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Jetzt ist es 96. Es gibt immer noch Tagelöhner, und Studenten, und Soldaten, aber sie verbrennen keine Kalender mehr und schreien auch…

Zeilen 32
Gesprächsbeginn

Verzweigung

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Verzweigung

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Verzweigung

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Jetzt ist es 96. Es gibt immer noch Tagelöhner, und Studenten, und Soldaten, aber sie verbrennen keine Kalender mehr und schreien auch keine Slogans in den Straßen. Alle sehen zu viel fern.
Nichts kann sich ändern, nichts sollte sich ändern.
Jahrelang haben wir uns gedacht: 'Es kann nicht so weitergehen', und jahrelang ist es das.

Verzweigung

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Ende dieses Zweigs

Nicht genug Plätze.

Verzweigung

9
Ich akzeptiere diese Welt nicht.
Objektiv betrachtet war das das friedlichste und blühendste Jahrhundert seit Anbeginn der Menschheit.
PoetikSW 10
Die Kunst war allerdings scheiße.
Wörter, die jedem Gymnasialschüler gelehrt werden:
'Die Unterzeichner bekräftigen ferner, dass die gegenwärtigen Umstände, in Folge als Realität bezeichnet, als zu kostenintensiv erachtet werden sollen, um durch Maßnahmen historischer Art weitere Veränderungen …'
Das Abkommen von Latour-Woolgar.
Ein großer Neuanfang für die Menschheit. Das Ende von Jahrhunderten des Krieges gegen die Reichen, die Imperialisten, die Rassisten.
AufzeichnungenSW 12
Die am breitesten akzeptierte Anzahl: Einhundertfünfzig Millionen Tote, etwa 10 % der Weltbevölkerung.
Ich vermisse all den Spaß.
In Novessa und Landau verbrennen die Menschen Kalender auf den Straßen. Da sind Tagelöhner, Studenten und Soldaten, die Slogans rufen wie 'NIEDER MIT TELEOLOGIEN!' und 'ZURÜCK ZUR EWIGEN GEGENWART'!
NervenstärkeSW 10
Keine Distanz mehr, kein Schmerz …
Du lebst immer noch im Nachglanz dieses wahnhaften Jubiläums.

Verzweigung

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Aber was hat sich tatsächlich geändert?
Alles, nichts.
Im Superbloc heißt es ade 'ewige Revolution' und hallo 'pragmatische Marktreformen' und 'Versammlungsfreiheit'.
StaatsmachtSW 10
STÜRZE DIE WERTFORM, AUSSER IN STRATEGISCHEN INDUSTRIEN.

Verzweigung

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Und in der Entwickelten Welt?
Über die Entwickelte Welt hinweg brechen die letzten kolonialen Reiche endlich auf – eine blutende Wunde, gestillt von Milliarden in ausländischer Währung in der Gestalt von EMTERRs neuen Stabilisierungsanleihen.
Jetzt bewohnt ein Viertel der Menschheit ein Paradies der billigen Jeans und Geschirrspüler, selbst während ihre Reallöhne Jahr um Jahr stagnieren.
Was ist mit La Luz?
Im Jahr Null wurde La Luz weithin als gescheiterter Staat betrachtet, ohne eine funktionsfähige Regierung, die fähig wäre, eine internationale Vereinbarung zu unterschreiben.
Dadurch hat es das Ende der Geschichte nie anerkannt.
Dinge geschehen …
Im Jahr Null verbrennen die Massen Kalender auf den Straßen. Im Jahr 13 öffnen sich die Volksrepubliken für ausländische Investitionen. Im Jahr 56 werden die ersten Kadmiumvorkommen auf dem Mond entdeckt. 61 wirst du geboren. Im Jahr 62 nimmt der Stadtstaat Portofiro ein Darlehen auf, das er nie zurückzahlen wird. 79 verliebst du dich zum ersten Mal. Im Jahr 85 kommt die Audio-Disc auf den Endkundenmarkt. 89 gewinnt der Quisach PC seine letzte Pelota-Meisterschaft.
Historische Zeiten, wen juckt's?
Niemanden. Das ist natürlich der Punkt. Die Worte waren präzise ausgearbeitet, um die kleine Stimme in deinem Hinterkopf zu dämpfen, die, die dir sagt, dass die Dinge auch anders sein könnten.
Wo stehen wir also?
Im Nachglanz dieses wahnhaften Jubiläums.
Jetzt ist es 96. Es gibt immer noch Tagelöhner, und Studenten, und Soldaten, aber sie verbrennen keine Kalender mehr und schreien auch… - ZERO PARADES