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„Hey, Kleine!“
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Verzweigung 4Verzweigung 48Verzweigung 58Verzweigung 67Verzweigung 74Verzweigung 91Verzweigung 106Verzweigung 126Verzweigung 140Verzweigung 158Verzweigung 172Verzweigung 183Verzweigung 192Verzweigung 200Verzweigung 213Verzweigung 231„Weißt du, es ist wirklich schön, Gesellschaft zu haben. Wenn das Schnäuzchen wackelt, kurbelt das den…
„Lieber Großvater! Haben Sie hier unten sonst noch jemanden gesehen?“
„Aber ja doch! Gerade eben! Hier ist eine Frau vorbeigestürmt. Ich hätte sie fast verpasst, so schnell war sie.“ Er schüttelt bewundernd den Kopf. „Sehr gute Form.“
„Sie ist keine Läuferin, sondern eine Diebin.“
„Eine Diebin?“ Er schaut zum Eingang des Silos hinüber. „Oh, das ist ja furchtbar. Hätte ich das gewusst, hätte ich ihr direkt ein Bein gestellt.“
„Und bei dem Tempo, das sie an den Tag gelegt hat, bezweifle ich, dass du sie einholst. Tut mir leid, Kleine.“
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„Wie hat sie ausgesehen? Beschreiben Sie sie mir.“
„Sie gehört zu diesem Schrottis – das erkennt man an den wenig ergonomischen Lumpen. Das arme Ding sammelt meistens draußen Kupfer und redet mit sich selbst.“
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„Haben Sie gesehen, wie sie mir die Treppen runter gefolgt ist?“
„Nein. Ihr Ansturm auf den Ausgang war das erste Mal, dass ich sie im Silo gesehen habe.“
„Wie ist sie dann da runter gekommen?“
„Hier gibt es sicher jede Menge Seiteneingänge und Notausgänge. Nicht, dass ich die je selbst erkundet hätte, aber eine neugierige Seele treibt es dort sicher hin.“
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„Hier gibt es sicher jede Menge Seiteneingänge und Notausgänge. Nicht, dass ich die je selbst erkundet hätte,…„Sie ist wahrscheinlicher irgendwo anders reingekommen, Kleine. Es würde mich auch nicht überraschen, wenn es…„Der redet ständig über geheimes Regierungszeug – viele schauen seine Sendung fast religiös an.“„Na klar, Kleine.“
„Teleportation. Ich hatte nie eine Chance.“
„Sie ist wahrscheinlicher irgendwo anders reingekommen, Kleine. Es würde mich auch nicht überraschen, wenn es hier überall Seiteneingänge und Notausgänge gäbe.“
„Haben Sie das hier schon einmal gesehen?“
„Ich hab das nie an ihr gesehen, aber ich weiß, woher es kommt. Das ist eine dieser Bagman-Tüten, oder? Aus der Fernsehsendung.“
„Ja, scheint so.“
„Der redet ständig über geheimes Regierungszeug – viele schauen seine Sendung fast religiös an.“
„Danke.“
„Na klar, Kleine.“
„Wenig ergonomisch wie das hier?“ (Du zeigst ihm die Tüte.)
„Ich hab das nie an ihr gesehen, aber ich weiß, woher es kommt. Das ist eine dieser Bagman-Tüten, oder?“
„Eine von den was?“
„Du weißt schon, Bagman? Er ist eine örtliche TV-Persönlichkeit und redet ständig über geheimes Regierungszeug oder darüber, wie wir von Wildschweinen ausspioniert werden. Meins ist es nicht, aber viele schauen seine Sendung fast religiös an.“
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„Ihre Worte verwirren mich massiv, uralter Silo-Mann.“
„Sie redet mit sich selbst? Ist sie … nicht normal?“
„Das könnte sein. Sie schimpft ständig über irgendeine Bagman-Verschwörung oder so was.“
„Nur, um das zu bestätigen … Sah sie absolut menschlich aus?“
„Ja. Was gibt es denn sonst noch?“
„Die Delfin-Hybride.“
„Nein, für mich sah sie … menschlich-menschlich aus.“ Er runzelt die Stirn.“
„Wie viele Blaslöcher hatte sie auf dem Rücken?“
„Na ja, ich hab das nicht wirklich gesehen, aber ich nehme mal an, keine?“ Er hält sich einen Finger an die Lippe. „Ich hoffe, du hast dir auf dem Weg nach oben nicht den Kopf angeschlagen, Kleine.“
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„Also gut, Opa.“ (Weiter.)
„Alles in Ordnung bei dir?“
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„Danke für Ihre Hilfe.“ (Abschließen.)
„Viel Glück bei der Jagd, Kleine.“
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„Wo ist sie hin?“
„Sie ist direkt an mir vorbei und zur Tür raus.“ Er mustert dich. „Ihr zwei seid keine Freunde, nehme ich an?“
„Ich glaube, irgendwas stimmt mit dieser Treppe nicht.“
„Du bist ein bisschen blass um die Nase, Kleine.“ Er schaut in Richtung der Dunkelheit, in die die Treppe führt. „Was ist passiert?“
„Sie lassen mich denken, dass mich jemand verfolgt.“
„Das ist ganz schön heftig für eine Treppe.“ Er lächelt dich sanft an. „Andererseits …“
Er hat es auch gespürt.
„Du kennst dieses Gefühl, nicht wahr?“
„Es ist schon ein Weilchen her, aber …“ Er schüttelt den Kopf. „Du hast mich lang genug unterhalten, Kleine. Ich bin nur froh, dass du wieder hochgekommen bist.“
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„Erzählen Sie mir davon. Ich bin ganz Ohr.“
„Du hast mich lang genug unterhalten, Kleine – ich erspare dir mein Geplapper. Tut mir leid, dass die Treppe nichts für dich war.“ Er schaut weg.
„Ist das noch mehr Trainings-Quatsch?“
„Nein. Es ist noch viel größerer Quatsch.“ Er lächelt.
„Sie machen mir Angst vor verdrehten und unnatürlichen Dingen.“
„Sie haben mich allerlei unangenehme Fragen stellen lassen.“
„Ach, egal. Alles gut.“ (Du lässt das Thema sein.)
„Freut mich zu hören.“
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„Also tangieren Sie die herabregnenden Bierflaschen gar nicht?“
„Kein Stück, Kleine. Ist doch toll, dass die Jugend noch rausgeht, um an ihren Würfen zu feilen.“
Du hörst ein Rauschen und den Knall, als eine weitere Flasche in den Tod stürzt.
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Das muss wirklich Pech gewesen sein.
„Aha! Hast du die gehört? Die ging bis ganz nach unten. Hervorragend gezielt.“
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„Darf ich fragen, was Sie hier machen?“
„Ein wundervoller Ort, oder? Ich komme regelmäßig her. Das ist der perfekte Ort, um ein paar Übungen für die mitochondriale Apoptose zu machen.“
„Wirklich? Ist das nicht ein verlassenes Silo?“
„Gut aufgepasst, Kleine! Beton ist perfekt für die Optimierung des radialen Darmflusses. Zudem hilft die ganze Leere beim Nachhall der Glukose. Besser kann man das miese Glykogen gar nicht bekämpfen.“
„Also … trainieren Sie hier?“
„Ich betreibe vollspektrale autophagische Herz-Verbrennung. Ich treibe meine Herzfrequenz so weit hoch, bis schwache Organellen und Trauerproteine vollständig verbrennen. Ein kompletter körperlicher Neustart – einfach nur durch Laufen!“
„So bekommt man die Stimmen ruhig.“ Er tippt sich an die Stirn. „Sobald man die los ist, öffnet sich die vierte Blende weit. Da lernt man die Schönheit wieder zu schätzen.“
Fast nichts von dem, was er sagt, ergibt medizinisch betrachtet Sinn. Es ergibt schon linguistisch kaum Sinn.
„Ist das … Biologie?“
„Ha, Biologie! Biologie will, dass du auf dem Sofa sitzt und die Gedanken reinlässt. Biologie sagt dir, du bist mit 40 erledigt. Sie wird dir nie sagen, dass du dich vernichten sollst. Aber wie sagt man so schön …“
„Schmerz sind nur vom Körper ausgespülte Geschichten, die man ihm nie hätte erzählen sollen.“
„Ha, Biologie! Biologie will, dass du auf dem Sofa sitzt und die Gedanken reinlässt. Biologie sagt dir, du…„Das ist nur die Spitze des Eisbergs! Du musst dir auch um deine Lymphknoten, Faszien und Nebennieren…„Gesünder als gesund, meine Liebe! Wenn überhaupt, bin ich post-gesund. Ich vernichte mich regelmäßig. Wie…
Die Dichter und Wiederbelebungskünstler vor Mirzäa haben Schmerz als Ablehnung von nicht verdienten Erinnerungen durch die Seele. Sprich weiter, uralter Mann der Weisheiten!
„Wo haben Sie das her?“
„Das stammt aus 'Die komplette Systemreinigung des Tuff-Zyklus: Schwitzen, Weinen, Pissen, Zittern, Aufsteigen'.“ Er schüttelt den Kopf. „Kein Wunder, dass du deine Gefühle in mindestens sechs Bereichen aufstaust.“
In sechs Bereichen? Stirbst du? Du könntest sterben.
„Ich mache mir irgendwie Sorgen um dich, Kleine. Du erinnerst mich an mich selbst, als ich noch gearbeitet habe. Und das ist kein Leben – überhaupt kein Leben.“
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„Das hat noch nie jemand gesagt.“
„Dann solltest du wohl mal 'Die komplette Systemreinigung des Tuff-Zyklus: Schwitzen, Weinen, Pissen, Zittern, Aufsteigen' lesen. Ich merke, dass du deine Gefühle in mindestens sechs Bereichen aufstaust.“
Schmerz ist ein nozizeptives Signal – eine Reaktion, die durch tatsächliche oder wahrgenommene Gewebeschäden ausgelöst wird.
„Ich vermute schon länger, dass mein Hypothalamus beeinträchtigt ist. Sprechen Sie weiter.“
„Das ist nur die Spitze des Eisbergs! Du musst dir auch um deine Lymphknoten, Faszien und Nebennieren Gedanken machen. Deshalb braucht der Körper ständig Aufmerksamkeit. Wie sagt man so schön …“
„Ich bin einfach froh, dass Sie gesund leben.“
„Gesünder als gesund, meine Liebe! Wenn überhaupt, bin ich post-gesund. Ich vernichte mich regelmäßig. Wie sagt man so schön …“
„Was für eine Übung ist das?“
„Wissen Sie zufällig, wer 'M.I.H.O.' ist?“
„Miho? Ich kannte mal eine Miho. Eine große Vermittlerin aus West-Kodia. Die konnte Brandy wegputzen wie ein Mann.“
„Vermutlich nicht die Person, die ich suche.“
„Das hätte mich auch überrascht – sie ist mit 60 tot umgefallen. Herzinfarkt. Wegen des Brandys.“
„Das ist wirklich traurig.“
„Ja. Ja, das ist es.“ Er schaut zu Boden.“
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„Mit 60 ist man theoretisch sowieso schon am Ende.“
„Das ist nicht ganz mein Tempo, Kleine. Aber jedem das Seine.“ Er grinst.
„Das ist unfair dem Brandy gegenüber.“
„Dem Zeug hab ich mit 45 abgeschworen. Nach 50 ist das kein fairer Kampf mehr.“ Er grinst.
„Könnte sie da unten sein?“
„Unwahrscheinlich – sie ist mit 60 tot umgefallen. Herzinfarkt. Wegen des Brandys.“
„Was haben Sie beruflich gemacht?“
„Ich war bis 81 als Interzonal-Mitarbeiter tätig. In der Beraterklasse. Zwei Jahrzehnte in ausländischen Hotels und Konferenzräumen, um Standards für Partner abzustimmen. Ich habe Portofiro auf die große Liga vorbereitet, verstehst du?“
„Was meinst du mit den 'großen Ligen'?“
„Den Beitritt in die Entwickelte Welt. Endlich! Jahrzehntelange Arbeit. Nestor der Herrliche hat den Ball ins Rollen gebracht, und man könnte sagen, dass das immer noch im Gange ist, aber ich habe auch meine Rolle gespielt.“
„Interessant. Ich bin selbst eine Art Interzonal-Frau.“
„Oh, das hab ich bemerkt. Ringe unter den Augen. Furchtbarer Teint. Vermutlich eine Ernährung aus dem Automaten. Für mich hat das alles geendet, als ich Rim Tuff zum ersten Mal gehört habe.“ Er strahlt.
Kein Grund, kindisch zu werden.
„Oh, das hab ich bemerkt. Ringe unter den Augen. Furchtbarer Teint. Vermutlich eine Ernährung aus dem…„Und so hat es sich auch angefühlt. Audits über 16 Stunden und dann vielleicht 4 Stunden Schlaf. Zwischen den…„Mag sein. Dauerarbeit für 16 Stunden, dann 4 Stunden Schlaf. Einmal ging es 9 Monate lang um die…
Ein von den meisten medizinischen Einrichtungen sowohl in den Volksrepubliken als auch in der Entwickelten Welt missbilligter Gesundheits-Esoteriker. Er besitzt Dutzende von „Wellnesszentren“ im Tsun-Bogen und hat Millionen von Anhängern.
„Sie sind auf einen Gesundheitsbetrüger hereingefallen?“
„Ich bin auf gar nichts reingefallen, okay? Ich habe nur eine seiner Discs in meinem Hotelzimmer gefunden. Ich dachte, das würde die Stille ausfüllen, also hab ich sie eingelegt. Da habe ich gehört, dass man keinen Körper hat, sondern ein Körper ist. Innerhalb weniger Minuten habe ich Ausfallschritte durchs ganze Zimmer gemacht.“
„Ich habe weiter zugehört, bis es passiert ist. Ich habe gelächelt.“ Er zeigt auf seine Zähne. „Mitten in einem Ausfallschritt. Mit zitternden Beinen. Schweißnass. Die halbe Flasche aus der Minibar noch in der Hand. Einfach gelächelt. Am nächsten Morgen habe ich meinen Chef angerufen und gesagt, dass ich kündige.“
„Sehr unprofessionell. Klingt so, als hätten Sie 'Es' nicht.“
„Aber ich hatte was anderes, ich wusste es nur noch nicht.“
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„Was hat er gesagt?“
„Was sollte er sagen? Ich hatte mich schon entschieden.“
„Das muss ein echtes Machtgefühl gewesen sein.“
„Das war es. Viel lustiger ist aber, dass ich mich nicht neu oder sonst was in der Art gefühlt habe.“
„Der Name sagt mir nichts.“ (Du lügst.)
„Ein Athlet. Autor. Visionär. Ich habe eine seiner Discs in meinem Hotelzimmer gefunden. Ich dachte, es wäre Müll. Irgendwas, um die Stille auszufüllen. Da habe ich gehört, dass man keinen Körper hat, sondern ein Körper ist. Ich habe sofort losgelegt und Ausfallschritte durchs ganze Zimmer gemacht.“
„Wer ist das?“
„Sie haben also wichtige Arbeit geleistet.“
„Und so hat es sich auch angefühlt. Audits über 16 Stunden und dann vielleicht 4 Stunden Schlaf. Zwischen den Meetings habe ich Sardinen und Brandy runtergewürgt. Oh, und all die Pillen. Aber das hat alles ein Ende gefunden, als ich Rim Tuff zum ersten Mal reden gehört habe.“ Er strahlt.
„Du erledigst also die Arbeit eines Laufburschen für die Bourgeoisie.“
„Mag sein. Dauerarbeit für 16 Stunden, dann 4 Stunden Schlaf. Einmal ging es 9 Monate lang um die Formulierung eines Waschhinweises auf einem Etikett. Das war alles vorbei, als ich Rim Tuff reden gehört habe.“ Er strahlt.
„Kommen wir später darauf zurück.“ (Zurück.)
„Klar, Kleine. In deinem Zustand musst du ja rastlos sein.“
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„Sie meinten, Sie machen sich Sorgen um mich? Warum?“
„Zum einen die gekrümmte Brustwirbelsäule. Das ist Trauer, die sich in den Wirbeln festsetzt. Du bist auch ein bisschen blass. Kapillaren, die an der Verzweiflung festhalten.“ Er nickt.
„Aber das größte Problem liegt auf der Hand. Es sind deine Lungen. Du hast mit einer Menge antizipierter Scham zu kämpfen, nicht wahr? Das sammelt sich in den Lungenbläschen an.“
Wenn es nur das wäre. Da sitzt auch jede Menge vergangene Scham.
„Ich würde mich eigentlich als Scham-Wundertüte bezeichnen.“
„Dann ist es schlimmer als ich befürchtet hatte.“
„Hoffentlich nimmst du mir meine Worte nicht übel, Kleine. Ich erinnere mich noch an die Tage, als die bösen Gedanken direkt durch das schwache Material hineingesickert sind.“
ZWEIFELT DIESER NARR AN DER WIDERSTANDSFÄHIGKEIT DER ATEMWEGE DES VOLKES?
So reimt er sich die Welt zusammen, man muss nicht darauf reinfallen.
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„Ich weiß die Sorge zu schätzen, aber ich bin in Ordnung.“
„Ich verstehe. Ich habe selbst viele Jahre geleugnet.“
Er ist ein alter Mann, der mit seiner Existenz klarkommt, indem er sich an eine schwachsinnige Routine klammert. Lass es gut sein.
JETZT BELEIDIGT ER AUCH NOCH DEINE PSYCHE?
„Das behalte ich im Hinterkopf.“
„Das hört man gern! Wenn du natürlich irgendwelche Zweifel hast, können wir die gern mit einem kleinen Sprint um den Loop beseitigen.“ Er zeigt nach oben.
„Die oberste Ebene, wo man reinkommt. Das ist der Loop. Keine Hilfsmittel, keine Requisiten – nur pure Athletik. Sag mir, wenn du bereit bist, zu rennen.“
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„Na schön. Tun wir es. Sie und ich. Welche Übung auch immer.“
„Nun … Wenn du darauf bestehst. Ich würde gerne sehen, wie weit du im Loop kommst.“ Er zeigt nach oben.
„Sie wollen ja sicher nicht andeuten, dass ich schwach bin.“
„Natürlich nicht! Ich spreche nur von deinen Fasern.“ Er schaut mit zusammengekniffenen Augen auf deine Brust. „Und deinen Lungen. Deine flache, jämmerliche Atmung verrät dich.“
„Ohren auf und zugehört, alter Mann: Ich könnte Sie auf athletischer Ebene vernichten.“
„Das bezweifle ich, aber ich bin ja auch nicht wirklich das Problem, oder, Kleine? Wenn überhaupt, geht es darum, dir selbst was zu beweisen.“
„Ich bin absolute Expertin darin, mich selbst zu zerstören.“
„Oh, hier geht es jetzt sehr wohl um Sie, und ich könnte Sie auf alle erdenklichen Arten zerstören.“
„Aber die brauche ich für Nikotin und Teer!“
„Tja, das hilft dir überhaupt nicht. Es hilft eher den anaeroben Schmarotzern, sich dort einzunisten.“
„Quatsch. Meine Atmung ist super.“
„Ich suche nach den Archiven. Haben Sie sie gesehen?“
„Da kann ich leider nicht helfen, Kleine. Ich renne in der Regel nur nach unten und direkt wieder hoch. Aber ich nehme an, dass es eine der Türen weiter unten sein muss.“
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Was glaubt er, was dir auf der Treppe passiert ist?
Seine blöde Theorie dreht sich weder um dich noch um ihn. Sie dreht sich um Orte. Orte wie diesen, die von der Geschichte geformt wurden.
„Sie halten diesen Ort für besonders.“
„Das sind fast alle. Hier ist es nur greifbarer.“ Er tippt gegen das Metallgeländer. „Weißt du, ich habe mich gefragt, ob manche Orte sich Dinge behalten. Nicht wie wir, sondern wie Körper.“
Der Klang von Stiefeln, die Wärme von Leuten und eine simple, dämliche, sture Hoffnung.
„Dieses Silo hat viel mitgemacht, nicht wahr? Es hat sein eigenes Muskelgedächtnis, eigene Wunden, Narben und Schmerzen. Es wurde mit Hoffnung, Träumen und Zweck gebaut, aber dann …“
Ein brutaler Knall, auf den eine große Aushöhlung folgt, die nur Stille hinterlässt. Ist es da ein Wundern, dass ein solcher Ort noch nachhallt?
„Wenigstens steht es noch.“
„Es würde mich nicht überraschen, wenn es uns beide überlebt.“
„Ich hoffe, die Treppe hält dich nicht davon ab, zurückzukommen, Kleine. ich habe mir überlegt, meine eigene Trainingsgruppe aufzumachen, weißt du? Ein paar Leute hierher zu holen. Dem Silo wieder ein wenig Zweck zu verleihen.“
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„Das ist ziemlich traurig.“
„Das ist es. Aber es muss ja nicht so bleiben.“
„Sie haben recht, das ist ziemlich blöd.“
„Nicht wahr? Ah, wie auch immer. Gut, dass ich langsam zu alt werde, um mich um so was zu scheren.“
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Na schön. Noch mehr Theorien darüber, was diese Treppe dir angetan hat. Jede davon ist garantiert besser als das, was er hat.
„Korrektur: Die Treppen strahlen Ultra-Versagenswellen aus.“
„Na klar, Kleine.“ Er lächelt und nickt auf die großväterlichste Art, die man sich nur vorstellen kann. „Das muss es sein.“
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„Es sind Scham-Reste. Die Luft ist voll davon.“
„Genug Blödheit. Wahrscheinlich ist es nur ein Kohlenmonoxid-Leck.“
Du brauchst seine Theorie nicht. Du hast dir schon eine bessere ausgedacht.
„Dieser Ort strahlt Versagenswellen aus.“
„Versagenswellen? Was soll das denn sein?“
„Fremdartige Technologie, die dazu dient, mich meine Coolness hinterfragen zu lassen.“
„Tut mir leid, Kleine, aber jetzt kann ich dir nicht mehr folgen.“ Er schaut langsam zu den Sternen.
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„Sie wissen schon. Versagenswellen.“
Du läufst den Loop – und schaltest den Brenner hoch.
Diagnose vollständig. Bänder: vorbereitet. Herzfrequenz: normal. Gelenke: geschmiert. Adrenalin- und Dopaminausschüttung eingeleitet, um die Antriebskraft zu maximieren. Warten auf Signal.
Ohhh, jaaaa.
„Auf die Plätze … Fertig … Los!“
DU RENNST.
WARNUNG: Steiler Abstieg voraus. Drehmoment und Beschleunigung werden aus Sicherheitsgründen gedrosselt. Sprachbefehl geben, um den Ultimativen Overburn zu aktivieren.
„ICH BIN DIE ULTIMATIVE LANGSTRECKENRAKETE.“
Lauf: abgeschlossen. Gewünschte Leistung erreicht. Systeme wechseln in den 'Belohnungsmodus++'. Genieß die Endorphine!
unnghhhhhhh … ungh … ahhhh …
„Großartig, Kleine.“ Der Alte lehnt sich zitternd gegen das Geländer. „Das Tempo, der Sprung, sicher, sicher …“
„Aber die Magie liegt darin, weiterzumachen, nicht? Stur gegen die Welt zu stehen.“ Er nickt. „Großartig.“
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„WERDEN SIE ZEUGE MEINER SELBST, URALTER FITNESS-MANN.“
Du schreist einfach.
WARNUNG: DU WIRST STERBEN.
Was?
Zum Rennen braucht es Motivation. Du bist so verkabelt, dass du Motivation aus Angst und/oder Wut beziehst. Vorab-Check vollständig. Adrenalinausschüttung beginnt.
„Auf die Plätze … Fertig … Los!“
WARNUNG: Steiler Abstieg bevorstehend. Antrieb fehlt. Du wirst wirklich sterben.
Schon gut – ich habe nur Angst. (Du läufst schneller.)
An der Treppe schaut der alte Mann gespannt zu, wie sich die Lücke im Boden nähert.
WARNUNG: Abstieg naht. Bevorzugte Alternative: Aufgeben und sich dann schämen.
NEIN, SCHNELLER. BRENNER ANHEIZEN.
Überlebensinstinkte wurden überschrieben. Auf Wiedersehen.
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Ende dieses Zweigs
Scheiße, Scheiße, Scheiße! (Du gibst auf.)
„Schon okay, Kleine.“ Der alte Mann nickt. „Ich habe gesehen, dass du Angst bekommen hast. Die meisten Leute hätten da angehalten. Dafür muss man sich nicht schämen.“
Falsch. Nur noch Scham. Du bist eine auf Scham basierende Lebensform.
„Ich natürlich nicht. Ich meine nur, dass nicht jeder dafür gemacht ist, immer durchzuziehen.“ Er tippt gegen das Geländer. „Ah, na ja. Die Gesellschaft ist trotzdem angenehm, falls du noch was zu besprechen hast.“
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Was ist die Alternative? (Du hältst das Tempo aufrecht.)
Aufgeben und sich dann furchtbar schämen. WARNUNG: Abgrund naht. Tödlichkeit bestätigt.
Nein, ich werde gewinnen.
DU WIRST STERBEN. DU WIRST STERBEN. DU WIRST STERBEN. DU WIRST STERBEN.
„Passen Sie auf sich auf, Cardio-Rentner.“ [Du gehst.]
„Bleib in Bewegung, dann wird alles gut. Bei uns allen wird alles gut.“ Er winkt dir zu.
„Das ist mal eine Gangart. Eine richtig stolze Gangart! Sechsmal hoch und runter! Da wären bestimmt noch zehn Male drin …“
„Oh. Hey, Kleine! Was hat ein freundliches Gesicht wie deins hierher geführt?“ Der drahtige Mann strahlt, während ihm Schweißtropfen durch die Falten laufen.
„Was machen Sie denn hier unten, Alterchen?“
„Ich arbeite an mir, aber jetzt bin ich fertig. Das heißt, die Treppe gehört ganz dir, Kleine!“
„Was ist denn so toll daran?“
„Ich arbeite an mir, aber jetzt bin ich fertig. Das heißt, die Treppe gehört ganz dir, Kleine!“„Was du tun solltest, ist, in der Gegend zu trainieren. Und glaub mir, hier ist der beste Ort dafür. Die…„Tja, das tut mir leid für dich, Kleine. Wenn du meinen Rat willst, wag dich mal an die Treppe. Nichts…
„Die führt immer weiter runter. Die beste Treppe, die ich je gesehen habe. Du solltest sie mal testen.“
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Während du die Treppe noch überdenkst, knallt eine Bierflasche gegen das Geländer und zerschellt daran. Der Alte lacht.
„Weißt du, es ist wirklich schön, Gesellschaft zu haben. Wenn das Schnäuzchen wackelt, kurbelt das den Stoffwechsel an.“
„Ich erkunde hier nur ein bisschen die Gegend.“
„Was du tun solltest, ist, in der Gegend zu trainieren. Und glaub mir, hier ist der beste Ort dafür. Die beste Treppe der Stadt ist gleich hier.“
„Eine Reihe katastrophaler Entscheidungen – sowohl persönlich als auch beruflich.“
„Tja, das tut mir leid für dich, Kleine. Wenn du meinen Rat willst, wag dich mal an die Treppe. Nichts zerquetscht Sorgen besser als ein paar Runden die Treppe hoch und runter.“
„Kümmern Sie sich nicht um mich, ich spaziere hier nur herum.“ [Du gehst.]
„Das ist die beste Antwort, die ich seit langer Zeit gehört habe! Ein Fuß vor den anderen und so weiter. Wir sehen uns, Kleine!“