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„Vielleicht sollte mal jemand nach Boris und Irina sehen?“

Zeilen 868
Gesprächsbeginn

Verzweigung

1
„Vielleicht sollte mal jemand nach Boris und Irina sehen?“
„Die sind schon in Ordnung. Irina wirkte nicht aufgeregter als sonst.“
Währenddessen hat dich die Leitung des Weinenden Auges beobachtet. In seinen sechsfachen Linsen spiegelst du dich sechsmal.
„Ich habe ein Frage, Operantin. Woher hast du deinen Namen?“
„Wurde er dir einfach zufällig zugewiesen oder wurde er bewusst gewählt?“
„Kryptonyme haben keine Bedeutung. Sie sollen zufällig sein.“
„Und dennoch schaffen es die Menschen immer wieder, Dingen, die zufällig sein sollten, einen tieferen Sinn zu verleihen.“
SchattenspielSW 9
Auftrag gescheitert. Bewertung: KATASTROPHAL. Der Tag ist verloren.
NervenstärkeSW 10
Zeit, Du brauchst Zeit. Halt sie bei der Stange. Halt die Augen offen. Jeder Moment, in dem du atmest, ist ein Sieg.
„Ich frage nur, weil es da eine Sache gibt, die mich beschäftigt – eine Kleinigkeit, die du hoffentlich aus der Welt schaffen kannst.“

Verzweigung

12
„Was für eine Kleinigkeit ist das?“
„Mein Name.“ Er macht den Rücken gerade. „Um genau zu sein, der Name, den die Oper mir zugewiesen hat.“
Cold ReadingSW 12
Als er 'der Name' sagt, ändert sich sein Tonfall kaum hörbar.
„Warum? Gefällt dir 'der Hundertäugige Golem' etwa nicht?“
„Nein, Operantin, tut er nicht.“
Ein Zucken. Das ging unter die Haut, wenn auch nur leicht.
„Ein guter Name muss zur Rolle passen, meinst du nicht? 'Der Große Lich' ergibt Sinn. Facundo hat hart gearbeitet, um eine gewisse Mystik mit seinen Doubles und so weiter zu schaffen.“
„Soll das heißen, du hast dir deinen Namen nicht verdient?“
„Das soll heißen, dass es mein Fluch ist, in die Herzen der Menschen zu sehen und deren Inhalte abzuwiegen. Mein Name sollte etwas von der Grandeur tragen, die das mit sich bringt.“
„Aber 'Hundertäugiger Golem'?“ Er schüttelt den Kopf. „Ich weiß nicht, was ich davon halten soll, als Name.“
„Ich glaube, es geht um die Augen. Es sollten mehr sein.“
„Vielleicht ist es das.“ Er klopft auf die Tischplatte. „Wenn man meinen Fluch bedenkt, sind das einfach nicht genügend Augen.“
Graue SubstanzSW 10
Das ist gut. Lass ihn weiterreden.
InstinkteSW 7
Die Jukebox. Signal. Überlebenschance.

Verzweigung

27
„Stört es dich, wenn ich etwas Musik anmache?“ (Du deutest auf die Jukebox.)
„Ja, es stört mich. Bleiben wir bitte bei der Sache.“
PoetikSW 10
Für den Hauch eines Moments war er neugierig, welches Lied du gewählt hättest.
„Der Mangel an Augen.“

Verzweigung

32
„Komm schon. Nur eine kleine Melodie, um die Stimmung etwas zu heben.“
„Du hast recht. Hier ist es echt schwermütig.“
„Ich denke, die Atmosphäre passt zum Thema.“

Verzweigung

36
„Hundert sind schon abartig viele Augen.“
„Das ist eine enttäuschend engstirnige Sichtweise.“ Er schüttelt traurig den Kopf. „Was wirklich abartig ist, sind die Visionen, die diese Augen erdulden müssen.“
„Was für Visionen?“
„Ganze Horden widerwärtiger, geistloser Wichte, die durch ein finsteres Dickicht wandeln. Das Nuttenhaus-Nirvana des verkommenen 'Individualismus'. Eine wahnwitzige Störung, die sich dennoch jeden Tag fortpflanzt.“
PoetikSW 10
Die Welt, wie du sie vorgefunden hast.
„Dann mach doch deine vielen Augen zu.“
„Nein. Ich weigere mich. Irgendjemand muss die Kraft haben, sich der Welt zu stellen, die da draußen wirklich wartet.“
„Da muss ich zustimmen.“

Verzweigung

45
Der Mann zupft nervös an seinem Kragen.
SensorenSW 8
Die Adern an seinem Hals treten hervor, ihm tropft Blut aus dem Ohr.

Verzweigung

48
„Wohin gehen wir überhaupt?“
„Zum Flughafen natürlich.“
„Und dann?“
„Dort wartet ein nicht gelisteter Flug darauf, um uns zurück nach Cicatriz Frontera zu bringen. Wir sind bis Sonnenuntergang dort.“ Er schaut aus dem Fenster.
„Wenn du Glück hast, siehst du im Landeanflug die glitzernden Kuppeln.“
PoetikSW 11
Das könnte die letzte ästhetische Erfahrung sein, die du machst.

Verzweigung

55
„Klasse. Ich muss tatsächlich selbst einen Flieger erreichen.“
„Wie es das Glück so will, haben wir denselben Flug gebucht. Keine Sorge, just in diesem Moment wird alles organisiert.“
„Was gibt es in Cicatriz Frontera?“
„Einen sehr, sehr kleinen Raum.“
„Für mich?“
„Ganz genau.“
„Und in diesem Raum steht ein sehr kleiner Tisch. Darauf liegt ein neues Drehbuch. Du kommst häufig darin vor.“
Er späht aus dem Fenster. Unter euch verschwimmt der Stadtstaat Portofiro etwas.
BlaupausenSW 10
Mit ihm verschwimmen auch die Leute. Einige von ihnen schauen nach oben, während die älteste Aero-Tramlinie der Stadt über sie hinwegfegt wie ein Vogel ohne Flügel.
„Und damit kommen wir endlich zu deiner Rolle: Die verdammte Opern-Attentäterin.“
NervenstärkeSW 10
Dir bleibt nur Einschüchterung. Sie kennen dich, wissen aber nicht, wozu du imstande bist. Bring sie aus der Ruhe.
Graue SubstanzSW 10
Lüge. Zieh es in die Länge. Noch spielt die Zeit nicht gegen dich.

Verzweigung

69
Du schaust dich erstmal um.
Die Tram ist heute nur spärlich besetzt: Eine Handvoll Pendler, ein paar Rentner, Händler und Geschäftsmänner.
Cold ReadingSW 9
Eine Verkäuferin nickt dir zu. Sie ist sich nichts bewusst und im selben Rock'n'Roll-Traum verloren, in den sie jeden Morgen auf ihrem Weg in die Stadt gleitet. Ein Junge, der mit seiner Mutter unterwegs ist, verlagert sein Gewicht nervös von einem Bein auf das andere.
SchattenspielSW 12
Er beobachtet, wie es ihm sein Vater beigebracht hat, um sich beschäftigt zu halten. Stets auf der Pirsch nach bösen Personen.
Sieht er welche?
Der luzianische Mann mit der komischen Brille hat etwas Unnatürliches. Er jagt dem Jungen einen Schauer über den Rücken.

Verzweigung

76
Inwiefern unnatürlich?
Das weiß er nicht. Er ist erst 14.

Verzweigung

79
Und die Frau gegenüber?

Verzweigung

81
Er findet, dass sie sehr traurig aussieht. Als ginge ihr viel durch den Kopf.

Verzweigung

83
Er findet, dass sie irgendwie verrückt aussieht – wie diese Cousine, von der seine Mutter sagt, er solle nicht mit ihr reden.
Sie sieht hart aus, genau wie sein Vater, wenn er von der Arbeit kommt, findet er.
Sie sieht abwesend aus, denkt er sich. So, als wäre sie gar nicht wirklich hier.
Sieht er ein aggressiv wirkendes Schulmädchen?

Alternative Formulierung

Sieht er einen erwachsenen Mann in einem Ultra-Violeta-Pullover?
Beim Einsteigen ist ihm so eine Person aufgefallen. Jetzt sieht er sie nicht mehr. Sie muss unten sein.

Verzweigung

89
Du schüttelst den Gedanken ab.
„Diese Aero-Trams stinken alle nach Scheiße. Fällt das außer mir niemandem auf?“

Verzweigung

92
„Ich mag diesen Ort mittlerweile ganz gern.“
„Wir müssen von verschiedenen Städten sprechen. Der Tag der Reunión kann gar nicht früh genug kommen.“
Cold ReadingSW 10
Beim Klang des Wortes 'Reunión' zucken einige Leute zusammen. Ein Mann in einem Fischerhut wirft einen hasserfüllten Blick über die Schulter.

Verzweigung

96
„Wenn du glaubst, dass es hier oben übel ist, solltest du es aus der Nähe sehen.“
„Ich tue mein Bestes, um auf Distanz zu bleiben. Zumindest solange, bis der Tag der Reunión gekommen ist.“

Verzweigung

99
Cold ReadingSW 9
Sonst gibt es nichts zu sagen. Sie sind ganz normale Leute, die schlussendlich uninteressant für dich sind.
SensorenSW 9
Auch keine Spur von deinen Teammitgliedern.
(Zum düsteren Schläger.) „Deine Kinder, sind sie überhaupt echt?“
„Meine Mädchen?“ Er runzelt die Stirn. „Wie kannst du es wagen?“

Verzweigung

104
(Zum gelassenen Schläger.) „Du stirbst sowieso. Was würdest du an meiner Stelle tun?“
„Ich würde mich umbringen, sobald ich die Chance dazu bekäme.“
Graue SubstanzSW 10
Absolut faktisch. Er hat schon oft darüber nachgedacht.
„Du hast sicher ein paar Tipps oder so.“
„Ich persönlich würde mich aus dem Fenster stürzen.“
SchattenspielSW 10
Ordentliche Bühnenkunst. Sehr ergebnisorientiert. Der Schläger weiß, wovon er spricht.
„Kann ich meine Waffe für einen Moment zurückbekommen?“
„Ich befürchte, das geht nicht.“ Er lächelt dich einfühlsam an.

Verzweigung

113
„Was, wenn ich leben will?“
„Die Frage klingt sehr nach damals. Sobald du verstehst, dass du dich im Jetzt befindest, wirst du sie nicht mehr stellen.“
„Das hilft nicht.“
„Du kannst natürlich auch einfach die Aussicht genießen.“ Er wendet sich von dir ab.
NervenstärkeSW 15
„Die Oper wird nie müde.“
Die fünf Worte schießen sauber und blitzscharf aus dir hervor, wie eine Klinge.
Die Männer am Tisch schauen sich an.
„Das ist gut. Das sollte vor der Kamera toll aussehen.“
„Aber wovon wird sie nie müde? Das verstehe ich nicht.“
Cold ReadingSW 9
Beunruhigt.
„Vom Gewinnen.“
„Aber du gewinnst doch gar nicht … oder?“ Er schaut dich kurz an und sieht dann zu Boden.
Treffer.
„Gut, dass du dich schon in deine Rolle einfindest. Die verkommene Opern-Attentäterin, die unseren eigenen Minister für Massenkultur ermordet hat.“

Verzweigung

128
SensorenSW 8
Er schaut dich ruhig an, aber sein Augenlid zuckt.
StaatsmachtSW 7
DIE IMPERIALISTEN FORMEN NEUE REALITÄTEN, WÄHREND DU DANEBEN SITZT UND ZUSIEHST.
„Was für eine Tragödie, dass der arme Facundo sich zum Schutz auf uns verlassen hat, wir aber im Moment seiner größten Not nirgends aufzufinden waren.“ Er wischt eines seiner Gläser ab.
„Da haben wir Scheiße gebaut.“

Verzweigung

133
„Der Witz an der Sache? Das war nicht mal der Lich.“
„Bitte, Operantin. Erklär uns den Witz.“ Er nickt.

Verzweigung

136
„Der echte Facundo Reyes sitzt in einem geheimen EMTERR-Gefängnis.“
„Wirklich … Das ist …“ Er beginnt zu grinsen, bevor er in herzhaftes Gelächter ausbricht.
NervenstärkeSW 9
Eine Art Gelächter, bei der andere höflich wegblicken.
„Was ist daran so lustig?“
„Gar nichts. Alles. Facundo mag vielleicht von abtrünnigen Buchhaltern 'verhaftet' worden sein, aber … entschuldige …“ Er bricht erneut in Gelächter aus, bevor er sich fängt.
„… Aber dein 'Großer Lich', unser Minister für Massenkultur, wurde gerade eben von kommunistischen Fanatikern ermordet, die von dir angeführt wurden.“
NervenstärkeSW 13
Horror, der sich in Form von Erbrochenem bemerkbar macht, das dir den Hals hinaufsteigt.
VerschränkungSW 10
Könnten das die feinen, unsichtbaren Finger sein, die du schon immer finster über deinem Leben schweben gefühlt hast?
InstinkteSW 10
Nein. Seine Finger sind aus Muskeln, Blut, Fett und Knochen. Sterblich, genau wie du.
„Was auch immer du gerade fühlen magst, du kannst dir eines anrechnen: Du hast deine Rolle sehr adäquat gespielt.“

Alternative Formulierung

„Eine Schande, dass du im kritischen Moment zusammengezuckt bist. Zum Glück waren wir da, um die Performance am Laufen zu halten.“
„Aber ich hab ihn nicht umgebracht, ihr habt ihn umgebracht.“
„Ich habe deinen Aufstieg beobachtet, aber wir kamen zu spät für alles außer harter Vergeltung. Zum Glück hast du das ja alles in deinem schriftlichen Geständnis ausgeführt.“
„Moment mal, ich habe gar nichts gestanden!“
„Musstest du auch nicht. Die nötigen Dokumente liegen alle schon für dich bereit. Wenn es so weit ist, musst du nur noch vorlesen, was da steht.“
SchattenspielSW 10
Hier hast du es im Detail: Die Logik eines rituellen Opfers.
Cold ReadingSW 10
Hinter dem Blick des Mannes wendet sich die Welt gegen dich.
InstinkteSW 12
Kämpfen. Töten. Leben.
„Was passiert jetzt?“
„In ein paar Stunden steigen wir in einen nicht gelisteten Flieger nach Cicatriz Frontera. Dort warten die staatlichen Medien und die Propaganda-Faschisten aus dem Imperio Illuminado auf deine Ankunft.“

Alternative Formulierung

„In ein paar Stunden sind wir in Cicatriz Frontera. Dort warten die staatlichen Medien und die Propaganda-Faschisten aus dem Imperio Illuminado auf deine Ankunft.“
„Sie werden eine weitere überzeugende Darbietung von dir erwarten. Max sorgt dafür, dass du bereit für die Kamera bist.“

Alternative Formulierung

„Sie werden eine etwas überzeugendere Leistung erwarten als das, was du am Schrein geliefert hast. Max sorgt dafür, dass du bereit für die Kamera bist.“
Der gelassene Mann nickt und lächelt dir traurig zu.
DoppelgängSW 10
Der Penner hat immer noch unsere Waffe. Wenn der Moment sich bietet, springt die Gäng ihm zuerst ins Genick.
„Deine Show-Verhandlung wird zum Pflichtprogramm, würde ich vermuten. Das Finale – und die Live-Hinrichtung – werden im ganzen Erleuchteten Imperium zum nationalen Feiertag erklärt werden.“

Verzweigung

160
PersonalismusSW 8
Was ist mit deinen Freunden? Bist du ihnen nicht was schuldig? Für alles, was sie für dich gegeben haben und noch geben werden?
Meine Freunde, wo seid ihr?

Verzweigung

163
Unter deinen Füßen zittert Karolina in ihrem durchsichtigen Mantel.

Verzweigung

165
Einige Meter entfernt tritt Ramses nervös von einem Bein auf das andere.
SensorenSW 8
Moment! Da, am anderen Ende des Wagens.

Verzweigung

168
Ein vertrautes Gesicht, das dir fast unmerkbar zunickt.
Cold ReadingSW 9
Deine Controllerin hatte recht: KALEIDOSCOPE ist dem Blick des Weinenden Auges entgangen. Für sie ist er nur ein Mann mittleren Alters in einem etwas unangebrachten Kapuzenpullover.
NervenstärkeSW 12
Er wartet auf dein Signal.
PoetikSW 10
Ein Messer in deinem Stiefel. Du kannst das Blatt wenden.
DoppelgängSW 10
Gäng! GÄNG!

Verzweigung

174
„Moment, es gibt da ein paar Dinge, die ich gerne zuerst klären würde.“
„Nur zu. Es kann nicht schaden, wenn du deine Hintergrundgeschichte im Griff hast.“

Verzweigung

177
„Ihr seid gegen die geheimen Abkommen, die der Lich mit EMTERR ausgehandelt hat, richtig?“
„Richtig. Ich will nichts mit der Entwickelten Welt und ihren degenerierten Schimpansen zu tun haben. Anonimos Prägungen sollten die Kloake des Hier und Jetzt überwinden, nicht ihre Schwänze hineintauchen.“
„Aber Facundo hatte andere Pläne. 'Kulturellen Sieg'. Popmusik, Konzerte im All …“ Er macht ein Würgegeräusch.
PersonalismusSW 10
Die Art und Weise, wie er den Namen 'Facundo' ausspricht …
„Ihr beneidet den Lich. Ihr wärt auch gern so wie er.“

Alternative Formulierung

„Ihr habt den Lich beneidet. Ihr wärt auch gern so wie er.“
Einen Augenblick ist er bestürzt.
SchattenspielSW 10
Du zeigst auf die Oper.
„Du missverstehst mich. In einem anderen Leben hätten Facundo und ich vielleicht …“ Er schaut einen Moment zu Boden. „Aber da war etwas in ihm … Ein Zeichen eines psychogenetischen Rutsches. Wir wussten beide, dass es dazu kommen würde.“
Selbst heute fragt er sich hin und wieder noch, ob dieser 'Rutsch' tatsächlich in ihm schlummert. Eine geheime Flut, die ihn immer weiter von sich selbst wegzieht.

Verzweigung

187
„Lieber Deals und Kompromisse als tausend Jahre Dunkelheit.“
„Verstehst du es denn nicht? Das hier ist die Dunkelheit.“
„Eines Tages wird ein neuer Kriegsherr, psychopathisch, aber belesen, im Osten erscheinen und die Entwickelte Welt im Tiegel seiner Armeen einschmelzen, und in 500 Jahren wird sich alles von selbst regeln.“

Verzweigung

191
„Eure Endgültige Gesellschaft wird niemals existieren können. Sie ist eine verdorbene Erinnerung an einen Traum, der ursprünglich jemand anderem gehörte.“
„Meine Meinung. Es ist besser für uns alle, dass wir aufwachen.“
„Ich dachte, der Techno-Faschismus sollte das alles überwinden?“
„Alle Ideologien vergehen mit der Zeit. Sie schwellen an und formen Geschwüre und Wunden an den schwer zu erreichenden Stellen. Wenn das Ganze dann sichtbar wird, ist es schon zu spät.“
VerschränkungSW 10
Der langsam zerfallende Verstand eines alten Polit-Philosophen, der sich mit Gewalt durch seine eigenen Widersprüche pflügt.
„Ihr habt wohl ein Problem mit euren Prägungen, was?“
„Hasst du die Dinge nicht auch, die einen an sich selbst erinnern?“
„Anonimo ist gestorben, ohne je zu wissen, wie seine Endgültige Gesellschaft aussehen sollte, geschweige denn, wie wir sie aufbauen sollten.“ Er dreht sich zum Fenster. „Meine Brüder-Prägungen versuchen seit 300 Jahren, eine Entscheidung für uns zu treffen.“

Verzweigung

200
„Der Große Lich und ihr wart in eine Art internen Machtkampf verwickelt, ist es das?“
„Warte mal. Was wäre passiert, wenn ich nie aufgetaucht wäre?“
„Das hätten wir wohl einfach spontan entschieden.“
„Ich persönlich hätte etwas mehr Anleitung gern gehabt.“
„Zu meinem Glück scheint die Oper auf andere Art und Weise zum selben Schluss gekommen zu sein.“ Ein knappes Lächeln. „Eine glückliche Konvergenz.“
„Wann habt ihr erkannt, dass der Große Lich etwas im Schilde führt?“
„Bitte, ich kenne doch meinen Verstand. Wir tun uns solche Dinge schon seit Ewigkeiten selbst an.“

Verzweigung

208
„Und diese Sache mit Tempo del Sur? Was wisst ihr darüber?“
„Nur, dass Facundo diese Stiefellecker gern mochte, diese 'Kultur'-Junkies. Die Details sind aber ehrlich gesagt etwas unter meinem Rang.“
„Ich kapiere diese ganze Sache mit der 'Prägung' immer noch nicht. Seid ihr alle ein und derselbe Typ oder was?“
„Ich habe kein Interesse daran, dir einen Techno-Kurs zu geben. Das war eher Facundos Gebiet. Schade, dass du ihn erschossen hast.“
„Wie funktioniert es?“
„Wie es funktioniert? Man sucht sich die nettesten, schwächsten Jungs, die man finden kann, und vernebelt ihre Köpfe mit psychoaktiven Drogen und Traumleitung sowie anderen unaussprechlichen Qualen, bis keine Spur von Nettigkeit oder Schwäche mehr in ihren Augen bleibt – nur noch das.“ Er fährt mit dem Finger seinen Mund entlang.
„Meine Brüder-Prägungen haben alle dasselbe Lächeln. Die Gezeiten des psychogenetischen Rutsches haben uns mental, emotional und politisch weiter und weiter auseinandergezerrt, aber dieses kleine Merkmal ist geblieben.“

Verzweigung

216
„Wer warst du … vorher?“
„Ich war niemand. Ein Vierjähriger aus einem kleinen Dorf in der luzianischen Steppe. Nett. Schwach.“
„Aber der Lich wusste, was ihr vorhattet, also ist er euch zuvorgekommen.“
„Facundo weiß genau so gut wie ich, dass die Rolle wichtiger ist als der Körper, der sie spielt. Ob Facundo selbst lebt, tut nichts zur Sache. Die Rolle des Lichs ist tot.“

Alternative Formulierung

„Facundo wusste genau so gut wie ich, dass die Rolle wichtiger ist als der Körper, der sie spielt. Jetzt sind sowohl der Mann als auch die Rolle tot.“
„Eure Controller werden das sicher ähnlich sehen.“

Alternative Formulierung

„Eure Controller werden sicher doppelt zufrieden sein.“
„Was für eine riesige Zusammenarbeit. Das sollten wir mal wieder machen.“
„Ja, es war großartig. Leider glaube ich, dass das eine einmalige Sache war.“

Verzweigung

224
„Ich bin noch nicht fertig. Ihr seid die Nächsten.“
„Das ist gut. Die Zeilen werden sie beim Verhör nur zu gern hören.“
Bringen wir die Geschichte wieder in Gang. Ein riesiger Machtkonflikt. All die großen Hits.“
„Es wärmt mir das uralte Herz, so was zu hören, aber leider nähert sich unsere Zusammenarbeit ihrem Ende.“
„Und ihr könnt mir und meinem Team den Tod des Lichs anhängen.“
„Ich bitte dich. Du bist nicht nur Voyeurin. Dein Ziel war es schon immer, den Großen Lich zu töten, so unwahrscheinlich das anfangs wohl auch gewirkt haben mag …“
„Aber jetzt musst du keine Münzen mehr in Wunschbrunnen werfen. Der 'Hundertäugige Golem' hat es für dich erledigt.“
„Okay, jetzt spüre ich es. Da fehlen definitiv ein paar Augen.“
„Du musst nur ein Wort sagen, dann aktualisiere ich mein Briefpapier.“
„Wenn das alles nur Show ist, können wir dann nicht einfach getrennte Wege gehen?“
„Selbst jetzt verstehst du noch so wenig? Vielleicht bist du eine dieser Savant-Autistinnen.“

Alternative Formulierung

„Du weißt genau, dass das nicht so ist, sonst hättest du den armen Dante, den Double-Pechvogel zurückgelassen, wo du ihn gefunden hast.“
„La Luz ist das Reich der Bilder. Das Volk verlangt neue und fantastische Stimulationen, um sich auf die Endgültige Gesellschaft vorzubereiten. Keine komplizierten Charaktere oder ironischen Ansprachen, keine unangenehmen Gefühle, die sie in ihren einsamen Stunden heimsuchen. Sie sind nicht auf die wahre Realität vorbereitet, also müssen wir eine neue für sie schaffen.“

Verzweigung

237
„Genug davon.“ (Zurück.)
„Ich hoffe, das hat die Sache für dich geklärt.“

Verzweigung

240
„Warum habt ihr Ignatz getötet?“
„… Ignatz?“ Er wendet sich dem Mann zu seiner Rechten zu.
„Der Spezial-Statist.“ Er deutet vage die Tram entlang. „Er hat leider die Probezeit nicht bestanden.“
„Ah, ja. Eine hochfunktionelle moderne Organisation muss beim Personal gnadenlos sein.“
AufzeichnungenSW 10
Ignatz wendet sich mit seinem schiefen Grinsen zu dir. „Wow, nach zwei Jahren des Nichts hast du keine Zeit für deinen alten Freund? Das ist eiskalt, Hershel. Hoffentlich kann ich damit leben.“
„Dafür bring ich euch um.“
„Warum?“ Er wirkt ernsthaft verwirrt.
InstinkteSW 9
Du hast keine Ahnung, warum du das eben gesagt hast. Aber du hast es ernst gemeint.
„Weiß ich nicht so genau. Aber es wird passieren.“
„Noch ein Herz, das seinen eigenen Inhalt nicht kennt. Widerlich.“

Verzweigung

251
„Weil ihr es verdient habt.“
„Ich habe schon vieles 'verdient', aber bislang ist noch nichts davon eingetroffen. Seltsam.“
„Das würdest du nicht verstehen.“
„Das stimmt. Noch eins der ekelhaften Geheimnisse deines Herzens.“
„Dafür wang ich euch.“
„Er hat es vermutlich auf irgendeine Weise verdient.“
„Auf mehrere Weisen wäre treffender.“
„Wer kümmert sich jetzt um die Katze?“
„Katze?“ Er wendet sich wieder dem Mann neben sich zu.
„Ich glaube nicht, dass sie lange überlebt, wenn ich ganz ehrlich bin.“ Ein trauriges Lächeln. „Da waren ziemlich viele Wildschweine unterwegs.“
„Schande. Meine Töchter wollten schon immer eine Katze.“
„Warum habt ihr Ignatz gewangt?“
„Erinnerst du dich an ein Opernnetzwerk namens 'Der Krasse Trupp'?“
„Ja … 91, oder? In dem Jahr haben wir einige erwischt.“ Er wendet sich zu seiner Rechten. „Wenn ich mich recht entsinne, fing es mit einem Mädchen an.“

Verzweigung

266
„An die erinnere ich mich gut. Das Hayato-Mädchen. Karolina, richtig? Sie ist unten.“
„Doppeltes Pech, wie es scheint.“
(An den gelassenen Schläger.) „Du bist MANTICORE, oder?“
„Nach der Sache 91 dachte ich, sie wäre endgültig raus aus der Liga. Ich bin wirklich überrascht, dass du sie mitgebracht hast.“ Er nickt. „Sehr überrascht.“
„Einundneunzig …“, sagt der düstere Schläger etwas wehmütig. „Da hatte ich gerade geheiratet.“

Verzweigung

272
„Und was ist mit einem Operanten namens HOLOCENE?“
„Der Name sagt mir gar nichts.“
„Wir haben damals niemanden aus Novessa abgeholt. Er muss verschwunden sein.“

Verzweigung

276
„Ramses Molloy. Rustamier. Was ist mit ihm passiert?“
„Ich glaube, mit dem haben wir nur geredet.“
„Mehr nicht? Ihr habt 'geredet'?“
„Ja. Kurz darauf hat einer unserer Kollegen in der Präfektur alle seine offiziellen Akten geschreddert. Auf legaler Ebene ist er nicht mal mehr wirklich ein Mensch.“
„Administrative Hinrichtung.“ Er nickt nachdenklich.

Verzweigung

282
„Was ist mit Tempo del Sur?“
„Tempo, Tempo …“ Er reibt sich die Schläfe.
„Der Fälscher. Den kannten wir schon seit Jahren. Zufälligerweise einer von Facundos Kontakten.
„Und zufälligerweise auch einer meiner Freunde.“
„Richtig. Darum haben sich Irina und Max gekümmert. Unten.“ Er nickt in Richtung des Bodens.

Verzweigung

288
„Er hat das Ganze irgendwie ins Rollen gebracht.“
„Keine Sorge. In deinem unterschriebenen Geständnis kommen seine Taten oft vor.“
„Was habt ihr mit ihm gemacht?“
„Da müsstest du Irina und Max fragen. Die haben sich um ihn gekümmert. Unten.“ Er nickt in Richtung des Bodens.
„Vespar Sondo. Carabinero. Klingelt da was?“
„Der Carabinero, na klar. Wir haben eine Zeit lang gehofft, ihn für uns gewinnen zu können. Irgendwann haben wir ihn dann den Azzurris überlassen.“
„Unverständliche Sodomitenschweine, diese Azzurris.“
(Zum Golem.) „Das war mein Netzwerk. Mein Trupp.“
„Wenn ich mich recht entsinne, gab es mit Ausnahme des Carabineros nichts Interessantes an deinen Freunden. Ich habe angeordnet, sie gehen zu lassen.“
„Warum?“
„Alles, was ich tue, hat jede Menge Gründe. Ich könnte dir einen davon nennen, aber das wäre unnötig und unbefriedigend.“
„Na los, nenn mir einen Grund.“

Verzweigung

301
„Es war ein Jubiläumstag, ich war wohl in vergebungsvoller Stimmung.“
„Du bist allgemein ein sehr vergebungsvoller Typ. Das wissen die Wenigsten.“

Verzweigung

304
„Ich würde sagen, dass mein Urteil sich als vorausschauend erwiesen hat. Wärst du ohne deine Freunde überhaupt hier?“

Verzweigung

306
„Ehrlich gesagt war es so einfach, sie zu kriegen, dass ich teilweise fest davon überzeugt war, in eine Falle zu tappen.“
„Das ist nicht nett, aber leider treffend.“
„Die waren die Kugeln nicht wert.“
„Da muss ich zustimmen, so leid es mir tut.“
„Ich hatte die vage Vorahnung, dass sie freigelassen werden müssen und dass ich bald den Grund dafür erfahren würde. Und jetzt sind wir hier.“
„Das Universum spricht und wir können nur zuhören.“
„Und jetzt? War es die richtige Entscheidung?“
„Na schön. Vergiss es.“ (Zurück.)
„Einundneunzig, oder? In dem Jahr haben wir einige erwischt.“ Er wendet sich zu seiner Rechten. „Wenn ich mich recht entsinne, fing es mit einem Mädchen an.“
„Sie wird euch in eure Einzelteile zerlegen.“
„Das bezweifle ich. Ich denke eher, dass es wieder so wird wie 91.“
„Ich erinnere mich noch sehr gut an sie. Hayato war der Nachname. Sie hat ihren eigenen Vater ausspioniert.“
SchattenspielSW 9
Auf deine Anweisung hin. Ihr Vater war Anführer einer geheimen Traumstudie, die von EMTERR finanziert wurde.

Verzweigung

320

Verzweigung

321
„Ich habe sie zurückgelassen.“
„Wir haben diesem Mädchen 91 Unaussprechliches angetan. Kein Wunder, dass du sie auf der Bank gelassen hast. Das war die humanere Entscheidung.“
„Wo ist sie? Was ist aus ihr geworden?“
„Wir haben diesem Mädchen 91 Unaussprechliches angetan. Andererseits hat sie sich wirklich gut geschlagen und uns nie deinen Namen verraten.“
Du tust so, als wäre es dir egal.
DoppelgängSW 17
„Bringt mich hin, wo ihr wollt, aber lasst meine Freunde gehen.“
Der ultimative Gäng-Move. Sie müssen befreit werden.
„Deine Freunde und du, ihr seid eins. Gliedmaßen eines großen Ganzen.“
SchattenspielSW 11
Du hast deine Gesellschaft falsch eingeschätzt. Ihr wart alle Amateure, die ihren Rollen und dieser Bühne nicht gewachsen waren.
„Bitte.“
„Für euch gibt es keine seltsame Gnade.“
„Deine Freunde und du seid gemeinsam zu dieser Reise aufgebrochen, also beendet ihr sie auch gemeinsam.“
Das Schicksal und die Faschisten sind sich einig. Die Gäng bleibt die Gäng.
PersonalismusSW 9
Trotz deinem Flehen erfüllt Erleichterung dein Herz.
Der Anführer des Weinenden Auges schaut dich einen langen Moment an. Er greift in seinen Mantel.
„Okay. Jetzt, wo der förmliche Teil erledigt ist, können wir zu den spaßigeren Dingen übergehen.“
Er knallt etwas Schweres vor dir auf den Tisch. Ein Deck abgenutzter schwarzer Karten.
„Hier? Bist du sicher?“
„Wir haben noch ein gutes Stück bis zur zentralen Haltestelle. Lernen wir einander ein bisschen kennen.“
NervenstärkeSW 9
Zu beiden Seiten wenden seine Schläger ihre Blicke ab.
„Was ist das?“
„Entreaty.“
AufzeichnungenSW 9
Ein uraltes Wahrsagerspiel der Luzianer. Man benutzt dafür ein einzigartiges Kartendeck, das es so nirgendwo anders gibt.
StaatsmachtSW 9
WENDE DEN ABERGLAUBEN DES FASCHISTEN GEGEN IHN SELBST.
InstinkteSW 10
Tu es. Schinde Zeit. Zieh es in die Länge.
„Wenn du eine Legung haben willst, könnte ich wirklich etwas Musik zur Konzentration brauchen …“
„Du selbst bist die Konzentration. Sonst brauchen wir nichts.“
„Okay, zeig mir die Karten.“ (Du akzeptierst.)
„Ich spiele den Auguren, das Sprachrohr der Sterne.“ Er mischt das Deck.
SensorenSW 10
Beim Sprechen enthüllt seine Oberlippe den Blick auf einen abgebrochenen Eckzahn.
„Du bist die Querentin. Mit dieser ersten Karte sehen wir, aus welchem Holz du geschnitzt bist.“

Verzweigung

353
Er deckt die oberste Karte auf und legt sie zwischen euch. Sie zeigt eine gewellte Wasseroberfläche, in der sich Sterne spiegeln.
InstinkteSW 13
Die Gewalt der Welle, das erdrückende Gewicht der Leere. Die Karten sehen deine Kraft.
„'DAS MEER'. Ein Körper. Konstant, veränderlich, unnachgiebig.“ Er fasst sie sanft an. „Und voller Tod.“

Verzweigung

357
„Ich bin Materialistin, an so was glaube ich nicht.“
„Du glaubst also, dass etwas, das keinen Körper hat, nicht existieren kann?“ Er zeigt alle seine Zähne. „Ein Material nicht anzuerkennen, ändert nichts an seinem Dasein.“

Verzweigung

360
„Diese Karte steht für meine physische Stärke.“
„Du hast geschenktes Fleisch verdorben.“ Er schnalzt mit der Zunge.
Er zieht die Karte weg und legt zwei weitere nebeneinander auf den Tisch.
„Die zweite Karte steht für das, was du aus deinem Leben gemacht hast. Such dir eine aus.“

Verzweigung

365
„Ich will nicht.“
„Weniger Mimimi, mehr Auswähl-i.“

Verzweigung

368
„Warum kann ich nicht beide nehmen?“
„Weil du keine zwei Leben haben kannst. Eine Wahrheit muss verborgen bleiben, du kannst dir aussuchen, welche.“
„Eine blinde Wahl ist nicht fair.“
„Instinkte sind nicht blind.“

Verzweigung

373
Du nimmst die linke Karte.

Verzweigung

375
VerschränkungSW 10
DAS PRISMA.
„Das ist 'DAS PRISMA'.“ (Du sagst es vorher.)
Du drehst die Karte in deiner Hand und entdeckst darauf eine weitere, die am Handgelenk abgetrennt wurde. Ein einzelner Wassertropfen hängt von der Spitze ihres Zeigefingers.

Verzweigung

379
„Es ist so, wie du gesagt hast …“ Er wischt sich die Stirn ab. „'DAS PRISMA' bricht das Licht. Es stuft es so herab, dass unsere schwachen Sehorgane seine Wahrheit erkennen können. Woher wusstest du das?“
„Brutale Spionage-Intuition.“ (Du zwinkerst ihm zu.)
„Du hast viel gelitten.“ Er schaut die Karte an. „In Schmerz steckt Wahrheit. Und in manchen Fällen auch ekstatische Enthüllung.“
SchattenspielSW 12
Erinnere dich an den Fall des Operanten DUTY, der so effektiv vom Weinenden Auge gefoltert wurde, dass er angefangen hat, alle Geheimnisse seiner Peiniger zu offenbaren.
„Die Welt teilt ihre Wunder oft mit denen, die sie am wenigsten verstehen können. Das ist eine ihrer bitteren Ironien.“
Er mischt das Deck und legt sorgfältig drei weitere Karten auf den Tisch.
„Die dritte Karte – für dein Jetzt.“

Verzweigung

387
Du nimmst die linke Karte.

Verzweigung

389
Du legst die Karte offen. Sie zeigt eine magische Laterne, die einen Windhund in verschiedenen Abschnitten des Sprints projiziert.
„'DIE STRECKE'. Die Autorität liebt dich und lässt dich eine endlose Jagd vollführen. Tragisch.“
InstinkteSW 13
Melitas Stimme in deinem Ohr. Müde, tröstlich.
„Meine Controllerin wird mich vermissen.“
„Wunderschön.“ Ein eindeutig trauriger Ton in seiner Stimme.
Er neigt den Kopf, als wolle er beten.
„Tröstet dich diese Liebe?“
Cold ReadingSW 12
Er respektiert das Prinzip der Liebe, obwohl er ihre Realität verachten würde.
„Nein. Sie macht das hier schlimmer.“
„Ja, das kann ich mir vorstellen.“
„Er legt deine Karten vorsichtig beiseite und mischt das Deck erneut.“
PoetikSW 10
Rhythmisch, wie die Klingen einer Maschine, die ineinandergreifen.
InstinkteSW 10
Jetzt. Angriff. Wende das Blatt.
„Das Finale. Wenn alles andere verbrannt ist, bleibt das hier.“

Verzweigung

404
„Lass mich raten … FOLTER, GOLEM, TOD.“
„Nein.“ Er schüttelt langsam den Kopf. „Um das zu sehen, brauchen wir die Karten nicht.“

Verzweigung

407
Du drehst die linke Karte um.

Verzweigung

409
Die Karte zeigt einen Spross, der aus der dunklen Erde schießt.
„'DER BAUM'.“ Er hält inne. „Interessant.“
Er hebt die Hand in Richtung des Schlägers an seiner Seite, zögert kurz, und legt sie wieder auf den Tisch.

Verzweigung

413
„Du hast etwas vor mir verborgen. Beachtlich.“
„Ich werde euch alle verbrennen.“
Der düstere Mann schaut sich einen kurzen Moment lang um.
Die Neugier oder die Unruhe des gelassenen Mannes übersteigen seine Ehrfurcht. Eure Blicke treffen sich. Er schaut weg.

Verzweigung

418
AufzeichnungenSW 9
Blut tropft aus Ignatz' Lippe in sein Auge.
Fast schon liebkosend platziert der Anführer des Weinenden Auges die letzte Karte wieder im Stapel, bevor er die Karten nacheinander ablegt.

Verzweigung

421

Verzweigung

422
„Entgegen deiner sozialistischen Einstellung erkennen die Karten eine Händlernatur, relativistisch und amoralisch. Alles hat seinen Preis, nichts ist heilig.“
„Und jetzt befindest du dich am Ende und hast nichts mehr, was du eintauschen könntest.“

Verzweigung

425

Verzweigung

426
„Lassen wir die Sache mit der 'Markenbotschafterin' mal beiseite, aber die Karten erkennen eine Händlernatur, relativistisch und amoralisch. Alles hat seinen Preis, nichts ist heilig.“

Verzweigung

428
„Passend zu deiner essenziell liberalen Weltansicht sehen die Karten eine Händlernatur, relativistisch und amoralisch. Alles hat seinen Preis, nichts ist heilig.“
„Deine Ansichten mögen unzusammenhängend und inkonsistent sein, aber die Karten erkennen eine Händlernatur, relativistisch und amoralisch. Alles hat seinen Preis, nichts ist heilig.“

Verzweigung

431
„Es gibt Entwicklungen, die nicht einmal die Karten vorhersehen können. Eine Kurve auf der Straße der Zeit, ein Riss im Fundament. Selbst jetzt hängen die Würfel mitten in der Luft und umfassen 36 mögliche Ausgänge.“

Verzweigung

433
„In einigen davon erhältst du die Vergebung, nach der du dich so verzweifelt sehnst. Aber in allen davon verlierst du einen Teil von dir selbst.“
„In einigen davon kommst du dem Entwirren des Chaos der Macht nah, aus dem deine Realität besteht. Aber in allen davon verlierst du einen Teil von dir selbst.“
„In einigen davon zerstörst du dich für deine Aufgabe, wie du es dir immer vorgestellt hast. Aber in allen davon verlierst du einen Teil von dir selbst.“
„Wie das Ergebnis auch aussehen mag, du nimmst es mit derselben Kälte und Distanz hin, die du schon die ganze Zeit in dir trägst. Aber das wusstest du schon.“

Verzweigung

438
„Das Problem sind die Leute und das Vertrauen, das sie aneinander bindet und besser als Tiere macht …“

Verzweigung

440
„Du hast dir dieses Vertrauen verdient, indem du versprochen hast, dass es diesmal anders sein würde. Deine Freunde wollten das Beste, aber bislang ist alles so, wie es immer war.“
„Du hast dir dieses Vertrauen verdient, indem du angeboten hast, deine Freunde in die Geheimräume zu führen, in denen die Realität geordnet wird. Jetzt befindest du dich in einem davon – was tust du?“
„Du hast dir dieses Vertrauen durch deine eigene offensichtliche Beharrlichkeit verdient. Der selbstverschlingende Mechanismus, der dich antreibt, muss auch deine Freunde tragen.“
„Du hast dir dieses Vertrauen verdient, indem du dich scheinbar von der ganzen Menschlichkeit entfernt hast. Aber wenn du weg bist, was bleibt für deine Freunde dann übrig?“

Verzweigung

445
„Die Karten bringen das Bild eines Blinden hervor, der sich mit hilflos ausgestreckten Händen durch die Dunkelheit tastet, wobei er Gegenstände anrempelt und völlig planlos umherirrt.“

Verzweigung

447
„Er ist so sehr von 'Vergebung' besessen, dass seine Ablenkung nur für noch mehr Trauer sorgt.“
„Sein paranoides Gefasel lässt ihn die Welt nicht mehr so sehen, wie sie ist. Die einzige Verschwörung ist die, die sein eigener Verstand sich selbst antut.“
„Er hat sich im Delirium mit dem Kopf voraus in seine Aufgabe gestürzt. Seine Blindheit ist eine zerstörerische Macht. Am Ende wird auch er zerstört.“
„Das muss natürlich so sein. Wenn er nicht an seine eigene Sache glaubt, wie soll er dann irgendwas anders machen?“
„Eine hässliche Legung. Formlos. Undeutlich. Sie erinnert mich an den Schaum, der sich auf der Oberfläche stiller Gewässer bildet.“
„Du hattest viele Optionen und hast beschlossen, nichts zu werden. Jetzt machen andere aus dir, was sie für richtig halten.“
„Vor dir? Bei all diesen Augen? Niemals.“
„Lüg mich nicht an.“ Er schüttelt den Kopf. „Nicht jetzt.“
„Jap. Diese Tram ist bis in die letzte Schraube mit Fallen gespickt.“
„Ach ja?“
„Leere Räume, wach und wachsam. Verborgene Gesellschaft. Du hast noch einen Freund.“
„Nö. Es gibt nur mich und die, die ihr schon habt.“ (Du lügst.)
„Ich habe jede Menge Freunde. Diese ganze Tram ist voll von meinen Statisten.“
Du drehst die Karte um und deckst eine Klappe auf, ein dunkles Loch im Boden. Daraus schauen zwei Säugetier-Augen hervor.
„'DIE OUBLIETTE'.“ Er hält inne. „Interessant.“
Du wählst die rechte Karte aus.

Verzweigung

464
Du drehst die Karte ganz rechts um und deckst eine bergige Landschaft auf, über der ein viel zu großer Mond tief am Horizont hängt. Der Name der Karte steht in goldener Schrift darauf.
„'DER SATELLIT'. Asymmetrische Symbiose. Die Nabelschnur. Eine Last, die dir überall hin folgt.“ Er blickt zu dir auf. „Deine Freunde da unten, diejenigen, die sich absolut auf dich verlassen?“

Verzweigung

467
NervenstärkeSW 9
KALEIDOSCOPE ist ihm immer noch unbekannt. Gut, gut.
„Das sind meine Freunde, du Penner. Die sind für mich da.“
„Und jetzt befinden sie sich in meiner Obhut. Du hast in deiner Verantwortung versagt. Dieses Wissen ist deine Last.“
SchattenspielSW 12
Wie es auch schon mit Operant AXIS war, der 75 in La Cupola gefangen genommen wurde und dann bei jedem luzianischen Eishockeyspiel hinter der Eismaschine hergeschleift wurde, bis er 78 endlich verendete.
„Die ganze Sache war von Anfang an gezinkt. Ich schätze, dass jemand von ihnen von der Sache wusste.“
„Lass mich deine Paranoia schlichten. Die Loyalität deines Freundes war absolut. Dieser Fehlschlag geht ganz allein auf dich.“
„Sie wussten, worauf sie sich einlassen.“
„Wenn nicht, dann werden sie das bald.“
„Wahre Freundschaft ist etwas Unmögliches, deshalb müssen wir sie festhalten.“
„Wunderschön, dumm, bedeutungslos. Ich rede über eure bevorstehenden Tode.“
NervenstärkeSW 9
Yana ist ihm immer noch unbekannt. Gut, gut.

Verzweigung

479
Du drehst die Karte um, die ein Bild einer erstickenden Flamme zeigt, über der eine Auswahl schwerer Töpfe hängt.
„'DER HERD'.“ Er schüttelt den Kopf. „Ein Zuhause, in das du nie mehr zurückkehren kannst. Physischer und mentaler Trost. Deine Freunde da unten, die, die du wieder zusammengetrommelt hast?“
Du drehst die Karte um und siehst darauf eine gebeugte Person, deren Gesicht von einem schweren Mantel verhüllt ist. Unter der Kapuze blitzt ein zusammengekniffenes Auge hervor.
„'DER BUCKEL'. Monströs, aber menschlich. Du bevorzugst die Gesellschaft der Verstoßenen und Deformierten.“ Er schaut zu dir auf. „Deine Freunde, die zwei verlorenen Jungs unten?“
PoetikSW 17
„Du bist dran.“ (Du ziehst eine Karte für Tesoro.)
Du greifst nach dem Deck. Es könnte Überraschung, aber auch Gleichgültigkeit sein, aber der Mann starrt dich an wie ein hilfloser Junge. Du nimmst ihm die Karten weg. Du mischst sie.
„Willst du ansagen?“
„Nein. Spiel die Rolle, die du an dich gerissen hast.“
Du ziehst eine Karte und legst sie offen auf den Tisch.
Die Karte ist leer – pures Weiß mit einem Text am unteren Rand, den du auf dem Kopf lesen kannst. In goldener Schrift steht dort: LUMINESZENZ.
„Irgendwas stimmt mit dem Licht nicht …“ Sein Kiefer erschlafft. „Schau dir die Karte an. Das Licht brodelt … Eine Haut, die zu platzen bereit ist.“
„Das Licht hat dich verlassen. Du bist auf dich allein gestellt.“
„Nein. Nein …“ Er verstummt einen Moment lang.
„Bist du fertig?“
„Seltsam … Eine seltsame Sache, die du da zu mir sagst. Du erinnerst mich an jemanden, den ich früher kannte, obwohl ihr euch kein Stück ähnelt.“
„Wie erinnere ich dich dann an ihn?“
„Er hat unter ähnlichen Umständen dasselbe zu mir gesagt.“
PoetikSW 12
Zwischen euch entsteht ein Krater, während sein Verstand in die Vergangenheit abdriftet.
SensorenSW 9
Seine Aufmerksamkeit war so stark, dass dir kalt wird, als sie plötzlich fehlt.
„Hey, komm zurück.“ (Du schnippst mit den Fingern.)
„Ihr ähnelt euch kein Stück. Aber vielleicht steckt etwas Dialektik dahinter.“
PersonalismusSW 10
Er spricht das Wort 'Dialektik' mit fast schon flirtender Grausamkeit aus.
„Wir waren zusammen auf der Schule, in einer Klasse von 50 weiteren Jungs – eine alte Baracke rund um einen Ginkgobaum. Er war freundlich, sanft. Bescheiden und großzügig.“

Verzweigung

503
VerschränkungSW 12
Der goldene Schatten, der schreiende Junge, der von seinen Kameraden geschlagen wird …
„Warte, diese Schule kenne ich. Der Ginkgobaum im Hof …“
„Nein.“ Er schüttelt den Kopf. „Das war vor fast 300 Jahren. Du kennst nur Facundos verdorbene Nachahmung davon.“
„Du machst dir was vor. Deine 'Erinnerung' ist genauso verdorben.“
„Halt dein Maul!“ Er schlägt die Faust auf den Tisch.
NervenstärkeSW 9
Aus dem Konzept gebracht. Gut.
Der Schläger zu seiner Rechten greift reflexartig in seine Innentasche, bevor er die Hände wieder faltet.
„Er hätte nie existieren sollen. Die Welt sollte die Existenz eines derart jämmerlichen Jungen nicht erlauben … also wurde ich selbst zur Welt. Ich konnte das Gelb des Ginkgobaums in seinen vor Angst aufgerissenen Augen sehen, und habe das Licht in ihnen erschlagen.“
Der Schläger hinter dir dreht vorsichtig den Kopf.
PersonalismusSW 12
Ausgelöst von der Boshaftigkeit in der Stimme seines Meisters.
„Warum hast du es getan?“
„Weil ich danach gedürstet habe. Ich war süchtig nach seinem Schmerz – ich habe mich danach gesehnt und nach ihm gesucht. Als er sich vor mir versteckt hat … habe ich gelernt, was wir sind.“
StaatsmachtSW 12
WIR SIND WUNDERSCHÖN.
„Er hat mir all das angetan und dann blutverschmiert, gebrechlich und nicht wiederzuerkennen zu mir aufgesehen. Und wie du hat er mich gefragt: 'Bist du fertig?' Das war ich nicht. Das werde ich nie sein.“

Verzweigung

518
„Ich verstehe schon. Die Schwachen bekommen, was sie verdienen.“
„Was noch viel schlimmer ist, ist, dass ich danach gedürstet habe. Ich habe mich danach gesehnt und nach ihm gesucht. Als er sich vor mir versteckt hat … habe ich gelernt, was wir sind.“
„Du bist das morbide Symptom eines kranken Zeitalters.“
„Ja. Und was noch viel schlimmer ist, ist, dass ich danach gedürstet habe. Ich habe mich danach gesehnt und nach ihm gesucht. Als er sich vor mir versteckt hat … habe ich gelernt, was wir sind.“
„Ja, Mann. Das ist Liebe.“
„Da war ein nicht zu leugnender Hunger, vielleicht ist das ähnlich. Ich habe mir alles von ihm genommen. Als er sich vor mir versteckt hat … habe ich gelernt, was wir sind.“
„Was ist also wirklich mit dem Jungen passiert?“
„Klingt so, als hättest du ihn geliebt.“
„Ich habe ihn gehasst.“
„Jap. Das hat gar nichts mit mir zu tun.“
„Nein. Aber seine Schlichtheit und deine Inkompetenz schüren ein ähnliches Bedürfnis in mir.“
„Was ist aus ihm geworden?“
„War er auch ein Gefangener?“
„Irgendwie schon … ja.“
Du lässt ihn reden.
„Ich bin bestimmt viel cooler.“
„Zumindest dreister.“
„Deine persönliche Geschichte interessiert mich nicht.“ (Zurück.)
„Wenn man die Geschichte betrachtet, bist du nichts weiter als das.“

Verzweigung

538
„Du hast das Licht enttäuscht. Du bist ein zerfallender Hochstapler.“
Du streckst die Hand nach seinem Deck aus. Er hebt fragend eine Augenbraue.
„Ein Rollentausch … ungewöhnlich. Aber der Reiz … nicht zu leugnen.“ Mit beiden Händen und geneigtem Kopf überreicht er dir das Deck.
Cold ReadingSW 12
Er beißt sich gespannt auf die Lippe.
Du feuerst sein Deck aus dem Fenster.
Ihr schaut alle zu, als die Karten sich im Wind verteilen und davonflattern wie eine Handvoll Blätter.
„Viel besser.“
„Dieses Deck war 300 Jahre alt.“
Sieh an: Er ist über Wut hinaus. Du wirst Zeugin der Geburt einer völlig neuen Emotion.
InstinkteSW 12
Wut 2.
„Wir kommen auf dieses Thema zurück … bald.“

Verzweigung

550
„Tut mir leid. Das hatte ich so nicht geplant.“
Du bespuckst sie.
Du ziehst einen milchigen Klumpen Schleim in den Lauf und zielst.
„Scheiße–“
Der Golem schützt die Karten mit seinem eigenen Arm vor deinem Rotz-Angriff. Er packt die Karten wieder in seinen Mantel, betrachtet den Schleim auf seinem Ärmel und schaut dich dann an. Verletzt.
„Abstoßend, enttäuschend.“

Verzweigung

557
„Die Karten sind klebrig. Ist das Wichse?“
„Was? Lächerlich.“
Er entreißt dir das Deck.
„Mit Wichse kenne ich mich aus, mein Freund.“
„Lächerlich“, wiederholt er und stopft das Deck wütend in seine Jacke.

Verzweigung

563
(Zu den Schlägern.) „Er spritzt auf sie ab.“
Das Gesicht des düsteren Mannes verknotet sich zu einem Ausdruck von verstörtem Unverständnis.
„Entschuldige, mein Fehler.“
„Keine Ahnung. Ich kann es nicht fühlen.“
„Das heißt nicht, dass es nicht echt ist. Eine weitere Dimension der Tragödie.“
„Hast du noch nie am eigenen Leib erfahren, wie es ist, geliebt zu werden?“
„Auf diese Weise nicht, nein. Die einzige Autorität, der ich gehorche, ist die Stimme, die man mir als kleiner Junge eingeprägt hat.“
Du nickst.
„Gut.“ Seine Stimme klingt ehrlich.
„Warum ist das tragisch?“
„Du hast sie im Stich gelassen; sie haben dich in den Tod geschickt.“ Traurig.
„Genau. Meine Controller werden mich hier rausholen.“
„Du missverstehst mich. Niemand kann dein Rennen für dich laufen.“ Traurig.
„Wenn meine Controllerin mich lieben würde, hätte sie mich nicht hierher geschickt.“
„Für sie bist du genauso eine Hündin, wie sie eine Hündin für jemand anderen ist.“ Traurig.
Du legst die Karte offen. Sie zeigt eine magische Laterne, die einen Windhund in verschiedenen Abschnitten des Sprints projiziert. Der Titel steht auf dem Kopf.

Verzweigung

580
„'DIE STRECKE'. Die umgedrehte Abfolge deutet darauf hin, dass du deine Vorgesetzten enttäuscht hast. Vielleicht die Oper, die du ja angeblich nicht kennst.“
AufzeichnungenSW 13
Melitas Stimme in deinem Ohr. Entfernt, verärgert.
„Ja, meine Controllerin ist gerade vermutlich echt sauer auf mich.“
„Hm.“ Eine Falte bildet sich zwischen seinen Augenbrauen. „Also glaubst du, dass das deine Strafe ist.“
NervenstärkeSW 18
Die Oper hat dich reingelegt. Sie wussten, dass du versagen würdest; Sie haben dich hergeschickt, um zu sterben.
„Deine Karte ist falsch herum. Ich bin eine Top-Spionin.“
„Die Wahnvorstellungen des absoluten Mittelmaßes – ein weiteres Symptom deiner sogenannten klassenlosen Gesellschaft. Oder ist es ein Inhalt? Darüber kannst du in dem kleinen Raum nachdenken, der dich erwartet.“
„Ergibt Sinn, ich bin eine beschissene Spionin.“
„Und dennoch konntest du die Elite des Weinenden Auges ausstechen.“ Er wendet sich an seine Schläger. „Das rückt euch in ein schlechtes Licht, würde ich sagen.“
„'DIE STRECKE'. Die umgedrehte Abfolge deutet darauf hin, dass du deine Vorgesetzten enttäuscht hast. Zweifelsohne deine Controllerin.“
Du wählst die mittlere Karte aus.

Verzweigung

592
Du drehst die Karte um. Darauf ist ein Dutzend Motten zu sehen, deren Flügel teilweise glühen.
StaatsmachtSW 13
VON DER GLORREICHEN FLAMME DER REVOLUTION VERSENGT.

Verzweigung

595
„Wie zu erwarten. 'DER SCHWARM'. Die Auflösung des Selbst. Tierische Wärme. Die Leute fühlen sich zu dir hingezogen und du dich zu ihnen. Warum?“
NervenstärkeSW 13
Blende diese bösartige Theatralik aus. Belohn ihn nicht mit der Angst, die er will.
„Die Leute lieben mich einfach, das war schon immer so.“
„Deine Hitze verbrennt diejenigen, die von deinem Leuchten angezogen werden.“
„Das ist eine Last, der ich zu entkommen versuche.“
„Ich habe sie eingesammelt und beschützt.“
„Nein, ich glaube, es steckt deutlich mehr dahinter.“ Er schüttelt den Kopf. „Deine Hitze verbrennt diejenigen, die von deinem Leuchten angezogen werden.“
„Ich gebe einfach gleich alle auf. Nummer eins: Eszti Newitz.“
„Ein klassisches Beispiel.“ Er nickt dem gelassenen Mann zu, der sich daraufhin an den Kopf tippt.
(Du spuckst auf die Karte.)
„Tut mir leid, findest du das vulgär?“ Er wischt die Karte sanft an seinem Ärmel ab. „Ich dachte, wir kämen uns näher.“
„'DER SCHWARM'. Die Auflösung des Selbst. Tierische Wärme. Die Leute fühlen sich zu dir hingezogen und du dich zu ihnen. Warum?“
Du drehst die Karte um. Darauf ist ein Dutzend Motten zu sehen, deren Flügel teilweise glühen. Aber das Bild und der Titel zeigen zu deinem Feind: Die Karte steht auf dem Kopf.
StaatsmachtSW 13
UMGEDREHT WIE DIE ALTE ORDNUNG.

Verzweigung

610
„'DER SCHWARM', aber umgekehrt. Für eine Verräterin nicht überraschend. Atomisierung. Ein sich ausweitender Golf zwischen dem Selbst und der Welt. Operantin: Du bist allein.“
„Niemals, ich bin die Spionin des Volkes. Von allen geliebt.“
„Eine Perspektive, die absolut niemand teilt. Du warst nie für die Gesellschaft der Menschen gedacht.“
SchattenspielSW 12
Wie Operantin KEEPSAKE, die 21 von der mirzäischen Inquisition an die heiligen Falken verfüttert wurde – damit ging ihre Seele in die ewige Qual über.“
„Ich wollte nicht alle mit mir runterziehen.“
„Du wahrst derartige Distanz, dass du einen langen Schatten wirfst. Je weniger darin stehen, desto besser ist es für sie.“
„Ich bin eine Einzelgängerin. Ich brauche niemanden.“
„Vielleicht warst du nicht für die Gesellschaft der Menschen gedacht.“
„'DER SCHWARM', aber umgekehrt. Atomisierung. Ein sich ausweitender Golf zwischen dem Selbst und der Welt. Operantin: Du bist allein.“
Du drehst die rechte Karte um.

Verzweigung

621
Du drehst die Karte um. Darauf ist ein Akrobat mit nacktem Oberkörper abgebildet, der ein Schwert schluckt. Seine Brust ist aufgebrannt, um die flammende Klinge darin zu enthüllen.
KoordinationSW 11
Lustiger Name, schwieriger Trick. Das erfordert Training.
„'DER CLOWN'. Die Karten loben deine Disziplin. Du hast einige Tricks im Ärmel. Wie schade, dass ich mehr davon auf Lager habe.“
„Das Spiel ist gezinkt. Ich will eine andere Karte.“
„Du machst Witze, aber ich bin dankbar für geübte Gegner.“
„In meinem Kopf rotieren die Wege, dich auszuschalten. Ich genieße aktuell nur unseren Plausch.“
„Das Einzige, was in deinem Kopf rotiert, sind die unsinnigen Verordnungen deiner Partei.“
StaatsmachtSW 10
HEY.
„Ganz egal. Schön, dass wir die Chance haben, zu plaudern.“
„Hey, sieh mal: deine Karte.“
„Auf diesem Niveau arbeitet die Oper also. Unfassbar enttäuschend.“
Du drehst die Karte um. Darauf ist ein Akrobat mit nacktem Oberkörper abgebildet, der ein Schwert schluckt. Seine Brust ist aufgebrannt, um die flammende Klinge darin zu enthüllen. Der Titel steht auf dem Kopf.
SchattenspielSW 11
Ein nicht gemeisterter Trick.
„'DER CLOWN'. In umgekehrter Position sieht die Figur aus wie gehängt. Du hast keine Asse im Ärmel. Keine Tricks. Ein Mangel an Witz.“
„Na klar, ich bin ja auch gefangen. Das sind beschissene Karten.“
„Eine beschissene Karte für eine beschissene Spionin. Mimimi.“
„Ich brauche keine Tricks, das gehört alles zum Plan.“ (Du lehnst dich zurück und faltest die Hände hinter dem Kopf.)
„Ich bin enttäuscht. Eine würdige Gegnerin wäre mir lieber gewesen.“
„Ich erhalte oft Echos von Dingen, kurz bevor sie passieren.“
Talente.“
„'DAS PRISMA'. Es bricht das Licht. Es stuft es so herab, dass unsere schwachen Sehorgane seine Wahrheit erkennen können. Was siehst du darin?“
„Geheimnisse, die der Verstand vor sich selbst bewahrt.“
„Die unbewusste Lüge, die das Leben ermöglicht.“ Er schaut die Karte an. „Dennoch steckt Wahrheit im Schmerz. Und in manchen Fällen auch ekstatische Enthüllung.“
„Ich sehe einen Satelliten hoch über der Welt. Ein Grab für Menschen, die einer Theorie geopfert wurden.“
„Ein weiteres Ritual. Ein weiteres Opfer.“ Er schaut die Karte an. „In Schmerz steckt Wahrheit. Und in manchen Fällen auch ekstatische Enthüllung.“
„Coole Farben und so.“
Du sagst nichts und drehst nur die Karte um.
Du drehst die Karte um, auf der eine geöffnete Tür abgebildet ist, die zu wenig Licht in das Dunkel hinter sich lässt.
„'DIE RUINEN' …“ haucht er. „Ein unbekanntes Unbekanntes. Du siehst so wenig, dass du nicht einmal seine Abwesenheit greifen kannst. Wenn du es könntest, würde es dich zerquetschen.“
SchattenspielSW 12
Zerquetscht – wie Operantin MARBLE, die aus einem mirzäischen U-Boot geworfen wurde und sofort von der unbändigen Masse an schwarzem Eiswasser zu Brei gedrückt wurde.
PersonalismusSW 13
Mitleid, Sorge. Er empfindet Reue für dich.
„Unmöglich. Ich war äußerst gründlich.“
„Ganz im Gegenteil. Dir ist etwas entgangen …“ Er fasst sich mit der Hand ans Herz. „Etwas Schreckliches.“
„So was wie … eine coole Nebenquest?“
„Nein“, er schüttelt den Kopf. „Eine tragende Säule.“
„Ein Outfit. Es war bestimmt ein Outfit.“
„Das glaube ich nicht.“
„Klingt, als wäre es besser so.“
„Die Einstellung einer geringeren Seele.“ Er schüttelt den Kopf.
„Was ist mir denn entgangen?“ (Zur Karte.)
„Das hat die Karte nicht zu sagen.“ Voller Reue.
„Wie wär's mit einem anderen Spiel? Bei dem hier fühle ich mich nur schlecht.“
„Wir sind fast fertig.“
Du nimmst die rechte Karte.

Verzweigung

666
Auf der Karte ist ein System aus Röhren und Kolben abgebildet, in denen eine Flüssigkeit über kleiner Flamme blubbert. So wild und verworren wie Ranken, die sich über den Waldboden erstrecken.
VerschränkungSW 12
Ultra Violeta verliert Portofiro aus dem Blick und verschwindet sanft in der Dunkelheit.
„'ALCHEMIE'. Transmutation. Künstliches über Natur. Ein Austausch wurde vollzogen.“ Er blickt auf.
„Ultra Violeta. Ich habe sie im Austausch gegen den Lich nach Luz zurückgeschickt.“
„HAHAHAHA … HAHA“
Der düstere Mann schaut dich über seine Schulter besorgt an.
„HAHAHAHA.“ (Du lachst mit, als hättest du den Witz verstanden.)
„HAHAHA … HAHA … HA …“
„Hahaha … haha?“
„Ich sollte mich wohl bei dir bedanken.“ Er wischt sich eine Träne von der Wange. „Es ist viel besser, dass Facundos Glitzer-Maskottchen unter unserer Aufsicht bleibt.“
„Ich habe das nicht für euch getan.“
„Das musstest du gar nicht. Unsere Schicksale sind verbunden. Vielleicht habe ich sogar ein phantomartiges Zucken gespürt, als dein Vater dich kreiert hat, wusste aber nicht, was es war.“
„Und was Ultra Violeta angeht, sage ich voraus, dass einer ihrer Fanatiker sie beim Verlassen einer Konzerthalle erst nach einem Autogramm fragen und dann mit sechs Schüssen niederstrecken wird.“
NervenstärkeSW 13
Keine Reaktion. Dein Gesicht lässt sich nicht lesen.
SchattenspielSW 10
Immer noch ein guter Handel. Das war es absolut wert.
NervenstärkeSW 13
Nein. Nein.
„Schickt ihr sie trotzdem ins All?“
„Ich befürchte, die Chance bekommen wir nicht.“ Er lächelt. „Ich sage mal voraus, dass einer ihrer Fanatiker sie beim Verlassen einer Konzerthalle erst nach einem Autogramm fragen und dann mit sechs Schüssen niederstrecken wird.“
„Sie trägt an nichts hiervon die Schuld. Lasst sie in Ruhe.“
„Ich kann nichts für sie tun.“ Er lächelt. „Ich sage mal voraus, dass einer ihrer Fanatiker sie schon sehr bald beim Verlassen einer Konzerthalle erst nach einem Autogramm fragen und dann mit sechs Schüssen niederstrecken wird.“
„Es war tatsächlich total melancholisch. Niemand hat gelacht.“
„Dein faschistisches Kartenspiel hat von Seiner Majestät gehört, König des Handels.“
„Das ist kein Spiel. Der König des Handels?“
„Ohne 'Der'. Nur 'König des Handels'.“
„Ein betrügerischer Adliger, der zu seinem Stadtstaat des betrügerischen Konsums passt.“
SensorenSW 10
Portofiros Zersiedelung blitzt kurz über seine sechs Brillengläser, als er auf die Stadt unter euch hinabblickt.
„Meine elende Bestien-Nemesis, die für den Austausch lebt.“
„Ah. Ein weiteres morbides Symptom der spirituellen Fäulnis, die diesen Ort ausmacht.“
„Sprechender Affe.“
„Business-Deals mit richtig viel Kohle. Ich erwarte nicht, dass du das verstehst.“ (DU betrachtest deine Nägel.)
„Du hast recht. Ich werde 'Kommunisten', die so tun, als würden sie 'Business' machen, nie verstehen.“
„Ich hab doch gesagt, dass das alles nur Papier und Zufall ist.“
„Das ist ein Werkzeug. Deine Ignoranz mindert seinen Nutzen nicht, sie verschleiert ihn nur vor dir. Echt traurig!“
„Der Austausch ist Schusswaffenfeuer. Er wird dich zu einer Leiche transmutieren.“
„Eine mutige Aussage, aber völlig ohne Inhalt.“
Langsam und gezielt schiebt der gelassene Mann eine Hand in seine Jacke.
Du drehst die Karte um, auf der ein Bild aus der Perspektive einer Person zu sehen ist, die auf dem Boden liegt und nach oben schaut. Die Sonne wird vom Gesicht einer anderen Person verdeckt, die nach unten schaut.
BlaupausenSW 12
Du erkennst die leeren Merkmale auf dem Bild. Das Gefühl ist wie ein Jucken in einem Winkel deines Gehirns.
„'DIE FINSTERNIS'. Unterbrechung. Abschottung von der Urquelle.“ Er deutet auf die Karte. „Was ist es? Was ist der Mond, der dich vom Licht trennt?“
„Gar nichts. Ich hab dir schon gesagt, dass die Karten Schwachsinn sind.“
„Du hast für einen Freund eine Möglichkeit abgelehnt. Bewundernswert, wenn auch eventuell wahnsinnig.“

Verzweigung

708
„Die Erinnerung an mein Versagen, die ständig über mir hängt.“
„Ein gegen sich selbst gewandtes Herz. Was auch passiert, der Schmerz fließt in deinem Blut durch deine Adern.“
„Ist das nicht bei jedem so?“
„Nein, die meisten Leute schaffen es, das Blut-Gestöhne abzustellen. Nur wenige überleben es, das Ganze zu einem Fetisch zu machen, wie du es getan hast.“
„Ich habe das verdient. Es musste so enden.“
Er lässt ein sanftes, zufriedenes Grunzen entweichen, als er sich in seinem Stuhl zurücklehnt.
„Selbstmitleid, lecker. Ich würde ja deine Tränen auflecken, aber leider sind wir hier in der Öffentlichkeit.“
„Ein falscher Mond, der von einer Kabale psychischer Vampire mit Verbindungen zur Pharmaindustrie platziert wurde.“
„Du träumst von orgastischen Okkultisten, die in ihrem eigenen Dreck versauern. Aber diese 'Vampire' sind das kleinste deiner Probleme.“
„Vampire gibt es nicht wirklich, du Vollpfosten. Ich habe von Liberalen geredet.“
„Ich auch.“ Ein hauchdünnes Lächeln breitet sich auf seinem Gesicht aus.
„Die Vampire sind bildlich gesprochen und außerdem mein Hauptproblem.“
„Na klar. Du glaubst an die Arbeitswertlehre, warum dann nicht auch an Vampire?“
„Das ist alles gespielt. Ich sage solche Sachen nur, um zu sehen, worauf sich andere Leute einlassen.“
„Weiter so. Das wird im Glaskasten wirklich geheimnisvoll wirken.“

Alternative Formulierung

„Wer ist jetzt der Clown?“

Verzweigung

724
PersonalismusSW 12
Die Sache mit dem Clown hat ihn echt erwischt. Super.
„Mir egal. Ich schaue eh nie nach oben.“
„Weil du Angst hast, was du da sehen könntest?“
„Nein, ich habe vor gar nichts Angst.“
„Natürlich. Die Menschheit hat vor den Sternen nichts zu befürchten.“
„Ja.“
„So ist es viel sicherer. Es ist besser, allen himmlischen, irdischen und chthonischen Gefahren gegenüber gleichgültig voranzugehen.“ Er nickt langsam.
„Ja, aber nur ein bisschen.“
„Es ist nur der Mond und die Bedeutung, die ich ihm zuweise.“
„Da hast du vollkommen recht.“ Er nickt langsam. „Nichts davon bedeutet mehr als das, was du daraus machst.“
„Das Meer. Es bedeutet, das ich nass bin. Klatschnass vor geiler Anziehungskraft.“
„Sei froh, dass dein Fleisch so widerlich ist, sonst würde ich dich nur essen, um dich nachher wieder ausscheißen zu können.“ Er schnalzt mit der Zunge.
„Ich bin total malerisch. Die Leute besuchen mich gern.“
„Oh bitte, nichts ist so traurig wie Selbsttäuschung.“ Er schnalzt mit der Zunge.

Verzweigung

739
Er deckt die oberste Karte vor dir auf. Darauf ist ein scharfkantiges Grinsen hinter einem leuchtenden Köder zu sehen: ein Anglerfisch.
Cold ReadingSW 13
Man kann nur seine Freunde hintergehen, und ein Verräter hat viele davon.
„'DER VERRÄTER'. Empathie und Charisma zeichnen ihn aus. Diese Karte steht für Führungspotenzial. Vertrauen. Raubtierverhalten.“

Verzweigung

743
„Ich bin Materialistin, an so was glaube ich nicht.“
„Du glaubst also, dass etwas, das keinen Körper hat, nicht existieren kann?“ Er zeigt seine Zähne. „Ein Material nicht anzuerkennen, ändert nichts an seinem Dasein.“

Verzweigung

746
„Die Karte hält mich für manipulativ.“
„Das ist einfach nur ein Fakt.“ Er fährt mit dem Daumen die Kante der Karte entlang. „Die Karte erkennt deine Macht über andere.“
„Ich wusste es. Ich wurde die ganze Zeit an der Nase herumgeführt.“
„Leichtfertige Äußerungen sind ein leidiges Merkmal DES VERRÄTERS.“
„Die Karte erkennt deine Macht über andere.“ Er fasst sie sanft an.
„Ich bin schnell, scharfsinnig, ein lauerndes Raubtier in der Tiefe.“
„Du nimmst die Karte wörtlich, was in diesem Fall aber bedeuten würde, dass deine Lungen in deiner Brust kollabieren.“
Er dreht die obere Karte um und legt sie mit dem Gesicht nach oben zwischen euch. Darauf ist ein Gerät aus konzentrischen Ringen, Silber und Gold zu sehen. Dahinter umrahmt ein offenes Fenster die Sterne.
Graue SubstanzSW 13
Physische Alphabetisierung – die Geistlichen wissen, wie gut du die Welt lesen kannst.
„'KALIBRIERUNG'.“ Er fasst die Karte sanft an. „Die Welt besteht aus Werkzeugen, die sie verändern können. Erkennst du sie?“

Verzweigung

757
„Ich bin Materialistin, an so was glaube ich nicht.“
„Du glaubst also, dass etwas, das keinen Körper hat, nicht existieren kann?“ Er zeigt seine Zähne. „Ein Material nicht anzuerkennen, ändert nichts an seinem Dasein.“

Verzweigung

760
„Diese Karte hält mich für verdammt klug.“
„Nützliche Eigenschaften für eine Attentäterin wie dich. Was für eine Schande, dass du deine Gabe so verschwendet hast.“
„Das zeigt, dass ich in gutem Gleichgewicht bin – ein perfekt abgestimmtes Instrument des Todes.“
„Passend für eine Attentäterin wie dich. Was für eine Schande, dass du deine Gabe so verschwendet hast.“
„Das heißt, dass ich eine lange Seereise antreten werde.“
„Na klar. Wir sind auf dem Weg nach Cicatriz Frontera. Und wie schon angekündigt, nehmen wir ein Flugzeug.“
„Ein Mast … vielleicht soll der auf den Schwanz hindeuten, den ich ziemlich sicher in der Gebärmutter verloren hab.“
„Stellst du dir dabei vor, dass du dich selbst kannibalisiert hast oder dass deine Mutter dich kastriert hat?“
„Das war ich selbst. Ich hab meinen eigenen Schwanz absorbiert.“
„Angst … schon im Uterus. Angst vor dem, was du getan haben könntest, und davor, was man von dir erwarten würde.“
„Bestimmt war sie das. Sabotage.“
„Du wurdest im Schatten des Neids großgezogen.“ Er schüttelt den Kopf.
„Lieber nicht, wenn es dir egal ist.“ (Du lehnst ab.)

Verzweigung

774
„Ich dachte, Faschisten und Glücksspiel vertragen sich nicht.“
„Das ist kein Glücksspiel, es ist Wahrsagerei. Und ich bin nicht derjenige, der hier etwas aufs Spiel setzt.“
„Meine Freunde sind ich, das stimmt.“
„Statisten, Team, nenn sie, wie du willst … sie alle sind verzerrte Reflexionen der Person, die sie versammelt hat.“
„Hier ist mein Angebot: Du lässt sie leben, dafür lasse ich deinen Schlägertrupp leben.“
„Was für ein Angebot. Wenn unsere Situation umgekehrt wäre, würdest du es dann annehmen?“
„Auf jeden Fall.“
„Dann bist du entweder eine Lügnerin oder einfach nur dumm. Vielleicht auch beides.“
„Nein.“
„Ich auch nicht. Dann sind wir uns ja einig.“
Nein. Das kann die Gäng nicht sagen.
Warum nicht?
Weil wir die Gäng an unserer Seite brauchen. Wenn es mal wirklich richtig schlimm wird.
„Machen wir weiter.“
Ein vertrautes Gesicht beobachtet dich mit dem direkten Starren, das Teenagerinnen von Natur aus beherrschen.
Cold ReadingSW 9
Deine Controllerin hatte recht: Yana ist dem Blick des Weinenden Auges entgangen. Für sie ist sie nur eine rebellierende Teenagerin, die heute die Schule schwänzt.
Ein paar Meter entfernt kann PSEUDOPOD kaum an sich halten und zittert mit geballten Fäusten vor nervöser Energie.

Alternative Formulierung

Ein paar Meter entfernt starrt PSEUDOPOD still aus dem Fenster und scheint sich der Gefahr, in der er steckt, nicht bewusst zu sein.
Unter deinen Füßen schaut HOLOCENE nach oben und hofft, trotz der Metalldecke, die euch trennt, deinen Blick zu treffen.
Du schaust dich um.
Das Kabel ächzt über euch. Ein Rentner im Jogginganzug hustet in seine Armbeuge. Weiter hinten lacht eine fitte junge Frau, die am Arm ihres Freundes hängt.

Verzweigung

795
Cold ReadingSW 9
Die Verkäuferin trägt Kopfhörer und hat die Augen geschlossen. Sie muss diese Tram wohl regelmäßig nehmen.
PoetikSW 12
Die Musik transportiert sie in ihre eigene kleine Dimension. Sie hat dich nie bemerkt und wird es auch nie tun.

Verzweigung

798
SchattenspielSW 13
Der junge Beobachter wendet den Blick ab, aber seine Haltung verrät ihn. Er weiß genau, dass etwas mit der geheimnisvollen Gruppe an Fremden nicht stimmt, und versucht, herauszufinden, was es ist.
Du triffst seinen Blick.
Seine Augen weiten sich. Mit geröteten Wangen wendet er sich wieder seiner Mutter zu.
Im Einsatz erwischt.
Du lässt ihn in Ruhe.
Seine Augen weiten sich. Mit geröteten Wangen wendet er sich wieder seiner Mutter zu.
Du zwinkerst ihm zu.
Er läuft rot an und kann ein Lächeln nicht unterdrücken.
Bestätigung. Bühnenkunst anerkannt. Diesen Moment wird er sein Leben lang nicht vergessen.
PersonalismusSW 8
Was ist mit deinen Freunden? Mit der dialektischen Gegengewalt, den einzigen Menschen, die je wirklich auf deiner Seite waren …
PersonalismusSW 8
Was ist mit deinen Freunden? Mit denen, die die ganze Zeit an deiner Seite waren …
PersonalismusSW 8
Was ist mit deinen Freunden? Mit denen, die dich erden, dich trotz deiner Abstraktheit solide halten …
„Jetzt denkst du dir bloß noch Sachen aus.“
„Tue ich nicht. Die nötigen Dokumente liegen alle schon für dich bereit. Wenn es so weit ist, musst du nur noch vorlesen, was da steht.“
„Ich lese offizielle Dokumente niemals durch, bevor ich sie unterschreibe.“
„Das ist kein Problem. Die nötigen Dokumente liegen alle schon für dich bereit. Wenn es so weit ist, musst du nur noch vorlesen, was da steht.“
„Aber ich hab ihn nicht gewangt, ihr habt ihn gewangt!“
„Was ist mit meinem Team?“
„Der Rest deines fanatischen Tötungstrupps. Auch sie bekommen natürlich ihre Rolle auf der Bühne. Du hast uns ja alles über sie in deinem unterschriebenen Geständnis verraten.“
„Das muss ich anerkennen.“ (Du nickst.)
„Vielen Dank auch dafür, dass du uns ein derart detailliertes Geständnis lieferst. Das wird alles, was da noch kommt, deutlich leichter gestalten.“
„Die Oper wird mich retten. Bis dahin halte ich durch. Was auch immer ihr mir antut, ich halte es aus.“
„Da wäre ich mir nicht so sicher. In deinem unterschriebenen Geständnis sagst du ein paar furchtbar unschöne Dinge über deine Controller.“
„Tolle Geschichte. Ihr solltet einen Film draus machen.“
„Einen Film, ja. Eine viel zu lange Dokumentation in vier oder fünf Teilen, würde ich sagen.“

Verzweigung

824
Du sagst nichts.
„Kurz gesagt,“ er reibt sich das Auge, „hast du alles falsch verstanden. Facundo mag vielleicht von abtrünnigen Buchhaltern 'verhaftet' worden sein, aber … entschuldige …“ Er bricht erneut in Gelächter aus, bevor er sich fängt.
„Der echte Facundo Reyes ist weg. Ich habe ihn gehen lassen.“
„Du hast das falsch verstanden. Facundo mag weg sein, aber der 'Große Lich' wurde gerade eben von einer perfiden Attentäterin der Oper erschossen.“ Er zeigt mit dem Finger direkt auf dein Herz. „Das wärst dann du.“

Alternative Formulierung

„Du hast das falsch verstanden. Facundo mag weg sein, aber der 'Große Lich' wurde gerade eben von einer perfiden Attentäterin der Oper erschossen.“ Er zeigt mit dem Finger direkt auf dein Herz. „Das wärst dann du.“

Alternative Formulierung

„Du hast das falsch verstanden. Facundo mag weg sein, aber der 'Große Lich' wurde gerade eben von einer verkommenen Attentäterin der Oper erschossen.“ Er zeigt mit dem Finger direkt auf dein Herz. „Das wärst dann du.“

Alternative Formulierung

„Du hast das falsch verstanden. Facundo mag weg sein, aber der 'Große Lich' wurde gerade eben von einer feigen Attentäterin der Oper erschossen.“ Er zeigt mit dem Finger direkt auf dein Herz. „Das wärst dann du.“
„Der echte Facundo Reyes ist längst tot. Ich habe ihn selbst an einem kleinen Pier des Pitol-Trakts erschossen.“
„Du hast das falsch verstanden. Facundo mag schon tot sein, aber der 'Große Lich' wurde gerade eben von einer perfiden Attentäterin der Oper erschossen.“ Er zeigt mit dem Finger direkt auf dein Herz. „Das wärst dann du.“

Alternative Formulierung

„Du hast das falsch verstanden. Facundo mag schon tot sein, aber der 'Große Lich' wurde gerade eben von einer perfiden Attentäterin der Oper erschossen.“ Er zeigt mit dem Finger direkt auf dein Herz. „Das wärst dann du.“

Alternative Formulierung

„Du hast das falsch verstanden. Facundo mag schon tot sein, aber der 'Große Lich' wurde gerade eben von einer feigen Attentäterin der Oper erschossen.“ Er zeigt mit dem Finger direkt auf dein Herz. „Das wärst dann du.“

Alternative Formulierung

„Du hast das falsch verstanden. Facundo mag schon tot sein, aber der 'Große Lich' wurde gerade eben von einer verkommenen Attentäterin der Oper erschossen.“ Er zeigt mit dem Finger direkt auf dein Herz. „Das wärst dann du.“
„Der echte Facundo Reyes ist längst tot. Ich habe ihn selbst an einem kleinen Pier des Pitol-Trakts gewangt.“
„Der Mann, den ich getötet habe, war nur ein Double.“

Alternative Formulierung

„Der Mann, den ihr getötet habt, war nur ein Double.“
„Wahnsinnige Bruchstücke aus einem von posthistorischem Materialismus verdorbenen Verstand.“
„Der Verstand kann Sterbenden einige Streiche spielen. Vielleicht erinnert sie sich nicht an das, was sie getan hat.“
„Dann mal zurück zur Realität: Dein 'Großer Lich', unser Minister für Massenkultur, wurde gerade eben von einer perfiden Attentäterin der Oper erschossen.“ Er zeigt mit dem Finger direkt auf dein Herz. „Das wärst dann du.“

Alternative Formulierung

„Dann mal zurück zur Realität: Dein 'Großer Lich', unser Minister für Massenkultur, wurde gerade eben von einer perfiden Attentäterin der Oper erschossen.“ Er zeigt mit dem Finger direkt auf dein Herz. „Das wärst dann du.“

Alternative Formulierung

„Dann mal zurück zur Realität: Dein 'Großer Lich', unser Minister für Massenkultur, wurde gerade eben von einer feigen Attentäterin der Oper erschossen.“ Er zeigt mit dem Finger direkt auf dein Herz. „Das wärst dann du.“

Alternative Formulierung

„Dann mal zurück zur Realität: Dein 'Großer Lich', unser Minister für Massenkultur, wurde gerade eben von einer verkommenen Attentäterin der Oper erschossen.“ Er zeigt mit dem Finger direkt auf dein Herz. „Das wärst dann du.“
„Mann, ich weiß es doch selbst nicht mehr. Vielleicht war das doch der Lich.“
„Die Leute kommen mit Mehrdeutigkeit nicht wirklich klar, also machen wir es deutlicher: Dein 'Großer Lich', unser Minister für Massenkultur, wurde gerade eben von einer perfiden Attentäterin der Oper erschossen.“ Er zeigt mit dem Finger direkt auf dein Herz. „Das wärst dann du.“

Alternative Formulierung

„Die Leute kommen mit Mehrdeutigkeit nicht wirklich klar, also machen wir es deutlicher: Dein 'Großer Lich', unser Minister für Massenkultur, wurde gerade eben von einer perfiden Attentäterin der Oper erschossen.“ Er zeigt mit dem Finger direkt auf dein Herz. „Das wärst dann du.“

Alternative Formulierung

„Die Leute kommen mit Mehrdeutigkeit nicht wirklich klar, also machen wir es deutlicher: Dein 'Großer Lich', unser Minister für Massenkultur, wurde gerade eben von einer feigen Attentäterin der Oper erschossen.“ Er zeigt mit dem Finger direkt auf dein Herz. „Das wärst dann du.“

Alternative Formulierung

„Die Leute kommen mit Mehrdeutigkeit nicht wirklich klar, also machen wir es deutlicher: Dein 'Großer Lich', unser Minister für Massenkultur, wurde gerade eben von einer verkommenen Attentäterin der Oper erschossen.“ Er zeigt mit dem Finger direkt auf dein Herz. „Das wärst dann du.“
„Hyper-Spionage-Shit. Das Weinende Auge liegt in Scherben.“
„Oooh, das ist schon besser. Gut, mehr davon.“

Verzweigung

840

Verzweigung

841
„Ich muss gestehen, dass sie mich direkt durchschaut hat. Eine wirklich bewegende Erfahrung.“
„Ihre Konversationstalente haben mich eingelullt. Sie hat sehr bewegend vom Tod gesprochen.“
„Ich weiß nicht einmal, wo ich war. Ich bin unzurechnungsfähig.“
„Ihr hattet nie vor, den Lich leben zu lassen. Ich habe nur die Drecksarbeit für euch erledigt.“

Verzweigung

846
„Ihr hättet mich aufhalten können, habt es aber nicht getan. Warum nicht?“
„So traurig es auch ist, das zu sagen, deine ideologische Entwertung hat Scharfsinn und Brutalität möglich gemacht, die dem gebildeten Techno-Verstand völlig fremd sind. Meine Schläger waren einfach außerhalb ihrer Liga unterwegs.“
„Ihr werdet schon sehen.“
„Werden wir das?“ Er schaut dich kurz an und sieht dann zu Boden.
Du sagst nichts.
„Nein, aber mal im Ernst. Wovon wird sie nie müde?“
„Hast du bemerkt, wie sie dich dazu gebracht hat, an dir selbst zu zweifeln? Sie musste nicht mal viel dafür tun. Du hast dich selbst verwirrt.“
Theoretisch ein starker Satz. Nur leider bricht deine Stimme bei der letzten Silbe.
Der Mann zu deiner Linken lacht leise in seinen Handschuh.
„Tut mir leid, die Oper … wie war der Rest?“
„Ihr habt mich schon verstanden, ihr Techno-Clowns.“
„Das hab ich nicht ganz verstanden. Sag es noch mal.“
„Ich sagte: 'Die Oper wird nie müde'.“
Sie bricht schon wieder genau so wie beim ersten Mal. Als wäre jemand auf ein Hundespielzeug getreten.
StaatsmachtSW 12
DU BESCHMUTZT DAS BILD DER PARTEI.
„Eine Schande, wie weit die Oper ins Hintertreffen geraten ist. Sie hechelt nach Luft und wird demnächst von allen anderen überrundet.“ Er schüttelt langsam den Kopf.
DoppelgängSW 11
Ellbogen raus, Gäng.
„Und deshalb haben sie in einem verzweifelten Schrei nach internationaler Relevanz dich geschickt, die feige Opern-Attentäterin, die Mörderin unseres eigenen Ministers für Massenkultur.“

Verzweigung

865
Du sagst nichts.
StaatsmachtSW 16
„Lasst uns darüber reden …“
DER 'LICH' AM SCHREIN WAR NICHTS ALS EIN SIMULAKRUM. GEGEN DAS FALSCHE KANN MAN NUR NOCH DIE REALITÄT AUSSPIELEN.
„Erstens habe ich gar niemanden umgebracht, sondern ihr. Und außerdem war das nicht mal der echte Lich.“
„Schon okay. Ich glaube, das zählt trotzdem.“
„Das ist nicht mal derselbe Typ! Wie soll das zählen?“
„Wer bestimmt schon, was zählt und was nicht?“ Der gelassene Schläger schaut aus dem Fenster.
„Es hat keinen Sinn, darüber nachzudenken. Es zählt.“ Er schaut dich nicht mal an.
„Zum Glück haben wir da eine einstimmige Entscheidung“, nickt er. „Es zählt.“
NervenstärkeSW 8
Deine Magengrube sinkt ein paar Zentimeter tiefer.
„Vielleicht geht es nur mir so, aber … das klingt, als hättet ihr das schon gewusst.“
„Sagen wir einfach mal, dass das überhaupt nicht so ist. Und jetzt?“
… Neugier?

Verzweigung

879
„Ich kann euch erzählen, was mit dem echten Lich passiert ist. Wir können einen Deal machen.“
„Hast du eine warme Stirn, Operantin? Ich fürchte, du redest wirres Zeug …“
„Ihr wurdet über-spioniert. Die Oper steht mal wieder ganz oben.“
Der Hundertäugige Golem klatscht langsam in die Hände. Ein hohles Geräusch, das klingt wie Metall.
„… Falls ihr immer noch nicht mitkommt, das war nicht der echte Lich.“
„Na ja. Wenn ihr sagt, es zählt …“
„Es zählt.“ Er nickt bestimmt.
„Ihr wurdet über-spioniert. Die Oper steht mal wieder ganz oben.“
„Da hast du recht. Wir hatten keine Chance gegen dich: Die perfide Opern-Attentäterin und Mörderin unseres Ministers für Massenkultur.“

Verzweigung

889
„Das war nicht der richtige Lich beim Gipfel. Streng dein Hirn an.“

Alternative Formulierung

„Das war nicht der richtige Lich beim Gipfel. Streng dein Hirn an, Hunderttrottel.“
OPERANTIN CASCADE, IN ANERKENNUNG DEINES HERAUSRAGENDEN DIENSTES LEUGNET DIE PARTEI HIERMIT SÄMTLICHES WISSEN DEINER EXISTENZ.
„Ich würde jetzt bitte gern überlaufen.“
„Überlaufen? Bemitleidenswert. Verzweifelt. Das werden die Propaganda-Fritzen auffressen.“
„Bitte, Direktor-General. Ich bin die beste Vertreterin des Technofaschismus in ganz Portofiro.“
„Die Initiative sagt mir nichts. Das muss eine neue Idiotie von Facundos Seite sein.“
„Du bist ein auf metaphysischer Ebene verkümmerter, geistlicher Untermensch. Das einzige, worauf du 'Bock hast', ist den Dreck von den Stiefeln deiner eigenen Begierde zu lecken.“
„'Nein' hätte auch gereicht.“
„Ich persönlich hätte einen würdigeren Gegner bevorzugt, aber wir bekommen dich: die feige Opern-Attentäterin und Mörderin unseres Ministers für Massenkultur.“

Verzweigung

899
„Ich spreche da natürlich für das ganze Team. Ich glaube, wir können da eine Lösung finden.“
„Es funktioniert schon. Du bist die feige Opern-Attentäterin und Mörderin unseres Ministers für Massenkultur.“

Verzweigung

902
„Nein, im Ernst. Ich hab gerade drüber nachgedacht und habe richtig Bock auf Techno-Faschismus.“
„Noch mal – könnt ihr mir bitte verraten, warum ihr eine unschuldige Touristin entführt?“ (Du lügst dich durch die Sache.)

Verzweigung

905
„Nein. Nein, nein, nein. Ich befürchte, diese 'Touristen'-Nummer ist schon ausgelutscht. Es wird Zeit, dass du zugibst, wer du bist: Die perfide Opern-Attentäterin und Mörderin unseres Ministers für Massenkultur.“
„Das ist nicht gut. Du musst mit deinen Lügen auf dem Laufenden bleiben. Es wird Zeit, dass du zugibst, wer du bist: Die perfide Opern-Attentäterin und Mörderin unseres Ministers für Massenkultur.“
„Und in dem Raum?“
„Können wir einfach auf den Punkt kommen?“
„Natürlich liegt es auch an mir, meine Brüder-Prägungen zu beschützen, wenn die Pflicht sie ins Ausland führt. Das bringt mich auch an diesen Ort.“
„Vielleicht wäre 'Einäugiger Golem' besser, wenn man deine Zugehörigkeit in Betracht zieht.“
„Ist das nicht zu offensichtlich? Jetzt, wo du es laut aussprichst …“ Er zupft an seinem Ohrläppchen. „Auch nicht gerade ausdehnungsfähig.“
„Außerdem klingt es nach einem Penis.“
„Lasst mich gehen, dann sage ich es der Oper. Ich sage ihnen, sie sollen das Konzept ändern.“
„Was können wir also tun? Wenn man das überhastete Konzept außer Acht lässt, sind wir uns wohl alle einig, dass die Zahl hier das Hauptproblem ist.“
„Mehr Augen würden noch weniger Sinn ergeben …“
„Ich finde, 'Tausendäugig' wäre super. Das ist der logische nächste Schritt.“
VerschränkungSW 12
Deine Controllerin läuft in dem kleinen Bereich hinter ihrem Schreibtisch auf und ab. Ihre Kollegen aus Novessa sind überrascht – so selten ist sie auf den Beinen. Sie hat nur dich im Kopf.
„Ich denke schon. Tausend ist eine Zahl, die Gewicht hat.“
„Hör mal, scheiß auf deine Augen, Mann.“
„Und ich dachte, wir könnten endlich auf das Thema *eingehen.“ Er seufzt. „Vielleicht bedeuten Worte nur noch alten Männern etwas.“
„Die Diskussion ist dahin, befürchte ich.“ Er dreht den Kopf. „Wahre Kommunikation ist heute schwerer denn je.“
„Der Lich hat den coolen Namen abbekommen, das stimmt.“

Alternative Formulierung

„Der Lich hat den coolen Namen abbekommen, das stimmt.“
„Es ist mein Fluch, in die Herzen der Menschen zu sehen, und deren Inhalte abzuwiegen. Daran ist gar nichts 'cool'.“
„Worauf willst du hinaus?“
„Es ist mein Fluch, in die Herzen der Menschen zu sehen, und deren Inhalte abzuwiegen. Ich nehme meine Rolle sehr ernst.“
„Bitte. Ich bin nur eine Sockenimporteurin, die auf Erkundungstour gegangen ist, bevor sie in die Volksrepubliken zurückkehrt.“

Verzweigung

928
„Eine Touristin, na gut.“ Er seufzt. „Und wie hast du den Schrein unserer unsterblichen Helden gefunden?“
„Ja, das ganze Ding war großartig. Anthropologisch faszinierend.“
„Tun wir nicht so, als gäbe es da irgendwas Sehenswertes. Ein paar alte Statuen und dubiose Infotafeln.“
„Wären da nicht meine aktuellen Pflichten, würde ich mich weit davon entfernt halten.“
„Vorher war sie deutlich höflicher. Man konnte sich mit ihr unterhalten.“

Verzweigung

934
„Mir hat der sehr alte Schrein gefallen.“
„Der 'Thron von Canopus'. Ein paar kulturell bedeutsame Felsen und eine dubiose Infotafel.“
„Ich fand den Souvenirladen toll.“
„Interessant. Ich fand ihn sofort deprimierend. Ein Polyp der Dekadenz.“
„Ich fand den Souvenirladen kitschig.“
„Ich würde ihn eher einen Polypen der Dekadenz nennen, aber wir sind uns einig.“
„An diesem imperialistischen Prunk und Protz gab es nichts zu mögen.“
„Ich würde ihn jetzt nicht gerade als 'Riesenattraktion' bezeichnen.“
„Was ist das Problem damit?“
„Dein Beiname sagt mir gar nichts.“
„Das ist doch das Problem, oder?“ Er rutscht auf seinem Stuhl hin und her.
„Bitte. Ich bin nur eine Sockenimporteurin, die auf Erkundungstour gegangen ist, bevor sie in die Volksrepubliken zurückkehrt.“

Verzweigung

947
„Ich hab noch nie von einer 'Operantin CASCADE' gehört. Ich bin eine einfache Touristin.“
„Ich dachte immer, er wäre speziell für mich gewählt.“
„Da frage ich mich doch, ob du in den Namen hineingewachsen bist.“
„Da müsstest du bei meiner Controllerin nachhaken.“
„Ein Debriefing mit einer echten Controllerin der Oper wäre großartig. Leider ist es wirklich lange her, dass wir eine lebendig und am Stück erwischt haben.“
„Wer ist diese CASCADE, von der du da redest? Ich habe keine Ahnung, wer das sein soll.“
„Komm schon, Operantin. Du brauchst dich nicht mehr dumm zu stellen.“
„Vielleicht sollte mal jemand nach Boris und Irina sehen?“ - ZERO PARADES