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„Zeit für Wölfe!“ Die Kinder schauen dich kurz an, bevor sie sich wieder dem Fernseher zuwenden.

Zeilen 892
Gesprächsbeginn

Verzweigung

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Verzweigung

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Verzweigung

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„Zeit für Wölfe!“ Die Kinder schauen dich kurz an, bevor sie sich wieder dem Fernseher zuwenden.

Verzweigung

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TechnoflexSW 9
Schau dir diese Lichter an! Gleichmäßig verteilt? Einwandfreies Wechselmuster? Das Ding ist kein Raubkopie.

Verzweigung

7
„Was schaut ihr euch gerade an?“
„Wölfe.“ Er zeigt auf den Fernseher.
„Das ist 'Sixty-Six Wolves', und es ist unser absolutes Lieblingsding auf der ganzen Welt.“ Sie breitet ihre Arme aus.
„Um was geht es da?“
„Es geht um ein Mädchen, das sechsundsechzig Herzkammern hat, und in jeder steckt ein Wolf, und die Wölfe kamen raus, um gegen die Engel zu kämpfen!“
„Jeder Wolf hat 'ne spezielle Waffe und sie können auch superbrutale Spezialangriffe machen.“ Er grinst.
Auf dem Bildschirm zittert eine kopflose, wolfsähnliche Gestalt heftig, die auf ihren Hinterbeinen steht. Blut spritzt aus ihrem Hals, während sich ihr Fleisch wieder zusammenfügt.
„Moment mal, wächst dem Ding etwa der Kopf nach?“
„Das ist Abscheuwolf. Ein anderer Wolf hat ihm den Kopf abgetrennt, weil es der Turnierbogen ist, aber er wusste nicht, dass Abscheuwolf schnell heilen kann.“
„Abscheuwolf ist nicht mal besonders stark. Aber er kann ziemlich furchteinflößend sein.“
„Unglaublich.“
„Jep!“
„Das ist die beste Show.“ Er nickt. „Und sie ist aus La Luz!“

Verzweigung

21
InstinkteSW 8
Die Worte „La Luz“ lassen dich die Schultern zusammenziehen, als würdest du gleich einen Schlag erwarten.
StaatsmachtSW 10
VERDRÄNGE DIE NAMEN DIESER FASCHISTISCH-GRUSELIGEN TIERE, REDE MIT IHNEN ÜBER DIE HELDEN DES VOLKES.

Verzweigung

24
„Ich kann euch sagen, was noch viel cooler ist als diese Wölfe.“
„Geht's um einen andern Cartoon?“
ERZÄHLE IHNEN DIE GESCHICHTE VOM ENDE DER GESCHICHTE UND DEM TRIUMPH DES POSTHISTORISCHEN MATERIALISMUS.
„Es war einmal, in der Überragenden Union der Volksrepubliken …“
„Pssst! Die kämpfen wieder!“
„Ja! Shhhh“
KINDWOLF-MISCHLINGE HABEN KEINEN PLATZ IM PARADIES DER ARBEITER.

Verzweigung

32
„Eigentlich gibt's nichts Cooleres als diese Wölfe. Sie sind die Zukunft!“
„Yeahhh!“
„Eines Tages werden wir alle Wölfe sein …“
„Na ja, egal.“ (Du gibst auf)
„Das ist schon okay. Es gibt sowieso nichts Cooleres als 'Sixty-Six Wolves'.“ Der Junge verzieht das Gesicht und dreht sich wieder zum Fernseher.
„Mögen eure Freunde auch 'Sixty-Six Wolves'?“
„Alle finden's super! Sogar ein paar der Erwachsenen mögen's, obwohl's ein Cartoon ist.“
PoetikSW 8
Auffällig, dass die Sendung in Mirzäisch ist – nicht Luzianisch. Sie wurde für ein ausländisches Publikum synchronisiert.
SchattenspielSW 9
Sehr beunruhigend, vor allem wenn sie hauptsächlich Luzianische Kulturexporte konsumieren.
„Sieht schon ziemlich cool aus.“
„Sag das bloß nicht dem Musikanten. Er hasst das.“ Er schaut kurz zu einem Stand in der Nähe rüber.

Verzweigung

44
SensorenSW 7
Als du dem Blick des Kindes folgst, siehst du Petre, der vor seinem Stand steht und wie besessen eine Scheibe putzt.

Verzweigung

46
„Er kommt mir ziemlich lahm vor.“
„Vielleicht sollte er dann einfach aufhören?“
„Er sagt, er würde die Musik-Discs nicht verkaufen, weil sie unsere Gehirne mit 'akustischem Mist' vergiften würden.“
„Soll ich mal mit ihm reden?“
„Hm … vielleicht?“ Er runzelt die Stirn. „Aber er wird sich trotzdem nicht umstimmen lassen, weil er ein Loser ist.“

Verzweigung

52
„Vielleicht hat er da ja recht.“
„Aber warum verkauft er dann die anderen Luzianischen Discs?“, fragt er spöttisch. „Er ist ein echt großer Verlierer.“
„Er hat nichts außer diesen Discs. Ich würde ihn eher als tragische Figur bezeichnen.“
„Es gibt Audio-Discs von der Show?“
„Ja! Da sind Songs drauf, wie Titelsong der Serie. Oder der Song, als Wendewolf eine ganze Engelstadt niedergebrannt hat, und nicht mal die Engelbabys verschon hat.“
BlaupausenSW 7
Der Stand mit der total organisierten Einrichtung, ungefähr zehn Meter weiter westlich. Da steht ein mürrischer Typ und putzt wie besessen so ein scheibenartiges Ding.
(Du zeigst auf den Stand.) „Der Typ da?“
„Ja, genau der!“
Cold ReadingSW 9
Ein Typ mit einer starken Meinung, der sich nicht scheut, diese laut zu sagen. Sogar gegenüber Kindern.

Verzweigung

62
(Du zeigst auf den Mann.) „Meinst du den traurigen Mann da drüben?“
„Moment. Wen meinst du?“
„Den da.“ Er zeigt auf einen Stand in der Nähe, wo ein Mann mit Brille fleißig eine Disc putzt.
„Würdest du diese Erwachsenen als „hoffnungslose Versager“ bezeichnen?“
„Das sind doch bloß Erwachsene.“ Sie spielt mit ihrem Ohr.
„Der Musikmann ist der große Verlierer. Er mag die Serie nicht und will deshalb die Audio-Discs nicht bestellen.“ Er schaut kurz zu einem Stand in der Nähe rüber.
„Gibt's irgendjemanden, der sie nicht mag?“
„Der Musikmann. Er mag die Serie nicht und will deshalb die Audio-Discs nicht bestellen.“ Er schaut kurz zu einem Stand in der Nähe rüber.
„Was ist mit Cartoons aus Portofiro? Schaut ihr euch die auch an?“
„Ähm … ich kenne keine.“ Er dreht sich zu dem Mädchen um. „Kennst du welche?“
„Warte mal, ich kenne welche. Aus meiner Kindheit. Da war einer mit Puppen, die sich ständig stritten, und ein anderer mit einer grünen Katze, die auch ein Dieb war, um Leuten zu helfen.“
PoetikSW 10
Nichts davon klingt besonders aufregend.
Waren die gut?
„Die sahen alt und hässlich aus. Mama meinte, sie hätte die als Kind auch gesehen.“ Sie zeigt auf den Fernseher. „Das hier ist viel, viel besser.“
„Tod den Puppen!“ Er packt den Griff seines Schwertes.

Verzweigung

78
„Es klingt so, als ob die viel eher für Kinder geeignet sind.“
„Riesige bewaffnete Wölfe sind eindeutig besser.“
„Wenn die Sendung aus La Luz ist, wie schaust du sie dir dann an?“
„Auf dem Fernseher?“ Er sieht verwirrt aus. „Der läuft einfach meistens.“
„Meistens?“
„Manchmal wird das Bild ganz unscharf oder ganz blau.“ Sie schaut kurz auf den Bildschirm. „Aber das passiert jetzt nicht mehr so oft. Früher war es viel schlimmer!“
Graue SubstanzSW 9
Die Luzianer werden wohl immer besser darin, die Blockade zu umgehen.
VerschränkungSW 10
Der Typ stellt den Motor ab und wartet, während er zusieht, wie sich der Morgennebel langsam lichtet. Langsam kommt die Formation zum Vorschein: zwölf schlanke, glänzende Riesen, Schulter an Schulter – alle schauen nach Norden.
Er steigt aus dem Auto, mit der Thermoskanne in der Hand. Es riecht nach Salzlake und Diesel. Er nickt in Richtung der grünen Ampeln, die in der Ferne blinken. Es ist schön, denkt er, wenn alles so läuft, wie es soll.

Verzweigung

88
„Die Signalblocker sollten verhindern, dass es durchkommt.“
„Was weißt du über La Luz?“
„Da machen sie all die coolen Sachen. Ganz anders wie hier.“ Sie beugt sich näher zu dir, als würde sie dir ein Geheimnis verraten. „Ich wette, die haben sogar fliegende Tuk-Tuks.“
TechnoflexSW 9
Lächerlich. Diese wackeligen Monster mit offenem Fahrgestell können kaum auf festem Boden fahren.
„Und außerdem haben wir dort Cousins.“ Er dreht sich zu seiner Schwester um.

Verzweigung

94
„Wie schön. Könnt ihr eure Cousins gut leiden?“
„Wir kennen sie nicht wirklich.“ Sie kratzt sich an der Seite ihrer Nase. „Ich hab mal mit einem telefoniert.“
„Ich habe meine Mama gefragt, ob sie mal vorbeikommen könnten, und sie meinte, das sei schwierig, weil La Luz so weit weg ist.“
BlaupausenSW 9
Nur vier Stunden Flug, aber es gibt keine kommerziellen Flüge zwischen Portofiro und dem Erleuchteten Imperium.

Verzweigung

99
AufzeichnungenSW 8
Einige Leute aus Portofiro nennen die Luzianer „entfernte Cousins“, was auf die Kolonialvergangenheit dieser Insel anspielt.
„Dann kommt eure Familie aus La Luz?“
„Nein, wir sind hier geboren. Und Mama kommt aus Ansaunne.“
Graue SubstanzSW 8
Das gehört auf keinen Fall zu La Luz. Es ist ein reicher Staat in der Entwickelten Welt, bekannt für seine Moore und Dichter.
„Ich habe meine Mama gefragt, ob unsere Cousins mal vorbeikommen könnten, und sie meinte, das sei schwierig, weil La Luz so weit weg ist.“
„Ihr solltet euch das nicht anschauen. Das ist ganz sicher Propaganda.“
„Das Wort kenn ich nicht.“ Sie runzelt die Stirn.

Verzweigung

107
PersonalismusSW 9
Ja, sag ihnen, wie schlimm alles ist. Sie müssen wissen, welche Schrecken sie in dieser Welt erwarten.

Verzweigung

109
„Na ja, es ist schlecht für euch. Wirklich schlecht.“
„Aber es fühlt sich nicht schlecht an.“ Ihr Mund zuckt hin und her. „Vielleicht ist das so eine Sache für Erwachsene?“
„Mir ist langweilig. Können wir jetzt über die Wölfe reden?“

Verzweigung

113
„Das sind gemeine Leute, die dir sagen, was du denken sollst, indem sie dir laute, eingängige Sachen in den Kopf hämmern.“
„So wie Lieder und so?“ Sie denkt kurz nach und schaut dabei hin und her. „Klingt gut! Gib mir mehr Propaganda!“
StaatsmachtSW 8
DIE KINDER SIND SCHON LÄNGST VERLOREN.
„Es ist nur schlecht, wenn es die Bösen machen. Aber wenn es die Guten machen, ist es schon okay.“
„Aber Wölfe sind keine Menschen.“ Der Junge denkt darüber nach. „Und die Engel sind die Bösen. Also …“
„Dann können wir weiter gucken.“ Sie klatscht in die Hände und dreht sich wieder zum Fernseher.
„Fragt eure Eltern.“
„Ähm, klar, okay. Vielleicht, wenn ich's nicht vergesse. Können wir einfach noch ein bisschen über die Wölfe quatschen?“
„Vergesst einfach, dass ich etwas gesagt habe.“ (Du wechselst das Thema.)
„Ähm, klar, okay. Dann quatschen wir einfach noch ein bisschen über die Wölfe.“
PersonalismusSW 9
Vielleicht solltest du die Kinder einfach Kinder sein lassen.
„Ich habe heute viel gelernt.“ (Abschließen.)
„Aber wir haben dir doch kaum was erzählt. Wir können dir alles über „Sixty-Six Wolves“ erzählen, also frag einfach, okay?“

Verzweigung

127
AufzeichnungenSW 6
La Luz. Früher mal ein mächtiges Imperium, jetzt ein moderner techno-faschistischer Staat, die aufstrebende militärische und kulturelle Macht dieser Tage.
„Klingt … spannend.“
„So wie damals, als Mürbewolf einen Engel gefressen hat, aber sie hat es langsam gemacht, weil sie sauer war, und deshalb hat der Engel die ganze Zeit geschrien.“
„Kinderkram. Langweilig.“
„Ich bin schon zehn.“ Sie verzieht das Gesicht.
„Erzählt mir sofort von diesen coolen, wilden Wölfen.“
„Halt, ich hab schon genug gehört.“ (Du gehst zurück.)
„War ja klar, dass ein dummer Erwachsener das nicht kapieren würde.“

Verzweigung

136
„Hab's mir anders überlegt. Erzählt mir von dieser Serie, 'Sixty-Six Wolves'.“

Verzweigung

138
Ist das „Sixty-Six Wolves“?

Verzweigung

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„Ja, das stimmt. Aber das haben wir dir schon gesagt, und es hat dir nicht gefallen.“
„Ich hab nur so getan als ob.“
„Ach so, okay. Das ist gut. Ich dachte, du meinst es ernst.“
„'Sixty-Six Wolves' ist die beste Serie überhaupt. Und sie ist von La Luz!“
„Ja, ich bin mir immer noch nicht sicher, ob sie mir gefällt.“

Verzweigung

146
„Das war jemand anderes.“

Verzweigung

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„Nein, war es nicht. Ich kann das erkennen, auch wenn du dieses Ding auf dem Kopf hast.“ Sie schaut dich ungläubig an. „Du bist ein Lügner.“

Verzweigung

150
„Nein, war es nicht. Ich kann das erkennen, auch wenn du einen Sack über dem Kopf hast.“ Sie schaut dich ungläubig an. „Du bist ein Lügner.“
„Nein, war es nicht. Ich erinnere mich – du warst es.“ Sie schaut dich ungläubig an. „Du bist ein Lügner.“
„Wow! Du kennst das?“ Ihr Mund öffnet sich weit.
„Nur weil ich cool bin.“
„Genau wie die Wölfe!“

Verzweigung

156
„Leider sammelt mein Gehirn ständig nutzlose Infos.“
„Aber Sixty-Wolves ist echt die beste Serie überhaupt. Gut, dass du das weißt!“
„Ja. Und sie ist von La Luz!“

Verzweigung

160
„Das gehört einfach zu meinem Job dazu.“
„Bist du ein Wolfswissenschaftler?“ Sie runzelt die Stirn und mustert dich. „Nein, Wissenschaftler tragen Brillen …“
„Ich hab ein paar Fragen zu 'Sixty-Six Wolves'.“
„Frag ruhig. Wir wissen alles.“

Verzweigung

165
„Erzählt mir von diesem Mädchen, dessen Herz voller Wölfe ist.“
„Der Engel Canopus hat sie schon vor ihrer Geburt verflucht. Wegen ihrer Mutter.“
„Es war Rache“, sagt das Mädchen mit einem wissenden Blick.
„Also rächt sie sich jetzt an diesem Engel?“
„Nein, jetzt hilft sie Canopus in seinem Kampf gegen die anderen Engel. Da sind noch Deneb, Polaris und Rasalhague …“
„Rasalhague ist schwul. Er ist der schwule Engel.“
„Halt die Klappe, ich mag ihn. Und so funktionieren Engel nicht!!“

Verzweigung

173
„Und die Wölfe sind …?“
„Die Wölfe sind Wölfe, aber sie laufen wie Menschen – und sie sind riesig. Ihre Waffen sind einfach der Hammer.“
Cold ReadingSW 9
Der Junge scheint verwirrt, dass er das erklären muss.
„Was ist mit ihrer Mutter passiert?“
„Die Wölfe haben sie erwischt!“
„Das war wie in der ersten Folge.“
„Was ist denn so besonders an diesen Wölfen?“
„Jeder hat seine eigenen Kräfte.“

Verzweigung

182
„Wer ist der stärkste Wolf?“
„Ultima-Wolf“.
„Aber Ultima-Wolf taucht nur auf, wenn es richtig schlimm wird.“ Das Mädchen nickt.
SensorenSW 8
Deine Zunge gleitet über die vertrauten Kanten deiner Eckzähne.
InstinkteSW 10
Der innere Wolf. Der versteckte Wolf.
Also ist Ultima-Wolf diejenige, die alle rettet.
„Nun ja … als Ultima-Wolf das letzte Mal aufgetaucht ist, hat sie ein Dorf voller Frauen und Kinder niedergebrannt.“
„Das war echt krass.“

Verzweigung

191
„Das ist doch öde. Ultima-Wolf sollte immer dabei sein.“
„Das haben sie schon mal versucht. Es ist schiefgegangen.“
„Ultima-Wolf wurde wütend und traurig und fing an, ohne Grund mit allen zu streiten.“
(Du schaust dich um.) „Ist es jetzt gerade richtig schlimm, Kinder?“
„Nee, alles okay.“
„Was ist der gruseligste Wolf?“
„Trauerwolf. Wenn sie auf ihrer Harfe spielt, weinen sogar die Engel.“
„Sie hat auch Nabias Schwester gefressen, während sie alle in Nabias Herz eingesperrt waren.“
„Diese Wölfe scheinen viele Leute umzubringen …“
„Sie hat ihre Schwester nicht umgebracht. Sie hat sie gegessen.“
„Aber es ist nicht ihre Schuld.“

Verzweigung

203
„Diese Wölfe scheinen viele Leute zu wangen …“
„Das Mädchen hat Wölfe und ihre Schwester in ihrem Herzen?“
„Nicht nur ihre Schwester. Alle, die sie liebt, sind da drin gefangen. Für immer.“
„So funktioniert der Fluch von Canopus.“
„Das ist nicht gruselig! Es ist einfach nur traurig.“
Der Junge zuckt mit den Schultern.
„Traurig zu sein ist beängstigend.“
„Welcher Wolf ist der coolste?“
„Inbrunstwolf. Er hat den Mond mit seinem Gewehrhammer zerstört.“
„Sein Gewehrhammer wurde von den Wolfältesten geschmiedet.“
TechnoflexSW 11
Das klingt wie jemand, der sein ganzes Leben mit Gewehren verbracht hat.
„Warum sollte er das mit dem Mond machen?“
„Er hat auch einen Ozean in die Luft gejagt, aber das haben sie wegen der Anfälle nur einmal gezeigt.“
„Ja. Er hat das gemacht, um sich an Polaris zu rächen. Das ist seine Mutter.“
„Moment mal, Engel können also Wölfe zur Welt bringen?“
„Inbrunstwolf ist nur zum Teil ein Wolf. Deshalb hat er Flügel.“
„Polaris hat ihn gezwungen, sich ihrem Orden der Dunklen Seraphim anzuschließen. Sie ist zu stark, um gegen sie zu kämpfen, also hat Inbrunstwolf sie stattdessen ausgetrickst.“
„Du kannst kein Engel sein, wenn du eine schlimme Sünde begehst. Also … wooosh!“ Er zielt mit einer imaginären Waffe in den Himmel.
„Okay, ich fange an, die Beweggründe von Inbrunstwolf zu verstehen.“
„Hast du einen Gewehrhammer?“
Ich hab zwei Pistolen. (Du zeigst sie den Kindern.)
„Wow!“ Er neigt seinen Kopf zur Seite. „Das sieht aus wie die Zwillingsdolche von Schleichwolf, nur dass es hier Pistolen sind.“
„Wir sollten Mama fragen, ob wir auch Pistolen haben dürfen!“

Verzweigung

227
Das wird das nächste Upgrade sein. (Du zeigst ihnen deine Rohrpistole.)

Verzweigung

229
„Wow!“ Er neigt seinen Kopf zur Seite. „Das sieht sogar noch cooler aus.“
„Wow!“ Er neigt seinen Kopf zur Seite. „Das sieht nicht so cool aus, aber ist trotzdem ziemlich cool.“
„Ich hab das Nächstbeste.“ (Du zeigst ihnen deine Waffe.)
„Kann sein.“
„Ich glaub dir nicht. Wenn ich eins hätte, würde ich es überall mitnehmen!“
„Noch nicht.“

Verzweigung

236
„Die Spielzeugversion ist echt teuer.“ Er tut so, als würde er etwas Riesiges und Schweres herumschwingen.
„Die Spielzeugversion ist echt teuer.“ Er schwingt sein riesiges Plastikschwert hin und her.
„Was ist mit den anderen Wölfen? Mögen sie Inbrunstwolf?“
„Sie reden nicht mit ihm. Sie mochten den Mond lieber.“

Verzweigung

241
„Er hätte bei den Engeln bleiben können, anstatt alles in die Luft zu jagen.“
„Auf keinen Fall. Er wollte einfach nur frei sein.“
„Das ist echt hart, so mit deiner Mutter umzugehen.“
(Schüttelt sich.) „Seine Mutter hat sich das wahrscheinlich selbst zuzuschreiben.“
„Er hatte bestimmt seine Gründe.“
„Cool. Und weiter.“ (Du gehst zurück.)

Verzweigung

248
„Ich will die Liste mit den Wolfsnamen noch mal hören.“
„Na klar!“ Er holt tief Luft.
„Inbrunstwolf, Tyrannenwolf, Zornwolf, Schmähwolf, Starrwolf, Grauenwolf, Erbarmwolf, Leidwolf, Zartwolf, Rasewolf, Rauschwolf, Glutwolf, Sanftwolf, Gramwolf, Zweifelwolf, Gnadenwolf …“
„…Grollwolf, Wahnwolf, Mildwolf, Stummwolf, Gallenwolf, Brunstwolf, Abscheuwolf, Demutwolf, Blutgeistwolf, Trauerwolf, Ultima-Wolf, Gierwolf, Schuldwolf …“
Lass ihn weiterreden.
„… Traumgeistwolf, Grollmagenwolf, Mürbewolf, Zornflammenwolf, Listwolf, Schelmgeistwolf, Stillewolf, Drangwolf, Nostalgiewolf, Unheilwolf, Neidwolf …“
„… Wagemutwolf, Eigensinnwolf, Bannwolf, Eilwolf, Ödniswolf, Klagwolf, Eitelwolf, Andachtswolf, Tückenwolf …“
„… Scheuwolf, Jubelgeistwolf, Mildewolf, Schmeichlerwolf, Schleierwolf, Gehorsamwolf, Gelassenwolf, Kritikwolf, Rachewolf und Hartwolf.“
Graue SubstanzSW 9
Er hat ein paar Name vergessen.
Ich hab nur 59 gezählt.
„Nur weil einige der Wölfe noch nicht aufgewacht sind, deshalb wissen wir ihre Namen nicht.“ Er nickt. „Die sind wahrscheinlich mega stark.“
Und trotzdem hat er behauptet, sie alle zu kennen, oder?
SchattenspielSW 10
Auf dem schmalen Grat zwischen Wahrheit und Täuschung. Wenn überhaupt, sollte man den Jungen loben.
„Du kommst mit einer Formalität davon. Du hast echt Potenzial, Junge.“
„Danke!“ Er strahlt und zeigt dabei seine Zahnlücke.
AufzeichnungenSW 10
Das Verzeichnis wurde aktualisiert. Alle aufgeführten Wölfe wurden gespeichert.
Eine starke Ergänzung zu meinem kulturellen Repertoire.
Sicherlich lieben es die Menschen in deinem Umfeld, von deiner neuesten Leidenschaft zu hören.
„Hast du noch andere Fragen zu Wölfen?“

Verzweigung

268
Ich kann's kaum erwarten, Melita davon zu erzählen.
Dein Controlleur wird sich bestimmt riesig über diese super Infos freuen.
Mist. Warum macht mein Gehirn das?
Weil es so was wie 'schlechtes' Wissen nicht gibt. Es ist von Natur aus nützlich. Eigentlich solltest du dir noch mehr Sachen zum Auswendiglernen suchen.

Verzweigung

273
„59 ist immer noch beeindruckend. Gut gemacht.“
„Nicht hinnehmbar. Ich will alle sechsundsechzig auf einmal wissen.“
„Meine Mutter meinte, das sei absichtlich so gemacht, damit die Leute weiter zuschauen.“ Sie zuckt mit den Schultern. „Du solltest dir die Sendung mal anschauen!“
„ Alles klar, Kleine. Lass uns hier aufhören.“
„Aber das sind doch nur so um die dreißig.“
„Das ist ihr egal.“ Das kleine Mädchen verdreht die Augen. „Erwachsene sind langweilig.“

Verzweigung

280
„Wie behältst du den Überblick über all diese Wölfe?“
„Das ist ganz einfach. Du musst dir nur ihre Namen merken.“ Er tippt sich an die Schläfe. „Ich hab's geschafft.“
„Wirklich? Lass mal hören.“
„Ich glaub dir aufs Wort.“ (Du gehst zurück.)
„Okay.“ Er zuckt mit den Schultern.

Verzweigung

286
„Das reicht jetzt mit den Wölfen.“ (Du gehst zurück.)
„Es gibt noch viel mehr Wölfe.“

Verzweigung

289
„Und dieses Mädchen … beherrscht diese Wölfe?“
„Nicht wirklich. Die kommen nur raus, wenn sie in Schwierigkeiten steckt.“
„Oder wenn sie Hunger kriegen. Wenn sie sie nicht füttert, versuchen sie, ihr Herz zu fressen.“
PersonalismusSW 7
„Ein Gefühl von Schwere drückt auf deine Brust, als du dir dieses Mädchen vorstellst, das jeden Tag in einer Welt voller Wölfe und monströser Engel aufwacht.“

Verzweigung

294
„Die Wölfe sind also ihre Freunde?“
„Wollen deine Freunde dein Herz auffressen?“
„Das würden sie nicht ertragen können.“
„Meine Freunde sind nett.“ Sie schaut wieder zum Fernseher.

Verzweigung

299
„Ich hoffe nicht, aber es könnte schon zu spät sein.“
„Ich würde es ihnen nicht verübeln, wenn sie das tun würden.“
„Klingt so, als könnte und sollte man diesen Wölfen nicht trauen.“
Der Junge findet das wohl nicht der Rede wert.
„Okay, aber würdest du sagen, dass diese Wölfe ihre 'Trümpfe' sind?“
„Nein. Sie sind Wölfe.“
„Er weiß nicht, was das Wort bedeutet. Aber auch, was er gesagt hat.“
„Dieses Mädchen muss furchtbar einsam sein.“
„Die ganze Zeit. Genau darum geht's ja.“
„Kann sie die Wölfe irgendwie loswerden?“
„Hmmmm …“
„Nein?“
„Dann wäre ihr Herz leer …“
„Und die Geschichte wäre vorbei.“

Verzweigung

314
„Wissen eure Eltern, dass ihr euch das anschaut?“
„Mama sagt, es ist gut, wenn wir Zeit draußen verbringen.“

Verzweigung

317
„Hört nicht auf sie. Werdet ohne sie groß, wie einsame Wölfe.“
„Haben Wölfe keine Mütter?!“
„Vielleicht erfahren wir es in den Folgen, die wir noch nicht gesehen haben.“

Verzweigung

321
Behalte es für dich.
Das Mädchen schaut dich erwartungsvoll an, als wüsste sie, dass du noch was zu sagen hast.
„Weiß eure Mutter, dass ihr euch das anschaut?“
„Wie auch immer …“ (Du wechselst das Thema.)

Verzweigung

326
„Was haltet ihr von meinem Pelzmantel? Könnte ich ein Wolf sein?“
„Ja! Du siehst total aus wie ein Wolf. Ich wünschte, ich hätte auch einen …“
„Du siehst aus wie ein Wolfskiller! Alle Wölfe tragen Kleidung über ihrem Fell, aber du bist irgendwie das Gegenteil davon.“ Sie runzelt die Nase. „Wenigstens ist es hübsch.“

Verzweigung

330
KoordinationSW 9
Ihr habt beide Unrecht! Du bist ein Wolf-Mensch-Hybrid, der die Beweglichkeit und Kraft eines Tieres im Körper einer ahnungslosen Frau nutzen kann.
InstinkteSW 11
Knirschen, zerreißen, kratzen – einfach nicht zu stoppen!

Verzweigung

333
„Ihr solltet euch mal was anderes anschauen.“
„Na ja, wir könnten es vielleicht versuchen.“ Sie schaut dich an, mit einem Leuchten in den Augen. „Kennst du irgendwelche guten Serien?“
„Versucht es mal mit dem Naturkanal. Da gibt's Delfine zu sehen.“
„Die hab ich schon mal an den Zahltelefonen gesehen! Das sind Fische.“ Er spielt nervös mit seinem Schal herum. „Warum sollten wir uns Fische anschauen?“
„Sie bleiben in Gruppen zusammen. Eine gute Erinnerung daran, deine Freunde nah bei dir zu halten.“
„Aber das weiß ich doch schon. Ich quatsche ständig mit meinen Freunden.“
AufzeichnungenSW 7
Das hast du nicht, seit fünf Jahren nicht mehr …
(Bleib ruhig.) „Gut. Das ist … gut. Für dich.“
„Ich mag sie echt.“
„Vielleicht können wir versuchen, es später zu schauen. Aber nur, wenn „Sixty-Six Wolves“ nicht läuft.“

Verzweigung

344
„Weißt du auch, dass du sie nicht im Stich lassen solltest?“
„Ähm …“ Sie zupft an ihren Ärmeln. „Ja. Klar.“
„Weil sie alle gefälscht sind. Die Reißverschlüsse auf ihrem Rücken verraten sie.“
„Delfine gibt's wirklich.“ Sie runzelt die Nase. „Die fressen kleine Fische und kommunizieren mit Liedern.“
„Hat dich das Walkonsortium dafür bezahlt, das zu sagen?“
„Ich hab's in meinem Schulbuch gelesen.“
„Vielleicht solltest du dir mehr Naturvideos anschauen und nicht wir?“

Verzweigung

352
„Wahnsinn! Wen wollen die hier verarschen?“
„Glaub, was du willst, Junge. Aber ich sag dir …“
„Delfine sind die Zukunft der Kriegsführung im Wasser. Hohes Sprengpotenzial.“
„Ach, Wölfe würden sie locker fertigmachen.“
„Das musst du im großen Maßstab sehen. Die Wölfe werden unsere Vorhut auf dem Land sein.“
„Das klingt nach einer ziemlich guten Serie.“
„Nicht, wenn die Menge der von Delfinen transportierten Waffen für diese spezielle Bedrohung verantwortlich ist.“
„Delfine sollten keinen Krieg führen. Die sind einfach zu nett.“
„Sie sind auf eine Art frei, die wir uns gar nicht vorstellen können.“
„Das klingt echt langweilig.“
„Ja …“

Verzweigung

364
„Ich dachte einfach, es würde dir gefallen.“

Verzweigung

366
Du solltest dir Bagmans Show „The Reality Situation“ anschauen.
„Ist das der Typ mit der Tüte auf dem Kopf? Wir haben ihn mal kurz gesehen.“ Er grinst. „Der ist echt witzig!“
„Warum findest du ihn lustig?“
„Letztes Mal meinte er, es gäbe fünf Monde, und dass die alle unecht wären, genau wie die Wildschweine!“
(Du schaust in den Himmel hinauf.) „Wer kann das schon sagen …“
„Mama hat gesagt, wir dürfen ihn nicht anschauen. Aber sie hat nicht gesagt, warum.“
„Natürlich hat sie Angst vor der Wahrheit. Probiert's einfach mal aus.“
„Okay. Wir versuchen's mal!“

Verzweigung

375
„Du solltest auf sie hören. Ignorier mich einfach.“
„Dann schauen wir uns einfach weiter die Wölfe an.“
„Gut, vielleicht ist er ein bisschen lustig.“
„Du verstehst das nicht. Der Typ kämpft einen Krieg, der jedes Verständnis übersteigt.“
„Ein Krieg? Aber letztes Mal hat er komisch aussehende Süßigkeiten verkauft und gesagt, wir sollten kein Leitungswasser trinken, weil da winzige Mikrofone drin sind.“
„Man weiß ja nie …“
„Wie gesagt, unverständlich.“
„Ja, er ist echt albern.“
„Wie wär's mit einer Runde Pelota?“
„Wir lieben Pelota!“ Sie beugt sich vor. „Gefällt's dir auch?“
„Ich lerne noch, aber es sieht echt lustig aus.“
„¡Viva Quisach!“
„Wir schauen Pelota schon zu Hause, mit Mama jedenfalls.“ Sie lächelt. „Aber es war ein guter Vorschlag!“

Verzweigung

389
„Darauf kannst du wetten. ¡Viva Quisach!“
„Nur wenn Recreación die gegnerische Mannschaft fertigmacht.“
„Mama meinte, wir sollten nicht mit den Fans von Recreación allein sein.“ Er schaut weg. „Vielleicht bleiben wir lieber bei 'Sixty-Six Wolves'.“

Verzweigung

393
„Mach, was du willst, du kleiner Scheißer.“
„W-Was?“ Er guckt dich entsetzt an.
Halt dich zurück.
„Ja, Wolves ist echt das Beste.“
„Es ist ein sinnloses Spektakel, Arbeiter gegen Arbeiter auszuspielen, wenn der Feind in der Eigentümerloge sitzt.“
„Oh. Warum wolltest du dann, dass wir es uns anschauen?“
„Natürlich, um es zu kritisieren, auf eine dialektische Art.“
„Ich denke, wir werden es weiter gucken, einfach so zum Spaß.“ Er kneift die Augen zusammen. „Zu Hause. Mit Mama.“
„Ich weiß es nicht und ich übernehme keine Verantwortung für meine Worte.“
„Egal.“ (Du gehst zurück.)
„Die Wölfe bleiben an! Juhu!“

Verzweigung

405
(Du nickst in Richtung des Schwertes des Jungen.) „Das ist ja mal 'ne echt coole Waffe.“
„Das ist Pathoswolfs Glutstreiter.“
PersonalismusSW 9
Diese Kinder sind verloren. Ihre Herzen gehören dem Techno-Faschismus.

Verzweigung

409

Verzweigung

410
„Cooles Schwert. Das ist das einzig Wahre.“ (Du nickst.)
„Ja!“ Er grinst. „Meine Tante hat es von einer Reise mitgebracht.“
Graue SubstanzSW 11
„Deine Tante macht Ausflüge nach La Luz? Sie muss echt erfolgreich sein, das ist selten in Portofiro.“

Verzweigung

414

Verzweigung

415

Verzweigung

416

Verzweigung

417
TechnoflexSW 7
Wenn man die Größe des Griffs anschaut, passen die Batterien wahrscheinlich in das Prägegerät.
„Hast du das an einem der Stände hier in der Nähe gekauft?“
„Nein?“ Er runzelt die Stirn, leicht beleidigt. „Das ist eins von den echten.“
„Er meint, es ist nicht vom Basar, sondern von La Luz. Unsere Tante hat es ihm gekauft.“
TechnoflexSW 8
Woh-woh-woh! Schau dir mal diese LEDs entlang der Klinge an. Sieh dir den verstärkten Griff an. Das ist keine billige Kopie, das ist ein authentischer Import.
„Und worum geht es in 'Sixty-Six Wolves'?“
„Es geht um ein Mädchen, das sechsundsechzig Herzkammern hat, und in jeder steckt ein Wolf, und die Wölfe kamen raus, um gegen die Engel zu kämpfen! Die wollen nämlich die Welt erobern.“
„Und die Wölfe haben krasse Waffen und echt coole Angriffe.“ Er zeigt auf sein Schwert. „Das ist Pathoswolfs Glutstreiter.“
„Wölfe sind cool. Erzähl mir sofort mehr darüber.“
„Faschistische Wölfe? Das ist echt widerlich.“
„Es geht nicht um Faschisten. Es geht um ein Mädchen, das sechsundsechzig Kammern in ihrem Herzen hat, und in jeder ist ein Wolf, und die Wölfe sind rausgekommen, um gegen die Engel zu kämpfen!“
„Schönes Schwert. Woher hast du das?“
„Das ist aus der besten Serie aller Zeiten! 'Sixty-Six Wolves'. Die kommt aus La Luz!“

Verzweigung

431
AufzeichnungenSW 6
La Luz. Früher mal ein mächtiges Imperium, jetzt ein moderner techno-faschistischer Staat, die aufstrebende militärische und kulturelle Macht dieser Tage.
„Reden wir noch etwas über die Sammelbecher.“
Das Mädchen nickt.

Verzweigung

435
„Erzähl mir mehr über diese Tassen.“
„Die sind riesig und sehen alle aus wie einer der Sixty-Six Wolves.“ Sie schaut sehnsüchtig zu den Ständen. „Aber man kann sie nicht mehr kaufen.“
„Warum nicht?“
„Weil keiner welche hat!“ Sie zeigt auf die Docks. „Die Bootsleute haben mal ein paar Becher mitgebracht, aber dann sind die Erwachsenen total ausgeflippt und haben sie alle gekauft …“
„Kannst du nicht einfach gefälschte Becher kaufen?“
„Der Spielzeugstand hatte welche.“ Ihre Schultern hängen runter. „Aber niemand wollte die haben, weil sie so hässlich waren. Die Wölfe sahen total zerflossen aus.“

Verzweigung

442
TechnoflexSW 13
Man braucht Fünf-Achsen-Fräsmaschinen, Spritzgussmaschinen, Labore für Belastungstests und klimatisierte Räume, um die Handwerkskunst dieses Pelzes nachzumachen.

Verzweigung

444
TechnoflexSW 13
Angenommen, diese Becher sehen wirklich aus wie Comic-Wölfe, dann braucht man Fünf-Achsen-Fräsmaschinen, Spritzgussmaschinen, Labore für Belastungstests und klimatisierte Räume, um sie herzustellen.
„Tiere.“
„Ich habe eine Bootsfrau gefragt, wann sie mehr davon kriegen würde, und sie meinte, die seien echt schwer zu kriegen, sogar in La Luz.“
„Der Spielzeugstand hatte Raubkopien.“ Ihre Schultern sinken herab. „Aber die hat keiner gemocht. Die Wölfe sahen total zerflossen aus.“
„Schade. Ein zentrales Planungskomitee, das sich um die Becherverteilung kümmert, hätte das Problem gelöst.“
„Wie viele sind es?“
„Sechsundsechzig.“ Er kneift die Augen zusammen. „Eben so viele, wie es Wölfe gibt.“
„Ja, klar.“

Verzweigung

453
„Wir haben nur die aus der Erlösungs-Story gesehen.“ Sie nickt in Richtung deines Bechers. „Das ist einer davon.“
„Die Erlösungs-Story hat sechs Becher.“ Er streckt fünf Finger aus. „Es gibt Tyrannenwolf, Stillewolf, den Traumgeistwolf, Kritikwolf, Eigensinnwolf und den Drangwolf.“

Verzweigung

456
„Wir haben nur die aus der Erlösungs-Story gesehen. Alle anderen gibt's nur in La Luz, da bin ich mir ziemlich sicher.“
„ Bestimmt nicht. Das ist bestimmt nur so ein Marketing-Trick oder so. Wow, ihr seid echt drauf reingefallen.“
„Nein, es stimmt, unser Kumpel Sebastian hat ungefähr zwanzig davon. Er ist reich.“
„So viele Becher braucht doch keiner.“
„Wenn du ein Wolfsfan bist, dann schon.“
„Gibt's irgendwas Besonderes an diesen Bechern?“
„Besonders? Was meinst du damit?“

Verzweigung

464
„Steigern sie deine körperliche Leistungsfähigkeit?“
„Nein.“

Verzweigung

467
„Steigern sie deine Gehirnleistung?“
„Ähm, nein.“
„Machen sie dich sympathischer?“
„Das glaube ich nicht.“
„Heilen sie den Schmerz tief in dir?“
„Wahrscheinlich nicht.“
„Also … was machen sie dann?“
„Du kannst daraus trinken.“ Sie macht eine Geste, als würde sie eine Tasse halten. „Da ist auch ein Strohhalm.“
„Und sie sehen aus wie Wölfe.“

Verzweigung

477
„Na, aus irgendeinem müssen sie ja beliebt sein.“
„Schaut mal.“ (Du zeigst ihnen den Becher von Traumwolf.)
„Traumwolf ist einfach die Beste! Am besten finde ich die Stelle, wo sie zehn Folgen lang gegen Procyon, den Engel der Wahrheit, in seinem Unterbewusstsein gekämpft hat und dann seine Träume in zwei Hälften geteilt hat, um sich zu befreien.“
„Omega-Psychohieb! Wusch!“
„Danke, dass du sie uns gezeigt hast.“ Sie strahlt über das ganze Gesicht.

Verzweigung

483

Verzweigung

484

Verzweigung

485
„Der hier scheint nachzudenken.“ (Zeig ihnen den Becher von Kritikwolf.)
„Wow, er sieht noch schlauer aus als in der Serie.“ Er lehnt sich vor und dreht sich dann zu seiner Schwester um. „Weißt du noch, als er Lexikon-Apokalypse gewirkt und etwa fünfzig Engel aus der Geschichte ausgelöscht hat?“
„Ja, nachdem er ihre richtigen Namen in der Bodenlose Bibliothek gefunden hat.“ Das Mädchen schaut zu dir hoch. „Kritikwolf kann echt gruselig sein, aber er ist der Klügste von allen.“

Verzweigung

489

Verzweigung

490

Verzweigung

491
„Der sieht böse aus.“ (Du zeigst ihnen den Becher von Tyrannenwolf.)
„Die Königin, die davonlief …“ Ihre Augen werden groß. „Mit ihrem tyrannischen Blick könnte sie alle anderen Wölfe lähmen, wenn sie wollte …“
Sie ist der einzige Grund, warum die Wölfe den Krieg der Heulenden Gipfel gewonnen haben. Sie haben sich ständig gestritten, aber sie hat sie dazu gebracht, als Einheit zu kämpfen. Er lächelt den Becher an. „Sie ist echt cool.“

Verzweigung

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Verzweigung

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Verzweigung

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„Der hier ist bunt.“ (Du zeigst ihnen den Becher von Eigensinnwolf.)
„In der letzten Saison hat der Endbrandengel sie mit seinem Vorschlaghammer geschlagen – der heißt „Unbeugsamer Schutzschild“ – und Eigensinnwolf stand einfach nur da und hat gelächelt.“
„Und dann hat sie 'Nein' gesagt. Als würde sie dem Tod selbst 'Nein' sagen …“
„Sie ist meine Lieblingsfigur. Ich könnte fast weinen.“ Sie guckt dich trotzig an. „Aber ich werde es nicht tun.“

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„Ich bin gespannt darauf, mehr darüber zu erfahren.“ (Du zeigst ihnen den Becher von Drangwolf.)
„Niemand trainiert so hart wie Drangwolf.“ Der Junge nickt. „Er ist der Außenseiter, und viele Wölfe halten ihn für albern, aber er verliert nie.“
„Er hat diesen geheimen Angriff, Gegenadaptation, bei dem er alle Moves einsetzt, die ihm jemals wehgetan haben. Der ist echt krass stark.“

Verzweigung

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Verzweigung

509

Verzweigung

510
„Der sieht ziemlich gechillt aus.“ (Du zeigst ihnen den Becher von Stillewolf.)
„Schau mal, die haben ihm sogar die mystische Pfeife gegeben!“, sagt er lachend. „Seine Waffe hat keinen Namen, weil sie so geheimnisvoll ist. Es ist so eine Art geheime Gabel, die Engel zerstört, indem sie sie so lange vibrieren lässt, bis sie sterben.“
„Er ist insgeheim der wütendste Wolf.“ Sie kneift die Augen zusammen. „Aber er hat auch ein großes Herz, also ist es okay.“

Verzweigung

514

Verzweigung

515

Verzweigung

516
„Das war's fürs Erste, Kinder.“ (Du gehst zurück.)
„Okay!“ Er schaut dich verwirrt an. „Und jetzt?“

Verzweigung

519
„Gibt es viele Produkte von 'Sixty-Six Wolves'?“
„So viele! Da gibt's Waffen, Actionfiguren, T-Shirts, Aufkleber, Rucksäcke …“ Er zögert und knetet seinen kleinen Finger.
Cold ReadingSW 10
Ich versuche, nicht den Überblick über all die coolen Sachen zu verlieren, die ich nicht habe.
„Aber das Beste sind die Trinkbecher. Die will doch jeder haben.“
„Ich hab 'nen komischen Becher gefunden. Ich glaub, der ist von dieser Wolfserie?“
„Wow! Ich hab noch nie einen aus der Nähe gesehen …“ Der Junge zittert vor Aufregung. „Du bist echt ein Glückspilz.“
AufzeichnungenSW 9
Historisch gesehen bist du eher das Gegenteil.
„Sind die selten oder so?“
„Absolut selten!“
„Entspann dich, es nur ein blöder Becher.“
„Das stimmt überhaupt nicht!“ Sie scheint furchtbar enttäuscht von dir zu sein. „Das sind die seltensten Becher der Welt.“
„Würdest du sagen, dass es mucho sol wert ist?“
„Keine Ahnung, aber du solltest den auf keinen Fall verlieren.“ Sie schaut sehnsüchtig zu den Ständen hinüber. „Die sind echt selten.“
„Sei versichert, dass ich es nur im Rahmen einer gründlichen Untersuchung der Krankheit des Warenfetischismus bekommen habe.“
„Hm, ok …“ Sie wirkt verwirrt, fasst sich dann aber wieder. „Ich will sie, weil sie Wölfe sind. Aber das ist egal, weil man sie nicht kaufen kann …“
„Wärst du bereit, dich von diesem Schwert zu trennen?“
„Mein Schwert?“ Er hält es fest umklammert. „Aber … es ist mein Schwert. Ich brauche es.“
SchattenspielSW 10
Ein Kind hat keine Chance gegen dich, mit deinem Training.
TechnoflexSW 9
Lass uns mal logisch denken. Wer es mehr braucht – du natürlich – sollte es kriegen.
PersonalismusSW 10
Warum nimmst du ihm das weg? Er liebt dieses Spielzeug doch offensichtlich.

Verzweigung

540
„Es ist mir egal, ob es dir gehört, du kleiner Trottel. ich will es haben. Gib es mir.“
„Du kannst nicht so mit ihm reden! Er hat nichts falsch gemacht.“ Sie geht zu ihm, bereit, ihn zu verteidigen.
Der Junge starrt dich einfach nur mit offenem Mund an.
PersonalismusSW 8
Sie sind zur Schwäche erzogen und kennen das Gift der Welt nicht.
DoppelgängSW 10
Was machen wir da? Das sind doch Kinder, die sind nicht an so eine Gäng-Sprache gewöhnt.
„Keine Widerrede. Gib's mir einfach. Sofort!“

Verzweigung

547
„Unsere Tante hat es ihm zum Geburtstag geschenkt! Er kann es dir nicht einfach so geben.“ Das Mädchen starrt dich an. „Wenn du es haben willst, muss es fair sein. Ehrenhaft.“
„Beschissene Uhr. Ich will dieses Schwert.“
„Das ist einfach nur gemein. Du verdienst keine schönen Sachen – vor allem nicht dieses Schwert.“ Sie streckt dir die Zunge raus.

Verzweigung

551
„Wie kommst du drauf, dass du hier was zu melden hast?“
„Ich bin seine große Schwester. Und auch Mama und Tante wären sauer.“
DoppelgängSW 8
Starkes Argument.

Verzweigung

555
„Ich will sie verärgern – und dich auch. Weg mit den Mutterfiguren!“
„Okay. Ich bin ganz Ohr.“
„Als Unheilwolf den legendären Schmied Kuro vom Stamm der Grauen Reißzähne traf, hatte sie kein Geld. Also tauschte sie ihr Nachtsaumamulett, das sie schon seit ihrer Kindheit hatte, gegen einen Dolch, den Kuro für sie anfertigte.“
„'Die Schattentrugklinge' …“ Er nickt. „Die ist echt krass.“
„Du musst also was Großes anbieten. Sonst ist es nicht fair, und er behält das Schwert.“
„Ganz einfach. Ich bin im Grunde genommen aus Ehre gemacht.“
„Das sind nur Worte. Ehre zeigt man durch Taten.“ Sie wedelt mit dem Finger vor deinem Gesicht.
„Halt dich da raus, Mädchen. Das ist eine Sache zwischen mir, ihm und diesem Schwert.“
„Entschuldigt, Kinder. Ignoriert das einfach. Ich hatte gerade meine fünf Minuten.“
„Das war nicht besonders nett. Aber wenigstens hast du dich entschuldigt.“ Sie schaut dich misstrauisch an.

Verzweigung

566
„Eigentlich brauche ich nur die Batterien.“
Er schaut auf ein Klappfach am Griff runter.
„Okay, vielleicht, aber …“ Er runzelt die Stirn. „Dann hört es auf zu leuchten. Und macht nicht mehr diese coolen Geräusche.“
PoetikSW 10
Eine Waffe, der der Zauber genommen wurde. Ein echt trauriges Schicksal.
PersonalismusSW 9
Ästhetik vor Zweck, wie es ein Kind tun würde.
„Moment mal. Wie cool sind diese Sounds denn genau?“
„Die sind echt krass. Es gibt einen Feuereffekt und einen Lasereffekt. Es klingt wie ein echter Kampf.“
„Ich habe meine Taktik überdacht. Ich brauche das ganze Schwert.“
„Der Wert einer Waffe hängt nur von ihrem Träger ab.“
„Von ihrem Träger?“ Er hebt das Schwert, die Klinge vor seinen Augen. „Also, wenn ich viel trainiere …“
Cold ReadingSW 9
Im glänzenden Lack der Klinge sieht er sein Spiegelbild und erkennt ein großes Tier mit gefletschten Zähnen.
(Flüstert.) „Deine Feinde haben keine Chance, junger Wolf.“
„Du verstehst das falsch. Ich meine, dass ich es haben sollte.“
„Ich bin mir sicher, dass du irgendwo neue Batterien findest.“
„Ich denke schon …“ Er versucht, sich einen Reim darauf zu machen. „Vielleicht?“
„Das ist für topgeheimen Erwachsenenkram.“
„Ähm.“ Er schaut auf den Griff. „Wie lange denn?“
„Ein Stunde, höchstens.“
„Nicht länger?“
„Nur für ein paar Tage.“
„Hm. Vielleicht ist das gar nicht so schlimm.“
SchattenspielSW 9
Du musstest dich nicht zurückhalten.
„Eigentlich ist es eher so was wie 'für immer'.“
„Also…“, er denkt intensiv über deine Bitte nach. „Es geht also gar nicht um Ausleihen?“
PersonalismusSW 9
Gut, dass du ehrlich warst. Letztendlich.
„Zeit ist so ein mysteriöses und subjektives Ding, also wer kann das schon sagen?“
„Ich hab 'ne Uhr.“ Sie dreht ihren Arm und macht auf ihr Handgelenk aufmerksam. „Die hat auch 'nen Taschenrechner.“
TechnoflexSW 8
Diese Uhr geht fünf Minuten nach. Ihre Technik hat sie im Stich gelassen.
„Ich würde es mir nur kurz ausleihen.“ (Lüge.)
„Wozu brauchst du ein Schwert?“
„Zum Kämpfen gegen Engel und andere Monster.“ Er greift das Schwert noch fester. „Die sind riesig.“
StaatsmachtSW 11
SIND DIE BEDÜRFNISSE DER BÜRGER NICHT VIEL WICHTIGER ALS DIE EINES EINZELNEN KINDES?

Verzweigung

599
„Engel sind zweitklassig. Ich brauche dieses Schwert, um die Techno-Faschisten zu besiegen.“
„Engel sind die größte Gefahr für die Menschheit und Wölfe. Du kannst dir ein anderes Schwert suchen!“
„Ich brauche dieses Schwert, um ein Techno-Faschist zu werden.“
„Ich hab keine Ahnung, was das ist.“
„Engel gibt es gar nicht wirklich.“
„Das kannst du nicht wissen.“
„Mein Angebot ist zehn Sol. Ein vollkommen übertriebener Preis für eine Spielzeugwaffe.“
„Mit Geld kann ich nicht gegen Engel kämpfen.“
„Ich hab ein paar Fragen zu euch beiden.“
„Du kannst uns alles fragen, was du willst.“
„Nein, denk dran, was Mama gesagt hat.“ Das Mädchen schaut sich im Basar um und nickt dann. „Okay. Du kannst gewisse Sachen fragen, weil Leute in der Nähe sind und ich ganz laut schreien kann.“
PersonalismusSW 9
Es ist schon Jahre her, dass du mit Kindern zu tun hattest, also zur Erinnerung: Sei nett. Sei normal.
SchattenspielSW 10
Die Intuition des Mädchens ist echt gut. Der Junge ist 'ne tickende Zeitbombe.
„Gutes Gespür für die Situation.“ (Du gibst ihr den Daumen hoch.)
„Ich weiß nicht, was das sein soll. Hoffentlich nichts Schlimmes – ich trau dir nicht.“ Sie nickt entschlossen mit dem Kopf. „Was sind deine Fragen?“

Verzweigung

615
„Heißt eure Mama 'Zeta'?“

Verzweigung

617
„Wow …“ Sein Mund öffnet sich. „Kennst du sie?“
„Wir sind Freunde.“
„Wirklich? Schön. Ich freu mich, dass Mama heimliche Freunde hat.“
„Wenn du Mama siehst, sag ihr, dass wir unsere Hausaufgaben machen.“

Verzweigung

622
„Wir haben uns über die Arbeit kennengelernt. Wegen den Telefonen.“
„Das ist langweilig.“ Sie denkt darüber nach. „Aber irgendwie ergibt das Sinn, denke ich.“
„Ganz vertraut.“
„Was soll das denn heißen?“
PersonalismusSW 7
Das sind Kinder. Sei ehrlich zu ihnen.
„Wir verstehen uns gut, das ist alles.“
„Oh. Okay. Warum hast du das nicht gleich gesagt, anstatt so komisch zu reden?“
„Dass eure Mutter ein echter Profi ist.“
„Ach, jetzt verstehe ich. Weil du sie von der Telefonarbeit kennst.“ Sie runzelt die Stirn. „Nur hast du das total komisch gesagt.“
„Sagen wir mal, ich bin ein riesiger Fan.“
„Wo sind eure Eltern?“
„Mama ist zu Hause. Wir wohnen auf einem Boot.“

Verzweigung

635
„Ein Freund von mir wohnt auch auf einem Boot.“
„Wirklich? Vielleicht kennen wir ihn ja! Wie sieht er denn aus?“
„Großer Typ, Bart, riecht irgendwie nach Weihrauch, aber das ist kein Weihrauch.“
„Klingt wie der Geruch, den Mama manchmal hat“, er denkt einen Moment nach. „Aber nein, wir kennen ihn nicht.“

Verzweigung

640

Verzweigung

641
„Wie ist es an den anderen Schulen?“
„Antonios Schule ist nicht mehr geöffnet. Er hat echt Glück. Ich wünschte, unsere wäre auch so.“
„Sag das nicht.“ Sie presst die Lippen zu einer farblosen Linie zusammen. „Mama meinte, wir könnten vielleicht zu der in The Sunset gehen, aber sie schien sich nicht sicher zu sein.“
BlaupausenSW 7
Ein bürgerliches Viertel im Norden von Portofiro.
PoetikSW 11
Du stellst dir eine Frau vor, die immer wieder ihre Ausgaben durchgeht, in der Hoffnung, dass die Zahlen stimmen.

Verzweigung

647
„Wie lange ist das schon so?“
„Seit …“ Ein kleiner Stirnrunzeln kommt auf. „Zwei Jahren! Ich erinnere mich daran, weil ich Arlo beim Alphabetlernen geholfen habe.“
„Halt die Klappe! Ich kannte die Buchstaben schon!“
„Zuerst war es aber nur ein Tag pro Woche. Dann meinte unsere Lehrerin, sie müsse anderen Schulen helfen, und jetzt ist es so.“
StaatsmachtSW 9
VOR DEINEN AUGEN ENTSTEHT GERADE EINE EWIGE UNTERKLASSE.

Verzweigung

653
„Also wartet ihr in der Zwischenzeit einfach …?“ (Weiter.)
„Nein? Wir machen jede Menge Sachen. Zum Beispiel fernsehen. Und manchmal gehe ich mit Antonio und den anderen zum Kanal.“
„Wir haben Hausaufgaben. Ich pass auf, dass er seine macht.“ Sie schaut in die Ferne. „Aber es ist nicht dasselbe.“
„Es tut mir leid, dass euch das passiert ist. Ihr habt was Besseres verdient.“
„Das ist echt nett …“ Sie ballt die Fäuste. „Vielleicht wird alles gut.“
„Ich will nicht mehr über die blöde Schule nachdenken. Können wir über irgendwas anderes reden?“

Verzweigung

660
„Eure Schule braucht einfach eine Möglichkeit, Geld zu verdienen. Die Lösung ist klar: gestaffelte Schülermitgliedschaften.“
„Was soll das sein?“
„Stell dir Lehrer auf Abo-Basis, Schaukel-Schnellpass und Premium-Sitzplätze im Klassenzimmer vor. Die Möglichkeiten sind echt unbegrenzt.“
„Das klingt eigentlich ganz gut, denke ich …“
„Das ist 'ne blöde Idee. Können wir jetzt über was anderes reden, das nicht blöd ist?“
„Ein Traum, Kind. Ein schöner Traum.“
„Du musst deine Schule befreien.“
„So wie Listwolf es gemacht hat? Er hat die Mondscheinbrigade gegründet und ist losgezogen, um die Heiligviertel zu befreien!“
„Ja. Ganz genau so.“
„Wir haben Messer zu Hause. Man muss nur auf den Bauch zielen …“
„Keine Ahnung. Wie ist's denn gelaufen?“
„Es hat geklappt. Aber er musste sich durch eine Menge Engel kämpfen. Überall war Blut und Eingeweide.“
„Klingt, als würde Portofiro eine starke Hand fehlen, um euch Kids zu was Brauchbarem zu formen.“
„Ich muss nicht brauchbar sein. Ich will einfach nur, dass alles so ist wie früher und dass ich die Lehrer sehen kann.“
„Er ist, weißt du …“ (Du wirst leiser.) „Braun.“
„Warum redest du so leise? Ist es ein Geheimnis?“
„Nein, seine braune Hautfarbe ist ziemlich offensichtlich.“
„Oh.“ Sie tippt mit dem Finger auf ihre Lippen. „Na ja, vielleicht kennen wir ihn, vielleicht aber auch nicht.“

Verzweigung

679
„Es ist eben ein sensibles Thema.“
„Ich weiß nicht, warum ich das gesagt habe.“
„Ich weiß auch nicht.“ Sie tippt mit dem Finger auf ihre Lippen. „Ich hab braune Freunde.“
„Er ist eigentlich weniger ein Freund, sondern eher jemand, den ich eingestellt habe.“
„Er arbeitet also für dich? Das klingt nicht so lustig.“
„Was ist mit eurem Papa?“
„Wir kennen ihn nicht. Mama hatte keinen Spaß mit ihm. Aber da war ich noch ganz klein, also kann ich mich nicht daran erinnern.“
„Zumindest habt ihr eure Mama.“
„Ja, wir brauchen nur Mama.“
„Sie ist echt klasse.“

Verzweigung

690
„Das ist traurig.“
„ Nicht wirklich. Mama sagt, wir können Fragen über ihn stellen, wenn wir wollen, aber ich hab noch keine gestellt.“
„Haben sie sich viel gestritten?“
„Manchmal. Ich hab mich versteckt und mit meinen Spielsachen gespielt.“
„Was macht eure Mama beruflich?“
„Sie kümmert sich um die Telefone.“
„Pssst! Das dürfen wir nicht sagen.“ Sie schaut ihren Bruder böse an.

Verzweigung

698
Graue SubstanzSW 8
Sie arbeitet mit Telefonen? Was für ein Zufall!
„Heißt eure Mama 'Zeta'?“
„Sagt euch 'Herzogin' was?“
„Das ist kein Name. Das ist ein Titel.“
Cold ReadingSW 8
Überhaupt keine Ahnung.
„Arbeitet sie von zu Hause aus?“
„Ähm …“ Er schaut wieder zu seiner Schwester. „Ist das auch eine private Sache?“
„Ja, das ist es.“ Das Mädchen schaut dich an. „Warum fragst uns über Mama aus?“
SchattenspielSW 10
Tu so, als wäre es persönlich. Etwas, das keine Nachfrage, sondern eine Antwort hervorbringen könnte.
„Ich bin nur neugierig, weil ich auch mit Telefonen arbeite.“
„Wirklich?“ Er beugt sich vor. „Kannst du uns sagen, was du am Telefon machst? Arbeitest du auch immer bis spät in die Nacht?“
„Arlo. Halt die Klappe.“
„Ich hab nur gefragt!“
„Halt die Klappe!“ Das Mädchen kneift die Augen zusammen. „Wir sollten jetzt über andere Sachen reden.“
Das ist zwar nur ein Schuss ins Blaue, aber vielleicht hast du ja die Kinder der Herzogin gefunden.

Verzweigung

714
„Warum bist du da so besorgt?“
„Ähm, weil wir dich nicht wirklich kennen?“
„Das stimmt. Wir sollten über was anderes reden.“

Verzweigung

718
„Einfach so. Reden wir über was anderes.“
„Lass uns über Wölfe quatschen, das ist nicht so langweilig.“
PersonalismusSW 8
Offensichtlich fragst du dich, ob ihre Mutter die Telefonsex-Dame ist.
„Sagt mir einfach eins: Spricht sie am Telefon mit sexy Stimme?“
„Sie klingt einfach wie Mama?“ Er schaut zu seiner Schwester hoch. „Hat Mama eine sexy Stimme?“
„Halt die Klappe, Arlo.“ Das Mädchen kneift die Augen zusammen. „Wir wollen nicht mehr über Mama reden.“

Verzweigung

725
„Dann reden wir über etwas anderes.“ (Du gehst zurück.)
„Jep!“

Verzweigung

728
„Warum seid ihr nicht in der Schule?“
„Warum bist du nicht bei der Arbeit?“
PersonalismusSW 10
Eine spontane Antwort, ohne nachzudenken. Die Frage wurde ihr schon mehrmals gestellt.

Verzweigung

732
„Ihr müsst mir ja nicht antworten.“
„Mama fragt uns ständig, weil sie sich Sorgen macht.“ Sie runzelt die Stirn. „Heute ist keine Schule – und morgen auch nicht.“

Verzweigung

735
„Wie kommt's?“
„So ist es jetzt eben. Wir haben zwei Wochen Schule, dann zwei Wochen nichts.“ Sie senkt ihren Blick.
Graue SubstanzSW 9
Die wilde Privatisierung in Portofiro hat auch die öffentlichen Infrastrukturen unter Beschuss genommen.
„Antonios Mutter meinte, das liege an den ausländischen Politikern.“ Er runzelt nachdenklich die Nase. „Er ist mein Kumpel. Er wohnt auf einem anderen Hausboot.“
„'Ausländisch' ist ein bourgeoises Konstrukt. Das Kapital ist hier das wahre Monster.“
„Noch zwei Wochen keine Schule! Juhu!“
„Typisches primitives Denken derer, die eine härtere, voll-beschleunigte Gesellschaft fürchten.“
„Ein Hausboot. Das ist nett.“ (Du gibst vor, den anderen Teil nicht gehört zu haben.)
„Wie schön für dich.“
„Nein, das ist nicht schön! Ich finde es blöd, aber … so läuft es jetzt eben. Zwei Wochen Schule, dann zwei Wochen nichts.“
„Ihr schwänzt doch nicht, oder?“
„Nein! Und es wäre sowieso egal. Heute ist keine Schule.“ Sie presst die Lippen zusammen. „Und morgen auch nicht.“
„Ich mache gerade nur meinen Job. Ich stelle Fragen.“
„Das ist kein Job. Und heute ist keine Schule. Und morgen auch nicht.“ Sie verschränkt die Arme.
„Ich bin bei der Arbeit. Ich importiere Socken.“
„ Tja, wir brauchen keine Socken, alsooo …“ Sie verschränkt die Arme. „Und heute ist sowieso keine Schule. Und morgen auch nicht.“
„Ich habe zuerst gefragt.“
„Na ja … das stimmt.“ Sie schüttelt den Kopf. „Also, heute ist keine Schule. Und morgen auch nicht.“
„Habt ihr hier in der Gegend einen neuen Typen gesehen? Einen Mann im Anzug, mit Brille?“
„Der Musikmann trägt eine Brille! Und manchmal sogar eine Doppelbrille. Das sieht doof aus.“
„Er meint nicht ihn, der ist schon ewig hier.“ Das Mädchen schüttelt den Kopf. „Und er trägt keine Anzüge.“
Cold ReadingSW 8
Jep, sie haben keine Ahnung.

Verzweigung

758
„Ist hier in letzter Zeit irgendwas Komisches passiert?“
„Was Komisches? Hm, was meinst du mit komisch?“
InstinkteSW 9
Das Gehirn lügt. Das Bauchgefühl nie.
„Alles, was sich für dich komisch anfühlt. Auch wenn du nicht genau weißt warum, aber es ist einfach so.“
„Ähm …“ Sie schaut sich um. „Wir wissen, dass Malens Papa verschwunden ist. Sie macht sich echt Sorgen.“

Verzweigung

764
SchattenspielSW 8
Das hast du auch schon gehört. Vielleicht können sie die Story von der Frau bestätigen.
(Du tust überrascht.) „Vermisst? Das ist wirklich komisch. Wisst ihr, was genau passiert ist?“
„Er ist verschwunden, weil das Telefon ihn gefressen hat.“
„Telefone fressen keine Menschen.“
„Aber ihr Papa ist immer noch verschwunden, also hat das Telefon definitiv was gemacht!“
„Hat Malen euch auch ein Bild von ihm gezeigt?“
„Wir wissen, wie ihr Papa aussieht, weil er schon mal hier war!“ Sie scharrt mit den Füßen. „Aber sie hat es allen anderen gezeigt, nur für den Fall.“
Graue SubstanzSW 9
Die Sorge der Verkäuferin ist also echt.
„Wirst du ihren Papa finden?“
„Leider bin ich nur eine Sockenimporteurin.“
„Aber irgendjemand muss ihr doch helfen …“
„Können wir jetzt über weniger traurige Sachen reden?“

Verzweigung

777
„Auf jeden Fall.“
„Oh, super!“
„Das ist nur eine unbedeutende Person, die verschwunden ist. Ich kümmere mich nur um die richtig großen Fälle.“
„Oh.“ Er verzieht das Gesicht. „Aber wer wird ihr denn dann helfen?“
„Ich werde das menschenfressende Telefon finden. Väter sind optional.“
„Na ja… solange es Malen hilft, ist das wohl okay.“
„Hat sie euch das gesagt oder ist das nur eine Theorie?“
„Sie hat nicht gesagt, dass das Telefon ihn gefressen hat. Aber warum sollte ihr Papa sonst verschwunden sein?“
„Menschenfresser-Technologie? Erzähl mir mehr darüber …“
„Malen? Wer ist das?“
„Das da ist sie, mit den Kostümen und dem Glitzerzeug!“ Sie zeigt auf einen Stand ein paar Meter weiter südlich. „Ihr Papa ist verschwunden, weil ihn ein Telefon gefressen hat.“
„Bist du sicher? Telefone fressen keine Menschen.“
„Was soll denn dann mit ihrem Papa passiert sein?“
SchattenspielSW 9
Gute Frage.

Verzweigung

792
(Du ziehst deine Augen zusammen.) „Menschenfresser-Technologie? Erzähl mir mehr darüber …“
„Ähm, das ist alles, was ich weiß.“
SchattenspielSW 9
Ein guter Hinweis. Es lohnt sich, diese Malen nach Einzelheiten zu fragen.
„Zum Beispiel, dass die Erwachsenen sich anders verhalten als sonst.“
(Du zeigst auf dich selbst.) „Wie Fremde mit komischen Akzenten, die Fragen stellen.“
„Hier gibt es so viele Akzente! Die Bootsleute haben ihre, der Musiker hat seine und Carmuna hat auch ihren.“
„Ich suche einen Typen namens Tempo.“
„Das ist kein richtiger Name.“
„Tempo! Tempo! Tempo!“ Der Junge klatscht in die Hände und kichert.
VerschränkungSW 8
Ein Echo deines früheren Mitarbeiters, der in die Hände klatschte und die Hafenarbeiter dazu drängte, schneller zu arbeiten.
„Wo hast du das denn aufgeschnappt?“
„Von dem großen Mann!“
„Er schreit immer und so. Meinst du den?“
„Habt ihr den hier irgendwo gesehen?“
„Ich glaube nicht, dass er heute hier ist. Oder gestern.“ Sie tut so, als würde sie sich am Kinn kratzen, als würde sie tief nachdenken. „Oder vorgestern …“
„Ich hab ihn auch noch nie komische Sachen rufen hören. Frag doch mal einen der Erwachsenen.“
„Irgendwelche Vorschläge?“
„Probier's mal mit Carmuna! Sie und der große Mann haben viel geredet. Und manchmal haben sie sich auch gestritten.“
„Wirklich? Worüber haben sie sich gestritten?“
„Keine Ahnung. Aber die beiden fuchteln viel mit den Händen rum, als wären sie sauer aufeinander. Und sie hat ihn mal richtig laut „Bastardo“ genannt.“
„Ich hab schon mit ihr geredet. Sonst noch jemand?“
„Ähm, nicht wirklich.“ Sie ballt beide Fäuste, als würde sie dich anfeuern. „Aber ich hoffe, du findest ihn.“
„Danke, Kinder.“
„Tempo! Tempo! Tempo!“ Er klatscht wieder.

Verzweigung

817
„Wo finde ich diese Carmuna?“
„Die Treppe runter!“ Das Mädchen nickt in Richtung Süden. „Sie verkauft hübsche Klamotten und ist immer nett zu mir.“
„Bestimmt.“
„Das ist der Name von einem Typen, der hier arbeitet.“
„Du solltest einen Erwachsenen fragen.“

Verzweigung

823
„Genau. Er ist ein Freund von mir.“
„Solltest du nicht wissen, wo sich deine Freunde rumtreiben?“
NervenstärkeSW 10
Eine kalte Welle schlägt dir gegen den Brustkorb.
„Etwas anderes …“ (Du gehst zurück.)
„Okay.“

Verzweigung

829
(Zu dem Jungen.) „Deine Schwester hat recht. Vertrau niemandem, Junge.“
„Mama kann ich vertrauen.“
„Ihr am allerwenigsten.“
„Nein, du kannst Mama auf jeden Fall vertrauen.“ Sie schaut dich finster an. „Ich bin kurz davor, loszuschreien …“

Verzweigung

834
Ganz vorsichtig …
„Na klar. Es ist immerhin deine Mama.“
„Klar.“ Sie guckt dich böse an. „Du kannst Fragen stellen, aber ich behalte dich im Auge, okay?“
„Schön, dass du auf deine Mama hörst.“
„Jep!“

Verzweigung

840
Bis jetzt läuft es ja ganz gut.
„Ihr solltet nicht auf eure Mutter hören. Das sollte niemand.“
„Da liegst du falsch. Unsere Mama ist die Einzige, die weiß, was für uns am besten ist. Sie passt auf uns auf.“
„Wie laut kannst du denn schreien?“
Das Mädchen holt besorgniserregend tief Luft. Der Junge zuckt reflexartig zusammen.
Warte nur ab.
„AAAAAHHHHHHHHHHHHHH!!!!!!“
Als das Heulen aufhört, merkst du, dass sich alle um dich herum besorgt umdrehen.
„Okay, gut. Das ist schon ziemlich laut.“
„Mir klingeln richtig die Ohren.“
„Hab ich doch gesagt.“ Das Mädchen atmet aus. „Du kannst uns Sachen fragen, aber ich kann noch lauter schreien.“
„Tja, ich bin ein Idiot.“
„Hey, hey. Lass uns das nicht mehr machen.“
„Du solltest sie nicht provozieren. Sie kann echt unheimlich werden.“
„Ja.“ Das Mädchen atmet langsam aus. „Okay, du kannst Fragen stellen, aber ich behalte dich im Auge.“
„Ich hab noch mehr Fragen an euch.“
„Es müssen nette Fragen sein,“ warnt sie dich.

Verzweigung

858
PoetikSW 14
Flechte eine Geschichte, die des Schwertes würdig ist.

Verzweigung

860
Vergiss all die Misserfolge in deinem Leben. Es ist Zeit für einen Neuanfang. Ultra-Versemmel-Wolf ist Geschichte, und an ihrer Stelle …
Ich wette, ihr habt noch nie von Ultra-Schattenwolf gehört.
„Wir kennen alle Wölfe.“ Sie schaut den Jungen an, der nickt. „Der gehört nicht dazu.“
„Das ist ihre Stärke: Sie kann sich super in den Schatten verstecken.“
„Cool! Aber wenn sie eine Kraft hat, muss das doch auch einen Fluch bedeuten.“

Verzweigung

866
„Sie hat Geister in ihrem Herzen und versucht schon lange, sie loszuwerden.“

Verzweigung

868
„Wow … Wie kann sie den Fluch loswerden?“
„Das erratet ihr nie …“
„Sie muss alle Engel töten!“
„Sag schon! Sag schon!“
„Nur das Schwert der Erlösung, das von einem menschlichen Jungen geführt wird, kann helfen.“
„Eine Waffe, um den Fluch zu brechen …“ Er schaut auf sein Schwert.
„Die Prophezeiung besagt, dass der Junge das Richtige tun würde. Er würde Ultra-Schattenwolf mit einem einfachen Geschenk retten.“
Langsam und mit großer Vorsicht hebt der Junge sein Schwert hoch und gibt es dir.
„Ich danke dir.“
„Hoffentlich hilft es dir.“

Verzweigung

879
„Die Schatten sind dir dankbar.“
Sag nichts, er versteht das schon.
„Dieses Schwert.“ (Du zeigst darauf.)
„Wow… Wie kann sie den denn loswerden?“
„Dämonen haben sie aus den Großen Archiven verbannt. Sie wird die Wahrheit nie erfahren.“
„Sie kann nicht sterben, bevor sie sich an allen gerächt hat, die sie jemals hintergangen haben.“
„Sie weiß zu viel über das Universum und findet ihren Platz darin nicht.“
„Leben als die pure Verkörperung der Finsternis.“
„Oh nein! Wie kann sie den denn loswerden?“
Cold ReadingSW 10
Sie hat keine Ahnung, was du gemeint hast, ist aber zu vertieft, um sich darum zu kümmern.
„Kommunismus.“
„Weil dieser Wolf echt ist.“
„Sie sind alle echt. Zumindest für mich. Was macht sie so besonders?“
„Sie ist noch nicht in der Serie dabei. Aber bald – und sie ist verflucht.“
„Was ist denn der Kurs?“
Ganz einfach. Erzähl ihnen deine Geschichte, aber mach das in einer Sprache, die sie verstehen.

Verzweigung

896
Du versuchst, dir eine andere Geschichte auszudenken, einen anderen Wolf als Helden, aber leider …
„Noch was zu Ultra-Versemmel-Wolf …“
„Die interessiert uns nicht! Die ist echt nervig!“
„Buh!“ Die Kinder drehen sich von dir weg.

Verzweigung

901
Das ist doch ganz einfach. Du hast jede Menge Lebenserfahrung, also pack einfach alles zusammen, aber mach was mit Wölfen draus.
„Habt ihr schon mal von 'Ultra-Versemmel-Wolf' gehört?“
„Ähm … nein?“ Er runzelt die Stirn und schaut seine Schwester an, die ihn nachahmt. „Was kann die denn?“
„Versagen. Ein totales, peinliches Versagen.“
„Wow. Die ist ja echt mies.“
Cold ReadingSW 8
Keine Ironie. Nur die Wahrheit.
„Ja …“
„Ich würde mir die Serie nie anschauen, wenn sie dabei wäre.“
Langsam wenden sich die Kinder von dir ab.

Verzweigung

911
„Aber sie versucht, sich zu bessern.“
„Das ist doch langweilig. Das macht doch jeder, finde ich.“
„Sie hasst sich selbst mehr, als es irgendein Wolf je könnte.“
„Ich kenne eure Tante.“

Alternative Formulierung

„Wegen eurer Tante noch mal …“
„Tante Zoe? Sie ist so nett!“

Alternative Formulierung

„Echt?“

Verzweigung

917
„Ich war mit ihr auf einem Date.“
„Igitt.“
„Heißt das, du bist unser Onkel? Hallo, Onkel.“

Verzweigung

921
„Sie ist eine Schlampe.“
„Hehehe. Schlampe.“
„Ist sie gar nicht!“

Verzweigung

925
„Ich hab das beste Geburtstagsgeschenk aller Zeiten bekommen – speziell aus La Luz! Mein Wolfsschwert …“ Er verstummt mit einem Anflug von Bedauern.
PersonalismusSW 12
Mach dir keine Gedanken über seine Gefühle. Zu dir passt es sowieso viel besser.
„Ich hab das beste Geburtstagsgeschenk aller Zeiten bekommen – speziell aus La Luz!“ Er schwingt das Schwert, stolz und stark.
„Heißt sie Zoe? Habt ihr nur eine Tante?“
„Genau, nur Tante Zoe.“

Verzweigung

931
DoppelgängSW 8
Zoe, die Ziege. Jetzt wissen wir deinen Namen, du Miststück.
„Ihr solltet ihr Streiche spielen. Nehmt ihr ihre Stifte weg.“
„Sie hat echt die coolsten Stifte. Und sie lässt uns nie dran.“

Alternative Formulierung

„Sie hat echt die coolsten Stifte. Und sie lässt uns nie dran. Aber das heißt ja nicht, dass sie 'ne Zicke ist!“
„Sie ist eigentlich eine Spionin. Supercool, oder? Das solltet ihr allen erzählen.“
„Woah! Können wir morgen zur Schule? Das will ich unbedingt Sebastien erzählen.“
SchattenspielSW 7
Die Leute vor Spionen in ihrer Mitte zu warnen, ist auch schlecht für dich, Operantin.

Verzweigung

938
„Das ist alles zu ihr.“ (Du gehst zurück.)
„Okay.“

Alternative Formulierung

„Gut. Du bist gemein.“

Verzweigung

941
„Ich will dir einen Deal anbieten. Für das Schwert.“
Die Kinder beobachten dich aufmerksam.

Verzweigung

944
„Eine Waffe für eine Waffe.“ (Du zeigst ihm deine Rohrpistole.)

Verzweigung

946
„Wow… Die wollte ich schon, als du sie uns letztes Mal gezeigt hast.“
Cold ReadingSW 9
Seine Finger zucken und drücken einen imaginären Abzug.

Verzweigung

949
DoppelgängSW 8
Wir wollen doch nicht ernsthaft einem Kind eine echte Waffe geben, oder? Das ist nicht cool, Schwesterchen.
„Das ist doch keine echte Waffe.“ Sie schaut die Waffe skeptisch an. „Die sieht total komisch aus.“
„Das liegt daran, dass ich sie selbst angefertigt habe.“
„Hast du die selber gebaut?“ Er schaut von links nach rechts, um sich die Waffe genauer anzusehen. „Echt krass.“
PersonalismusSW 8
Du wirst in seinen Augen immer cooler.
Graue SubstanzSW 8
Vielleicht solltest du das lieber nicht machen. Es wird niemals gut ausgehen, einem Kind eine Waffe in die Hand zu geben.

Verzweigung

956
Nochmal, mach das nicht. Du riskierst alles, was du bisher erreicht hast.

Verzweigung

958
„Na, willst du sie jetzt, oder nicht?“ (Du tauschst deine Waffe.)
„Abgemacht.“
Mit großer Hingabe gibt der Junge sein Spielzeugschwert ab. Es ist schwerer, als du erwartet hast.
„Mögest du viele Engel töten.“

Verzweigung

963
„Eigentlich brauche ich das. Du kannst es nicht haben.“ (Du tauschst deine Waffe nicht ein.)
„Jaaa“, sagt er enttäuscht. „Aber es war echt cool, das zu sehen.“

Verzweigung

966
SchattenspielSW 7
Mach das nicht. Du riskierst alles, was du bisher erreicht hast.
„Oh, das Ding ist auf jeden Fall echt. Ich hab erst neulich jemanden erschossen.“
„Das ist nicht wahr.“
PersonalismusSW 11
Er kann nicht glauben, dass du ihm das wirklich anvertrauen würdest.
„Oh, das Ding ist auf jeden Fall echt. Ich hab erst neulich jemanden erschossen.“ (Du lügst.)
„Fühlt sie sich jetzt echt an?“ (Du hältst dem Jungen die Pistole ins Gesicht.)
„Nein, mach das nicht! Hab's ja nicht so gemeint.“ Panik macht sich in ihrem Gesicht breit.
„Wow.“ Der Junge schielt, als er den Lauf runterguckt.
Cold ReadingSW 9
Weitgehend unbeeindruckt, viel zu begeistert, eine echte Waffe zu Gesicht zu bekommen.
„Ist überhaupt irgendwas real? Nur weil du es siehst, muss es noch lange nicht so sein.“
„Hm… für mich sieht sie echt aus.“

Verzweigung

978
„Dann willst du sie wohl nicht …“
„Nein! Wir wollen sie …“ Er schaut seine Schwester eindringlich an. „Wir wollen sie.“
SchattenspielSW 8
Operantin, du darfst deine Waffe nicht weggeben. Du brauchst sie für den Auftrag.
„Wow!“ Seine Augen werden groß, als du deine Waffe ziehst.
„Willst du immer noch meine Waffe?“ (Du zeigst ihnen wieder deine Rohrpistole.)
„Ja! Ja! Ja!“
SchattenspielSW 7
Nein! Nein! Nein!
TechnoflexSW 10
Das ist echt ein Murks, wahrscheinlich geht sie nicht mal los, wenn er den Abzug drückt …

Verzweigung

987
„Hier bitte.“ (Du gibst ihm die Waffe.)
„Das ist soooo cool“, sagt er und nimmt die Waffe mit beiden Händen in die Hand.
„Nein, das ist Irrsinn. Tut mir leid, Kleiner.“ (Du tauschst deine Waffe nicht ein.)
„Jetzt will ich sie mehr denn je“, schnauft er niedergeschlagen.

Verzweigung

992
„Das ist hier ist mir sehr wichtig.“ (Du zeigst ihnen ein Foto vom Krassen Trupp.)
„Was ist das?“ Er schaut sich das Foto genau an. „Sind das deine Freunde?“
„Ja.“
„Das ist nicht so cool wie das Schwert. Warum sollte ich das wollen?“ Er schaut zu seiner Schwester.
„Moment mal, ich weiß, was das für ein Bild ist! Es ist ein Kurio! Wie in der Story mit Ultra-Dämon Zihrun?“ Sie dreht sich zu dir um. „Deshalb bist du jetzt so traurig, oder?“
„Ein Kurio?“
„So was wie ein magischer Gegenstand? Schlauwolf hat Ultra-Dämon Zihrun überredet, ihr Kurio zu tauschen, aber es war eigentlich ein Stück ihres Herzens aus der Zeit, als sie noch ein Engel war. So hat Schlauwolf gewonnen.“
„Na ja, er hat sie mit seinem Großschwert in zwei Hälften geteilt, aber nur, weil sie ohne ihr Kurio so schwach war.“ Das Mädchen nickt. „Wir nehmen es!“
„Einverstanden.“ (Du tauschst das Foto gegen das Schwert ein.)
„Das ist eine schlechte Idee. Der Deal ist Geschichte.“ (Du trittst zurück.)
„Na gut, dann behält er auch das Schwert. Das war's dann.“

Verzweigung

1.004
„Ich bin nicht traurig.“
„Deine Augen glänzen.“
„Das machen sie manchmal. Also, was ist denn ein Kurio?“
„Ja … vielleicht sollte ich das behalten.“ (Du behältst das Foto.)
„Nein.“
„Sie sind meine Wölfe.“
„Ich habe mich entschieden. Ich bin ohne mein Kurio besser dran.“ (Du bietest nochmal das Foto vom Krassen Trupp an.)
„Wir nehmen's!“ Ihr Augen leuchten auf.
„Sei vorsichtig damit.“ (Du tauschst das Foto ein.)

Verzweigung

1.014
„Nein. Das kann ich nicht machen.“ (Du behältst das Foto.)
„Mist, das war knapp.“

Verzweigung

1.017
„Ich … hab eigentlich gar nichts anzubieten.“
„Oh, okay.“
„Dann quatschen wir einfach noch ein bisschen über die Wölfe.“

Verzweigung

1.021
„Ich muss noch mal drüber nachdenken.“ (Du trittst zurück.)
„Das ist schon okay.“
„Wir sehen uns später, Kids.“ (Du gehst.)
Die Kinder ignorieren dich, weil sie total vom Fernsehen gefesselt sind.

Verzweigung

1.026

Ende dieses Zweigs

„Wolfszeit!“ Der Junge schaut dich kurz an, dreht sich dann wieder zum Fernseher und das Schwert an seinem Gürtel blitzt auf.
„Sie wird ihm den Kopf wegschmelzen!“ Das Mädchen lehnt sich näher an den Fernseher.
Im Fernsehen steht ein riesiges, wolfsähnliches Wesen auf seinen Hinterbeinen und heult. Sein Fell ist goldfarben.

Verzweigung

1.030
InstinkteSW 10
Das Tier im Inneren!
„Ich hab so einen Wolf in mir.“
„Pssst!“
Plötzlich brüllt das Biest und Licht füllt den Bildschirm. Dann hört man ein nasses, matschiges Geräusch.
SensorenSW 12
Eine ganz gute Nachahmung von einem Schädel, der bei extremem Hitzeeinfluss flüssig wird.

Verzweigung

1.036
PoetikSW 8
Der Kunststil der Serie ist genau wie bei dem Wolfbecher, den du gesehen hast.
„Rauschwolf ist aufgewacht!“ Der Junge grinst in den Fernseher und hält das Spielzeugschwert an seinem Gürtel etwas fester.
TechnoflexSW 9
Die LED-Lichter sind gleichmäßig über die Klinge verteilt. Robuster PVC-Griff mit strukturierter Oberfläche. Echt beeindruckende Waffe!
(Du heulst zurück.) „Awuuuhhhh!“
„Was ist das für ein Ding?“ (Du fragst die Kinder.)
Schau weiter.

Verzweigung

1.043
PoetikSW 8
Ein Pelz, der noch cooler ist als der, den du gerade trägst.
„Ich brauche dieses hochwertige Wolfsfell.“
PoetikSW 8
Gefährlich, geheimnisvoll, aufregend … kein Wunder, dass die Kids das anschauen.
„Zeit für Wölfe!“ Die Kinder schauen dich kurz an, bevor sie sich wieder dem Fernseher zuwenden. - ZERO PARADES