ (Weiter.)

Verzweigung

160
„Ja, klar. Willst du dir sonst noch was anschauen?“

Verzweigung

162
„Ja, klar. Willst du eine Perücke? Die sollen auf Partys gut ankommen, hab ich gehört.“
„Du klingst nicht wirklich überzeugt.“
„Ich mache mir einfach Sorgen.“ Sie schüttelt den Kopf. „Ich hab ihm gesagt, dass zu viel Fernsehen ihn verrückt macht.“
TechnoflexSW 10
Das Fernsehen zerstört keine Gehirne, du Dummkopf. Es verformt sie.
„Ich würde mir keine Sorgen machen. Er taucht bestimmt bald wieder auf.“
„Ja. Wahrscheinlich.“ Sie beginnt an ihren Nägeln zu kauen. „Ich hab ihm gesagt, dass zu viel Fernsehen ihn verrückt macht.“
Cold ReadingSW 10
Sie wird schwächer. Kein Schlaf. Drei, vielleicht vier Tage schon.
„Also nicht sehr lange, im Großen und Ganzen. Also keine … fünf Jahre, sagen wir.“
„Er ist … nicht da und ich kann ihn nirgends finden.“ Sie kichert seltsam.
„Das tut mir leid. Muss hart sein.“
„Wahrscheinlich ist er einfach losgelaufen und hat sich verirrt.“ Sie zuckt betont mit den Schultern. „Alte Leute machen so was manchmal.“
„Portofiro ist ein großer Ort. Viele Leute verirren sich dort.“
„Ja. Wahrscheinlich ist er einfach losgelaufen und hat sich verirrt.“ Sie zuckt betont mit den Schultern. „Alte Leute machen so was manchmal.“
„Ich bin auch auf der Suche nach jemandem. Einen Kollegen. Hast du in letzter Zeit jemanden kennengelernt, der so richtig auf Socken steht?“
„Oh, ja, ja. Er kam vorbei. Ein netter Mann. Hat viel über Socken gesprochen.“

Verzweigung

178

Verzweigung

179
„Erzähl mir von ihm.“
„Er war … normal? Ziemlich vergesslich, ehrlich gesagt. Ich habe ihm gesagt: 'Wenn deine Socken nicht zusammenpassen und nicht neonfarben sind, nütze ich dir nicht viel.'“

Verzweigung

182
„Irgendeine Idee, wohin er verschwunden sein könnte? Ihm ist etwas zugestoßen, ich versuche, seine Spuren zu verfolgen.“
„Nicht wirklich. Er ist auf den Basar gegangen.“
Cold ReadingSW 9
Sie sieht dir direkt in die Augen, mitfühlend. Sie weiß es wirklich nicht.
„Was meinst du mit … 'Ihm ist etwas zugestoßen'? Hat er das Telefon benutzt?“

Verzweigung

187
„Ich glaube nicht. Ich weiß, wo er ist, nur nicht, was passiert ist.“
„Oh …“ Sie zieht sich wieder in ihre Kapuze zurück. „Wenigstens das hast du.“

Verzweigung

190
„Welches Telefon?“
„Ach, nichts. Nur etwas, das mein Vater einmal gesagt hat … eigentlich hat er es mehr als einmal gesagt. Er hat es sehr oft gesagt.“
„Trotzdem danke.“ (Weiter.)
„Tut mir leid. Ja. Ich war etwas abgelenkt, als er auftauchte …“

Verzweigung

195
SchattenspielSW 7
Sockenverkäufer. Eine der bewährtesten Tarnungen der Oper.
„Ich bin auch auf der Suche nach jemandem. Hast du einen Mann mit einer braunen Jacke, Glatze, und Brille gesehen?“
„Weißt du, was das ist?“ (Du zeigst die rote Disc.)
„Das ist Ultra Violeta, der luzianische Popstar. Ich dachte immer, diese Art von Musik sei zu jung für mich, aber in letzter Zeit gefällt mir ihr Zeug irgendwie …“
„Kennst du schon das Lied 'Du, aber aus einem Traum'?“
„Nein … aber es ist definitiv ihre Art von Titel.“
Sie schaut wieder auf die Disc, die blonden Haare fallen ihr ins Gesicht.
„Das ist eine seltsame Disc. Du solltest Petre am Musikstand dort drüben fragen, der weiß bestimmt mehr. Ich bezweifle aber, dass er ein Ultra ist.“ Ein wissendes Lächeln.

Verzweigung

204
„Diese Disc ist aus Luz?“
„Ultra Violeta ist es auf jeden Fall. Die Disc könnte alles Mögliche sein, eine Raubkopie, eine Fan-Imitation, eine echte Veröffentlichung …“
„Ich habe gehört, du hast einen neuen Chef. Eine Teenagerin.“
„Oh ja. Sie ist cool. Und einschüchternd, trotz ihrer Größe.“
„Wir hängen manchmal hinten im Stand zusammen ab. Die Sache mit meinem Vater hat sie gut gemeistert. Alte Seele.“

Verzweigung

210
„Hast du Plüschaffen?“
Sie holt einen süßen kleinen Affen aus dem Stapel neben ihrem Stand.
„Nettes Geschenk“, seufzt sie.
Kauf den Plüschaffen.
„Viel Freude mit deinem kleinen Affen.“

Verzweigung

216
„Das sind nicht fünf … das ist weniger …“
„Weißt du was, behalt ihn.“ (Geh zurück.)
„Na gut.“
„Wo ist Plüschtier Nr. 3? Sie sind alle weg.“
„Weg? Vielleicht sind sie meinem Papa gefolgt …“

Verzweigung

222
„Die Brille, die der Mann auf dem Foto trägt – ich hab sie am Boden eines Mülleimers gefunden.“ (Zeig sie ihr.)

Verzweigung

224
„Was?“ Ihr Gesicht verzieht sich. „Was hatte sie dort zu suchen?“
„Ich weiß nicht, aber es ist direkt vor dem geheimen Gefängnis, von dem ich dir erzählt habe.“

Verzweigung

227
„Er … Er hat sie bestimmt fallen lassen, und jemand dachte, sie wären kaputt und hat sie weggeworfen.“ Ihre Augen wandern nervös hin und her. „Das ergibt Sinn.“
NervenstärkeSW 8
Ein Szenario, das sie sich ausdenken musste, um eine bittere Wahrheit zu verdrängen.
„Möchtest du sie behalten?“

Verzweigung

231
„Äh … nein, nein. Danke fürs Finden“, sagt sie. Ihre Arme zittern sichtbar.

Verzweigung

233
„Äh … nein, nein. Danke fürs Finden“, sagt sie. Ihre Arme zittern sichtbar. „Willst du irgendwelches Kostümzubehör kaufen?“
„Wär's okay, wenn ich sie behalte?“

Verzweigung

236
„Hm? Oh, klar. Danke fürs Finden“, sagt sie. Ihre Arme zittern sichtbar.
„Hm? Oh, klar. Danke fürs Finden“, sagt sie, ihre Arme zittern sichtbar. „Willst du irgendwelches Kostümzubehör kaufen?“
Du sagst nichts.

Verzweigung

240
„Na ja, danke jedenfalls fürs Finden“, sagt sie. Ihre Arme zittern sichtbar. „Willst du Kostümzubehör kaufen?“
„Na ja, danke jedenfalls fürs Finden“, sagt sie. Ihre Arme zittern sichtbar. „Willst du irgendwelches Kostümzubehör kaufen?“
„Keine Ahnung. Aber immerhin sind sie jetzt wieder aufgetaucht.“ (Verheimliche die Wahrheit vor ihr.)
„Es ist die Müllhalde eines geheimen Gefängnisses in der Nähe.“
„Ein Gefängnis?“
SensorenSW 11
Die Worte sind kaum hörbar, als sie sie ausspricht.
„Oh nein. Er hatte recht.“
„Er hatte die ganze Zeit über recht.“
„Hast du was gesehen? Irgendwas?“

Alternative Formulierung

„Hast du sonst noch was gesehen? Irgendwas?“
„Es sei denn, ich bin jetzt auch verrückt. Möglich wär's.“
„Bitte …“ Ihre Verzweiflung bringt sie fast zum Weinen. „Ich muss einfach wissen, ob du was gesehen hast? Irgendwas?“

Alternative Formulierung

„Bitte …“ Ihre Verzweiflung bringt sie fast zum Weinen. „Ich muss einfach wissen, ob du sonst noch was gesehen hast? Irgendwas?“
„Es tut mir wirklich leid.“
„Dein Vater? In Bezug auf was hatte er recht?“

Verzweigung

254
„Wer hatte recht?“
„Uh … mi viejo. Mein – mein Vater. Er ist verschwunden.“
Cold ReadingSW 9
Ihre Stimme ist schwach – sie kann das Gewicht der Worte nicht allein tragen.
„Ich vermute, das ist die Müllhalde eines geheimen Gefängnisses in der Nähe“
„Keine Ahnung.“ (Lüge.)
„Ich hatte gehofft, du könntest es mir sagen.“
„Keine Ahnung.“
„Ich hab die Worte ins Münztelefon gesagt, aber es ist nichts passiert.“
„Was?! Das ist so gefährlich. Du hättest umgebracht werden können … oder Schlimmeres …“
PersonalismusSW 10
Hinter ihrer Sorge schwingt ein Anflug von Bewunderung mit – und ein kleiner Funken Hoffnung.

Verzweigung

265
„Mir geht's gut, versprochen. Lass das meine Sorge sein.“
„Bitte sei einfach vorsichtig. Ich wüsste nicht, wie ich mich fühlen würde, wenn du meinetwegen auch noch verschwindest.“

Verzweigung

268
„Das ist meine Entscheidung. Ich will dir helfen, deinen Vater zu finden.“
„Danke!“ Sie strahlt und wirkt ein bisschen weniger zerbrechlich. „Hör mal, ich glaub, ich weiß, warum du nicht geschnappt wurdest. Mi viejo hat mal so was erwähnt …“
„Gilmar hat in der Nähe der Wasserschleuse östlich vom Basar herumgeschnüffelt, als er geschnappt wurde. Vielleicht ist das das fehlende Puzzleteil?“

Verzweigung

272
„Warum die Schleuse im Osten?“
„Keine Ahnung. Ich glaub, mein Vater hat sich auch dort umgesehen, aber bevor er mir sagen konnte, was er gefunden hat, war er …“
InstinkteSW 7
Verschwunden.

Verzweigung

276
„Ist dort nicht das Büro von The Noscorrentes Review?“
„Ist das ein Newsletter oder so was?“ Sie zuckt mit den Schultern. „Ich glaub dir einfach. Das Gebäude sah für mich immer ein bisschen schäbig aus.“

Verzweigung

279
BlaupausenSW 9
Wenn das stimmt, könnte das Münztelefon ein alternativer Zugang zum Keller des Zeitschriftenbüros sein.

Verzweigung

281
BlaupausenSW 9
Wenn das stimmt, ist das Zeitschriftenbüro auf einmal deutlich verdächtiger.
BlaupausenSW 9
Wenn sie recht hat, könnte es sich lohnen, das Zeitschriftenbüro mal näher unter die Lupe zu nehmen.
„Das Büro von The Noscorrentes Review ist da drüben.“
„Danke für den Hinweis. Ich glaube, wir kommen der Sache langsam näher.“ (Weiter.)
„Uuh, pass aber auf dich auf. Und bitte, bitte komm zurück.“ Ihre Hände falten sich kurz zum Gebet.

Verzweigung

287
„Vielleicht bin ich wirklich etwas leichtsinnig …“
„Ja, das würd ich sagen.“ Ihre Augen mustern dich besorgt. „Aber hör mal, falls es dich wirklich interessiert, ich glaub, ich weiß, warum du nicht geschnappt wurdest. Mi viejo hat mal so was erwähnt …“
„Es könnte der einzige Weg sein, um herauszufinden, was mit deinem Vater passiert ist.“
„Ich, äh … vielleicht hast du recht.“ Sie holt Luft, sammelt sich. „Aber nur damit das klar ist: Ich erwarte nicht, dass du mir hilfst. Wenn du aufgeben willst, kannst du das jederzeit tun.“
„Gefahr ist mein Ding.“
„Ich hoffe, das ist nicht wahr. Aber, äh, wenn du dir sicher bist, dann …“ Sie holt Luft, sammelt sich. „Nur damit das klar ist: Ich erwarte nicht, dass du mir hilfst. Wenn du aufgeben willst, kannst du das jederzeit tun.“
„Wir können keinen Sinn im Leben finden, wenn wir nicht jede Gelegenheit nutzen, um danach zu suchen.“
„Da hast du wohl recht … Also schön, wenn du dir sicher bist … Aber nur damit das klar ist: Ich erwarte nicht, dass du mir hilfst. Wenn du aufgeben willst, kannst du das jederzeit tun.“
„Ich hab das Münztelefon benutzt und wurde geschnappt, genau wie dein Vater es gesagt hat.“
„Was? Das kann nicht sein – du bist doch hier.“
Graue SubstanzSW 7
Und er nicht.
PersonalismusSW 9
Sie hat die ganze Zeit ein paar kleine Lichter in sich brennen lassen – als Wegweiser für seine sichere Rückkehr. Jetzt beginnen sie zu flackern, werden schwächer.

Verzweigung

300

Verzweigung

301
„Ich bin in dem geheimen Gefängnis gelandet, von dem ich dir erzählt hab.“

Verzweigung

303
„Vielleicht hatte ich einfach Glück. Dein Vater vielleicht auch.“
„Oder er war nie dort …“ Sie reibt mit den Fingern an den Enden ihrer Ärmel. „Vielleicht ist das ja alles nur ein Zufall.“

Verzweigung

306

Verzweigung

307
„Nachdem ich die Schlüsselwörter gesagt hab, bin ich in einem geheimen EMTERR-Gefängnis aufgewacht.“

Verzweigung

309
Sieh dich am Stand um.
Perückensträucher, Plastiktiaras, ausgefallene Sonnenbrillen. Eine Flut von Farben und Texturen, die um deine Aufmerksamkeit buhlen. Und alle verlieren sie.
Hinter all dem siehst du eine seltsam vertraute Form. Die maßgeschneiderten Schultern, der scharfe Kragen.
SensorenSW 8
Die Form ist robust und klar, mit einer architektonischen Asymmetrie. Wie ein Messer.
Ein Umhang. Aber nicht wie die anderen Kostümteile um ihn herum.

Verzweigung

315
„Wo ist diese angeblich abgehörte Telefonzelle?“
„Warum?“
Cold ReadingSW 9
Ihre Fingerknöchel werden weiß, als sie die Hände zu Fäusten ballt.
„Ich will sie mir ansehen. Vielleicht finde ich irgendwelche Hinweise auf deinen Vater.“
„Wirklich?“ Sie wirft dir einen misstrauischen Blick zu. „Du hast nicht vor, einen Anruf zu machen oder so?“
„Nein. Ich will mich nur umsehen.“
„Okay.“ Sie atmet scharf aus. „Es ist das Telefon am Westeingang des Basars.“

Verzweigung

323
„Vielleicht ruf ich mal bei EMTERR an.“
„Nein!“
Ein paar Leute an den Nachbarständen drehen sich wegen des plötzlichen Aufschreis um.
„Bist du nicht neugierig, ob die Schlüsselwörter wirklich funktionieren?“
„Sicher bin ich das! Aber was, wenn sie es tun?“
„Lass mich das für dich herausfinden.“
Sie starrt dich einen langen Moment an, bevor ihre blutunterlaufenen Augen zur Seite gleiten.
„Es ist das Telefon am Westeingang des Basars.“ Ihre Stimme ist heiser und gedämpft.
„Manchmal, wenn ich hier stehe, kommt es mir vor als … als würd ich es klingeln hören. Aber niemand sonst kann es hören.“
VerschränkungSW 9
Ihr Vater, der sie aus der Ferne anruft, um sie um Hilfe zu bitten.
NervenstärkeSW 7
Irgendwann kann sie es nicht mehr ignorieren.

Verzweigung

335
„Stell dich nicht so an. Es ist bloß ein Telefon.“
„Ich … es ist nur … ich bin nur … er ist …“ Ihre Stimme verklingt.
„Seien wir mal ehrlich: Du weißt, dass dein Vater nicht einfach so verschwunden ist.“
„Ich werd EMTERR anrufen.“
„Hast du es schon ausprobiert?“
„Erinner mich noch mal, wo diese 'abgehörte' Telefonzelle steht.“
„Westeingang des Basars.“ Sie senkt den Kopf. „Hinter dir.“

Verzweigung

343
„Ich hab Neuigkeiten über deinen Vater.“
„Was?“ Die Kapuze rutscht fast vollständig zurück, als sie zu dir aufschaut.

Verzweigung

346
„Am Quisach-Kreisverkehr gibt es ein geheimes Gefängnis.“

Alternative Formulierung

„Ich glaube, es gibt ein geheimes Gefängnis in den Büros des Noscorrentes Review.“

Alternative Formulierung

„Dein Vater war auf etwas gestoßen – EMTERR lässt Menschen verschwinden. Ich wurde gerade in einem Geheimgefängnis am Quisach-Kreisverkehr verhört.“

Verzweigung

348

Verzweigung

349
„Der was?“
PoetikSW 9
Sie gehört nicht zur Zielgruppe.

Verzweigung

352
„Der Ort, an dem Gilmar sich rumgetrieben hat.“
„Okay, okay … oh Gott.“ Sorge zeichnet sich in ihrem Gesicht ab. „Hast du mi viejo gesehen?“

Verzweigung

355

Verzweigung

356
„Ich glaube, das ist die Brille deines Vaters. Ich habe sie auf dem Boden eines Mülleimers gefunden.“ (Zeig sie ihr.)
„Ich glaube, ich habe deinen Vater in deren Akten gesehen.“

Verzweigung

359
„Du glaubst?“
„Ich bin mir ziemlich sicher, dass er es war. Tut mir leid.“

Verzweigung

362

Verzweigung

363
„Er hatte recht?“
NervenstärkeSW 9
Ein Schreckgespenst, plötzlich furchtbar real.
„Aber mein Vater ist nicht wichtig. Er ist ein Niemand.“
SchattenspielSW 7
„Für EMTERR zählt nicht, wer er ist, sondern was er getan hat …“
„Es tut mir leid. Ich weiß, das sind nicht die Neuigkeiten, die du dir erhofft hast.“
„Ja, aber wird er … Das ist …“ Die Worte bleiben ihr im Hals stecken.
„Er hat was Wichtiges entdeckt. Ich werde fortführen, was er begonnen hat.“
„Er ist selbst schuld. Er hat sich in Dinge eingemischt, die ihn nichts angingen.“
„Sie lassen ihn wieder frei, sobald sie es herausgefunden haben.“
„EMTERR?“
„L'Empire Sans Territoire.“
„Ich weiß, wer das ist!“
„Sie haben Leute in allen größeren Städten, sogar in den Gefängnissen.“
„Ich habe nicht wirklich darüber nachgedacht, vielleicht war es nur jemand, der ähnlich aussah …“
„Stimmt … solche alten Typen gibt es überall in Portofiro. Es war wahrscheinlich jemand anderes … der Vater von jemand anderem …“
NervenstärkeSW 8
Ein Szenario, das sie sich ausdenken musste, um eine bittere Wahrheit zu verdrängen.

Verzweigung

380
„Hör zu, ich habe eine Infiltration durchgeführt, dein Vater war das Letzte, woran ich gedacht habe.“
„Aber du hast ihn erkannt?“
„Ich bin mir nicht sicher. Aber ich dachte, du solltest es wissen.“
„Nun … solche alten Typen gibt es überall in Portofiro. Es war wahrscheinlich jemand anderes … der Vater von jemand anderem …“
„Ich will dir keine falschen Hoffnungen machen, wenn das ein Missverständnis ist.“
„Ich kann bestätigen, dass EMTERR ihn entführt hat.“

Verzweigung

387
„Nein, habe ich nicht. Tut mir leid.“

Alternative Formulierung

„Nein, habe ich nicht. Tut mir leid.“ (Lüge.)

Verzweigung

389
„Ich hoffe es. Ich geb dir so schnell wie möglich Bescheid.“
„Nur wenn's keine Umstände macht.“ Sie atmet hörbar aus.

Verzweigung

392
„Ich arbeite dran.“
„Bis jetzt nichts. Tut mir leid.“
„Schon gut.“ Sie atmet einmal tief durch.
„Das große alte Gebäude östlich von hier, bei der Wasserschleuse.“
„Ich glaube, ich habe deinen Vater in den Akten eines geheimen EMTERR-Gefängnisses gesehen.“
„Ich kann bestätigen, dass EMTERR ihn entführt hat.“
„Das ist alles, was ich im Moment weiß, tut mir leid.“ (Zurück.)
Sie nickt.
Cold ReadingSW 9
Sie traute sich nicht, mit dem Kloß im Hals zu sprechen.

Verzweigung

402
„Du machst also Party?“

Alternative Formulierung

„Ich habe Fragen zur Partyszene in Portofiro.“
„Ähm, ja, früher vielleicht. Im Moment fehlt mir die Zeit. Aber meistens krieg ich trotzdem mit, wenn irgendwo was läuft, auch wenn ich nicht hingehe.“

Alternative Formulierung

„Ich werde antworten, wenn ich kann. Ich gehöre nicht mehr wirklich dazu.“

Verzweigung

405
„Läuft gerade irgendwas 'Cooles'?“

Verzweigung

407
„Tagsüber? Eher nicht. Die Leute müssen arbeiten.“

Verzweigung

409

Verzweigung

410
„Wahrscheinlich gibt's ein paar, die gerade erst von letzter Nacht heimkommen, aber was Neues fängt um diese Uhrzeit nicht an.“

Verzweigung

412
„Heute Abend findet irgendwo auf dem Schweinehügel eine Show statt, aber die ist schon ausverkauft.“
„Es läuft nie irgendwas wirklich Cooles.“
„Dieses Schätzchen muss mal so richtig abtanzen. Zeig mir den besten Tanzschuppen.“
„Tanzschuppen? Haha, was für ein Wort. Versuch's mal mit den Fünfzigern.“
StaatsmachtSW 9
DER NOVESSISCHE SLANG IST NICHT VERALTET. ES IST UNSTERBLICH.
Sie lacht, dann runzelt sie die Stirn.
PersonalismusSW 9
Erschrocken über den Klang ihrer eigenen Freude.
„Wir haben keine Musiklokale mehr in der Stadt … Du könntest es im alten Kino versuchen? Früher gab es dort Raves, aber ich habe schon lange nichts mehr von ihnen gehört.“

Verzweigung

421
BlaupausenSW 7
Das könnte erklären, warum Dr. Hugo Septimus so sehr verabscheut. Seine Tochter wohnt in einer alten Absteige.

Verzweigung

423
„Wie sieht es mit der Musikszene hier aus?“
„Tot. Vielleicht winden sich noch ein paar Maden in der Leiche, aber wenn man sie ansieht, wird man nur noch trauriger, weißt du?“
VerschränkungSW 10
Ein gestohlenes Keyboard bewacht die Unterseite des Bettes des Diebes. Einsam, aber nicht vergessen, entwickelt sie Rost.
„Vor zehn, fünfzehn Jahren gab's Feedback-Partys in den Hintergassen. Jeder, der laut genug gespielt hat, durfte mitjammen. Der Sound war noch drei Kanäle weiter zu hören.“
StaatsmachtSW 10
„FEEDBACK-PARTYS“? SIE MEINT WOHL GEMEINSCHAFTLICHE IDEOLOGISCHE KRISENSITZUNGEN.
„Wenn hier überhaupt jemand spielt, dann sind es nur Covers von luzianischem Zeug.“

Verzweigung

430

Verzweigung

431
PoetikSW 7
Luzianisches Zeug? La Luz ist ein techno-faschistischer Staat. Machen sie jetzt auch noch die Musik kaputt?
„Schon mal was von Un Deux gehört? Die sind ziemlich angesagt in der Szene, glaube ich?“
„Wer?“
VerschränkungSW 11
Ein lockerer Wind rüttelt an den Fensterbeschlägen in einem längst verlassenen Gebäude.

Verzweigung

436
„Hast du schon mal von der Band Blutgolem gehört?“
„Blutgolem?“
PersonalismusSW 7
Ihre Stimme sprüht vor Enthusiasmus, eine Tonlage, die sie so lange nicht mehr gehört hat, dass es ein wenig knistert, wenn sie ausbricht.
„Natürlich habe ich von Blutgolem gehört – ich war bei ihrer letzten Show hier! Ich habe schon lange nicht mehr an sie gedacht. Petre sollte eine Disc von ihnen haben, wenn du mal reinhören willst. Sie sind verdammt krass.“

Verzweigung

441
„Erzähl mir von ihrer letzten Show.“
„Es war in der Kriegstrommel in der Partygasse. Wird jetzt abgerissen. Früher gab es dort böse Gigs. Einen nach dem anderen – jede Nacht. Am Rande der Gewalt …“
VerschränkungSW 11
Knall, Knall, Knall. Die Menge der Kriegstrommel donnert ihren Takt.
„Bis die Geschäftsführer kamen und den Strom abschalteten, Bretter über die Tür nagelten und sagten, es gäbe Lärmbeschwerden. Schwachsinn. Es war eine Sanierungskampagne – sie wollten Portofiro wie ein Einkaufszentrum aussehen lassen, in der Hoffnung, die Bank würde uns mehr Geld geben.“
„Aber an diesem Abend war die Menge so zahlreich wie immer. Wir rissen die Bretter ab und feierten in einer hohlen Ruine. Blutgolem spielten ihr Set mit tragbaren Verstärkern. Klang beschissen. Die beste Show meines verdammten Lebens.“
„Euer Trupp arbeitete hart, weil ihr wusstet, dass es das letzte Mal war. Ich wünschte, ich hätte es gewusst.“
„Ich bin mir nicht sicher, ob wir das wussten. Es war, als ob … wenn wir hart genug feiern würden, sich die Welt verändern könnte.“
„Ich habe schon so lange nicht mehr an den Blutgolem gedacht. Sie werden immer diese Nacht sein, weißt du? Eine Hymne für die Verdammten.“

Verzweigung

450
„Die Mächtigen wollten es wahrscheinlich in eine Art Labor verwandeln.“
„Ich hoffe nicht … Mir wäre es lieber, wenn es für immer verschwinden würde. Sonst erinnert es uns nur daran, dass wir kapituliert haben.“
„Wir werden wieder in der Asche des Liberalismus feiern.“
„Okay …“ Sie verzieht das Gesicht und schaut weg.
StaatsmachtSW 10
DER LIBERALISMUS HAT DEINE HÖHLE DER UNGERECHTIGKEIT ZERSTÖRT, DU NARR.
„Ihr habt nicht die Musik gehört, sondern euch gegenseitig.“
„Am Ende des Abends habe ich gar nichts mehr gehört. Das Set hat mir beide Trommelfelle zerrissen! War mir scheißegal.“
„Besser als Ultra Violeta?“
„Offensichtlich“, schnaubt sie. „Ich hänge schon zu lange an dieser traurigen Scheiße.“

Verzweigung

460
„Danke.“ (Weiter.)
„Nichts zu danken, ja …“
Cold ReadingSW 8
Der Themenwechsel lässt sie erschaudern und sie wendet sich wieder dem Elend der Gegenwart zu.

Verzweigung

464
„Sprechen wir über was anderes.“ (Zurück.)
„Ja, klar.“

Verzweigung

467
„Dieser Umhang da drüben – was für ein Kostüm soll das sein?“
„Das ist …“ Sie dreht sich kurz um, dann wieder zu dir. „Eine Carabinero-Uniform.“

Verzweigung

470

Verzweigung

471
VerschränkungSW 9
Ein schmutzig-grüner Umhang wirbelt Staub auf, der dir die Sicht raubt. Als du wieder klar siehst, ist der Mann, der ihn trug, verschwunden.
Wer ist das?
Der einzige Carabinero, dem du jemals vertraut hast. Vesper Sondo.

Verzweigung

475
SchattenspielSW 6
Du kennst ihn auch unter dem Namen VIRTUE, deinem ehemaligen Statisten und Freund. Jetzt ist er tot, vor allem weil er mit dir zu tun hatte.

Verzweigung

477
„Ist das echt?“
„Das wär illegal.“ Sie streicht eine nicht vorhandene Falte auf ihrem Trainingsanzug glatt.
SchattenspielSW 9
Das ist kein „Nein“.
„Illegal würde sie nur noch cooler machen.“
„Ein Überschusslager in Lower Viudas wurde vor 'ner Weile dichtgemacht — großer Ausverkauf …“
Cold ReadingSW 10
Immer noch kein „Ja“. Sie ist nervös, schaut weg und könnte einen Rabatt bekommen.
Ich will kein Arschloch sein.
Arschlöcher bekommen Geld.

Verzweigung

486
„Es war also illegal und billig.“
„Mist.“ Sie wirft einen Blick zurück auf die Preisschilder. „Hör zu, ein bisschen was muss ich ja auch verdienen. Viel niedriger als den Listenpreis kann ich nicht machen, aber … ich kann ein bisschen niedriger machen.“
Schön.
„Sieht authentisch aus.“
„Verstanden.“ (Zurück.)
„Cool.“

Verzweigung

493
„Suchen die Carabineros nach deinem Vater?“
„Nein. Ich hab's Officer Maurito gesagt und er meinte, das läge über seinem Gehaltsniveau. Er hat's weitergereicht und sie haben's direkt wieder zurückgeschoben.“ Sie seufzt, als würde die ganze Situation auf ihr lasten.

Verzweigung

496
„Ich würde darin viel besser aussehen als jeder Carabinero.“
„Ja … es steht zum Verkauf.“
SchattenspielSW 9
Die örtliche Polizei ist dir in Sachen Effizienz und Einfluss weit unterlegen. Du brauchst dich nicht zu erniedrigen, Operantin.

Verzweigung

500
„Hast du das ganze Outfit?“ (Abschließen.)
„Ich hab hier hinten das komplette Set. Sag Bescheid, falls du Interesse hast.“

Verzweigung

503
SchattenspielSW 6
Du kennst ihn auch als VIRTUE. Dein ehemaliger Statist. Er ist irgendwo da draußen und wartet darauf, dass du dich wieder neu orientierst.
Unnötige Dramatik.
Damals hast du das auch geglaubt, aber du hast trotzdem immer Respekt gehabt vor dem einzigen Carabinero, dem du jemals vertraut hast. Vesper Sondo.
AufzeichnungenSW 6
Carabineros: Portofiros offizielle Ermittler. Sie berichten direkt an die Präfektur und kümmern sich um echte Verbrechen – Mord, Raub, Vergewaltigung.
„Zeig mir mal das Kostümzubehör.“
„Äh, ja, da drüben. Schau einfach.“ Sie wedelt mit einem übergroßen Ärmel über bunte Haufen aus Plastikhaaren und glitzerndem Acryl.

Verzweigung

510
Kauf den Carabinero-Umhang.
„Zieh das lieber nicht in deren Nähe an, okay? Nur für den Fall, dass sie denken, das wär kein Kostüm.“

Verzweigung

513
„Das sind nicht genug Sol. Tut mir leid.“
Kauf den Carabinero-Umhang.
Kauf das Carabinero-Hemd.
Die junge Frau reicht dir unauffällig die Carabinero-Ausrüstung.

Verzweigung

518
Kauf das Carabinero-Hemd.
Kauf die Carabinero-Handschuhe.
„Cool.“
Kauf die Carabinero-Handschuhe.
Kauf die Carabinero-Hose.
„Okay … sonst noch was?“
Kauf die Carabinero-Hose.
Kauf die kniehohen Carabinero-Stiefel.
„Ja, in Ordnung.“
Kauf die kniehohen Carabinero-Stiefel.
Kauf den Carabinero-Hut.
„Muss ja eine echt wilde Party sein, zu der du da gehst.“
Kauf den Carabinero-Hut.
Kauf die Party-Perücke.
„Du bist ein bisschen knapp bei Kasse, was?“
Kauf die interstellare Brille.
„Nur zur Warnung: Wenn du die zu lange trägst, kriegst du fiese Kopfschmerzen.“
„Du brauchst mehr Geld.“
Kaufe das Mister-Artista-Haarset.
„Das sieht bei dir lustig aus, ja.“ Sie seufzt. „Cool.“
„Dafür brauche ich mehr Sol.“
„Das reicht fürs Erste.“ (Zurück.)
„Brauchst du sonst noch was?“

Verzweigung

542
„Lass mich noch mal das Zubehör sehen.“ (Kleidung kaufen.)
„Was gefällt dir?“
„Bis später.“ [Gehen.]
„Danke fürs Vorbeischauen.“ Sie zieht sich wieder zurück.
„Wenn du was brauchst, würd ich es jetzt kaufen. Ich … mach bald Pause.“
Cold ReadingSW 9
Unter der dicken Kapuze sind ihre Augen auf einen einzelnen Punkt im Westen gerichtet.
DoppelgängSW 11
Sie macht sich innerlich bereit. Sammelt ihre Gäng.
„Was hast du vor? Irgendwas stimmt nicht.“
Sie wirft ihren Kopf hin und her, die blond gebleichten Haare fallen ihr ins Gesicht.

Verzweigung

552
„Ich, äh, hab beschlossen, es zu tun. Ich werd die Telefonzelle benutzen.“
NervenstärkeSW 13
Wie schlimm die Wahrheit auch sein mag, sie ist besser als die Ungewissheit.
„Aber du weißt doch, was mit deinem Vater passiert ist. EMTERR hat ihn.“
„Es ist nicht so, dass ich dir nicht glaube! Ich … Ich muss es mit eigenen Augen sehen. Verstehst du das?“
„Ich hab mich für dich entführen lassen!“
„Ja, aber du bist davongekommen, oder? Es geht dir gut“, fleht sie, fast keuchend.
„Ich muss es zumindest versuchen.“

Verzweigung

560
NervenstärkeSW 11
Sie kann nicht länger mit dieser Last leben.
„Viel Glück, Malen. Ich hoffe, du siehst deinen Vater wieder.“
„Danke, ja … ich auch.“
PersonalismusSW 11
Das ist alles, was zählt.
„Also, äh. Brauchst du noch was, bevor ich gehe?“

Verzweigung

566
„Wenn du in einer Arbeitskolonie am Steine klopfen bist, denk dran, dass ich dich gewarnt hab.“
Ihr nervöses Kichern wird zu einem leisen Wimmern.
SchattenspielSW 13
Wenn du dich nicht wieder einkriegst, landet ihr beide vielleicht in einem EMTERR-Arbeitslager.
NervenstärkeSW 15
Oder in einem Massengrab …
„Bist du sicher? Man wird dich einsperren, foltern, und zwingen, Fragen zu beantworten.“
„Aber ich weiß nichts. Mein Vater auch nicht. Wenn er noch dort ist, kann ich sie vielleicht überreden, uns gehen zu lassen.“
„Das ist eine richtig dumme Idee, Malen.“
„Ich weiß … Ich werd wahrscheinlich nur dastehen und wie eine Irre wirres Zeug ins Telefon reden.“ Sie reibt sich die Augen. „Ich fühl mich jetzt schon, als würd ich irre werden.“
„Nein, ich meine, was, wenn du tatsächlich verschwindest?“
„Dann weiß ich wenigstens, was mit meinem Vater passiert ist.“
„Du bist verrückt. Dein Vater war auch verrückt. Lass es einfach.“
„Wahrscheinlich hast du recht. Aber ich kann nicht anders.“
„Du hast recht. Es ist die einzige Möglichkeit, jemals die Wahrheit rauszufinden.“
„Du verstehst es.“ Ihre Stimme ist voller Erleichterung.
„Ich hatte es dir noch nicht gesagt, aber EMTERR hat ihn erwischt – er wurde abgeschoben.“
„Was … nein. Ich glaub dir nicht. Ich kann nicht … Ich muss es selbst sehen. Es ist zu spät. Verstehst du?“
„Was auch immer mit deinem Vater passiert ist, soll dir nicht auch passieren.“
„Ich weiß, aber ich kann so nicht weiterleben.“ Ihre Augen sind weit aufgerissen, rot. „Ich kann nicht aufhören darüber nachzudenken, wo er sein könnte … Was, wenn er verletzt ist? Was, wenn…“
VerschränkungSW 10
Die letzten Worte, die sie zu ihm gesagt hat, hallen in ihrem Kopf wider.
„Ich bin nur … vielleicht 'ne Zeit lang nicht da. Also, falls du noch was brauchst für irgendwelche Partys oder so …“ Sie deutet auf die Kleiderständer um sich herum.

Verzweigung

587
„Cool, ich muss auf den letzten Drücker noch ein bisschen Partyzeug besorgen.“
„Klar. Sag Bescheid, wenn du was brauchst.“
„Ach, schon gut. Genieß deine Pause.“ [Geh.]
„Okay … tschüss.“ Sie schaut dich kaum an.
„Alles in Ordnung?“

Verzweigung

593

Verzweigung

594

Verzweigung

595

Verzweigung

596
„Hi“, sagt sie unbeholfen und starrt auf deine Brille.

Verzweigung

598
„Das sind … du trägst …“ Sie starrt auf deine Brille.

Verzweigung

600
„Wo hast du die Brille von meinem Vater her?“

Verzweigung

602
„Hab ich dir doch schon gesagt. Ich hab sie am Boden eines Müllcontainers gefunden.“
„Oh ja …“, ihr Atem wird schneller. „Okay …“
PersonalismusSW 8
Sie dir hat dir vorher nicht geglaubt. Jetzt tut sie es.
„Willst du … irgendwas kaufen?“

Verzweigung

607
„Ich hab sie am Boden eines Müllcontainers gefunden.“

Verzweigung

609
„Woher weißt du, dass es seine sind?“
„Weil ich sonst niemanden mit so schlechten Augen kenne.“
„Mein Sehvermögen geht dich nichts an.“
„Ähm … schon. Es ist nur … die Ränder sehen fast gleich aus …“
Ihre Stimme verklingt und sie formt unleserliche Worte mit den Lippen.
SensorenSW 12
Er wird hinfallen, wenn er nicht sehen kann …

Verzweigung

616

Verzweigung

617

Verzweigung

618
„Hast du ihn schon mal gesehen?“

Verzweigung

620
AufzeichnungenSW 6
Nein, aber du hast diese Brille gesehen.
„Ich glaube, ich habe die Brille im Müll gefunden.“

Verzweigung

623
„Ist das dein verschwundener Vater?“
„Woher weißt du das?“ Ihr Rücken versteift sich, als sie einen Schritt zurückweicht.
„Die Wolfskinder haben mir erzählt, eine Telefonzelle hätte ihn gefressen.“
„Sie hat ihn nicht gefressen …“ Sie rollt unbehaglich mit einer Schulter. „Aber ja, er wird schon seit ein paar Tagen vermisst.“

Verzweigung

628
„Einige Kinder, die am fernsehen waren, haben mir erzählt, du wärst besorgt um ihn.“
„Oh.“ Sie rollt unbehaglich mit einer Schulter. „Ja … er wird schon seit ein paar Tagen vermisst.“
„Yana hat es erwähnt.“
„Maurito hat es erwähnt.“
„Maurito meinte, dein Vater und sein Freund Gilmar wären zusammen abgehauen.“
„Was? Das hat er wirklich gesagt?“ Sie runzelt die Stirn.
PersonalismusSW 9
Ein harter Schlag. Die einzige Einrichtung, die sie ernst nehmen sollte.
„Nein.“
„Bist du sicher?“ Sie seufzt und steckt das Foto zurück in ihre langen Ärmel.
„Danke, dass du es dir angeschaut hast. Willst du irgendwelches Kostümzubehör kaufen?“ Sie deutet mutlos um sich. „Ich heiße Malen, falls du was brauchst.“
PersonalismusSW 10
Verzweifelt, aber resigniert und von sich selbst erschöpft.
„Alte Männer sehen für mich alle gleich aus.“
„Also kommt er dir schon bekannt vor?“
„Das hab ich nicht gesagt.“
„Ja. Tut mir leid.“
„Wer ist das?“

Verzweigung

645
„Du verhältst dich sehr schnell echt seltsam.“
„Ich bin mit einem eigenen Plan hergekommen.“
„Oh ja, klar.“ Sie deutet mutlos um sich. „Wenn du Kostümzubehör suchst, irgendwas für 'ne Party, bist du hier richtig. Ich heiße Malen. Sag Bescheid, wenn dir was gefällt.“
„Worauf willst du hinaus?“
„Hast du?“ wiederholt sie.

Verzweigung

651
„Oh … Du bist's“

Verzweigung

653
„Wieder hier für mehr Perücken?“

Verzweigung

655
„Tut mir leid, ich muss erst verarbeiten, was du mir gesagt hast …“ Sie dreht sich weg. „Komm später wieder.“

Verzweigung

657

Verzweigung

658

Verzweigung

659

Verzweigung

660

Verzweigung

661
„Oh, du bist wieder da. Warst du das, die vorhin das Chaos verursacht hat? Alle reden davon.“

Verzweigung

663
SchattenspielSW 8
Anonymität ist dein wertvollstes Gut. Rette, was du von ihrem Ruin retten kannst.
„Kacke, echt jetzt?“
„Mach dir nicht zu viele Sorgen, hier gibt es nichts zu tun, außer zu reden. Sie werden es bald vergessen.“

Verzweigung

667
„Also, möchtest du ein paar Partyartikel?“
Der Stand neben ihr ist voll mit Perücken, Plastiktiaras, ausgefallene Sonnenbrillen. Eine Flut von Farben und Texturen, die um deine Aufmerksamkeit buhlen.

Verzweigung

670

Verzweigung

671
„Wo du schon mal hier bist, kannst du …“

Verzweigung

673
Die junge Frau wendet sich von den Girlanden aus Partybrillen und Perlenketten ab und hält ein Foto in der Hand.
Sie bleibt abrupt stehen und schreckt vor dir zurück.
„Das sind … die du trägst …“
SensorenSW 7
Sie schaut auf deine Brille.
„Eine Brille.“
„Schau dir das Foto an. Schau.“
Das Foto zeigt einen kräftigen Mann weit in den Sechzigern. Er ist unauffällig, bis auf seine Augen, die durch die dicke Brille auf komische Weise vergrößert werden.
Graue SubstanzSW 7
Die Brille auf deinem Gesicht.
„Was, hast du etwa noch nie Stil gesehen?“
„Dein Arschloch wird gleich zu meinem Fußkettchen, wenn du nicht aufhörst zu starren.“
„Wo du schon mal hier bist, kannst du dir das hier anschauen?“

Verzweigung

685
Die junge Frau wendet sich von einem Stand mit Partyperücken und Perlenketten ab und hält dir ein Foto unter die Nase.
Cold ReadingSW 8
Ihre Kapuze ist eine Höhle, sie die Maus darin.

Verzweigung

688
AufzeichnungenSW 8
Das muss die Partyzubehör-Verkäuferin sein, von der der GM gesprochen hat – die, deren Vater verschwunden ist.

Verzweigung

690
Du schaust dir das Foto an.
Das Foto zeigt einen kräftigen Mann weit in den Sechzigern. Er ist unauffällig, bis auf seine Augen, die durch die dicke Brille auf komische Weise vergrößert werden.
„Ich hoffe, das ist kein schmutziges Bild.“
„Nein, nichts dergleichen! Bitte, schau es dir einfach an.“
SensorenSW 7
Sie hebt das Foto hoch, bis es den Basar vor dir in den Schatten stellt.
„Nein, tut mir leid.“ [Gehen.]
„Ich hatte nicht vor, dich um Geld zu bitten oder so …“

Verzweigung

698
AufzeichnungenSW 8
Das muss das Mädchen sein, von dem die Kinder vor dem Fernseher gesprochen haben – das, deren Vater von einer Telefonzelle verschluckt wurde.
„Du solltest meinen Namen nicht in den Mund nehmen.“
„Äh, ja. Ich weiß nicht, wie du heißt.“
„Ich nicht. Das habe ich auch gesehen. Verrückt.“ (Lüge.)
„Oh … okay.“
PersonalismusSW 9
Unbeeindruckt, unbekümmert.

Verzweigung

705

Verzweigung

706

Verzweigung

707

Verzweigung

708
„Bitte, bitte, schau es dir an …“
Du bekommst erneut das Foto vor die Nase gehalten, doch das Mädchen, das es hält, bricht mitten im Satz ab und starrt dich mit einem seltsamen Gesichtsausdruck an.

Verzweigung

711
„Bitte, bitte, kannst du es dir diesmal anschauen?“ Du bekommst erneut das Foto vor die Nase gehalten.

Verzweigung

713
„Entschuldigung! Könntest du …“
„Entschuldigung! Können du dir das hier mal ansehen?“
„Hey, warst nicht du das, die vorhin das Chaos verursacht hat? Alle reden davon.“
„Ich bin bald weg, also hol dir jetzt, was du brauchst.“ - ZERO PARADES